Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die grüne Jugend…

Hadmut
22.9.2013 10:36

Weil mich gerade ein Leser drauf hinwies und heute Bundestagswahl ist: Guckt mal auf das Web-Beitrittsformular der Grünen Jugend. Geschlecht (biologisch): weiblich oder nicht weiblich „männlich” darf da schon gar nicht mehr genannt werden. Wenn das keine Diskriminierung und kein Sexismus ist…

Kommt aus der Gender-Ideologie, dass nur das Weibliche Geschlecht sei und Männer neutral, geschlechtslos sind. Die Abweichung vom männlich-neutralen wäre Geschlecht. Dann aber ist das Formular unlogisch, denn dann hätte es »männlich/nicht männlich« lauten müssen. Oder »mit/ohne Geschlecht«. Letzteres wäre aber missverständlich gewesen, weil man »mit/ohne« ja auch andersherum verstehen kann.

Bleibt die Erkenntnis, dass der Öko-Bezug der Grünen Jugend darin liegt, dass sie dumm wie Holz sind. Und männerdiskriminierend. Total sexistisch. Männer dürfen schon gar nicht mehr erwähnt werden. Stellt Euch vor was los wäre, wenn irgendeine Partei in ihren Anmeldeformularen das Wort/Geschlecht „weiblich” vermeiden würde, die würden auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Da weiß man dann auch gleich, aus welchem ideologischen Grundmaterial sich die Grünen rekrutieren.


26 Kommentare (RSS-Feed)

Sahanya
22.9.2013 11:02
Kommentarlink

Es wird immer absurder!


michael
22.9.2013 11:59
Kommentarlink

Es ist auch recht bezeichnend, daß die Ökologie auf dem vorletzten Platz der Themenliste dahinvegetiert. Schon komisch, daß immer noch die meisten Menschen die Grünen erstmal mit “Öko” assoziieren.

Ich finde auch das Thema “Demokratie & Antirassismus” recht kurios. Das passt thematisch so gut zusammen wie “Hausbau & Fischfang”. Aber wahrscheinlich meinen sie damit “alle außer uns sind rechts – wählt nicht rechts”, oder so.

Es ist übrigens schade, daß sie die “nicht weiblich”-Kategorie nicht anhand von ein paar Beispielen näher erläutern 🙂


Henriquatre
22.9.2013 12:02
Kommentarlink

Mir hat mal jemand erklärt daß immer ganz besondere Vorsicht geboten ist, wenn die Menschen, die zu einer Ideologie passen sollen, erst noch erschaffen werden müssen. Der Feminismus hat offenbar diesbezüglich eine blitzsaubere „Untermenschen-Ideologie“ entwickelt, die mal eben fünfzig Prozent aller Menschen das Menschsein abspricht, indem das Männliche bestenfalls als nicht existent, schlechtestenfalls als „Entartung“ der natürlichen Geschlechtlichkeit eingestuft wird.


phaidros52
22.9.2013 12:11
Kommentarlink

“Bleibt die Erkenntnis, dass der Öko-Bezug der Grünen Jugend darin liegt, dass sie dumm wie Holz sind.”

Hadmut, besser kann es nicht beschreiben. Alle 4 Dauem hoch.


Mona
22.9.2013 12:35
Kommentarlink

Hallo Hadmut,

worum geht es hier? Es gibt Menschen, die sich weder als männlich noch als weiblich identifizieren (z.B. genderqueer, manche Transsexuelle, Intersexuelle).

Um einerseits das Formular um an dieser Stelle unwichtigen Optionen zu erweitern und andererseits Menschen nicht zu nötigen, sich in diese sog. binäre Geschlechterordnung einzuordnen, wurde die von dir kritisierte Wahlmöglichkeit verwendet.

Die Alternative hierzu ist “männlich / nicht männlich”. Jedoch ist es in der deutschen Sprache und den sprachlichen Konventionen so, dass die weibliche Form bisher oft weggelassen wird. Man kennt z.B. die Formulierung “Im folgenden wird aus Gründen der Lesbarkeit die männliche Anrede/Bezeichnung verwendet.”

Wenn man nun in einer Situation ist, wo man entweder auf die Nennung der weiblichen oder der männlichen Form verzichtet, weil dies aus praktischen Gründen sinnvoll ist, können nun doch auch einmal die Frauen explizit genannt sein und die Männer unerwähnt bleiben. Ich finde das okay und nicht skandalös.

—–BEGIN PGP SIGNATURE—–
Version: GnuPG v2.0.20 (MingW32)

iQEcBAABAgAGBQJSPsZTAAoJEF3dkYvA0hjU5K0H/21pTuD0jWSLdJNE57qcZ56K
eWra7KVWqa/2pAPkUW0EA0LZAw3iGwsu78qjp0dhTNotxRA2otXp+S8rMzOc0Auj
WNEmn8TxIAQJgAXBdIon4z1aMGKE3JbyNu0TexL+RPTBTINUZN9EhMZNL507HBn1
OvWXLdUDn2rIs90MgvWMkXMzcDA4Ul717vYw8/6orgFJJD25+3L6a/EqQjifClHr
dYjQtnq/XT+YdwDk3bS4+j6x2iXWbQ/b7ycQtoYawe1tRAr5i4NWkTC/55lbHjfl
7Zv9rxVUKK1y+AAMO1mQLwuz4sFj0sR1/AGFqD29InsCkJmROl5ugrbeRGF4lJA=
=c+uW
—–END PGP SIGNATURE—–

Public Key Name: Mona Undisclosed
Keyserver: http://keyserver.ubuntu.com
Fingerprint: C520 8C26 E78F 407B 079E ED1C 5DDD 918B C0D2 18D4


Hadmut
22.9.2013 13:34
Kommentarlink

@Mona: Das erklärt nicht ansatzweise, warum man dann weiblich erwähnt und männlich nicht, oder warum man überhaupt nach dem Geschlecht fragt.

> Ich finde das okay und nicht skandalös.

Ich finde es auch nicht skandalös.

Ich finde es strunzdumm, verlogen und selbstwidersprüchlich. Das ist was völlig anderes.


Bekannt machen!
Die demolieren sich jetzt selbst, diese “Hoffnungsträger”. Widerliches Pack, und grün hinter den Ohren. So ein Gesocks will einen Staat regieren?!

Carsten

Stimmvieh wählt Mist


Ich
22.9.2013 12:55
Kommentarlink

Idioten


Marc
22.9.2013 13:00
Kommentarlink

Möglicherweise haben sie sich Sorgen gemacht, dass { männlich, weiblich } keine Partitionierung ihrer Mitglieder ermöglicht, { weiblich, !weiblich } aber natürlich schon.


Oppi
22.9.2013 14:36
Kommentarlink

@Mona : Das ist doch einfach nur “ällabätsch, jetzt seid ihr mal dran mit diskriminiert werden”. Ist ja richtig, dass man in Texten grundsätzlich auch einfach die weibliche Anrede verwenden kann. Wenn man aber immer und überall einen riesen Trara macht, wenn einer “liebe Zuschauer” und nicht “liebe Zuschauerinnen und Zuschauer” sagt, macht man sich unglaubwürdig, wenn man dann an anderer Stelle das gleiche “in grün” praktiziert. Wer wirklich auf gleichberechtigte Nennung der Geschlechter in der Sprache bestehen will, muss dann eben auch selber immer konsequent beide gleichberechtigt nennen, und nicht einfach das jeweils andere “zurückdiskriminieren” weil mit Auge um Auge ja alles besser wird. Wasser predigen und Wein saufen nennt sich das.

Das ist die gleiche Nummer wie vor einigen Tagen hier im Blog mit den Frauenbibliotheken in die Männer nicht rein dürfen. Ein “wir haben den Eindruck wir werden bei A benachteiligt, also benachteiligen wir euch jetzt bei H bis J damit am Ende alle gleich unglücklich sind” wie man es von pubertierenden Kindern erwarten würde, nicht von Erwachsenen.


dustbunny
22.9.2013 14:41
Kommentarlink

@Mona:


worum geht es hier? Es gibt Menschen, die sich weder als männlich noch als weiblich identifizieren …

Dort steht Geschlecht (biologisch). Das hat nichts damit zu tun, wie ein Mensch sein|ihr Geschlecht persönlich|gesellschaftlich definiert, sondern wie es von der Biologie vorgegeben ist. Dummerweise ist biologisch als Kategorie aber viel zu unscharf. Es ist nicht ersichtlich, ob genetisch oder hormonell gemeint ist. Schon vom genetischen Geschlecht (das mit den lustigen Chromosomen) gibt es mehr als zwei (XX, XY, XXY) …

Um einerseits das Formular um an dieser Stelle unwichtigen Optionen zu erweitern …

Warum benötigen sie überhaupt eine Geschlechtsangabe? Schon mal was von Datensparsamkeit gehört?

… und andererseits Menschen nicht zu nötigen, sich in diese sog. binäre Geschlechterordnung einzuordnen, wurde die von dir kritisierte Wahlmöglichkeit verwendet.

Eine tolle Wahlmöglichkeit, in etwa auf dem selben Niveau wie:

Religion: katholisch|nicht-katholisch
Rasse: arisch|nicht-arisch


FullxD
22.9.2013 15:45
Kommentarlink

“Bleibt die Erkenntnis, dass der Öko-Bezug der Grünen Jugend darin liegt, dass sie dumm wie Holz sind.”

Bitte nicht über tote Bäume lustig machen. Bäume gibt es schon sehr viel länger als Menschen und haben dank ihrer CO² Atmung Chancen die dumme Menschheit zu überleben.


Georg
22.9.2013 16:05
Kommentarlink

ich vermute eher, das hängt mit ihrer Quote zusammen. Es gibt ja bei Personenwahlen “Frauenlisten” (nur für Frauen) und “offene Liste” (für beide Geschlechter). Die werden dann im Reißverschlußverfahren zusammengezogen.

Diese Unterscheidung haben sie jetzt offenbar auch auf ihre Mitgliedsanträge abgebildet. Damit sie nachher wissen, wo Du kandidieren darfst.


Thomas M.
22.9.2013 17:37
Kommentarlink

Wie oft kommt noch gleich etwas anderes als XX und XY chromosomal vor? Der Anteil dürfte verschwindend gering sein. Grüne, Piraten und das andere Gender-Volk tun aber so als sei das der REgelfall und die Leute wüßten es nur noch nicht.

Das Unterschlagen der Eigenschaft “männlich” ist an Dummheit und Diskriminierung kaum zu überbieten, ein pragmatischer statt geisteskranker Kopf hätte da einfach

[ ] männlich
[ ] weiblich
[ ] sonstiges

eingesetzt. Aber pragmatisch sind solche Leute ja eh nicht, eher hysterisch, dumm und dauernd empört ohne Grund.


Hadmut
22.9.2013 18:11
Kommentarlink

@Thomas M.: Ja, das wird halt so sein, wie es hier schon erwähnt wurde, dass sie voll und ganz auf Frauenquote eingestellt sind und nur noch wissen wollen, ob jemand auf die Frauenquote zählt: Mensch oder Untermensch.

Eigentlich sollte der Genderismus ja die binäre Einteilung in zwei Geschlechter abschaffen. Dabei haben sie sie verschärft. Jetzt lauten die zwei Geschlechter „Darf auf Frauenquotenposten” und „Darf nicht auf Frauenquotenposten”.


Hanz Moser
22.9.2013 18:56
Kommentarlink

Interessant ist auch, dass der Mitgliedsantrag als PDF keine Angabe des Geschlechts erfordert. Ich sehe weder etwas zum Ankreuzen, noch eine Linie dafür.

Was sagt uns das?
Und was würde das für Leute wie Hadmut bedeuten, die eigentlich Frauennamen haben? In meiner Schulzeit gab es auch eine männliche “Dominique”. Landen die dann versehentlich auf der Frauenliste, wenn sie per Papier eintreten?


Hadmut
22.9.2013 19:11
Kommentarlink

> Landen die dann versehentlich auf der Frauenliste, wenn sie per Papier eintreten?

Wenn ich dann ohne was denken oder können zu müssen automatisch ein Bundestagsmandat bekomme, soll’s mir recht sein…


michael
22.9.2013 19:31
Kommentarlink

@Georg: soll das heißen, die Bevorteilung nach Frauenstatut wird am biologischen Geschlecht festgemacht? Wenn ich mich nur als Frau fühle, und das jedem erzähle, der es gar nicht hören will, darf ich immer noch nicht auf Platz 1 der Liste? Dann haben die Gendererer bei den Grünen aber noch viel Arbeit vor sich…


anonym
22.9.2013 20:21
Kommentarlink

sorry Hadmut, Holz ist nicht so dumm wie die grüne Jugend, musste mal gesagt werden.


Andy
23.9.2013 3:50
Kommentarlink

Anwälte hier? Bekommt man mit dieser Grundlage eine Klage wegen Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz formuliert?


Robert aus Wien
23.9.2013 15:27
Kommentarlink

Also ich finde das auch diskriminierend gegenüber Transgender-Personen.

Die Auswahlliste sollte unbedingt um die folgenden beiden Punkte erweitert werden:

[] nicht mehr weiblich
[] nicht mehr nicht weiblich


Hadmut
23.9.2013 19:54
Kommentarlink

@Robert aus Wien:

> Die Auswahlliste sollte unbedingt um die folgenden beiden Punkte erweitert werden:
>
> [] nicht mehr weiblich
> [] nicht mehr nicht weiblich

[] Teilzeitweiblich


André
23.9.2013 23:41
Kommentarlink

Robert Förster
24.9.2013 9:51
Kommentarlink

An Mona:

Weiblich/nicht weiblich stellt sich der traditionellen Sprachregelung nicht entgegen, sondern ahmt sie nach! Denn traditionell werden unter der männlichen Bezeichnung beide Geschlechter zusammengefasst. Nur die weibliche Bezeichnung ist eindeutig. Sprachlich wird damit also unterschieden in weiblich/unbestimmt. Das Männliche kommt eindeutig weder in der traditionellen Sprachregelung vor noch im Anmeldeformular.


@anonym (((“sorry Hadmut, Holz ist nicht so dumm wie die grüne Jugend, musste mal gesagt werden.”)))

Und: Holz labert nicht, sondern arbeitet.


Jacominka
7.10.2013 12:38
Kommentarlink

Ja, wenn ich ein “nicht weiblicher” wäre würde ich darauf bestehen, dass in den Medien, auch von Sexualverbrechern und Sexualverbrecherinnen, Steuerhinterziehern und Steuerhinterzieherinnen, Kinderschändern und kinderschänderinnen gesprochen wird.