Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Grüne Jugend und das Binäre

Hadmut
23.9.2013 21:05

Noch ein Follow-Up zum Artikel über die grüne Jugend.

Wir hatten ja beobachtet, dass sie auf ihrer Anmeldewebseite vom Beitretenden wissen wollen, ob er „weiblich” oder „nicht weiblich” ist. Also eine strikte »binäre« Geschlechtereinteilung.

Auch in den Frauenstatuten der Grünen und den Gepflogenheiten der grünen Jugend gibt es eine strikte, erbarmungslose Einteilung der Menschheit in zwei Geschlechter: Die Privilegierten und die Untermenschen. Das privilegierte Geschlecht hat Quoten, hat Anspruch auf die ungeraden Plätze auf Listen wie Adlige auf das Oberhaus, hat das Rede- und Redebeendigungsrecht, usw.

Das ganze Prinzip der Grünen und der grünen Jugend beruht darauf, die Menschheit knallhart und messerscharf in zwei Hälften zu teilen, nämlich die, die auf die privilegierten Plätze dürfen, und den Rest. Was ja paradox ist, denn man vertritt ja den Gender-/Queer-Ansatz, wonach es Leute gibt, die nicht klar einem der beiden Geschlechter oder gar keinem Geschlecht zuzuordnen sind oder sein wollen.

Aber bilden die Grünen das ab? Nein. Sie bieten kein halbes Rederecht. Es gibt keinen Anspruch auf einen dreiviertel Listenplatz für Transsexuelle usw. Ausgerechnet die Statuten der Grünen teilen die Menschheit knallhart in zwei binäre Hälften, zwei Geschlechter, von denen das eine in allem privilegiert und das andere das rechtloser Untermenschen ist. War das nicht das, was sie anderen vorwarfen?

Höchst lesenswert ist dazu der Blog-Artikel „Zwischen Veggie Day und #Aufschrei” von Gideon Böss über eine Posse der grünen Jugend.

Da gab es eine Fernsehshow namens „Flirt Kitchen”, in der drei junge Männer was kochen müssen und das – überwiegend weibliche – Publikum sich dann den Besten auswählen darf. Find ich prima, ein Riesen-Spaß. Dazu wollte man zur Wahl eine Sonderversion mit drei Politikern machen und hatte auch einen von der grünen Jugend eingeladen.

Deren ranzige Reaktion in einem „offenen Brief” mit einigem hin und her.

Der zentrale Auslöser des Streites war, dass die grüne Jugend da keine Frau hinschicken durfte, sondern ein Mann hinschicken sollte (that’s the idea). Frauenstatuten sind bei den Grünen in Ordnung, in denen nur Frauen reden dürfen, nur Frauen abstimmen dürfen, nur Frauen die ersten Plätze belegen dürfen. Aber gibt’s mal eine Fernsehshow, in der nur Männer als Kandidaten antreten (weil das Publikum weiblich ist), schimpfen sie sofort über Sexismus und Homophobie.

Homophobie? Weil in der Kochsendung nur Männer auftreten dürfen? Kapier ich nicht. Wollte da eine Lesbe vor Frauenpublikum auftreten und fühlte sich ausgeschlossen?

Wir kämpfen für Gleichberechtigung in allen Bereichen – Frauen dürfen nicht mehr länger versteckt werden, sondern müssen als Vorbilder agieren können. Umso schockierter sind wir über euer Format, das komplett diese Problematik verkennt. Gerade als modernen Jugendsender, der politische Sendungen ausstrahlt und jungen Leuten ein Vorbild sein möchte, ist diese Handhabe fatal, denn es manifestiert Rollenbilder!

Ja, das ist natürlich ein schlagendes Argument. Ganz schlimm, wenn die das Rollenbild des Mannes am Kochtopf manifestieren wollen. Da muss die grüne Jugend einschreiten und darauf bestehen, dem Publikum aufzuzeigen, dass auch Frauen am Herd stehen können. Kann ja nicht angehen, dass Küche und Herd der Jugend als reine Männerdomäne vermittelt werden und Frauen aus der Küche herausgehalten werden.

Anscheinend wäre die Sendung nach Art der Grünen besser, wenn da drei Frauen um die Wette kochen müssten und ein männliches Publikum die beste Hausfrau aussucht?

Denken die eigentlich auch irgendwann mal?

Am besten finde ich aber das:

Eure Sendung verstärkt ein binäres Geschlechtersystem, das wir als veraltet ansehen, da es der Diversität der Gesellschaft in keinster weise gerecht wird. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der sich niemand einem dieser Geschlechter zuordnen muss und in der Liebe auch nicht an ein Geschlecht gebunden ist. Wir leben aber in einer Zeit in der die Diskriminierung von Frauen ganz normaler Alltag ist und nicht-heterosexuelle Menschen tagtäglich in allen Lebensbereichen immer noch um Akzeptanz kämpfen müssen. Eine Sendung in der Männer mit Männern kochen, verstärkt und reproduziert genau diese heterosexuelle Matrix.

Äh, nochmal zum Mitschreiben: Die grüne Jugend wettert gegen eine Sendung, „in der Männer mit Männern kochen”, und nimmt für sich in Anspruch, sie kämpften gegen Homophobie? „Eine Sendung in der Männer mit Männern kochen, verstärkt und reproduziert genau diese heterosexuelle Matrix.”

Wie dämlich ist das denn? Wissen die überhaupt, was die Worte bedeuten, mit denen sie werfen?

Sie kämpfen für eine Gesellschaft, in der sich niemand einem dieser Geschlechter zuordnen muss und fragen im Anmeldebogen, ob man „weiblich” oder „nicht weiblich” ist? Sie wollen weg von der binären Geschlechtergesellschaft und teilen per Statut ihr Mitglieder nach Geschlecht strikt in zwei Hälften, die privilegierte und die rechtlose? Rederechte und Listenplätze nur für Frauen, und die wollen weg von der binären Gesellschaft?

Auf was für Drogen sind die?

35 Kommentare (RSS-Feed)

Thomas M.
23.9.2013 21:14
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Vermutlich hatten die grünen Bubis einfach Angst, dass dann rauskommt, dass sie mehr als Miracoli oder irgendein Fix-Süppchen nicht hinbekommen, sie so gar nicht emanzipiert sind und ohne ein sie um- und versorgendes Weibchen so platt wären wie der überfahrene Fuchs auf der Landstraße…


FullxD
23.9.2013 21:32
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“Auf was für Drogen sind die?”

Umweltgifte stören das Hormonsystem und damit die geschlechtliche Identität. Mir ist keine Art bekannt, in der es mehr als zwei Geschlechter geben würde. Arten ohne Geschlecht gibt es dagegen zu genüge. Falls es doch eine Art mit mehr als zwei Geschlechtern geben sollte, bitte ich mir diese zu nennen. Vielen Dank.


Hustenstorch
23.9.2013 21:32
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> Auf was für Drogen sind die?

Egal. Aber wenn ihr es rausfindet – ich hätte auch gern was davon!


Claus
23.9.2013 21:53
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Es ist nur sehr schade, dass diese Idiotie einfach allgemein hingenommen wird.

Das sind womöglich zukünftige Spitzenpolitiker_Innen. Die müssen wir alle später mal bezahlen, OBWOHL sie selbst bei engagiertem Gehirntraining nicht mehr viel besser werden in ihrer Argumentationskraft und Denkfähigkeit.

Zugegeben, manchmal schießen sie sich ganz nett ins Knie – wie bei dem verfassungswidrigen Wahlrecht zum Spitzenkandidatenteam, was Frauen bevorzugen sollte, aber letztlich eher benachteiligte. Aber so richtig gemerkt hat das auch keiner.


Bernd Kraut
23.9.2013 22:15
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“Auf was für Drogen sind die?”

Östrogen 😉


Hadmut
23.9.2013 22:16
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>> “Auf was für Drogen sind die?”
> Östrogen

*Pruuuuust*


Thomas M.
23.9.2013 22:38
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Das erinnert mich an das Gerücht, dass in Bier Östrogen drin sein soll. Schließlich redet man bei entsprechend großer Menge nur noch Unsinn, kann nicht mehr Auto fahren und einparken 😉

[Redaktioneller Hinweis: Hör mit dem Quatsch auf. Das ist ein Blog und kein Stammtisch. Entweder sagst Du was zur Sache oder lass es bleiben. Mir geht das Niveau auf den Wecker!]


FullxD
23.9.2013 23:56
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Quizfrage: Bitte worin liegt bei den Scherzen von “Bernd Kraut” und “Thomas M” der Unterschied in der Sachlichkeit und im Niveau?


Hadmut
24.9.2013 0:10
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@FullxD: Im Maß der Beleidigung, der Verletzung und schlichtweg der Quantität. “Bernd Kraut” müsste noch viel schreiben, bis er dahin kommt.

“redet nur noch Unsinn, kann nicht mehr Auto fahren und einparken” ist nicht lustig, nicht witzig und nicht zutreffend. Ich weiß auch nicht, was das soll, weil da auch intellektuell nichts ist.

Weißt Du, ich werfe den Feministinnen vor, dass sich sie auf unterstem Stammtischniveau bewegen und einfach immer wieder klischeehaft wiederholen, wie schlecht Männer doch sind. Da kann ich keinen gebrauchen, der das hier umgekehrt macht. Und Thomas M. scheint auch nicht zu merken, dass er kontraproduktiv ist, weil er mir an Seriosität und Glaubwürdigkeit nimmt. Solche Kommentare sind ein Bärendienst, weil sie mein Blog in eine sehr dubiose Ecke stellen und alle Arbeit und Mühe zunichte machen, die ich investiere.

Ich gebe mir Mühe, den feministischen Blödsinn zu lesen und zu analysieren, und dann kommt einer mit so einem saudummen Stammtischgebrabbel vorbei und zieht das auf ein noch niedrigeres Niveau als den des Feminismus herab. Wer solche Follower hat, braucht keine Gegner mehr. Und es taugt nicht mal als Spott, weil es so uralt ist.

Dummerweise kann man sowas auch nicht sperren, sonst kommmen sie alle wieder aus den Löchern und schreien „Zensur”.

Ich versuche immer, Kriterien objektiv und für alle gleich anzuwenden. Und vieles von dem, was Thomas M. schreibt, ist zwar frauenfeindlich, aber von der Dümmlichkeit auf Feministinnenniveau.

Vielleicht hast Du es noch nicht gemerkt: Ich habe nichts gegen Frauen, ich habe was gegen Feministinnen, Gender und Betrug. Thomas M. hat was gegen Frauen. Das ist ein enormer Unterschied.

Davon abgesehen: Ich kenne ziemlich viele Frauen, die ziemlich intelligente und schlaue Sachen sagen, die ziemlich gut Auto fahren und vorzüglich einparken.


Phil
24.9.2013 0:21
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@Bernd hey, Östrogen ist Medizin 😉 http://www.zeit.de/1998/07/Oestrogene_sind_auch_Maennersache


null815
24.9.2013 0:55
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Immer wieder widerlich zu sehen, was diese Pseudopolitiker von den Grünen da ständig auskotzen. Diese Partei gehört verboten, weil sie der Demokratie massiv schaden.


Kaiser
24.9.2013 1:08
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@FullxD
Ich glaube bei Einzellern der Gattung Colpoda gibt es mehr als zwei Geschlechter, wenn man die als solche bezeichnen kann.


Yammiyammi
24.9.2013 1:49
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@Hadmut

Hinter “Thomas Meyer” verbirgt sich einiger Wahrscheinlichkeit nach ein Femtroll, der dich und deine Leser auf den Arm nehmen / trollen will.

Auf Twitter ist ein anderer Thomas Meyer unterwegs, der nie so flache Kommentare posten würde. Offenbar ist der Name dort “entlehnt”.

Siehe es mal so, dir wird verstärkt Aufmerksamkeit aus dem feministischen Lager zu Teil.

PS: Ich schätze auch, dass diese Damen sich den Großteil der angeblich bei ihnen geposteten, schrecklichen Kommentare selbst in die Blogs schreiben…


WikiMANNia
24.9.2013 3:34
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@Hadmut: “Ich werfe den Feministinnen vor, dass sich sie auf unterstem Stammtischniveau bewegen und einfach immer wieder klischeehaft wiederholen, wie schlecht Männer doch sind. Da kann ich keinen gebrauchen, der das hier umgekehrt macht.”

Aber die grünen Milchbubis haben doch gerade den Beweis dafür angetreten, “wie schlecht Männer doch sind”. 😉 Labern nur Müll, auf demselben Niveau wie Feministinnen.

Aber vielleicht ist nicht Östrogen im Spiel, sondern Sexentzug. Wer weiß?


Gerd
24.9.2013 3:55
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Bei den Grünen stellt sich immer mehr die Frage:

Ist das noch eine Partei, oder schon eine Sekte?

Deren Hang zu Verboten und Massregelungen, deren extreme Verbohrtheit, absurde Glaubensgrundsätze lassen eher auf Letzteres schliessen.

Und dann stellt sich die Frage nach Trennung von Staat und Kirche. Wie einige in der CDU eine Koalition mit denen erwägen, ist völlig unverständlich.


norbert
24.9.2013 9:54
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Die Jungen Grünen aus Österreich sind auch nicht die Spur besser.
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/voll_cool_die_gruenen

Was da steht ist so absurd, dass ich gar nicht weiß, was ich zitieren so, hier ein kleiner Ausschnitt:

“Auch die beiden Lesben Luzi und Sophie testen die politisch korrekten Präservative. Als völlig uncooler Hetero fragt man sich natürlich, wozu zwei Lesben Kondome brauchen. Wasserbomben? Zum Drogenschmuggeln? Nein. Die beiden Studentinnen klären die Teens ohnehin auf: Sie benutzen gerne Sexspielzeug und über dieses ziehen sie Kondome mit Erdbeergeschmack. Aha! Das findet die Zielgruppe des grünlichen Heftchens sicher voll… ja was eigentlich? Wie auch immer, moderne Teens kommen sicher auch ohne die mit politisch korrekter Ideologie durchsetzten Sexratschläge der Grünen ganz gut durchs Leben.

Und so gehts lustig weiter.
Lesen!


Torsten
24.9.2013 10:06
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@Hadmut ist zwar offtopic, aber wo Du jetzt in Berlin lebst, vielleicht willst Du hier vorbeischauen: Workshop zum Thema Diversität in der Wikipedia http://blog.wikimedia.de/2013/09/10/willkommen-zum-diversitaetsworkshop/

Das ganze scheint 80T€ Spendengelder zu kosten. Ob das die Spender wissen, die eigentlich für Wikipedia spenden wollen, dass sie so etwas mitfinanzieren?
http://blog.wikimedia.de/2013/03/25/das-diversitatskonzept-fur-wikipedia-die-ersten-schritte/#comments


Hustenstorch
24.9.2013 10:13
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> Wie einige in der CDU eine Koalition mit denen erwägen, ist völlig unverständlich.

Das ist meines Erachtens nur eine Drohkulisse, damit die Forderungen nicht (aus Sicht der Schwarzen) zu frech werden.


Hustenstorch
24.9.2013 10:14
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> Das ist meines Erachtens nur eine Drohkulisse, damit die Forderungen nicht (aus Sicht der Schwarzen) zu frech werden.

Also ich meine die Forderungen der SPD. Ist mir beim Umformulieren des Satzes irgendwie abhanden gekommen…


RedHead
24.9.2013 10:24
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Also wenn das Format wirklich ist, dass Frauen sich ihren Lieblingstypen aussuchen sollen, geht man da von dem klassischen Bild aus, dass ein Liebespärchen aus einer Frau und einem Mann besteht, was allerdings die Heterosexualität beider Partner erfordert, sonst funktioniert das zumindest nicht beidseitig freiwillig.
Laut offenem Brief der grünen Jugend ist deren Problem nun, dass sie niemanden dort hin schicken können, ihre Doppelstitze besteht aus einer Frau und einem nicht-heterosexuellem Mann, implizit haben sie wohl auch keinen heterosexuellen Mann in ihrem Grüppchen, dem sie zutrauen dort seriös aufzutreten. Werfe ich ein Blick auf deren lustiges Gruppenfoto, dann leuchtet mir das auch ein. Außerdem vermittelt das Bild auch den Eindruck, dass bei der Grünen Jugend immer erst die Frauen an den Esstisch gelassen werden und die Männer sich danach die spärlichen Reste teilen dürfen. Der Eindruck kann natürlich täuschen.
Würden wir wirklich in einem Land leben, in dem nicht-heterosexuelle noch durchgehend in offentlichen Medien diskriminiert werden, würde ich sogar die Argumentation der Grünen Jugend noch teilweise verstehen. Meine Forderung wäre dann aber an deren Stelle, dass Flirt Kitchen auch mal eine queere Episode ausstrahlt. Wie die Macher dann aber mal eben ihr Publikum austauschen sollten ist dann natürlich die Preisfrage. Wenn es darum geht, nicht-heterosexuelle Romantik als normal zu betrachten und zu behandeln bin ich auf deren Seite, aber dennoch dürften die meisten Menschen ziemlich eindeutig heterosexuell sein. Es ist ja nicht homophob, wenn diese eine heterosexuelle Lebensweise pflegen. Und das verstehe ich bei denen überhaupt gar nicht: Wieso verdammt nochmal sollte Liebe zwischen Mann und Frau veraltet sein? Müsste man diese Behauptung nicht als heterophob bezeichnen und aus dem behaupteten sexuellen Egalitarismus heraus bekämpfen?
Ich finde es irgendwie schade, dass sie niemanden zu dieser Sendung schicken konnten, ich gönne denen jede Gelegenheit sich öffentlich lächerlich zu machen.


RedHead
24.9.2013 11:42
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Nachtrag: Falls jetzt jemand meine hämische Bemerkung über die Essgewohnheiten der grünen Jugend kritisieren will, möchte ich nur mal daran erinnern, dass die Grünen gerade ein Volksumerziehungsprogramm bzgl. der Essgewohnheiten der Menschen als Wahlprogramm hatten (und damit glücklicherweise auf die Schnauze gefallen sind). Sollte sich die Grüne Jugend tatsächlich mit Essen der Qualität von Renate Künasts Gemüsepfanne ernähren ( https://www.youtube.com/watch?v=vC_t0xpFfXI ), dann sehen die Männer auf dem Bild so aus als ob sie das wirklich durchziehen, während die Frauen sich aber heimlich noch ein paar Tafeln Schokolade (oder etwas ähnliches) gönnen, was auch verständlich ist, denn diese Art Ernährung liefert einfach nicht genug Energie, es ist allerdings verlogen eine Ernährung zu propagieren, die man selbst nicht aushält. Ein gutes Entrecôte mit Künasts Gemüsepfanne als Beilage halte ich jedenfalls für deutlich gesünder als nur die Gemüsepfanne (mit oder ohne Schummelschokolade). Würden die Grünen sich nicht in die Ernährung der Bevölkerung einmischen, würde ich denen an dieser Stelle auch meine Häme und Spott ersparen, weil mich umgekehrt deren Ernährung genauso wenig angeht. Auch aus dem Gesichtspunkt fände ich es super, wenn einer von der Grünen Jugend zu der Kochsendung geht. Ich stelle mir gerade vor wie eine fette Nachwuchsgrüne dem staunenden Publikum erklärt, dass ein kleiner Rucola-Salat genug Energie für den Tag liefert. Allerdings steht noch zu befürchten, dass ihr irgendwer den Unsinn glaubt. Normalerweise ist es wirklich nicht meine Art, mich über anderer Leute Übergewicht lustig zu machen! Die Grünen wollen es aber nicht anders, deren Volksernährungsplan ist ja angeblich so gesund.


Stephan V
24.9.2013 11:50
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Jetzt nochmal für mich zum mitdenken:

Das Format “fordert” doch nur einen Mann wo hat der Sender denn überhaupt geschrieben, das der nicht Schwul sein darf ?

Zitat
Sie fragen, warum an dem Format “Flirt Kitchen – Wahl Spezial” keine Frau teilnehmen kann. Der Grund ist simpel und wenig spektakulär: In der ersten Staffel, die wir gerade produzieren, kochen Single-Männer in ihrer Küche.
/Zitat

Wo ist denn hier von hetero überhaupt die Rede ?

Was ich auch noch schön finde ist:

Zitat
Wir leben aber in einer Zeit in der die Diskriminierung von Frauen ganz normaler Alltag ist und nicht-heterosexuelle Menschen tagtäglich in allen Lebensbereichen immer noch um Akzeptanz kämpfen müssen.
/Zitat

Ach jetzt werden nur noch Frauen Diskreminiert Oha … Die Lesben und Schwule dienen nur noch als Alibi hintendran. Danke das Ihr das so deutlich sagt: Ihr habt also mit Chancengleichheit nix am Hut.
Die lässt sich ja nicht auf Frauen alleine anwenden. Aber wem erzähle ich das.


Johanna
24.9.2013 12:00
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Seit ihrer Gründung Anfang der 80er-Jahre dümpelten die Grünen meist höchstens so um die sieben, acht Prozent bei den Bundestagswahlen herum. In den letzten eineinhalb Jahrzehnten war das plötzlich anders, weil teils deutlich höher. Jene Partei, die sich lautstark und rücksichtslos – fast schon größenwahnsinnig – als die einzig wahre moralische Instanz in dieser Republik aufgespielt hat und immer noch aufspielt, hat bei den letzten Bundestagswahlen nun ihre Rechnung erhalten und wurde in ihre alten Schranken zurückgewiesen.

Die heutige “Jugend” dieser Partei ist jedoch von der in den letzten 1,5 Jahrzehnten praktizierten kollektiven und systematischen Überbewertung dieser Partei geprägt (und vielleicht auch ge- oder verblendet). Die Parteijugend hat möglicherweise die am dicksten bemalte rosa (besser: grüne) Brille auf, daher wird ihnen das Umdenken wohl am schwersten fallen. Deshalb fällt ihnen auch nicht auf, dass sie das bei anderen Kritisierte selber praktizieren – wie sollte es auch?


ein anderer Gast
24.9.2013 12:25
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Heute Morgen las ich, dass der Vorstand der Grünen nach dem Wahldebakel zurücktreten wolle – ok Trittin wehrt sich noch mit Händen und Füßen – aber sonst dachte ich mir: “Ok -das ist ja mal ne Ansage – diejenigen die es verbockt haben ziehen die Konsequenzen und machen nen Abgang”.

Somit wäre eigentlich der Weg frei für junge unverbrauchte Nachfolger, die sich wieder auf die grünen Kernthemen konzentrieren und nicht versuchen SPD und Linke links zu überholen.

Dieser offene Brief der jungen Grünen macht jedoch alle Hoffnungen darauf, dass sich bei dieser Partei nochmal sowas wie Regierungsfähigkeit einstellt völlig zunichte.

Das ganze Gelaber von denen ist doch an Peinlichkeit, Dummheit und völliger ideologischer Verblendung kaum noch zu unterbieten!

Der Höhepunkt an Heuchelei, ist für mich dass ja weder eine Alice Schwarzer noch eine Claudia Roth oder Renate Künast auch nur irgendein Problem damit hätten mit Alfred Biolek (imerhin ist der ja schwul und somit politisch höchst korrekt!) oder bei Markus Lanz (sieht halt gutaus) möglichst Publikumswirksam zu köcheln und sich dabei so hausfraulich zu präsentieren, dass es selbst einer Eva Herrman die Schamesröte ins Gesicht triebe.

Wenn aber ein paar heterosexuelle junge grüne Männer dazu eingeladen werden in einer völlig harmlosen Flirt Show mal zu zeigen, dass sie außer Grünkern-Bratlingen und Müsli noch was anderes zustande bringen, wenn Mutti nicht gerade zur Seite steht – dann ist natürlich der Teufel los!

Hier ist doch wirklich Hopfen und Malz verloren. Ich hoffe diese ideologisch völlig verblödete und geistig unterbelichtete Gurkentruppe landet bei den kommenden Landtagswahlen unter 5%. Die benötigt man genau so wenig wie Juckpulver oder die zu Recht abgewählte inzwischen restlos inhaltslehre FDP.


machiavelli
24.9.2013 13:11
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Die grüne Jugend ist für die Mitglieder eine Ersatzreligion und den feministischen Leitsätzen zu widersprechen mindestens Ketzerei.
Das läßt sich ganz einfach beobachten, indem man die verbiesterten Reaktionen mit denen von extremistischeren Glaubensrichtungen vergleicht.
Auch die Kirche im Mittelalter hat ähnlich auf Herätiker reagiert.

Das Witzige ist, das haben sogar indonesische Studenten die nicht viel über Deutschland wussten innerhalb von vier Wochen bemerkt.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/indonesier-erforschen-deutsche-zu-besuch-bei-strengglaeubigen-veganern-a-797858.html

Zitat aus dem Artikel
“Inda Marlina ging es bei ihrem Forschungsgegenstand, der Jugendorganisation der Partei die Grünen, ganz ähnlich. Der konsequente Umweltschutz und der Enthusiasmus der jungen Aktivisten sei beeindruckend. “Für sie ist es eine Art Religion. Sie wollen damit die Welt verändern,” sagt sie.”

Und auch die in der Studie untersuchten Veganer dürften wohl überwiegend politisch den Grünen zugeordnet sein.


Sinus
24.9.2013 13:50
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Alex
24.9.2013 15:15
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Apropos Östrogen –
Soja enthält da n Haufen östrogenähnlicher Stoffe. Ist noch nicht abschließend geklärt, ob die nun auch wie östrogen wirken oder doch nicht.
Salat hieß früher nicht umsonst Eunuchenkraut.

Da ist das doch kein Wunder, dass die grüne Jugend sich nicht mehr wirklich als männlich einordnen kann.

(Und da musste ich noch nichtmals zu den ganzen Verschwörungstheorien rund um östrogen und sonstwie impotent-machendes Grundwasser aushohlen)

Aber die Grünen hätten einfach nen härteren Wahlkampf führen müssen.
Nächstes mal dann zwei Veggie-Days die Woche vorschlagen bitte!


FullxD
24.9.2013 15:41
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@Hadmut
Danke für die Erklärung. Wobei nach wissenschaftlichen Kriterien Frauen im Durchschnitt mehr Zeit zum einparken brauchen als Männer. Da sollten nicht die geschlechtlichen Unterschiede negiert werden, ähnlich wie die Genderisten es handhaben.

@Kaiser
Wo sollte bitte bei diesen Mikroben etwas sein was vergleichbar zu mehreren Geschlechter sein könnte? Sie erscheinen eher geschlechtslos zu sein. Austausch von Genmaterial erfolgt immer nur zwischen zwei Individuen, oder?


lodda
24.9.2013 16:03
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“Nicht weiblich” umfasst ja auch “Maennlich” und “Neutra” – letztere wieso auch immer (Eunuchen in China, als Kind mit der Kreissaege gespielt etc.)


O.
24.9.2013 23:28
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Hadmut, da Du ja schon süchtig nach Feminismus bist, anscheinend masochistische Freude an dem Thema gefunden hast, und ohne Feminismus-Horror nicht mehr einschlafen kannst, musst Du nachher ARTE schauen.

Mi, 25.09., 01:50 Uhr auf ARTE, eine Doku zu Judith Butler.


Hadmut
24.9.2013 23:35
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Kenn ich schon, der kam schon mal. Ist auch etwas älter.

Das Verblüffende daran ist, dass Butler in diesem Film und auch in ihrem Buch gar nicht so verrückt rüberkommt wie all ihre Anhängerinnen. Mit der Frau könnte man vermutlich ein halbwegs intellektuelles Gespräch führen, zumal sie ganz ordentlich deutsch spricht. Wenn ich mich recht erinnere, kommt in dem Film auch raus, dass sie mit ihrer Theorie eigentlich eher persönliche Probleme verarbeiten wollte, und die vielen Spinner außenrum haben es für bare Münze genommen.


@RedHead: “Wenn es darum geht, nicht-heterosexuelle Romantik als normal zu betrachten und zu behandeln bin ich auf deren Seite,…”

Der Begriff “normal” ist nach meiner Beobachtung zu ungenau, um zum Kern der Probleme zu kommen, weil er völlig unterschiedlich definiert wird:

Def.1: wahrscheinlich, Häufigkeit mindestens 40%, eher 70%
Def.2: zulässig, nicht strafbar
Def.3: von der Mehrheit positiv beurteilt, beliebt, “wertgeschätzt”

Alle Mitglieder sexueller Minderheiten (die bei den jungen Grünen extrem überrepräsentiert sein dürften) leiden darunter, daß sie definitionsgemäß nicht normal nach Def.1 sind. Daraus ergibt sich fast automatisch, auch nicht normal nach Def.3 zu sein, denn was die Leute nicht oder kaum kennen, können sie nicht beurteilen. Aufgrund der natürlichen Vorsicht bei unbekannten Dingen wird es eher negativ beurteilt. Beispiel: wenn zwei Schwule in der Öffentlichkeit knutschen, werden sie von den meisten komisch angekuckt oder es werden sogar abfällige Bemerkungen gemacht.

Def.2 ist zumindest bei uns längst erfüllt, hilft aber nicht, Def.3 zu realisieren, und die ist nun mal mental die Hauptsache.

Der Fehlschluß, den unsere grünen Fanatiker m.E. machen, ist der Glaube, man könne bei der Def.1 ansetzen, um endlich die Def.3 zu realisieren. Das erklärt, warum man solchen Druck macht, schon im Kindergarten Werbung für die seltenen Formen von Sexualität zu machen und z.B. bei bisexuell veranlagten Kindern die homosexuellen Anteile zu fördern. Zumal wenn man glaubt, jeder Mensch sei mehr oder weniger homosexuell (dank der eigenen biologischen Fachkompetenz, während die offiziellen Biologen ja eine Marionette des Patriarchats sind…).

Die hier gewünschte gesellschaftliche Bewußtseinstransformation ist m.E. aus biologischen Gründen zum Scheitern verurteilt und außerdem würde ich als Demokrat gerne ein Wörtchen mitreden, ob wir dieses Ziel überhaupt anstreben. (nein!)

Das gesellschaftliche Ziel kann m.E. nur Toleranz heißen, so ungefähr nach dem Kölschen Motto “Jeder Jeck ist anders”.
Man sollte gar nicht erst versuchen, die Anormalität nach Def.1 zu kaschieren, gegen die Mathematik ist kein Kraut gewachsen, so dumm sind die Leute nicht.

Bei Def.3 müßte man den Erwartungshorizont adjustieren: negative Reaktionen müssen tabu sein (gar nicht erst zu reden von Unverschämtheiten, Drohungen oder strafbaren Handlungen), generell sollten gute Manieren propagiert werden, und niemand wird gehindert, seiner privaten Begeisterung über nicht-heterosexuelle Romantik Ausdruck zu verleihen. Umgekehrt besteht aber kein Recht auf allgemeine Begeisterungsbekundungen, genausowenig Leute mit Irokesenhaarschnitt oder weißen Tennissocken zu Sandalen so ein Recht haben. Anders gesagt kann der Erwartungshorizont nur darin bestehen, daß die Allgemeinheit indifferent reagiert, mehr nicht.


michael
25.9.2013 14:06
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@man.in.th.middle “Beispiel: wenn zwei Schwule in der Öffentlichkeit knutschen, werden sie von den meisten komisch angekuckt oder es werden sogar abfällige Bemerkungen gemacht.”

Ja, das mag manchmal vorkommen.

Was dabei aber stetig übersehen wird: wenn Heteros in der Öffentlichkeit knutschen wird ebenso komisch geguckt – zumindest wenn es einfach deplaziert ist. Während es am Strand oder im Park wohl niemand weiter auffällt ob da jemand rummacht (aber eben auch “an wem”), so werden mitten in der Fußgängerzone (oder der Straßenbahn) ebensoviele einen Blick auf das sich-kaugummi-klauende Hetero-Pärchen werfen, wie das an derselben Stelle zwei Männer auch “ertragen” müßten. Übrigens: dasselbe passiert auch Leuten die sich in der Öffentlichkeit streiten oder auch einem Vater, der sein Kind durch die Luft wirbelt. Was genau würde denn von den Umstehenden erwartet? Wäre “verschämtes Wegsehen” besser? Toleranz oder Akzeptanz heißt doch nicht gleichzeitig “apathisches Desinteresse”.

Eigentlich ist es doch egal, was die Umstehenden einer Knutscherei machen: es kann ihnen immer negativ ausgelegt werden.


Hasenuß
28.9.2013 0:25
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Die Grünen diskriminieren das dritte Geschlecht!!!. Eigentlich ein Hammer. Ich finde aber, dass die Einteilung in drei Geschlechter ebenfalls diskiminierend ist. Nein ich finde überhaupt die Zuorndung zu Klassen mit vordefinierten Attributen als Zumutung.

Das juckt die Bedürfniserkenner (Anspielung auf unsere darniedergehende Wirtschaft) überhaupt nicht. Nach dem Motto: “Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt!” In welcher Form auch immer.

Zum Thema kochen kann ich Berichte liefern, die ich aus der akkustischer Luftverschmutzung der ich tagtäglich ausgeliefert bin, aufgeschnappt habe. Kochen pfui gack und eine Zumutung (so nicht gesagt – aber gejammert, dass man diese Tätigkeit für sich alleine verrichten soll). Lieber “frisst” man Fastfood. Aber abgelaufene Dinge sind ebenfalls pfui gack. Wenn man etwas kochte muss das 1000-mal betont werden!

Wenn du dich hingegen mit einer Frau über Rezepte austauschen kannst verbunden mit netten Smalltalk. Schenke ihr ein Lächeln.


Rolf
29.9.2013 18:59
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Hallo Hadmut

eigentlich eröffnet die Trennung weiblich / nicht weiblich nur den Männern die volle Freiheit sich in ihrer sexuellen Identität nicht festlegen zu müsse, ist also frauenfeindlich.
hierzu u. a. recht unterhaltsam zu lesen
http://cuncti.net/haltbar/570-empoerungstheater
vg
rolf