Auch die Preußische schreibt, das würde nichts mehr mit dem neuen Flughafen. Es ging neulich schon durch die Presse, dass Sog und Druck von schnell ein- und ausfahrenden Zügen im Bahnhof das ohnehin schon nicht funktionierende Entrauchungssystem noch mehr überfordern.
Interessant ist aber das:
Sollte sich die brutale Prognose bewahrheiten, dass der BER generell nie fertiggestellt werden kann, wird dies weitreichende Folgen haben. Der BER gilt im internationalen Vergleich schon jetzt als außergewöhnlich teures Flughafenprojekt, in das längst Milliarden an Steuergeldern geflossen sind. Noch recht wenig beachtet ist ein weiterer Aspekt: Im Herbst 2017 läuft die Ausnahmegenehmigung aus, die den Flughafen Berlin-Tegel bislang von strengen Lärmschutzauflagen verschont hat. Den betroffenen Anwohnern stehen dann juristische Wege offen, sich gegen den Fluglärm aus Tegel zu wehren.
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller könnte allerdings schon vorher unter Druck geraten. Wenige Monate vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus befindet sich Müller in einer Lage, in der er kaum mehr punkten kann. So reicht es den Fluggesellschaften eigentlich aus, wenn sie erst im kommenden Oktober Gewissheit haben, ob sie ab Herbst 2017 weiterhin vom alten Flughafen Berlin-Tegel operieren werden oder ob zum Winterflugplan 2017 ein Umzug zum BER ansteht. Verkündet Müller erst nach dem 18. September, also nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, dass es mit der Flughafeneröffnung wieder nichts wird, ist die Reaktion der Öffentlichkeit absehbar: Müller wird sich dem Vorwurf ausgesetzt sehen, aus wahltaktischen Gründen die schlechte Nachricht verschwiegen zu haben. Nicht besser sieht es aus, wenn er vor dem Wahltag verkünden muss, dass der BER eine kostspielige Dauerbaustelle bleibt oder gar als fehlgeplante Investitionsruine abzuschreiben ist.
Und die, die das eigentlich versaut haben, nämlich Wowereit und Platzek – beide SPD – haben sich längst in Sicherheit gebracht.
Wenn dann auch noch Tegel eingeschränkt werden muss, sieht’s finster aus.

Schönes Beispiel, wie man sich den Gender Pay Gap zusammenlügt. Weiterlesen »
Viele Leser haben mich auf verschiedene Aspekte eines Falles einer abgelehnten Promotion hin, bei dem es anscheinend deutliche Parallelen zu meinem eigenen Fall geben könnte: Politisch unerwünschte Forschung. Weiterlesen »
Herrlicher vierter Teil bei Tichy über den Niedergang der SPD. Fazit: Die Männer der SPD sind Idioten, die Frauen nicht mal das. Und sehr seltsam, womit man sich dafür qualifiziert, im Namen der SPD unsere Rentenkasse zu ruinieren. Die haben ihre Frauenquote wirklich auf Anforderung Zero nach unten gedehnt.
Sonst bekommt man nämlich Ärger. Weiterlesen »
Noch eine interessante Sendung bei ZAPP über Veränderungen und Enttechnisierung im Journalismus.
Erschütternd: Sie fangen in Norwegen jetzt an, Fernsehsendungen im Hochkant-Format zu produzieren, weil die Zuschauer zu doof sind, ihr Handy dazu quer zu halten.
Weiß jemand, welche App das ist, die man da kurz sieht, mit der er Videos nachvertont bzw. mit Kommentarspuren unterlegt?
Bei Fefe gibt’s noch einen interessanten Informationspartikel dazu: Weiterlesen »
Eine Beobachtung vom Tag. Weiterlesen »
Etwas hektisch gelesene, aber inhaltlich sehr interessante Präsentation dazu auf Youtube. Erklärt auch Gender und Feminismus.
Das ist doch mal eine drastische Maßnahme, um die Schulnoten ihrer Schüler zu verbessern: St. Gallen will die beiden schlechtesten Schulnoten 1 und 2 abschaffen und nur noch 3 bis 6 zulassen. (Dort ist 6 die beste und 1 die schlechteste Note.)
Eine 3 soll laut dem Konzept des Erziehungsrat dann bedeuten, dass das Lernziel nicht erreicht wurde, bei einer 6 wurden die Lernziele übertroffen.
Brigitte Wiederkehr, stellvertretende Leiterin des Amtes für Volksschule im Kanton St. Gallen, bestätigte den Plan: Es mache keinen Sinn, ungenügende Leistungen weiter zu differenzieren, sagt sie. «Entweder werden die Lernziele erreicht oder nicht.»
Auch wenn man wirklich gar nichts kann und gar nichts abgibt, bekommt man schon eine 3 von 6.
Nachtrag: Ein Leser meint, mal sollte einen Kommentar zum Artikel hier übernehmen:
“Warum gibt man den Kindern nicht gleich bei von Geburt an alle nur möglichen Schulabschlüsse und Diplome, die sie brauchen? Dann können sie sich in Ruhe in den Spielgruppen und Krippen bis zur Volljährigkeit sozialisieren üben, die Eltern hätten keinen Stress mehr , die Kids keinen ach so bösen Notendruck, und am Ende gibts als Belohnung auch noch ein bedingungsloses Grundeinkommen…”
Ein Leser schreibt mir gerade, dass Putin stinksauer über die Veröffentlichung der Panama Papers ist, und deshalb als Gegenschlag für morgen (9.5.) zum Jahrestages des Sieges im 2. Weltkrieg, geheime Dokumente über den Zeitraum 1930 bis 1989 freigeben will, die „interessante Namen” enthalten und die Öffentlichkeit überraschen würden.
Schaun’ mer mal…
Zu meinem Rosenholz-Artikel von eben hat mich ein Leser aus dem Ausland auf diese Webseite hingewiesen. Weiterlesen »
Ich hatte doch gerade zur SPD geschrieben, dass an deren Niedergang so seltsam ist, dass er sich in der Vorgehensweise nach DDR anfühlt, inhaltlich aber auf US-Ideologie beruht, was ja zunächst ein diametraler Widerspruch zu sein scheint. Einige Leser haben mir dazu geschrieben. Weiterlesen »
Inzwischen setzt sich die Überzeugung durch, dass man die SPD nicht mehr zu den Parteien, sondern zu den Katastrophen zählen muss. Weiterlesen »
Kennt ihr das Buch Das Kuckucksei? Nein? Lesen! Ein Astronom ging einer Ungereimtheit in Computeraccounts nach und klärte den KGB-Hack aus der Zeit vor der Wende auf. Der Fall „23”, nur von der anderen Seite betrachtet.
Und dann lest mal das da. Liest sich fast wie eine Wiederholung von Kuckucksei. Ein deutscher Wissenschaftler entlarvt einen der meistgesuchten russischen Hacker.
Was bleibt noch übrig, wenn man in den Schwafelwissenschaften bemerkt, das Schwafeln eigentlich schlecht ist? Weiterlesen »
Oh, ist das so dämlich. Weiterlesen »
Interessante Frage und eigentlich viel wichtiger als die Kölner Silvesternacht, aber so weithin verschwiegen: Was machen wir eigentlich, wenn niemand mehr Polizist werden will? Und warum hört man von Presse und Politik so wenig zu diesem Problem?
Ah, wenn es an ihr Geld und ihren Job geht, werden Journalisten dann doch noch mal wach und fragen nach, was sie in die Medienkrise geritten hat. Ein „Medienwissenschaftler” antwortet ihnen: Wir haben primär eine Politik-Radikalisierung, -Krise und -Verdrossenheit. Und durch eine zu dichte Nähe der Medien zur Politik oder sogar Identifizierung habe sich das dann auf die Medien übertragen: Mitgegangen, Mitgehangen.
Ich würde dazu sagen: Im Prinzip ja. Nur dass diese Nähe nicht nachträglich entstanden ist, sondern daher kommt, dass die allesamt aus dem Autoklaven „Geisteswissenschaften” kommen, der nichts anderes mehr macht, als Leute zu politisieren. Nicht die Medien haben sich politisiert, sondern man hat Leute, die nichts anderes mehr sind und können, als politisiert zu sein, in verschiedene Märkte – Politik, Medien, Wissenschaft, Recht – gedrückt und die Märkte damit kaputt gemacht. Man hat alles mit einer Einheitssuppe geflutet, und die Suppe war eben verdorben.
Ach, guck an. Sogar Soziologen merken was. Weiterlesen »
Es gibt Semi-Positives zu vermelden. Weiterlesen »
Na? (Vorsicht, Kalauer…) Weiterlesen »
Der Krieg links gegen rechts eskaliert. Und der militärische Waffeneinsatz von Beleidigungen auch. Weiterlesen »
Die TAZ und die Soziologie-Professorin Katja Sabisch versuchen, die Gender Studies gegen Kritik zu verteidigen. Ein Beispiel für „Lügenpresse”. [Nachtrag/Schreibfehlerkorrektur zur DFG] Weiterlesen »
Eine Beobachtung. Weiterlesen »
Wie aus einer Stunde 9 Tage wurden. Oder: Nein, ich bin nicht zufrieden. [Update: Problem gelöst, ich bin jetzt zufriedener.] Weiterlesen »
Gestern abend haben sie noch so getan, als wären gefälschte Pressefotos eine Ausnahmeerscheinung. Weiterlesen »
Ich war mal wieder auf einer Veranstaltung. Weiterlesen »