Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Frauen und Leichen

Hadmut
13.11.2016 19:14

Ich kriege ja verdammt viele Beschwerden über Frauenquoten rein. Aber die ist wirklich ganz neu. Auch ich lerne immer noch was dazu.

(Achtung: Triggerwarning! Nicht für Feministinnen geeignet.)

Ein Bestatter schreibt mir gerade, dass das Bestattungswesen durch Feminismus gerade den Bach runtergeht. Man verweist da auf dieses hübsche Gruppenbild der Ausbildung:

Begrüßung der neuen Auszubildenden im Berufskolleg Bergisch Land in Wermelskirchen. Erstmals liegt der Frauenanteil bei über 50 Prozent.

Ja, und das kann man nicht anders sagen, einige davon sind wirklich ziemlich hübsch. (Aber was hat man davon, wenn man tot ist? Die kommen da einfach zu spät.)

Warum könnte eine Frau nicht Bestatter sein? Kann sie schon. Aber eben nicht die hübschen. Da sind mehr so die Qualitäten einer bulgarischen Gewichtheberin gefragt. Wie mir der Bestatter nämlich erläutert, ist das mit den Bestattungen ein Handwerk, und zwar eines, bei dem man richtig hingreifen muss. Da muss man bisweilen dicke Gummihandschuhe tragen und auch mal ne Leiche von 100 oder mehr kg heben. Sowas klappt nicht mit kleinen hübschen Mädels mit zierlichen Armen und langen Fingernägeln.

Das Problem würde verschärft, weil so ein Eichensarg auch so um die 30 oder 40 kg, wiege. Einige der Auszubildenden würde da schon am leeren Sarg scheitern. Wie sollen die dann mit einer zusätzlichen 100kg-Leiche drin klarkommen?

Und es sei gar nicht selten, dass man eine Leiche aus dem dritten oder vierten Stock durch enge Treppenhäuser ohne Aufzug schaffen müsste, das käme oft vor.

Gut, mit Leichen habe ich jetzt so gar keine Erfahrung, aber ich weiß von Fällen, in denen es mit der Leichenstarre schon ziemliche Probleme gab. Ich weiß, dass man Flugbegleitern verbietet, während des Fluges Verstorbene nicht in den Toiletten zu deponieren, weil man die da nicht wieder rauskriegt, ohne die ganze Kabine abzuschrauben. Gut, oft sind die aber auch ziemlich entspannt (die Leichen, nicht die Flugbegleiter), was ein ganz anderes Problem ist. Habt ihr mal versucht, eine Person zu heben, die sich „schwer” macht, also sich einfach wie ein nasser Sack benimmt?

Ich hab doch letztes Jahr einen Bootsführerschein gemacht und an einem Segeltörn teilgenommen, zur Ausbildung für den Küstenschein. Da haben sie uns erklärt, dass man bei Mann-über-Bord eigentlich nur ne Chance hat, den irgendwie anzuseilen und auf die Seenotretter zu warten, weil es von der Kraft her praktisch unmöglich sei, jemanden aus dem Wasser zu hieven. (Tatsächlich gibt es einen Unfallbericht aus der Ostsee, in dem jemand über Bord gegangen und dann ertrunkten ist, weil sie ihn zwar zu fassen bekamen, aber nicht ins Boot ziehen konnten.)

Und das mit den Leichen in engen Gängen… Ich weiß von einem Todesfall, in dem … denn der Gute gab seinen Löffel im … naja, er war eben … sie mussten ihn tatsächlich … also kurz gesagt, auf der Rechnung des Bestatters standen einige hundert Euro für die Mehrarbeit, weil sie den mit mehreren Männern und einem Bergesack da rausholen mussten. Und sie haben ziemlich geflucht, weil das eine Scheiß-Arbeit gewesen wäre, den da rauszuholen. Eine Nachbarin, die das gesehen hat, hat sich davon auch nie wieder erholt. Das war ein echtes Drama (und genau nach dem Geschmack des Verblichenen, ein Wunder, dass er dabei nicht gelacht hat). Und die Bestatter, die da so geflucht haben, hatten so ne richtige Schwerarbeiterfigur, ich habe die gesehen (und das auch direkt von denen gehört, also aus erster Hand).

Wie wollen die das dann mit solchen Mädels als Bestatter machen? Drinnen zersägen, einzeln raustragen und draußen wieder zusammenkleben? Irgendwie glauben die, die sitzen in ihrem hübschen Leichenstudio und bekommen die „von Männern” zum Verschönern auf den Tisch gelegt. Vielleicht auch mal ne hübsche angefaulte Wasserleiche, die noch tropft. Oder ne Brandleiche. Was mit Maden oder so. Oder wenn einem die Feuerwehr da nach Unfällen Bausätze anliefert und man herausfinden muss, wieviele es mal gewesen sind, damit man weiß, wieviele Särge man da bräuchte. Ob man da mit dem Schminkpinsel noch was ausrichten kann?

Besagter Bestatter meint, ich möge mir das Bild der Damen mal anschauen und mir in der Vergrößerung die Fingernägel betrachtet. Das würde nie was. Eine erfahrene Bestatterin (!) mit langer Berufserfahrung hätte die Einschätzung geäußert, dass die alle in irgendwelchen Büros landen würden, sobald sie mal mit dem echten Beruf konfrontiert würden. Wär halt nicht nur Leichen schminken. Sie würde jedenfalls nur noch Männer einstellen, zu viel schlechte Erfahrungen.

Eins will ich mal direkt zitieren, das ist zu schön:

Oder, wenn sich im Bewerbungsgespräch herausstellt, dass die Bewerberin alleinerziehende Mutter (von manchmal mehr als nur einem Kind ist) und dann erklärt: “Wie Bereitschaft und mitten in der Nacht? Ich dachte, dass machen die Männer. Ich will doch nur ein bischen Schminken und Haare stylen.” (Dafür wollen die einen Vollzeitjob?)

Ah, ja, so ne Mischung aus Friseuse und Nagelstudio mit geduldiger Kundschaft. Leiche am Freitagabend gestorben? Da läuft der Anfrufbeantworter. Lasst sie bis Montag morgen liegen und achtet drauf, dass die Wildschweine nicht dran nagen. Huahaha.

Der Bestatter weist zu Recht darauf hin, dass sie 24/7 an 365 Tage in Bereitschaft sind. Wenn nämlich die Kripo anruft, müssen sie innerhalb einer Stunde am Tatort sein. Egal wo und wann.

Deshalb könnte man solche Mädels einfach nicht für Bereitschaften einteilen, erstens weil sie keinen Nacht-, Wochenend- und Bereitschaftsdienst machen wollen, und zweitens, weil sie körperlich dazu nicht in der Lage sind. Weil die meisten Betriebe aber auch nur höchstens 5 Mitarbeiter (inkl. Chef) haben und bezahlen können, funktioniert das dann einfach nicht, wenn da ein oder zwei nicht richtig mitarbeiten können und wollen. Da sind die anderen dann sauer und kündigen.

Das heißt, dass dieser Frauenansturm auf das Bestattergewerbe die in richtige Probleme bringt.

Erinnert mich brutal an das, was ich schon zu Tierärzten geschrieben habe. Da nehmen Frauen mit ihren Frauen-Förder-Abiturnoten den Männern die Ausbildungsplätze weg und betreiben dann nur Halbtagskuscheltierpraxen in der Stadt, während die Landwirte verzweifeln, weil sie keine Veterinäre für die richtige Vieharbeit mehr bekommen, die oft auch harte körperliche Arbeit ist. Mal so ner Kuh bis zum Anschlag in den Arsch greifen oder sie im Stehen operieren.

Bin ja mal gespannt, wann die erste Leiche nicht mehr abgeholt wird, weil sie sie nicht mehr hochkriegen. Oder da irgendwelche Gleichstellungsforderungen erhoben werden. Man könnte ja dann auch auf den Palliativstationen und in den Hospizen die Essensrationen halbieren, damit die dann nicht… oh, sorry.

Kurios ist aber, was der Grund für den seltsamen Ansturm ist. Nämlich nicht nur die Frauenquote allein. Es gäbe einen ganzen Haufen Bewerberinnen aus der Gothik-Szene, die hartnäckig versuchten, in den Beruf zu kommen. (Naja: Ist halt alles so schon gruftig und morbide. Und man hat die Möglichkeit, auch mal im Sarg zu nächtigen. Oder wie die gegenderten Ghostbusterinnen im Leichenwagen rumzufahren.)

Dracula ist ein Scheiß dagegen…