Ansichten eines Informatikers

Grundstücke, Urheberrechte, Patente

Hadmut
28.3.2012 9:11

Mal so ne ganz blöde Frage:

Warum werden eigentlich Grundstücke im Interesse der Öffentlichkeit enteignet (beispielsweise für eine Autobahn oder olympische Spiele), Urheberrechte oder Patente jedoch nicht? Oder gab’s das schon mal?

Die Konzeptlosigkeit der Piraten-Partei

Hadmut
27.3.2012 13:58

Ach, was muß man seit Sonntag wieder alles über die Piraten lesen. Die anderen Parteien und mancher Schreiberling schimpfen aus allen Rohren, die hätten keine Konzepte, keinen Plan, keine Ahnung. Keiner wüßte, wofür sie stehen, nicht mal sie selbst.

Bei Licht betrachtet könnte aber genau das der ganz große Vorteil der Piraten sein und ihnen eine Überlegenheit gegenüber allen anderen Parteien bringen – wenn sie es richtig machen. Weiterlesen »

Technischer Vorsprung der Älteren

Hadmut
27.3.2012 9:42

Wir hatten es doch hier im Blog gerade davon, daß Jüngere nicht automatisch besser in IT sind, sondern daß die Generation, die das ganze aufgebaut hat, technisch voraus und im Vorteil ist. Und hier ist der Beweis.

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Der nächste Vizekanzler und Außenminister ist ein Pirat

Hadmut
26.3.2012 21:05

Ich wage mal die Prognose: Weiterlesen »

Diskussionskultur der anonymen Beleidigungen

Hadmut
26.3.2012 16:28

Ich habe es schon häufig kritisiert, daß mir auf den Wecker geht, daß sich im Internet immer mehr diese Heckenschützen herausbilden, die aus der Deckung der Anonymität und Pseudonymität mit Dreck werfen, Weiterlesen »

Jung-Piraten als “IT-Experten” ?

Hadmut
26.3.2012 10:31

Auch so ein Wiederholungsthema im Blog: In der Presse ist jeder immer gleich Experte. Wer eine Tastatur von einer Flasche Milch unterscheiden kann, ist gleich „IT-Experte”. Jede Partei hat, auch wenn sie da alle zusammengenommen keinen blassen Schimmer haben, immer ihren „Internet-Experten”. Kein Begriff wird so extrem inflationär gebraucht wie der des „Experten”. Wenn mich jemand fragt, was ich bin, vermeide ich dabei schon seit mindestens 10 Jahren tunlichst den Begriff „Experte”, weil der Begriff längst zum Synonym für hemmungslose Schwätzer geworden ist, für Leute, die sowenig Ahnung vom Thema haben, daß sie nicht mal merken, wie dünn das Eis unter ihren Füßen ist.

Auf Golem.de berichten sie über die Piraten im Saarland und stufen deren 22-jährige „IT-Systemkauffrau in Ausbildung” als IT-Expertin ein.

Bei aller Sympathie, aber mit dieser Einstufung zeigt man eigentlich (egal ob sie nun von den Piraten selbst oder von Golem stammt), daß man selbst eigentlich nicht viel Ahnung von IT oder irgendeinem anderen Thema haben kann, weil das Thema so komplex ist, daß man da ohne ein gewisses Alter, eine fundierte technische Ausbildung und einige Jahre Berufstätigkeit noch nicht als „Experte” gelten kann, sofern man nicht den inflationären Begriff anlegt, der auf fast jeden paßt. IT-Systemkaufleute sind eignetlich keine IT-Experten sondern IT-Verkäufer. Auch ein Autoverkäufer ist kein KFZ-Fachmann. Irgendwie beleidigt man mit sowas alle die, die sich richtig technisch mit sowas befaßt und sich am Aufbau und der Entwicklung der Infrastruktur beteiligt haben.

Es sei denn natürlich, daß sich dahinter die feine und spitze Ironie verbärge, daß man damit nicht die Piraten, sondern den Rest der Politik beschreibt, im Vergleich zu dem bereits eine 22-jährige Auszubildende als „IT-Expertin” gelten müsse. Dem würde ich mich freilich anschließen, aber ich glaube nicht, daß es so gemeint war.

Die Piraten müssen etwas aufpassen, daß sich ihre erfrischende Unbefangenheit nicht am Ende vielleicht doch nur als Naivität, Arroganz und maßlose Selbstüberschätzung herausstellt. Sollte mal irgendwer daherkommen und sie entzaubern, indem er ihnen mach fachlich die Hosen runterzieht (und diese Gefahr scheint mir durchaus gegeben), könnte es mit der Herrlichkeit schnell vorbei sein.

Nachtrag: Ich bin seit inzwischen etwa 35 Jahren mit Computern und deren Programmierung beschäftigt, war schon vor über 30 Jahren mit Assembler usw. zugange und hatte mit 22 mein Informatiker-Vordiplom. Nach meinen heutigen Maßstäben war ich damals aber noch meilenweit davon entfernt, das zu sein, was ich für einen „IT-Experten” halte. Ich kam mir damals zwar ziemlich gut und allwissend vor, war es aber nicht, sondern habe mir das nur aufgrund mangelnden Überblickes eingebildet. Expertentum hat nicht (nur) mit Wissen zu tun, sondern mit der Organisation und Zugreifbarkeit von Wissen und Erfahrung, und das hat man mit 22 einfach nicht.

Nachtrag 2: In der Süddeutschen schreiben sie:

Die Landesvorsitzende, die sich auf Twitter “Sanguis Draconis” (Drachenblut) nennt, zählt Transparenz zu ihren politischen Hauptzielen.

Ein Widerspruch in sich.

Daß die Piraten im Saarland doppelt so viele Sitze haben wie die Grünen…

Hadmut
25.3.2012 21:37

…ist völlig in Ordnung. Das haben sich die Grünen selbst eingebrockt, und da haben sie noch Glück, daß sie überhaupt noch reingekommen sind. Völlig in Ideologien erstarrt, zu bieten haben die nichts mehr.

Bemerkenswert fand ich, daß die jahrelang gefordert haben, der Liter Benzin müßte 5 Mark kosten, sich letzte Woche aber drüber aufgeregt haben, daß 6 Cent der letzten Benzinpreissteigerung nicht mit dem Weltmarktpreis zu begründen sind. Eigentlich weiß man gar nicht mehr, was die wollen, außer Wählerstimmen holen egal womit. Die versuchen momentan einfach alles, was Stimmen bringen könnte.

Im Gegensatz dazu weiß man bei den Piraten noch nicht, was die so genau wollen. Das macht sie zunächst mal wählbar. Und das haben sie auch verdient. Früher oder später werden die aber auch mal die Karten auf den Tisch legen müssen, wo es denn hingehen soll und wie man es machen kann. Nur mit Wünschen kommt man nicht lange sehr weit.

Nachtrag: Zeigt übrigens sehr schön, daß das ganze Gerede von der Politikverdrossenheit der Jugend Quatsch ist. Die sind nicht politikverdrossen, die sind nur parteiverdrossen. Und da haben sie völlig Recht.

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Ich hab den Beruf verfehlt

Hadmut
25.3.2012 19:42

Günther Jauch hätt ich werden sollen. (In Fortsetzung von diesem hier.)

Frauenquote und Simpson-Paradoxon

Hadmut
25.3.2012 19:36

Ein Leser hat mir gerade zu einem früheren Blog-Artikel in einem Kommentar den Link auf die Wikipedia-Seite zum Simpson-Paradoxon geschickt. Diese Art von Rechenfehler habe ich auch schon mehrfach hier im Blog angesprochen und davor gewarnt (z. B. bei der Geburtenrate oder eben der Geschlechterbenachteiligung), aber daß dieser Fehler auch einen eigenen Namen hat, wußte ich noch nicht. Lesens- und bemerkenswert.

Gerade der Effekt, daß unterschiedliche Vorlieben von Frauen und Männern bei Jobangeboten zu unterschiedlichen Einkommen und Geschlechterquoten führen können, wurde in keiner der mir bekannten Publikationen bzw. Pamphlete zur Frauenquote berücksichtigt. Es heißt immer nur nach der Holzhammermethode, daß Frauen im direkten Vergleich unterrepräsentiert und unterbezahlt seien, aber statistische Rechnungen, die diesen Fehler vermeiden, habe ich noch nicht gesehen. Oder wie man so schön sagt: Koinzidenz, Korrelation und Kausalität sind drei verschiedene Dinge.

Die Thermodynamik der Erdbeere

Hadmut
24.3.2012 20:34

Als Naturwissenschaftler muß man stets aufmerksam und mit Sinn für physikalische Effekte durchs Leben gehen. Weiterlesen »

Tolle Software

Hadmut
23.3.2012 16:59

Jemand schrieb mir heute per E-Mail, daß er mir zuvor keine E-Mail schicken konnte. Sein Computer habe das mit der Begründung verweigert, das Wort Danisch gäbe es nicht in der deutschen Sprache.

*Seufz*

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“Diese Energiegewinnung unterliegt nicht dem Gesetz der Energieerhaltung.”

Hadmut
23.3.2012 11:48

Ein Leser versucht, mir ein Perpetuum Mobile anzudrehen. Weiterlesen »

Wie speichert das Gehirn Informationen?

Hadmut
23.3.2012 10:30

Eines der meines Erachtens spannendsten Forschungsthemen der Informatik – wenn nicht das spannendste überhaupt – ist das Verständnis der Funktionsweise des Gehirns und dessen Nachbildung. Ein wesentlicher Schritt dazu könnte nun gelungen sein, denn Mediziner (nicht Informatiker) haben womöglich herausgefunden, wie das Gedächtnis in seinen Elementarfunktionen funktionieren könnte.

Damit wird es irgendwann vielleicht sogar möglich sein, Gedächtnis-Prothesen zu bauen.

Daß man in 100 Jahren dann vermutlich das Gehirn direkt mit Google, Facebook und Twitter vernetzen und dort nicht nur Suchanfragen, sondern auch Gedanken in Echtzeit publizieren wird (Hadmut Danisch denkt gerade…), werde ich glüclicherweise nicht mehr miterleben.

Ich hab den Beruf verfehlt

Hadmut
22.3.2012 22:06

Ärztefunktionär hätt ich werden sollen.

Ich hab den Beruf verfehlt…

Hadmut
22.3.2012 15:11

Pleitier hätt ich werden sollen.

Landgericht Bonn erlaubt Notwehr gegen Raucher durch Backpfeife

Hadmut
21.3.2012 22:13

Zur Abwechslung auch endlich mal was Positives. Weiterlesen »

Ladendieb mit Störsender

Hadmut
21.3.2012 21:35

Jetzt sind schon die Ladendiebe mit Störsendern unterwegs…

Wie man Journalist wird. Oder Richter. Oder Professor.

Hadmut
21.3.2012 21:33

Netter Artikel auf Telepolis über Willkür, Korruption, Seilschaften und Herkunft.

Wenn die Frauen eine Frauenquote fordern, weil sie unterrepräsentiert sind, brauchen wir dann jetzt auch eine Plebejer-Quote? Eine Underdog-Quote? Alle Verhaltensgruppen repräsentiert?

6 Wochen Putzen…

Hadmut
21.3.2012 21:30

und immer noch zu dreckig. Da muß es ja vor 6 Wochen toll ausgesehen haben.

“Gott hat den Sex erfunden…”

Hadmut
20.3.2012 16:11

Ach, Herrje. In Amiland sind sie jetzt drauf gekommen, daß Sex ja doch nicht so schlecht sein kann, wenn Gott ihn erfunden habe und er zudem in der Bibel erwähnt wird, und bieten jetzt christliche Dildos und anderes Spielzeug an. Vermutlich mit Weihwasser gesegnete Vibratoren und sowas. Oralverkehr ist jetzt übrigens auch christlich zugelassen, sie haben sogar entsprechendes Gel, leider nur in Kirsch- und nicht mit Hostiengeschmack.

Hallelujah, Brüder und Schwestern!

(Hat jemand schon mal diese Rammel-Rampen probiert, die die da im Angebot haben? Bringen’s die?)

Wie Informatiker Frauen anbaggern

Hadmut
18.3.2012 20:32

*Ja*

Mindestlohn für alle – außer für Fotografen

Hadmut
17.3.2012 23:45

Betrachtungen zur Urheberrechtsdiskussion, zur „Schwarmintelligenz” und zum Internet. Weiterlesen »

15 Jahre IPv6 und die Deutschen

Hadmut
16.3.2012 11:46

Seit ungefähr 15 Jahren (wenn man die ersten Schritte dazunimmt, sind es eigentlich schon 20) wird am neuen IP-Protokoll IPv6 gebastelt. Die Deutschen haben sich – wie immer – kaum oder gar nicht an der Entwicklung beschäftigt. Hat keinen interessiert.

Jetzt, wo IPv4 erschöpft ist und die Welt (endlich) zum Sprung auf IPv6 ansetzt, wo es eigentlich kein zurück und keine Verzögerung mehr geben kann, jetzt, wo es in allen Betriebssystemen und neueren Routern und anderen Geräten implementiert ist, jetzt kommen die Deutschen an und machen sich Gedanken über die anonyme Nutzung und wie man das Verhindern kann.

Typisch deutsche Internet-Eigenheiten: Erst jahrelang ignorieren und die anderen die Entwicklungs- und Implementierungsarbeit machen lassen, und dann hinterher kommen und rummäkeln und verhindern. Wie immer.

Und warum ist das so? Ich hab’s schon so oft geschrieben. Weil wir kein Ingenieurs-, sondern ein Juristenstaat sind. Und Juristen ihrer Natur und Aufgabenstellung entsprechen nicht konstruktiv, aufbauend oder vorausschauend tätig sind, sondern abwarten, was andere machen, und dann im Nachhinein destruktiv feststellen, welche Rechte es verletzt und wie man es verhindern kann.

Gesprächsleitfaden einer Kreditkartenfirma

Hadmut
15.3.2012 15:39

Bis eben war meine Laune noch herrlich, weil draußen wunderbares Wetter, strahlender Sonnenschein, angenehme Frühlingstemperaturen herrschen. Dann rief meine Bank an. Weiterlesen »

Murks?

Hadmut
15.3.2012 12:53

Ein alter Kumpel schickt mir gerade einen Link auf das Blog „Murks? Nein, Danke!”. Ich grüble. Weiterlesen »

Diverses zur Frauenquote

Hadmut
15.3.2012 11:40

Seltsames, Bemerkenswertes, Erleuchtendes. Weiterlesen »

Ich hab den Beruf verfehlt

Hadmut
13.3.2012 11:05

Zum Fernsehen hätt ich gehen sollen.

Während sich alle Welt darüber aufregt, daß wir einem unfähigen Bundespräsidenten den Ehrensold aus Steuergeldern zahlen müssen, schmeißen die öffentlich-rechtlichen Sender exorbitante Summe für lausige – und immer schlechtere – Programme raus, vor allem für Talkshows, hinter denen ja nun gar nichts steckt und die auch nichts bringen. Dafür werden die Gebühren zwangseingetrieben und immer wieder erhöht. Und ich weiß nicht mal warum, denn ich finde im Fernsehen immer weniger, was ich wirklich anschauen will. Günther Jauch finde ich sterbenslangweilig und den Mann steif und spießig. Die letzte (und einzige) Sendung, die der gemacht hat, und die ich wirklich sehenswert fand, war Rätselflug. Warum kauft die ARD so einen ein? Und dann so teuer?

Warum kauft die ARD einen Thomas Gottschalk für das Vorabendprogramm, der da vorhersehbar quotenmäßig absäuft?

Früher gab es da noch interessante politische (und gleichzeitig preisgünstige!) Magazine. Heute ist das ARD-Programm vollgestopft mit hundsmiserablen, nutzlosen, dem Auftrag nicht entsprechenden aber schweineteuren Talkshows, an denen sich externe Produktionsfirmen (die meist dem Moderator selbst gehören) dumm und dämlich verdienen, und wir müssen das zahlen.

Warum wird da nicht endlich mal reingeschlagen und deren Geldverschwendung wenigstens mal aufgedeckt?

Außer der Tagesschau und alle paar Wochen dem Tatort aus Münster finde ich in der ARD eigentlich kaum noch etwas, was mich anspricht. Alles, was vor 20.00 Uhr kommt, gehört ausnahmslos in den Sondermüll, und nach 20.00 ist das überladen mit Musikantenstadl, entsetzlichen Musikgalas und Geschwätz. Und sowas kostet Milliarden, eingetrieben über Zwangsgebühren.

War nicht mal der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, Information und Meinungsbildung zu betreiben, oder sowas ähnliches?

White IT, Made in Germany

Hadmut
12.3.2012 14:09

Das Kinderpornografie-Thema gebiert – wie schon bisher, also keine Überraschung – weiterhin technischen und juristischen Unfug. Weiterlesen »

Frage an die Leser

Hadmut
7.3.2012 10:12

Was ist eigentlich besser? Wenn die Kommentare zu einem Blog-Artikel unter dem Artikel erscheinen (wie jetzt) oder auf einer separaten Seite (wie bei vielen kommerziellen Medien) ?

Kann mir mal jemand die Frauenquote erklären?

Hadmut
7.3.2012 2:05

Jetzt geht’s echt los. Nachdem die EU-Kommissarin Viviane Reding da jetzt Druck macht und auch in Deutschland immer mehr darüber schreiben, angeblich jetzt sogar 75 Prozent der EU-Bürger die Frauenquote wollen, wäre es doch an der Zeit, mal zu fragen, wozu das eigentlich gut sein soll. Weiterlesen »