Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Politik, die Medien und der Begriff des Populismus

Hadmut
11.11.2016 9:31

Nochmal zum ZDF und dem Begriff des Populismus (auch weil mich Leser angeschrieben haben):

Ich bringe nochmal die Definition der Bundeszentrale für Politische Bildung,

Populismus ist ein schillernder Begriff, der in der Alltagssprache und im Journalismus genauso verwendet wird wie in der Wissenschaft. Die inhaltliche Bedeutung ist dabei aber nicht immer dieselbe. Alltagssprachlich wird der Populismus häufig mit einer popularitätsheischenden, den Stimmungen des Volkes nachlaufenden und nachgebenden Politik gleichgesetzt. Die Bewertung ist hier in der Regel negativ. Der Populist, so heißt es, verhält sich “billig”, streitet nicht um der Sache, sondern um der vordergründigen Gunst des Publikums willen. Den wissenschaftlichen Inhalt des Begriffs trifft das nur zum Teil. Hier wird mit Populismus in erster Linie eine Haltung umschrieben, die für das sogenannte “einfache” Volk und gegen die herrschenden gesellschaftlichen und politischen Eliten Partei ergreift. Hauptwesensmerkmal des Populismus ist mithin seine Anti-Establishment-Orientierung. Träger einer solchen Orientierung können einzelne Personen, Bewegungen, Parteien oder auch ganze Regime sein.

und die von Wikipedia:

Dem Begriff Populismus (von lateinisch populus ‚Volk‘) werden von den Sozialwissenschaften mehrere Phänomene zugeordnet. Einerseits handelt es sich um einen spezifischen Politikstil, eine Form der politischen Rhetorik bzw. Strategie zum Machterwerb, andererseits wird Populismus in der Forschung auch als Teil verschiedener Ideologien eingestuft.[1]

Populismus ist geprägt von der Ablehnung von Machteliten und einigen Institutionen, Anti-Intellektualismus, einem scheinbar unpolitischen Auftreten, Berufung auf den „gesunden Menschenverstand“ (common sense) und die „Stimme des Volkes“, Polarisierung, Personalisierung, Moralisierung und Argumenten ad hominem.

Populismus betont häufig den Gegensatz zwischen dem „Volk“ und der „Elite“ und nimmt dabei in Anspruch, auf der Seite des „einfachen Volkes“ zu stehen. Populismus hat hingegen kein bestimmtes, eigenes Wertesystem, das seinen ideologischen Kern ausmachen und ihn von anderen Ideologien abgrenzen würde.

Lest Euch beide Begriffsdefinitionen nochmal und langsam durch. Denkt über jedes Wort nach!

Beschreibt das nicht *exakt* den Feminismus/Genderismus?

  • Popularitätsheischend
  • Stimmungen nachlaufend
  • „billig”, streitet nicht um der Sache, sondern um der vordergründigen Gunst des Publikums willen
  • gegen die herrschenden gesellschaftlichen und politischen Eliten (= vorgeblich Männer)
  • spezifischer Politikstil, eine Form der politischen Rhetorik bzw. Strategie zum Machterwerb
  • geprägt von der Ablehnung von Machteliten und einigen Institutionen
  • Anti-Intellektualismus
  • einem scheinbar unpolitischen Auftreten, Berufung auf den „gesunden Menschenverstand“ (common sense)
  • Polarisierung, Personalisierung, Moralisierung und Argumenten ad hominem
  • Populismus betont häufig den Gegensatz zwischen dem „Volk“ und der „Elite“ (Frauen/Männer)
  • nimmt dabei in Anspruch, auf der Seite des „einfachen Volkes“ (Frauen, Minderheiten, Farbige, Muslime,….)
  • kein bestimmtes, eigenes Wertesystem, das seinen ideologischen Kern ausmacht (nur Ablehnung und willkürliche Behauptungen, kein greifbarer Inhalt)

Und nun überlegt Euch, wenn unsere Politiker und unsere Medien als „populistisch” brandmarken, und viel wichtiger: wen gerade nicht.

Und dann überlegt Euch, von welcher Qualität unsere Politiker und Medien sein können. Und was der heutige „Journalismus” überhaupt noch taugen kann.

Oder anders gefragt: Wer wählt sowas? Wer kauft sowas?