Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Frau und Algorithmus

Hadmut
13.9.2019 19:31

Eine der schweren Fragen unserer Zeit: Was haben künstliche Intelligenz und Algorithmen mit Frauenrechten zu tun?

Ratet mal, wer das klären will. [Update und Korrektur: Ich hab was Neues gelernt]

Das Bundesfrauenministerium und der Juristinnenbund. Wer auch sonst wäre in Fragen der KI und der Algorithmen kompetent?

Aus dem Text des BMFSFJ:

Was haben Künstliche Intelligenz und Algorithmen mit Frauenrechten zu tun? Der 43. Bundeskongress des Deutschen Juristinnenbundes steht im Zeichen der Digitalisierung und deren Chancen und Risiken für Frauen. […]

In Halle an der Saale findet vom 12. bis zum 15. September der 43. Bundeskongress des Deutschen Juristinnenbundes statt. Er steht im Zeichen von Digitalisierung und Gleichstellung: Was haben Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Datenethik mit Frauenrechten zu tun? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Arbeitswelt aus? Welche arbeits- und sozialrechtlichen Herausforderungen bringt die Digitalisierung mit sich? Wie schütze ich mich vor digitaler Gewalt? Ziel des Kongresses ist es, einen Beitrag zu Geschlechtergerechtigkeit in einer digitalisierten Gesellschaft zu leisten. Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesfrauenministerium, hat ihn am 13. September besucht.

Nicht, dass sie wüssten, was „Algorithmen” eigentlich sind, aber sie sind Feministinnen. Sie müssen nicht wissen, wovon sie reden.

Algorithmen? Frauenrechte? Da macht man einfach ein Gesetz, dass das eine etwas mit dem anderen zu tun haben soll, und fertig.

Der 43. Bundeskongress des Deutschen Juristinnenbundes befasst sich unter anderem mit gleichstellungs- beziehungsweise diskriminierungsrechtlichen Fragen. Er greift auch das Thema Digitale Gewalt gegen Frauen und Hatespeech auf. Denn immer mehr Frauen sind anonymen Angriffen im öffentlichen digitalen Raum ausgesetzt. Sie werden zum Beispiel beleidigt, beschimpft, bedroht oder erfahren digitale Gewalt in ihrem persönlichen Umfeld.

Ah, ja. Dann heißt Frauenrechte, die Anonymität aufzuheben? Geht’s wieder mal um das Vorantreiben des Weltkommunismus?

Wisst Ihr, woran ich da noch rätsele?

An dieser Unterschrift unter dem Damenbild:

Professorin Dr. Indra Spiecker genannt Döhmann

Was soll’n das sein?

Ich dacht’ ja, es wär ein Schreibfehler. Aber bei Wikipedia heißt sie auch „Indra Spiecker genannt Döhmann”. Und auf der Webseite der Universität auch.

Pfffrr.

Und wisst Ihr, was die ist? Professorin für öffentliches Recht. Auf deren Begründung für die namensrechtliche Herleitung des Namens und seiner Benutzung als Beamtin wäre ich ja mal gespannt.

Und diese Leute wollen unsere digitale Zukunft gestalten.

Update: Ein Leser hatte mir gerade dazu geschrieben, dass es noch mehr Leute mit solchen „genannt” im Namen gibt, und tasächlich scheint das eine zwar seltene, aber völlig rechtmäßige Namenskonstruktion zu sein. Ich habe ja schon viel gehört, aber davon noch nie.