Ansichten eines Informatikers

Die Piraten-Killer kommen

Hadmut
16.4.2013 0:13

Bei mir stapeln sich die Anfragen, ich solle doch mal etwas über die neue Partei „Alternative für Deutschland” schreiben.

Gar nicht so einfach, etwas über jemanden zu schreiben, den man noch gar nicht kennt. Ich hab von denen gehört, und auch schon über die gelesen, aber ich habe noch nichts von denen gelesen. Gerade das ist vielleicht genau der springende Punkt. Vielleicht muss man gar nicht wissen, was die machen. Vielleicht funktionieren die auch so. Weil alle anderen so schlecht sind.

Unsere Parteienlandschaft ist unerträglich. Es geht mir so, wie es auch vielen Leuten in meinem Bekanntenkreis geht, man steht vor der Wahlliste und weiß nicht, was man ankreuzen soll, weil da gar nichts ist, von dem man regiert werden will. Man sucht das geringste Übel, findet es aber nicht. Eine Partei so dämlich wie die andere. Demokratie? Ist nicht mehr. Denn man hat in vielen Bereichen ja keine demokratische Wahl mehr.

Wo müsste man das Kreuz für Steuersenkungen machen? Gibt’s nicht. Steuern werden erhöht.

Wo müsste man das Kreuz für eine moderne Informationspolitik machen? Gibt’s auch nicht.

Mehr Bildung? Nein.

Wo könnte man ein Kreuz machen, wenn man weniger Lobbyismus und weniger Ideologie haben will? Is nich.

Oder wo, wenn die Politik stärker auf Intellekt und Wissenschaft bauen soll? Machen die alle nicht.

Was würde man ankreuzen, wenn einem dieses Frauenquotengeschwätz auf den Wecker geht und man weder Quote noch Flexiquote, sondern einfach gar nichts haben will? Da gibt’s auch nichts mehr.

Deutsche Demokratie ist, wenn alles, was man ankreuzen kann, ungefähr das gleiche ist. Eine Wahl hat man nicht. Alles was links/grün ist, besteht aus ideologischen Idioten, die wilden Doktrinen nacheifern, nichts mehr denken und die Rede unterdrücken. Alles andere ist industrie- und lobbykorrupt und handelt nach dem Motto, setzt Dich hin, putz dir die Fingernägel, halt die Klappe. Mutti weiß, was gut für Dich ist. Einschläferungspolitik nach Merkel-Art, alles ist „alternativlos”. Für denkende Bürger sind die alle nichts mehr.

In diese Situation platzten mal die Piraten rein. Endlich mal was, was sich nicht in die Korruptionssuppe eingegliedert hatte, und schwups hatten sie, ohne irgendwas dazugetan oder im Programm zu haben, einige Protestwähler im Körbchen. Einfach nur, weil die anderen Parteien so schlecht sind. Die sind alle so lausig, dass Null schon ein Fortschritt ist.

Die Piraten hatten den Sechser im Lotto – und waren zu blöd, ihn abzuholen.

Wären die Piraten nicht so superdämlich und so ideologisch hirnblockiert, hätten sie längst irgendwo bei 15-20% oder sogar mehr sein können. Sie hätten einfach nur analysieren müssen, warum so viele Wähler den anderen Parteien keine Stimme geben wollen oder gar nicht erst zur Wahl gehen. Man hätte einfach nur Alternativen anbieten müsse, damit Demokratie wieder das Wählen aus einer Auswahl ist. Das wäre voll abgegangen, die hätten den Durchmarsch geschafft. Aber sie waren zu blöd dazu. Viel zu blöd. Sie lassen sich da von auskompostierten Grünen fernsteuern, bilden deren Billig-Handelsmarke, lassen sich in diesen Gender-Schwachsinn und deren selbstgefälligen und selbstgerechten Masturbationstänze reinziehen. Wozu? Wer grün wählt, wählt grün. Wer nicht grün wählt, wählt auch das nachgebaute Billig-Plagiat nicht. Hätte irgendwer bei den Piraten je verstanden, was Politik ist? Dass man Stimmen braucht? Hätte irgendwer von den Piraten je eine Figur abgegeben, die nicht durch und durch lächerlich ist? Hätte man von den Piraten im letzten Jahr noch irgendeine öffentliche Äußerung gehört, mit der sie nicht wirklich alle abgeschreckt hätten, selbst die, die unbedingt irgendetwas anderes wählen wollten?

Selbst wenn man für den Moment und zum Zwecke des Gedankens für den Moment hypothetisch annimmt, Gender wäre zutreffend und ein legitimes politisches Ziel: Nicht einmal unter dieser Prämisse bekommen sie etwas zusammen. Die Piraten sind seit mindestens einem Jahr fest in Feministinnen-Hand, sie machen nichts anderes mehr als Gender, Gender, Gender, aber das Ergebnis ist – Null. Außer Spesen, Selbstbegegnung und Betroffenheitsritualen nichts gewesen. Selbst wenn man die radikalste Feministin wäre, man wüsste immer noch nicht, wofür die eigentlich stehen und wofür man sie wählen könnte. Da ist einfach nichts. Kein Angebot, kein Thema. Nicht einmal Feminismus können sie so darstellen, dass man irgendwas erkennen würde. Aber viel Streit, Shitstorm und Lächerlichkeiten. Sowas wählen nicht mal mehr die, denen alles egal ist.

Die einstige Partei der Protestwähler zeigt sich nach außen hin nur noch in zwei Personengruppen, ordinär dümmlich hirnlose Shitstormer, und ordinär dümmlich hirnlose Radikalfeministinnen. Keine der beiden Gruppen kann erklären, wofür irgendwer sie wählen sollte. Die Erwartung, noch irgendeine Rolle zu spielen, beruht nur noch auf Realitätsverlust. Und dem Umstand, dass Jugend keineswegs ein Garant für revolutionäres, frisches Denken ist. Man muss sich große Mühe geben um in Deutschland Leute finden zu können, die noch spießiger, verkalkter, festgefahrener, tattergreisiger als die Piraten wären. Die meisten Hundertjährigen sind geistig viel wacher und beweglicher als diese Junggreise.

Die Piraten hätten nichts mehr tun müssen, um zu gewinnen, sie hätten einfach nur wählbar sein müssen. Einfach nur die Stimmen in Empfang nehmen wie man einen Strauß Blumen annimmt. Dazu waren sie nicht in der Lage. Zu blöd um ruhig dazustehen. Oder zu sitzen. Zuviel erwartet von Leuten, die sich nicht einmal selbst ertragen können.

Nun ist die Position der Piraten vakant. Auf der Straße liegen jede Menge freier Stimmen herum, von Menschen, die ihre Stimme lieber wegwerfen, als sie den derzeit regierenden Parteien – oder den Piraten – noch zu geben. Und ich bin überzeugt, dass diese neue Partei einen gehörigen Batzen davon bekommen wird, auch wenn ich, wenn man noch nicht weiß, wenn sie nicht einmal selbst wissen, was sie wollen. Weil Null schon besser ist als das, was wir haben. Es geht um die Stimmen der Nicht- und der Protestwähler, und das sind in Deutschland ziemlich viele. So viele, dass sie ins Gewicht fallen.

Und das Kuriose daran ist, dass es auf das Thema selbst gar nicht so ankommt. Hauptsache, es ist eines, es betrifft jeden, jeder kann sich was drunter vorstellen. Sie sind gegen den Euro? Egal. Hauptsache irgendein Thema, das jeden irgendwie interessiert. Sie werden auch die Stimmen derer bekommen, die gar nicht gegen den Euro sind. Einfach nur um beide Mühlen, die rechte und die linke, zu verhindern.

Die Tragikomik daran ist, dass die Alternativen nur funktionieren werden, weil die Piraten so ordinär scheiterten. Schaut Euch an, wer bei den Alternativen sitzt. Lauter alte Männer, siehe etwa hier unten. Ganz viele Leute „a.D.”. Oder auf diesem Bild. Wer hätte noch vor einem oder zwei Jahren eine Alte-Männer-Partei gewählt und nicht lieber was junges, frisches? Jung hat komplett versagt, weil sie nicht frisch, sondern kindisch und unreif waren. Sowas jung-alternatives mit gefärbten Haaren und Piercings in der Nase will man noch genauso sehen wie die ehemaligen Publikumsmagneten Dieter Bohlen und Heidi Klum: Nämlich gar nicht mehr. Heino ist auf Platz 1, weil er sich jünger und beweglicher anhört als die Ärzte und die toten Hosen. Und weil er sie nebenbei in Grund und Boden singt. Die Shitstorm-Mentalität der Piraten und die massive Finanznot sorgen zudem dafür, dass man plötzlich doch wieder eher was älteres, erfahrenes, mit langem Titel und Krawatte wählt. Letztes Mal ging’s um Raubkopien, jetzt geht’s um den Euro.

Die ZEIT schreibt,

Es ist Bürgertum mit Lesebrille und Bundfaltenhose, das zusätzliche Anträge zur Geschäftsordnung genervt niederruft, um endlich anfangen zu können.

Ähm, ja. Nennt mich einen spießigen Langweiler, womöglich sogar alten Sack, aber so stelle ich mir produktive Leute vor. Welche, die genug Berufserfahrung in echten Berufen haben. Und was wollen sie? Die ZEIT dazu weiter

Schluss mit dem Rettungswahn – ein wahrer Europäer muss den Euro abschaffen – Union, Grüne, SPD und FDP haben jeden Realitätssinn verloren – die Regierenden gehören abgestraft.

Ähm, ja. Gegen den Euro bin ich eigentlich nicht. Aber gegen den Rettungswahn. Ich zahle Steuern wie ein Bekloppter, und sie bleiben nicht nur hoch, sondern werden immer höher. Merkel schmeißt das Geld milliardenweise raus, und die SPD wirbt mit drastischen Steuererhöungen um meine Stimme. Und beide meinen, ich solle sie wählen. Weil ich Masochist bin? Man muss gar kein politisches Programm haben. Es reicht schon, dagegen zu sein – solange man nur ungefähr sagen kann, wogegen. Und dann noch so ein Punkt, wieder aus der ZEIT:

“Man kann in diesem Land nicht mehr öffentlich seine Meinung äußern”, sagt ein Mann, der sich einen Hundertmarkschein ans Revers geheftet hat. Er war früher Pressesprecher größerer Unternehmen. Er berichtet von kriminellen osteuropäischen Banden und der Scheu, darüber zu sprechen, weil man nicht als rechts gelten wolle. Die Homo-Ehe, sagt ein anderer, sei ein Verrat an der Demokratie. Denn wer vertrete denn noch die schweigende Mehrheit, die so etwas für unnatürlich halte?

Political Correctness, Gehirnwäsche, Duckmäusertum. Nun endlich Klartext, Volkswille und wahre Demokratie. Das ist die innere Spannungskurve der meisten hier. Ein Frühling des Manwirddochwohlnochsagendürfens.

Diese Stimmung ist unberechenbar. […]

Fast alle Bundestagsabgeordneten seien zu “meinungslosen und überforderten Erfüllungsgehilfen der Regierung verkommen”.

Das ist der springende Punkt. Sie müssen nicht einmal Recht haben, sondern es reicht schon, dass sie für Redefreiheit einstehen. Der rechte Block (CDU/CSU usw.) gibt feste Wahrheiten vor, die als Alternativlos gelten. Der linke Block betreibt extreme Zensur und Meinungsbashing. Bei den Piraten haben wir erlebt, wie Mailinglisten, Twitter, Google usw. massiv sabotiert und zensiert werden. Die political correctness verbietet uns mit Brachial-Buzzwords wie Rassismus und Sexismus seit Jahren jede Meinung, jede Meinungsäußerung. Da herrscht Überdruck, der raus will und platzt, bei dem einen als kleiner, gelber, praller, widerlich hervordrückender Pickel, bei dem anderen als Vulkan vor dem Ausbruch. Die Alternativen brauchen nichts zu haben und nichts zu können, weil sie ihre Wähler nicht anziehen müssen. Sie bekommen sie zugetrieben von den Meinungsdiktaten der anderen. Sie bekommen Fluchtwähler, nicht eigene Wollenswähler.

Sie bekommen Wähler, die nicht irgendwo hin, sondern von etwas weg wollen.

Und das ist genau das Problem. Wir haben hier seit Jahren einen üblen Linksdruck gegen Meinungen. Multi Kulti, Frauenquote, und was sonst noch alles, muss man gut finden, um nicht als rechts hingestellt zu werden. Aktion erzeugt Reaktion, die Trotzreaktion in die Gegenrichtung. Und dadurch werden die Leute rechtslastig. Nicht (notwendigerweise) um rechts zu werden, sondern schon um auf Distanz zu gehen. In Deutschland werden viele Rechte von den Linken produziert. Wo Meinungsvielfalt nicht mehr mit dem Mund stattfinden darf, findet sie mit den Füßen statt. Die Süddeutsche schreibt dazu:

Selektiv dürfte demnach auch die Wahrnehmung sein, dass sich die AfD in ihrem dreiseitigen (!) Entwurf für ein Wahlprogramm unter dem Stichwort “Demokratie” der Sprache von ganz rechts bedient: “Wir lehnen die Gängelung der öffentlichen Meinung unter dem Deckmantel der so genannten ‘political correctness’ ab.” Ein Satz, der in Rechtsaußen-Kreisen sofort unterschieben werden könnte.

Wieso nur in Rechtsaußen? Muss denn jeder gleich rechtsaußen sein, der mehr Redefreiheit und weniger political correctness will? Was muss die Süddeutsche für ein seltsames Bild von ihren Lesern haben, wenn sie meint, dass etwa die Leute in der Mitte von political correctness begeistert wären. Ist nicht gerade diese Miefigkeit, wie sie etwa die Süddeutsche an den Tag legt, genau der Grund, warum die Leute überall hinlaufen, wo sich irgendwo, irgendwer, echt oder vorgetäuscht für Redefreiheit einsetzt? Gerade dieses alles-was-nicht-unserer-Meinung-ist-ist-rechtsaußen-Gesülze, das man heute fast überall hört, treibt Leute eben zu solchen Parteien wie den Alternativen. Selbst wenn sie wirklich rechtsaußen sind. Weil das inflationäre Gesülze dazu führt, dass rechtsaußen akzeptabel wird, die wollen ja nur Meinungsfreiheit, oder?

Wer über Jahre hinweg durch Political Correctness-Geprügel Meinungsfreiheit und Kritik mit rechtsaußen identifiziert, muss sich dann auch nicht mehr wundern, wenn Leute bereitwillig in das rechte Spektrum gehen, um Meinungsfreiheit ausüben zu können – wenn’s doch sogar schon die Linken gleichsetzen.

Das ist der Konstruktionsfehler linker Politik: Wenn man den Leuten jahrelang eine unerträglich linksidiotische Ideologie aufzwingt und permanent jede noch so geringe Abweichung davon als rechtsextrem beschimpft, dann gewöhnen sich die Leute irgendwann daran und finden es normal, rechtslastig zu werden, denn was bliebe sonst noch übrig? Normal, Mitte, Vernunft gibt es ja nicht mehr. Ließe irgendeine der bestehenden Parteien noch Platz für Leute mit anderer Meinung?

Und dann gibt es ein riesiges Wählerpotential: Jede Gruppe, jede Minderheit, jeder Idiot hat heute eine Lobby. Feminstinnen, Schwule, Lesben, Transen, Ausländer, Behinderte, Religiöse, Jäger, Große, Kleine, Hoteliers, Makler, wirklich jeder hat heute irgendwo seine Lobbyisten, die Interessen durchsetzen. Nur der Normalbürger, den vertritt überhaupt niemand. Dem holen alle immer nur das Geld aus der Tasche, der ist an allem schuld, der zahlt alles. Der ist nur der Sündenbock für alles. Feminismus beruht sogar darauf, ihn zum Sündenbock abzustempeln. Warum sollte der Normalbürger da dann noch mitmachen?

Die Situation ist eigentlich ganz einfach: Die sind nichts, die haben nichts, die machen nichts. Und das reicht beim Zustand unserer Politik schon für den Erfolg.

Meine Prognose

Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Ich wage mal eine.

Diese Woche wird über die Frauenquote entschieden. Ursula von der Leyen macht entweder einen Rückzieher und sich lächerlich, oder sie stimmt mit der Opposition für die Quote und bringt die Koalition zum Platzen. Würde mich nicht wundern, wenn Merkel sie sofort rauswerfen würde. Merkel sollte (müsste?) sie dann noch am selben Abend rauswerfen. Aber egal wie es läuft, regierungsfähig sind die nicht mehr. Es wird immer mehr Streit geben. Für eine eigene Mehrheit reicht das nicht mehr.

Die Linke Landschaft braucht sich gar nicht mehr zu zerlegen, die haben ja Peer Steinbrück und Claudia Roth. Bei denen reicht’s dann auch nicht mehr.

Diese Alternativen einzuschätzen ist sehr schwierig, weil man sie ja noch gar nicht erlebt hat, wie sie reden, sich geben, was sie produzieren. Sie haben Professoren, Juristen usw., aber das kann auch ein Nachteil sein, denn da gibt es auch üble Denkblockierer. So mancher Professor und so mancher Richter haben es schon bis in die Pension geschafft ohne je gedacht zu haben. Schlaue gibt’s da aber auch. Solange man sie nicht gehört hat, ist das schwierig.

Aufgrund des extrem hohen Protestpotentials in der Mitte traue ich denen aber sehr viele Stimmen zu. Von Mitte/Rechts kommen Euro und die Hilfszahlungen für den Rest der Welt, von Links kommen Radikalfeminismus, und von beiden Steuererhöhungen. Die werden also Stimmen bekommen, wenn sie es nicht völlig verbocken. Und ich traue denen durchaus aus dem Stand 10 bis 15% zu. Sogar 20% würden mich nicht wirklich überraschen. Aber schon 2% würden der CDU böse Schmerzen bereiten, weil die fehlen, selbst wenn sie selbst nicht in den Bundestag kommen.

Sie werden in die Situation kommen, die ich ursprünglich den Piraten zugedacht habe. Zünglein an der Waage und Mehrheitsbeschaffer in der Mitte, wie einst die FDP, und damit potentiell überproportional mächtig.

Sie werden Merkels CDU ziemlich Probleme bereiten. Aber sie werden nicht an die Macht kommen. Eher gehen CDU und SPD wieder eine große Koalition ein und dann wird alles noch viel, viel schlimmer, als es ist.

Man wird sie unterwandern, so wie auch die Piraten. Die Rechten werden kommen, die Spinner werden kommen, die Linken, und die Feministinnen. Rechte Spinner sind wahrscheinlich schon drin. Allein schon deshalb, weil sich die Abschaffung von Euro mit der Feindlichkeit gegenüber anderen Ländern verbinden lässt, als gehöre es zusammen.

Es wird nicht lange dauern und Brachialopportunistinnen vom Schlage einer Anke Domscheit-Berg werden sich dort und in der Presse produzieren, und behaupten, dass Feminismus ein Kernthema der Alternativen sei, weil Feminismus die Alternative zur Männergesellschaft sei. Außerdem wird es nicht lange dauern und die „Männergesellschaft” der Alternativen wird des Sexismus bezichtigt und man wird verlangen, wie bei den Piraten mehr Frauen in die Partei zu bringen. Das gleiche Blabla wie bei den Piraten. So, wie sie überall dabei sind, wo es Stimmen und Macht gibt. Feministinnen gründen keine Parteien selbst. Männer gründen sie und Feministinnen nehmen sich das gemachte Nest. Hätte man je gehört, dass Feministinnen eine eigene Partei gegründet, ihr Anliegen nachvollziehbar zur Diskussion gebracht und sich der Wahl gestellt hätten? Eben.

Sie werden nicht lange leben. Weil man gar nicht vier Jahre lang gegen den Euro sein kann. Entweder wird der Euro doch noch was, dann sind sie politisch tot. Oder der Euro siecht weiter, dann wird er eh keine vier Jahre mehr halten. Oder es gibt einen Konsens, ihn abzuschaffen. In jedem Fall werden sie in vier Jahren ihre Funktion verloren haben, das Thema Euro wird solange nicht mehr halten.

Aber es wird dann eine neue Protestpartei geben. Der Bann ist gebrochen. Die Unzufriedenen haben gelernt, dass man seine Stimmen lieber in einer Protest-Partei versammelt als sie wegzuwerfen.

Und allein schon das ist gut. Denn damit werden die anderen Parteien endlich mal gezwungen zu erkennen, dass sie nicht nur auf den Normalbürgern rumtrampeln und sie zugunsten aller Interessengruppen ausnehmen können.

Was hätte aus den Piraten werden können, wenn sie das erkannt und befolgt hätten.

68 Kommentare (RSS-Feed)

Ähnlich hat es mal jemand ausgedrückt:

“Ich würde sogar mein Kreuzchen bei den Sieben Zwergen machen, wenn damit der Parteien-Einheitsbrei einige Prozente weniger bekommt.”


Der große böse Wolf
16.4.2013 1:04
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Die CDU will die Quote ins Wahlprogramm aufnehmen. Soviel zu “Merkel wirft von-der-Laienhaft raus”.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article115308977/Sture-von-der-Leyen-siegt-ueber-die-Kanzlerin.html

Ich werde der AfD mit meiner Stimme eine Chance geben, es besser zu machen als die CDU, die Piraten und der ganze Rest.


Wolfgang Keller
16.4.2013 2:15
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> Feministinnen gründen keine Parteien selbst. Männer gründen sie und Feministinnen nehmen sich das gemachte Nest.

Diesem Argument kann ich nicht vollkommen zustimmen. Soweit mir bekannt (aber korrigiert mich, falls ich hier falsch liegen sollte) waren Feministinnen an der Gründung der Grünen mitbeteiligt.

In Wikipedia
> http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen#Vorgeschichte
steht dazu folgendes:
“Wesentlich getragen wurde die Parteigründung von der Ökologie-, der Anti-Atomkraft-, der Friedens-[,] sowie der Frauenbewegung.”

Dass Feministinnen nicht an der Gründung von (neuen) Parteien beteiligt sind, lässt sich auch deutlich weniger antifeministisch folgendermaßen erklären: wenn eine Gruppe eine neue Partei gründet, tut sie dies, weil sie mit irgendetwas im politischen System unzufrieden ist und sich in ihren Thesen von keiner existierenden Partei vertreten fühlt (wenn letzteres gegeben ist, ist eine Parteikarriere in der entsprechenden Partei wahrscheinlich entweder mit geringerem Aufwand oder höheren Erfolgschancen verbunden als eine Neugründung einer Partei).

Wenn ich also mich sehr stark für feministische Belange einsetze, so gibt es bereits genug Parteien, die bereits dafür eintreten (Hadmut würde wohl eher von einer “feministischen Unterwanderung des existierenden Parteienspektrums” schreiben 😉 ); diese kann ich entweder wählen oder vielleicht sogar in ihnen Karriere machen. In jedem Fall hat man für den Einsatz für feministische Belange in der Gesellschaft deutlich einfachere Möglichkeiten zur Verfügung als eine gänzlich neue Partei aufzumachen – warum sollte Feministin sich also den Aufwand machen, eine eigene Partei zu gründen (selbst wenn sie bereit ist, den entsprechende Arbeitaufwand zu leisten)?


http://www.sueddeutsche.de/politik/gruendungsparteitag-der-alternative-fuer-deutschland-protestpartei-bereit-fuer-die-bundestagswahl-1.1648581
“Doch trotz aller Euphorie: Beim ersten Parteitag geht auch die Angst um, dass der Erfolg nur von kurzer Dauer sein könnte.”
“Gleichzeitig lässt sich die Partei von Menschen wie Karl Albrecht Schachtschneider unterstützen.”
“Oder Stefan Milkereit – in einem gleichnamigen Account wurden auf Twitter Relativierungen zur Nazizeit und fragwürdige Kommentare veröffentlicht.”
Da sieht man schon am Anfang, daß es ein Hetzartikel ist. Diese Journalisten sind ein Grund, warum Demokratie nicht funktionieren kann. Diese linksrothgrünen(sic) Hetzjournalisten werden ihre Quittung bekommen, in einer Gegenreaktion, die mit der allgegenwärtigen Nazikeule auch die Nazizeit hinterfragt. Dann haben wir den Hauptgewinn, Bingo!

Der Euro war eine Riesendummheit. Er wurde von Mitterand Kohl aufgezwungen, der ums Verrecken Einheitskanzler werden wollte. Dabei waren schon zwei Währungsunionen gescheitert, die letzte vor hundert Jahren. Man hätte schlauer sein können, müssen! Auch diese Erpressung ist eine Konsequenz der Geschichte.

Europa ist ebenso eine Ideologie wie der Feminismus. Suche Paneuropa und Richard Coudenhove-Kalergi

Eine Gemeinschaft selbständiger Nationalstaaten hat die geringsten inneren Spannungen. Es ist ein Trugschluß, daß eine Weltregierung Kriege abschaffen könne. Je größer eine Einheit ist, desto größer sind auch die inneren Spannungen. Nationale Kriege gegen Bürgerkrieg tauschen zu wollen ist irre!

Demokratie funktioniert auch nicht. Es gibt weder eine Definition, noch eine Theorie, ja nichtmal eine Erklärung. Demokratie beruht einfach nur darauf, die Männer jeder Seite zu zählen. Das verhindert nicht den Krieg, es schätzt ihn ab. Sollen wir es nicht lieber mit Karl May halten: “Winnetou und Old Schatterhand zählen niemals ihre Gegner.”
Und darauf will man eine Regierung gründen, auf nichts? Die uns ständig vorgehaltene Weimarer Republik war eine Katastrophe. Sie wurde ausgerufen, damit ein anderer nicht zuvorkommt, deshalb auch in Weimar. Das war ihre einzige Intuition. Das waren italienische oder bolivianische(?) Verhältnisse, jedes Jahr eine neue Regierung. Wer sowas ernsthaft empfiehlt, der hat nicht alle Tassen im Schrank, wenn er überhaupt noch einen Schrank hat.

Der Euro muß nicht weg, Nationalwährungen müssen wieder her, wir sind nicht die USA. Wer das noch nicht kapiert hat, der hat nicht nachgedacht. Ich empfehle die Vorträge von Professor Hankel, die im Netz verfügbar sind! Dringend!

“Die Piraten hatten den Sechser im Lotto – und waren zu blöd, ihn abzuholen.”
Naja, ganz so einfach ist es nicht. Um die Masse in eine Richtung zu bringen braucht man Führungspersönlichkeiten, die die chaotischen Vektoren in eine Richtung bürsten. Nur so wird das was, leider.

Die Wähler dürsten schon lange nach einer wählbaren Partei. Das zeigt aber auch, daß die Vertreter- oder Parteiendemokratie nicht funktioniert, zumindest nicht demokratisch ist. Es ist die gleich Bonzokratie wie die im Osten. Die Piraten waren mit dem Holokotau, als Du eingetreten bist, schon gescheitert. Das habe ich schon damals so gesehen. Eigentlich habe ich mich geärgert, nicht längst eingetreten zu sein. An dem Punkt war mir klar, daß das nichts werden kann. Die Nazikeule wird jetzt gegen die Alternative Partei geschwungen, siehe Zitate oben. Auch der andere Artikel der SZ ist nicht besser, wie alle Artikel der Printmedien. Die gehen zu recht unter.

Was lange unterdrückt wird bricht eines Tages hervor. Das “Alternativlos” der Frau Merkel bringt eine neue Partei hervor, die sich konsequenterweise “die Alternative für Deutschland” nennt! Das ist die konsequente und zu erwartende Gegenreaktion. Da wird noch mehr passieren, und denn werden sich die Deutschen über ihre eigene Geschichte wundern. Das dauert nicht mehr lange.

Ich bin krank, habe Hallunkinatzjonen, sehe Artikel erscheinen und verschwinden.

Carsten

“Ein Dutzend verlogener Komplimente ist leichter zu ertragen als ein einziger aufrichtiger Tadel.”
Mark Twain


Phil
16.4.2013 7:31
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Problematisch sehe ich allerdings folgende Zeilen:

Das Wort Volk ist gefühlt das häufigste in seiner Rede. Dessen angebliche Meinung beschreibt er im Singular – als gäbe es nur eine.

und

Da der Entwurf des Vorstands ausschließlich aus Punkten bestünde, die dem “gesunden Menschenverstand” entsprächen, solle man es zuerst beschließen und anschließend darüber diskutieren.

Das hat so einen Hauch von Ermächtigungsgesetz. Die Führung hat Recht, ist Weise und weiß genau was “das Volk” braucht.

Mein Glaskugel sagt: Die Partei wird einen Höhenflug bis zu 10% bekommen, dann oder dabei durch starke rechtslastige Parolen auffallen und schließlich über veruntreute Gelder stolpern.


yasar
16.4.2013 7:45
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Das stützt meine These, daß es auf jedem Wahlzettel einen Möglichkeit geben sollte, darauf anzukreuzen, daß man die gebotenen Alternativen nicht mag (auch die AfD mag ich im Moment so nicht, weil ich die nicht abschätzen kann.) Momentan hat man ja nur die Möglichkeit nicht abzustimmen (schlecht) oder den Wahlzettel “ungültig” abzugeben (auch schlecht).

Klar birgt das die Gefahr, daß dann plötzlich 50% und mehr für “ich mag die alle nicht” stimmen könnten. Aber das würde dann hoffentlich die “Mitspieler” aufwecken und die Gefahr, das eine “Protestpartei” zuviel macht bekommt bannen. Ich kenne einige, die die Piraten, als sie noch potentiell wählbar waren, nicht gewählt haben, weil sie nicht wußten, wofür die stehen. stattdessen haben sie lieber die etablierten gewählt, weil sie dann wußten, welcher Mist sie erwartete und nicht irgendwelchen “Radikalen” eine ausgeliefert sein woltlen.


Ein im Wesentlichen ganz ausgezeichneter Kommentar. Ich denke allerdings, er überschätzt die Möglichkeiten, die die Piraten in ihrer anfänglichen Konstituiertheit hatten. Denn sie einte ja auch nichts außer der einzige Punkt “Gegen Urheberrechte” (Doch. Darum gings. Lügt Euch nicht in die Tasche.) So wie die AfD der Punkt “Gegen Euro” eint.

Letzteres, aber das nur am Rande bemerkt, ist eine hirnlose Einstellung. Für jedes Problem gibt es eine einfache Lösung, und die ist die falsche. “Raus aus dem Euro” ist genau diese einfache Lösung für ein unglaublich komplexes Problem. Eine Wirtschaftskrise wie die letzte hätte vor dreißig Jahren noch zu einem Zerfall der EG geführt. Heute müssen sich die europäischen Regierungen zwangsweise einigen, und eben auch teilweise gegen den Willen ihrer geistig in der Nationalstaaterei stehengebliebenen Bürger einen gemeinsamen Weg finden. Und momentan sieht es so aus, als sei dieser Weg gefunden. Vor drei Jahren war es wahrscheinlich, dass die ganze EU auseinanderfliegt. Heute ist das Problem so gut wie vom Tisch. Das ist ein politischer Einigungserfolg innerhalb Europas, den wir nicht hoch genug schätzten können. So was ist nämlich nicht selbstverständlich. Der Euro ist ein Katalysator für mehr Miteinander in Europa, das wir dringen brauchen, wenn wir die Welt irgendwie mitgestalten wollen. Und das ist so gut, dass dieser Prozess auch richtig Geld kosten wird und darf. So, Einschub Ende.

Die Piraten waren genauso Ein-Themen-Partei wie die AfD. Und zu jedem beliebigen Ein-Thema wird sich eine hinreichend große Anzahl Menschen finden lassen, die dem zustimmt. Das Problem mit der Ein-Themen-Partei ist aber, dass eine relativ kleine Gründer-Gruppe zwar durchaus eine große Anzahl Wähler rekrutieren kann, dann aber auch fast zwangsläufig eine große Anzahl Mitglieder bekommt. Und diese Mitglieder sind sich eben nur in einem Thema einig. Gibt es keine Zuchtrute in der Partei, dann zerstreiten sie sich über alle anderen Themen heillos. Dazu braucht es Hierarchien, die die Piraten ablehnten. Dieses Zerstreiten musste den Piraten also zwangsläufig passieren. Die Grünen hatten seinerzeit ein bisschen mehr als ein Thema im Gepäck, nämlich ein gemeinsames Weltbild. Den Piraten ging das völlig ab. Auch bei den Grünen gab es Flügelkämpfe, aber diese Flügel waren wenigstens verortbar. Einer der Flügel (die Fundis) haben irgendwann verloren und sind peu a peu aus der Partei ausgetreten. Aber der Rest blieb. Bei den Piraten gibt es keine Strömungen, sondern nur Einzelstimmen, die wild durcheinanderkrähen. Lauter Individualisten, keine Partei. Wie Du ganz richtig schreibst: Das hindert einen nicht dran, Stimmen abzuholen. Aber eine Partei ohne einendes Weltbild trägt den Zerfall schon in sich.

Bei der AfD denke ich, dass das Weltbild deutlich geschlossener und einheitlicher sein dürfte als bei den Piraten. Rechts-konservativ-stammtischparolisch. Spieß- und Kleinbürgerlich. Vor allem dürfte die Gründergeneration deutlich in Hierarchien und Strukturen denken. Und damit wohl erreichen, dass, wenn die Mitgliederzahlen steigen, keine großartige Zerfaserung dieses Weltbildes passieren wird.

Dennoch wird auch die AfD (zu Recht, wie die Piraten auch) von der Medienwelt gelöchert werden, was außer “Gegen den Euro” sie denn sonst noch so zu bieten hat. Und die Fragen werden aus dem Weltbild der Mitglieder heraus beantwortet werden. Und da scheint mir die AfD im Wesentlichen eine nach rechts gerückte FDP zu sein, die massiv auf Populismus setzt. Was natürlich, siehe Deine Analyse, durchaus zunächst jede Menge Stimmen bringen wird. Aber langfristig sehe ich, wenn dieses Weltbild mal deutlich geworden ist, da nicht mehr als drei bis sechs Prozent.

Die AfD wird, sollte sie tatsächlich längerfristig überleben, für das konservative Lager eher die Rolle spielen, die Die Linke auf der linken Seite spielt. Eine Partei, die ein unberechenbar großes und von Wahl zu Wahl schwankendes Potential von Stimmen des jeweiligen Lagers abfischt. Die aber nicht koalitionsfähig ist, weil sie sich bei zu vielen Themen nicht auf Kompromisse oder auf pragmatische, aber der reinen Lehre widerprechende Lösungen eingehen darf, um ihre Wählerschicht nicht zu verprellen. Und die je nachdem, ob sie damit in ein Parlament einzieht oder nicht, entweder zu einer großen Koalition zwingt oder eine in einem Lager verortete Regierung weiterhin zulässt.

Eins glaub ich aber mit Sicherheit: Alle Wahlprognosen für diese Bundestagswahl kann man in der Pfeife rauchen.


Ex Piratenwähler
16.4.2013 8:05
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Hadmut, vielen Dank für diese treffende Analyse der PP.

YmmD…..

Noch was zur AfD, Olaf Henkel, der zwar nicht Mitglied aber eines der Zugpferde der Partei ist, fordert auch eine Frauenquote.

http://www.taz.de/!49428/

Also auch hier: Die Feministinnen sind schon an Board,


Full xD
16.4.2013 8:43
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Der Euro sorgt dafür, dass der europäische Gedanke erheblichen Schaden nimmt. Täglich erweist sich das seit Beginn der Eurokrise. Seit langer Zeit gab es im Ausland nicht mehr so viele Nazi-Äußerungen zu Deutschland.
http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/helmut-kohl-bei-euro-einfuehrung-diktator-zr-2846068.html
Eine Volksabstimmung über den Verbleibt im Euro ist für jeden Teilnehmerstaat notwendig. Leider gibt es in Deutschland rechtlich generell nicht die Möglichkeit für einen bundesweiten Volksentscheid.
Mit der Eurokrise hat sich gezeigt, dass jedes Land eine Währung besitzen sollte, welche auf die jeweilige Wirtschaftsleistung abgestimmt werden kann. Der europäische Wirtschaftsraum ist nicht reif für eine einzige Währung. Deutschlands Exportwirtschaft profitiert mit enormen Exportüberschüssen von einer Währung die zu schwach für das Land ist. Der Binnenmarkt wiederum verliert damit, aufgrund der geringen Kaufkraft der Bevölkerung. Länder mit einer schwächeren Wirtschaft werden mit den zu billigen deutschen Exportprodukten überschwemmt, zu Lasten ihrer einheimischen Wirtschaft. Im Zuge der dann auftretenden (von der Deutschen Bank verschleppten) Krise ist in den Pleiteländer sich befundene Großkapital klanglos geflüchtet, währenddessen der deutsche Steuerzahler mit unvorstellbaren Summen für eine “Eurorettung” aufkommen soll. Dazu kommen verschiedene weitere finanztechnischer Probleme. Aufgrund dieser Problematik geht die AfD mit der Forderung nach einer Währungsreform zumindest in die richtige Richtung. Die grundlegenden Missständen der Geldschöpfung, sowie des Zinses im gegenwärtigem Geldsystem geht die erzkonservative Opa-Partei des Besitzbürgertums leider nicht an. In deren Reihen findet sich ein Hans-Olaf Henkel welcher dafür bekannt ist, im Auftrag der Bank of America gegen den Euro zu agitieren. Bei der AfD besteht eine Verbindung zu den Torries in UK. Unterstützung dürfte die AfD von George Soros erhalten. Soros ist schon rein emotional gegen ein mittels dem Euro von Deutschland beherrschten Europa.

Beim deren Gründungsparteitag wurde Acht darauf gegeben, zu einem Ergebnis zu kommen, nicht zu zerfaseren, sowie nicht vom politischen Gegner gestört werden zu können. Von ihrer Spitze gibt es ganz klare Verlautbarungen, Regeln und Handlungen, dass bekannte extremistischen Lager in dieser Partei nicht geduldet werden. Frühere Mitglieder der NPD werden dort erst gar nicht aufgenommen. Die Piratenpartei hingegen stand am Anfang für rechtsextreme sperrweit offen, ohne das sich jemand daran groß störte. Bis sich beim späteren Wahlerfolg Mainstreammedien darauf fokussierten. Ähnlich wie kurz darauf auf das Geschlecht der Mitglieder. Da Piraten vom Wille getrieben sind, positiv in der Berichterstattung der Meidenkonzerne zu erscheinen, wirkten die Piraten plötzlich ihrer rechts-offene Mentalität entgegen. Nicht aus einem inneren Antrieb, sondern gegen ein karriereschädliches Abbild in den Medien, also nur oberflächlich.


HF
16.4.2013 9:02
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“Man sucht das geringste Übel, findet es aber nicht.”
Das liegt aber auch daran, das dein Präferenzenbündel so geschnürt worden ist, dass keine Alternative mehr existiert. Bist Du sicher, dass die Lösungsmenge von “Ich will Partei x wählen” nicht leer ist, weil Du widersprüchliche Anforderungen stellst? Die Parteien haben kein Problem mit Widersprüchen im eigenen Programm. Im Gegenteil, wer sein Netz weiter auswirft, fängt mehr Fische.



Full xD
16.4.2013 9:09
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Aufgrund der miserablen Umfragewerte der Piraten verlassen bereits einige der karrieristischen PiRatten das sinkende Schiff.
http://www.heise.de/tp/blogs/8/154100
Nach der verlorenen Bundestagswahl haben die Kernies wieder ihre Chance. Sie müssen bis dahin nur geduldig ausharren.

Der Anteil der Frauen in der AfD ist wesentlich geringer als in der Piratenpartei. Das liegt daran, weil es sich beim Finanzsystem um ein ähnlich komplexes Thema, wie etwa Informatik handelt. Beides ist nur mit einem sehr abstrakte Sachverhalte zu erfassenden geistischem Vermögen verständlich. Wo hingegen shoppen und sich danach im Kaffeekränzchen wortreich gegenseitig zu bemitleiden kaum geistige Kapazitäten benötigt.

OT: Durch die Bestrebungen der Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe häufen sich Übergriffe auf Homosexuelle. Eventuell sollte sich die Szene überlegen, ob es sinnvoll ist heterosexuelle Lebensstile 1:1 zu kopieren und diese damit (ungewollt) zu karikieren.


Joe
16.4.2013 9:49
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Hier werden mal wieder Annahmen über (Nicht-)Wähler gemacht. Als bekennender Unbeteiligter an dem Spektakel gebe ich mal Folgendes zu bedenken:

Rituale festigen Glaubenssätze. Die Oligarchen müssen die “Wahlberechtigten” in dem Glauben halten, es gäbe irgendwas “mitzubestimmen”. Das ist auch der einzige Zweck des Zettelspiels: Sich selbst gehirnzuwaschen durch eine Art Cargo-Kult. Daher hört man auch ständig dieses Gewäsch vom “Glauben an die Demokratie”. Was angekreuzt wird in den Tempeln der Demokratie ist nämlich völlig nebensächlich, Hauptsache es wird. Zivilreligion.

Die größte Gefahr für westlich-dekadenten Eliten ist, wenn man ihr Zettelspiel selbst anzweifelt, wenn man ihr Spielgeld insgesamt anzweifelt. Wenn man die Begründung “ich darf dich ausrauben weil angekreuzt” nicht akzeptiert. Um die Pseudolegitimierung des organisierten Verbrechens dreht es sich letztlich.

Und um eines mal klarzustellen: Leute, die sich an der Wählerei aktiv und passiv beteiligen, sind nicht “rechtslastig”. Denn das ganze ist eine durchweg kollektivistische Veranstaltung. In rechtslastigen Staaten (z. B. echten Monarchien) findet sowas deshalb auch gar nicht erst statt.


Carsten
16.4.2013 10:01
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> Mit der Eurokrise hat sich gezeigt, dass jedes Land eine
> Währung besitzen sollte, welche auf die jeweilige
> Wirtschaftsleistung abgestimmt werden kann.

Ähm, auf die Gefahr hin, dass es Offtopic wird: Was genau hat denn die Kreditgeber der wirtschaftlich schwächeren Euroländer daran gehindert, einen höheren Zinssatz zu verlangen und dieser Schwäche damit Rechnung zu tragen? Nur die Unlust zu genauerer Analyse und die Hoffnung, dass die EU das schon irgendwie intern richten wird, wenn es entgleist?


michael
16.4.2013 10:49
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@Der Stadtfuchs: “Denn sie einte ja auch nichts außer der einzige Punkt “Gegen Urheberrechte” (Doch. Darum gings. Lügt Euch nicht in die Tasche.)”

Bullshit. Hier ein kleiner Auszug aus relevanten (und eineneden) Themen von 2006:
– Vorratsdatenspeicherung
– Patentrecht (insb. Softwarepatente)
– Wahlcomputer
– generell: Überwachungsstaat (nötig zur Durchsetzung der Urheberrechte…)

Weiterhin einig war man sich in Bezug auf freie Software, Transparenz des Staates, Bildung, Datenschutz, etc.

Dann erst kam der Berliner Wahlerfolg mit Themen wie “kostenloser öff. Nahverkehr”, der dann erstmal sämtliche linken Spinner auf die Partei aufmerksam machte: hallo, BGE.

Andere versuchten, explizit das Gegenteil des ursprünglichen Gedankens zu vertreten – um damit, auf Kosten der Partei, zu Bekanntheit zu gelangen: hallo, Spackeria.

Wann rechte Meinungen Einzug gehalten haben sollen, kann ich nicht sagen. Von einzelnen Tweets abgesehen, sind mir solche Meinungen nie begegnet. Ich kann mir auch überhaupt nicht vorstellen, daß so etwas in der Partei auf Resonanz gestoßen wäre.

Über den fatalen Einzug der Radikalfeministinnen brauche ich wohl nichts zu schreiben – das wurde hier schon mehrfach, und leider zutreffend, behandelt. Vielleicht als Anmerkung: an der Basis, auf Piratenstammtischen gibt es dieses Thema nicht. Das ist eine überproportional gehörte laute Minderheit. Allerdings wollen die auch nicht an die Basis. Ich hab’ noch nie irgendwas davon gehört, daß die Damen mehr als 50% der Wahlplakate selbst kleben wollen…


uwe
16.4.2013 12:21
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http://rentner-news.de/content/Die-Angst-der-Piraten-vor-der-Alternative

Die Piratenhasser der Rentner sind der gleichen Meinung, nur kürzer 🙂


dasuxullebt
16.4.2013 12:38
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Artikel habe ich gelesen, bisherige Kommentare tl;dr – ich versuche daher, es kurz zu machen.

@Blogpost: Beschreibt gut das aktuelle Problem, aber man sollte auch beachten: In der Bevölkerung scheint “die machen doch eh was sie wollen” weit verbreitet. Und Kompromissschließungen als “Lügen” und “Schwächen” eines Politikers anzusehen.

@Feministenpartei: Gab es nicht mal irgendwann die Frauenpartei? Aber kA, was die genau macht, ich kenne die nur aus urbanen Legenden.

@Unwählbarkeit: Man könnte, statt einfach nicht zu wählen, seine Stimme Kleinstparteien geben. ÖDP und Co (gibts die APPD eigentlich noch?). Ich persönlich werde eventuell “Die Partei” wählen, einfach, weil ich deren Aktionen gut finde (und sie kaum in den Bundestag kommen).

Ansonsten wäre es vielleicht gut, wenn Parteien nicht mehr jeden aufnehmen müssten, sodass sie sich schon vorher ausfiltern könnten.

(was ist eigentlich aus der “Freien Union” geworden?)


JGonz
16.4.2013 12:44
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Also, wenn ich mir deren Seite angucke, gehen bei mir alle Alarmlichter an. Unverbindliche, allgemein-kompatible Nicht-Aussagen, maßgeschneidert auf eine angenommene unzufriedene bürgerlich-konservative Mehrheit, gekrönt mit “Weg mit dem Euro!”, was in Zeiten der Verunsicherung wie heute ein “unique point of selling” sein sollte …

Das liest sich so, als wäre es von [*Werbeagentur*] entworfen worden – keinerlei echten politischen Statements, Populismus pur. Alle mitnehmen, niemand ausgrenzen. Professionell maximierte Produkt-Kompatibilität.

Nur die Köpfe passen nicht dazu. All diese Damen und Herren machen mir nicht den Eindruck, mich vertreten zu wollen. Sie lassen mich eher daran denken, mein Portemonnaie fester zu fassen, und vielleicht doch einmal über die Anschaffung der nötigen Ausrüstung zur Ausübung meiner Rechte gem. GG §20.4 nachzudenken …

Abgesehen davon, “Weg mit dem Euro & ‘raus aus der EU” – hat da eigentlich einmal jemand nachgedacht, was das für Konsequenzen hätte?

– Eine “Neue Deutsche Mark” (N-DM), die von den Märkten und Anlegern sofort massivst gegenüber dem Alt-Euro (und dem USD) aufgewertet würde?

– Euro-Forderungen in immenser Höhe, die damit nahezu substanzlos würden?

– Wegbrechen des gesamten Alt-EU-Exports, da nun unbezahlbar? Gut 30% immerhin, meines Wissens?

– Wegbrechen eines Großteils des in USD abgerechnetem Exports, da nun nicht mehr konkurrenzfähig?

– Und immer noch keine Binnen-Nachfrage?

Kollaps. Unvermeidlich. Und dann kommt das, was Regierungen in solchen Fällen immer machen.

Nein, das will ich nicht. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Leute gewählt werden, mit nicht zu knappen Prozenten. Hoffentlich nur als temporäre Erscheinung, im Zaum gehalten in der Opposition, oder in einer Koalition. Solange, bis sie sich selber wieder abschaffen.

Oder bis es mich nicht mehr betrifft. Manchmal hat es Vorteile, früh gekommen zu sein, man kann sich dann verabschieden, bevor die Exkremente zu dampfen beginnen, und die Toilette in Flammen aufgeht 😉

Viel Spaß!

Juan Gonzales der Unausstehliche


Leif
16.4.2013 13:28
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Bis auf:

[Zeit: “das zusätzliche Anträge zur Geschäftsordnung genervt niederruft, um endlich anfangen zu können.”]

[[“Ähm, ja. Nennt mich einen spießigen Langweiler, womöglich sogar alten Sack, aber so stelle ich mir produktive Leute vor.”]]

kann das meine Zustimmung finden.

Afd? Nee, dann lieber Piraten retten, und zwar vor Linksideologen, Feministen, Antideutschen und Populisten.

Seitdem diese “Linken” die Meinungshoheit beanspruchen geht es bergab. Warum hast du schön herausgearbeitet. Die Leute wollen keine ideologischen Denkverbote und Ismus-Hetze.
Als die Piraten noch rechts-links-neutral und libertär waren, konnten sie von allen Bestandteilen der ominösen Mitte gewählt werden. Jetzt ist es nur noch 1/8.


kiezneurotiker
16.4.2013 13:48
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Der Text bringt es sehr klar und erfrischend deutlich auf den Punkt: Ich würde einen Käfig voller Schimpansen wählen, die sich gegenseitig die Korinthen aus dem Arsch pulen, stünde er zur Wahl. Hauptsache nicht so wie alle anderen Etablierten inklusive mittlerweile der Piraten.


Dieter
16.4.2013 13:55
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Die Gemeinsamkeit von AfD und Piraten besteht doch eher nur in der Anziehung von Protestwählern.
Allerdings dürfte die AfD eher auf ältere – konservative -enttäuschte CDU/CSU Wähler ausgerichtet sein während die Piraten eher jüngere Wähler aus dem links-grünen/autonomen Spektrum ansprechen -also enttäuschte Wähler von SPD, Grünen oder LINKEN.
Deswegen bezweifle ich, dass die sich wirklich ernsthaft gegenseitig Konkurrenz machen.
Allerdings stehen die Chancen für die AfD bei der Bundestagswahl besser als die der Piraten deren Charme des Neuen und Aufbruchstimmung sich inzwischen in Machkämpfe, Skandale und Peinlichkeiten sehr schnell verflüchtigte.


dirty_mind
16.4.2013 15:09
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Vielen Dank für den Artikel.

Ich sehe es im wesentlichen ebenso.

Die etablierten Parteien haben sich zudem durch ihre Frauenstatuten
den Feministinnen hilflos ausgeliefert.
Das die AfD nun von denen als rechtsextrem beschimpft wird, war zu erwarten.

Vom Programm her würde ich noch eher “Die Freiheit” wählen.
Allerdings ist noch nicht abzusehen, ob deren Positionen sich nicht irgendwann wirklich als fremdenfeindlich erweisen.

Bei der AfD befürchte ich jedoch die Unterwanderung durch Feministinnen, da sie sich bisher noch nicht eindeutig degegen positioniert haben.


dirty_mind
16.4.2013 15:16
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Nachtrag: ich denke auch, dass der Ausstieg aus dem Euro sich zwar gut als Idee anhört, aber am Ende könnte es sich als Nachteil für Deutschland erweisen.

Das klingt sehr populistisch.


JGonz
16.4.2013 15:55
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Auf > http://carta.info/56974/piraten-und-die-alternative-fur-deutschland/#comment-39457

Meine Meinung zur AfD:

> https://www.danisch.de/blog/2013/04/16/die-piraten-killer-kommen/comment-page-1/#comment-22524

Dem ist nichts hinzuzufügen. Wer das für eine wünschenswerte Alternative hält [I](“Insofern ist die AfD zu begrüßen.”)[/I], well – “das wird man wohl noch sagen dürfen”, klar. Das darf man auch sagen, niemand verbietet es.

[…]

Viel Spaß!


JGonz
16.4.2013 16:00
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Michael Vogt
16.4.2013 17:14
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“[…] für ein unglaublich komplexes Problem[…]”

Die am haeufigsten verwendete Ausrede und gleichzeitig die duemmste von allen!
Vor allen Dingen immer dazu genutzt um den Buergern zu suggerieren “Ihr seit zu dumm dazu die Zusammenhaenge zu kapieren, also kommt gar nicht erst auf den Gedanken mitreden zu wollen, oder gar mit zu bestimmen!”

Die Wirtschaft funktioniert seit Jahrtausenden nach genau dem gleichen alten Prinzipien. Und eines davon ist “ich kann nur soviel Geld ausgeben, wie ich habe, sonst zahlt jemand anderes drauf”. Punkt.

Nur gibt es heutzutage massenhaft Leute, die Volker Pispers einmal als Pickel am Arsch der Gesellschaft bezeichnet hat, die uns mit oft voellig sinnfreien Geschwaetz einreden wollen, das waere ja ganz anders und viel zu kompliziert.

“Also haltet euch da raus und ueberlasst das den Experten”. Was dabei herauskommt, wenn diesen Experten das Handeln ueberlassen wird, kann man mit schoener Regelmaessigkeit an der fast schon ideal sinusfoermigen Auf- und Abwaertsbewegung unserer Weltwirtschaft ablesen.

Und um zu erkennen wer immer wieder dabei draufzahlt, muss man nicht sonderlich lange nachdenken!

In meiner Liste der schlimmsten Schimpfwoerter kommt “Experte” gleich nach “Politiker”!

Mick!


expirat
16.4.2013 17:24
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Ich werde sie wählen und dabei ist mir völlig egal was auf deren Webseite steht. Mehr als lügen kann die AfD auch nicht und so kann ich gar nicht falsch wählen.


Daniel
16.4.2013 17:28
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Dann haben die Piraten doch wenigstens etwas gutes bewirkt. Bezogen auf die letzten drei Absätze, und wenn Du das so gemeint haben solltest.


hansdampf
16.4.2013 17:46
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Vielen Dank für den Artikel.
Kleine Korrektur, es gibt (noch) eine Partei die gegen Quoten ist, nur ist das der Lobbyverein FDP. Da gibt es zwar Einzelstimmen zB von Frau nicht mehr Dr. Koch-Mehrin aber die Parteimeinung ist recht eindeutig gegen Quote.
Wenn der FeministInnen Müll aber so weiter geht werde ich drauf schei.. lieber Industrielobby als Radikalverdummung in Form von Anke Domscheid-Berg.
Allerdings werde ich mir die AfD auch genauer anschauen und sollten die wider Erwarten nicht unterwandert werden werde ich die wählen.
Aber ja, ich würde auch Korinthen puhlende Affen wählen anstatt der etablierten Parteien und inzwischen zählen die Piraten auch zu.


@Carsten
“Was genau hat denn die Kreditgeber der wirtschaftlich schwächeren Euroländer daran gehindert, einen höheren Zinssatz zu verlangen und dieser Schwäche damit Rechnung zu tragen?”
Die haben sich das über Target2 geholt. 2006 war schon das erste winzige Auseinanderlaufen der Zinsen zu sehen, der Beginn der Katastrophe.


@Carsten
Die Einheitswährung hat behindert! Deshalb muß jeder Staat mindestens eine haben. Eigentlich müßten Währungen völlig frei sein. Der Staat dürfte keinen Währung verbieten und keine vorschreiben können.


http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/16/eu-kampf-gegen-die-pressefreiheit-wird-aus-steuergeldern-finanziert/
“Die EU finanziert aus Steuergeldern Lobby-Verbände, die die freie Berichterstattung über die EU eingrenzen wollen. Bei unliebsamen Artikeln sollen künftig „eine Entschuldigung oder eine Korrektur“ nicht mehr ausreichen. Die EU-Kommission sieht sich als „moralischer Kompass“ für die Journalisten.”


euchrid eucrow
16.4.2013 19:30
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@JGonz
ähnlich sehe ich das auch. wenn ich mir deren kernforderderung, gesichter, namen und titel ansehe, dann erscheinen sie als alte, konservative besitzstandswahrer, die lediglich angst um ihre vermögen, ihre immobilien und ihre geld- und wertanlagen haben. und natürlich um die schöne alte welt, die sie so vortrefflich ausgestattet hat. eine alternative stellen die nicht dar.
im übrigen ist es mir egal, mit welcher währung ich entloht werde oder bezahle. mark, d-mark, euro? alles schon gehabt. eine währung sollte aber nur das sein, was sie ist: ein schnödes tauschmittel. nicht mehr oder weniger. das der euro in seinem jetzigen dasein ein schuss in den ofen war, kann wohl jeder “normalbürger” beim blick in seinen geldbeutel bestätigen.

@hadmut
danke für die ausführliche darlegung deiner gedanken.


Eurone
16.4.2013 20:30
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Da hat einer was richtig gut verstanden…viel dran und die geschilderte Situation wird hoffentlich für den Anfang reichen…die Normalos bzw. vielleicht einfach nur wertkonsvervative Menschen sind dabei, sich eine Stimme zu verschaffen…es wird sich zeigen, ob und wie man mit den sicher von überall her strömenden “sonstigen” umgeht, ich hoffe, jedenfalls, dass es gelingt gerade zu bleiben, wahrhaftig zu bleiben, Verantwortung zu bekommen und diese für jetzt und künftige Generationen zu übernehmen und das beste zu versuchen – in einem vernünftigen – auch europäischen – Geiste.
Der gesunde Menschenverstand soll uns leiten – keine Ideologien von irgendjemandem.
Mein demokratisches Grundrecht der Wählerstimme habe ich seit sicher 12 Jahren nicht mehr vor die Säue geworfen, nun habe ich wieder Hoffnung und werde die AfD wählen. Ich habe ein gutes Gefühl.


ein anderer Stefan
16.4.2013 20:34
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Den Euro abschaffen? Seit Einführung des Euro hat sich der Weltmarkt verändert und ist noch dabei, sich zu verändern. Wenn Europa mit den BRICS-Staaten mithalten will (fünf rasant wachsende Volkswirtschaften mit zusammen ~ 2,5 Mrd. Menschen), hilft es nichts, wenn Deutschland mit 80 Mio EW seine gute, alte D-Mark zurückkriegt und Europa als Markt zersplittert. Eine gute Position am Weltmarkt ist kein Naturrecht.

Davon ab, finde ich Hadmuts Post treffend. Weil keine Partei mehr einen Dreck drum gibt, was die Leute wirklich bewegt und sie lieber Ringelpiez mit der Lobby spielen, wird jede auch nur halbwegs brauchbar scheinende, neue (das ist ganz wichtig) Partei Zulauf haben. Die Menschen in Deutschland fühlen sich von den Politikern nicht mehr vertreten. Das ist viel mehr als vieles andere ein Grund für Resignation und Unmut oder Hinwendung zu extremen Positionen.


unter polit- und vwl-analphabeten
16.4.2013 20:48
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Oh Gott was für ein Artikel was für Kommentare. Da sieht mal wieder die Mehrheit den Wald vor lauter Bäumen nicht und schiesst sich auf Dinge ein die gar nicht vorhanden oder Nebenschauplätze sind.

Das ist die FDP nur eine Spur härter. Steuern runter, Sozialstaat abbauen, dümmliches Eurobashing zum Bauern äh Wähler fangen.

Hier mal einen vernünftige Analyse.
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=10924

Und wenn einem wie Danisch nix zum Thema einfällt, dann schreibt man einfach nix, is besser so.


Hadmut
16.4.2013 20:50
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Ah, auch die Pöbelschwadronen der Grünen seien wieder mal herzlich willkommen in diesem Blog…


Alexander
16.4.2013 21:23
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“Feministinnen gründen keine Parteien selbst.”

http://www.feministischepartei.de


Hadmut
16.4.2013 21:39
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> http://www.feministischepartei.de

Wow. Is ja ne Überraschung. Die existieren seit 1985 und ich habe noch nie von denen gehört.

Guck mal in deren Veranstaltungen. Für die braucht man ein Mikroskop. Die tragen tatsächlich das Versenden einer kurzen E-Mail als Veranstaltung ein. So ne Art jährliche Kaffeerunde, die sich halt »Partei« nennt.

Warum brauchen die Feministinnen dann noch die Piraten und gehen nicht in diese Partei dort?

Oder anders gefragt: Ist diese feministische »Partei« nicht der beste Beweis, dass da nichts draus wird und sie sich andere Parteien klauen müssen?


http://ef-magazin.de/2013/04/16/4156-euro-crash-nuernberg-20-fuer-die-euro-verbrecher
“Heute nimmt man den Euro-Skeptikern übel, dass sie damals klüger waren als die dem Euro-Wahn verfallene Meute.”

http://www.faz.net/polopoly_fs/1.2142930!/image/831437975.jpg_gen/derivatives/default/831437975.jpg
Man beachte, Deutschland hat den größten Quotienten zwischen Durchschnitt und Median und das geringste Wohneigentum. Das mag die Versicherungsmentalität der Deutschen vielleicht etwas relativieren. Hoffentlich nutzt das was, wenn es ernst wird.


euchrid eucrow
16.4.2013 23:05
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https://www.danisch.de/blog/2013/04/16/die-piraten-killer-kommen/#comment-22512

ach du scheiße! da stand ich aber lange auf der leitung: hans olaf henkel –> die kriminelle vereinigung insm. so unrecht hat er da garnicht.
hier noch ein weiterer artikel, der zur aufklärung beitragen kann. auch einige gedanken in den kommentare sind interessant.


Hadmut
16.4.2013 23:50
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Naja, jetzt sollte man auch da etwas argwöhnisch sein. Denn momentan bekommen die natürlich alle einen Mords-Schiss: Die CDU, die FDP, die Grünen, die Piraten… Da ist das klar, dass die jetzt alle ankommen und die Dreckkübel ausleeren. Das ist doch bekannt, dass Konkurrenz mit Dreck beworfen wird. Das sollte man durchaus rausrechnen.


Herrmann
17.4.2013 9:40
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“hilft es nichts, wenn Deutschland mit 80 Mio EW seine gute, alte D-Mark zurückkriegt”

Der Euro ist gar keine Einheitswährung, nur weil man das Ding in den Händen halten kann. Es ist lediglich ein System fixer Wechselkurse, quasi Bretton-Woods aber nur mit Fiat-Money ohne irgendwelche Bindungen. Da kann jeder über den Hebel des fixen Wechselkurses allen anderen Teilnehmern seine Verbindlichkeiten anhexen.
Wieso das ein Wettbewerbsvorteil sein soll, muss erstmal einer erklären.


Niko
17.4.2013 10:45
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Na, Herr Henkels Ruf ist schon schmutzig genug, da muss niemand mehr mit Dreck schmeißen. Dieser nette Herr ist einer DER Vordenker des Neoliberalismus und der deutschen Tea-Party-Bewegung. Henkels eigene(!) Biografie gibt genug Anhaltspunkte um seine neue Partei -völlig ohne Einflußnahme aktueller Medienberichte über die AfD- in der Region “antisozial und rechts von FDP und CSU” einzusortieren.

Im Übrigen ist der laut Parteiprogramm der AfD wichtige “Schutz der Keimzelle der Gesellschaft” dieselbe, Singles und Alleinereziehende diskrimierende, steuerliche Trauscheinförderung wie sie eh schon usus ist.

Aber wer unbedingt meint, “den Teufel mit dem Beelzebub” austreiben zu müssen, soll ruhig die AfD wählen. 🙂

0.02 EUR
Niko


yasar
17.4.2013 12:49
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Wenn Konrad Adam, der am Bundesparteitag am 14. April 2013 als eienr von drei Sprechenrn gewählt wurde, sowas schreibt:

http://www.welt.de/print-welt/article159946/Wer-soll-waehlen.html

dann sollte man sich über die Wählbarkeit schon Gedanken machen. Wer entscheidet dann, wer überhaupt wählen darf? Großgrundbesitzer? Adel? Großindustrielle?

Das will, so glaube ich, keiner.


yasar
17.4.2013 12:50
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PS. Ich gehe mal zumindest davon aus, daß es der gleiche Konrad Adam ist.


Niko
17.4.2013 14:18
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@Yasar: Jaja, alles lupenreine Demokraten, die nur unser Bestes wollen. 😀


Andreas
17.4.2013 14:54
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> Das will, so glaube ich, keiner.

Doch, er und seinesgleichen. Wer hat schon was gegen Sklaven, solange er zu den Haltern gehört.


Anhalter
17.4.2013 20:07
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Schon einmal überlegt, dass die Piraten zwar durchaus berechtigten Protest gegen das bestehende unpolitische Agieren der etablierten Parteien äußert, aber keine “Protestpartei” in dem Sinn ist, dass sie hauptsächlich “dagegen” ist?
Sicherlich am Anfang schien sich jeder, der aus welchen Gründen auch immer mit CDUCSUFDPSPDGRÜNELINKE nicht einverstanden war bei den Piraten wiederfinden. Denn (zumindest in der Öffentlichkeit) war nicht klar wofür die Piraten stehen. Deswegen ja auch immer der Ruf nach “Programm”. Erst allmählich wurde klar, dass die Piraten schon lange ein Programm hatten, dass sie für Freiheit und Transparenz und Bürgerrechte stehen, aber nicht in einem “Tea Party” Sinn (wie jetzt die AfD) sondern mit einem Fokus auf soziale Gerechtigkeit. Freiheit bedingt auch soziokulturelle Teilhabe. Und mit einem Fokus auf europäische Integration. Ja, die Piraten sind eine Pro-Europa Partei, bei aller berechtigter Kritik an den fehlenden demokratischen Prozessen in der EU. Und die Piraten sind weder rückwärtsgewandt, noch populistisch.

Nein, die Piraten sind keine Protestpartei, die hauptsächlich Stimmen bekommen will. Sondern eine Partei mit inhaltlicher Ausrichtung, die mit ihren Positionen überzeugen will.

Was passiert wenn eine reine “Protestpartei” Stimmen fängt, das kennen wir von der “Schillpartei” und sehen wir auch gerade in Italien. Da können wir nur hoffen, dass die Bürger in Deutschland bei der AfD schlauer sind. Rattenfänger hatten wir genug in Deutschland.


Hadmut
17.4.2013 20:29
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@Anhalter:

> Erst allmählich wurde klar, dass die Piraten schon lange ein Programm hatten

Stimmt. hatten

Sie haben es aber nicht mehr. Guck Dir doch mal diesen Gender-Schwachsinn an, den sie fast nur noch betreiben. Oder die “Ergebnisse” der PiratinnenKon. Die wollen sich begegnen und mehr miteinander reden. Soll das etwa ein politisches Programm sein?

Wollen wir die politischen Probleme unserer Zeit lösen, indem wir uns in einem Saal treffen, uns „begegnen” und uns irgendeine Betroffenheitsgeschichte aus unserem Leben erzählen?


ein anderer Stefan
17.4.2013 20:29
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@Herrmann: Ich denke, ein einheitlicher Währungsraum hilft der Wirtschaft schon. Multinationale Konzerne z.B. dürften schon davon profitieren, dass innerhalb des Währungsraumes halt nur eine Währung gilt anstatt 20.
Historisch betrachtet ist Deutschland nach 1871 zum wirtschaftlichen Global Player geworden, als aus den Duodezfürstentümern ein Bundesstaat wurde und einheitliche Rahmenbedingungen geschaffen wurden.
Es mag sein, dass der Euro am Ende einer Entwicklung in Europa hätte stehen sollen und nicht am Anfang. Das ist aber müßig. Ich denke, Europa hat mit seinen Staaten nur dann eine Chance auf dem Weltmarkt, wenn es gemeinsam agiert. Und dabei hilft der Euro meines Erachtens.


ein anderer Stefan
17.4.2013 20:34
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Was dieser Herr Adam da von sich gibt, ist so zutiefst undemokratisch, dass ich kotzen könnte. Eine Mischung aus Herrenmenschentum und Neoliberalismus, die nur so strotzt vor Verunglimpfungen, unterschwelligen Vorwürfen und Populismus auf Stammtischniveau, dabei geschliffen formuliert, dass einem Angst und Bange wird. Wenn die hohen Herren Angst vorm Plebs haben, sollten sie sich mal fragen, warum?


Full xD
17.4.2013 20:58
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Die V-Männer werden schon von den Piraten abgezogen. Hoffentlich ebenso die Frauen. http://www.faz.net/aktuell/politik/rechtsextremismus-npd-will-alternative-fuer-deutschland-unterwandern-12152738.html


@Hadmut (((“Wow. Is ja ne Überraschung. Die existieren seit 1985 und ich habe noch nie von denen gehört.”)))

1) Die haben rechtzeitig zur Bundestagswahl immer Wahlwerbespots laufen. Haben auch schon mal Marx erwähnt im Spot von 2002.

2) Die kamen auch in Hape Kerkelings “Isch kandidiere” vor.

3) Hier ein schönes Bild von der vergammelten *ahem* versammelten Truppe.
http://www.stooorage.com/show/1430/8502918_feministische-partei-deutschlands-die-frauen.jpg

Seltsam, warum muss ich dabei an den Spruch denken “That’s what a feminist looks like”?

Man beachte auch das scheue Schätzchen oben rechts. Wie die so als Bundeskanzlerin wäre?


trick17
18.4.2013 1:44
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Es könnte ja auch sein, dass die AfD insgeheim von den etablierten Parteien gegründet wurde, um die Protestwähler einzusammeln.


http://www.faz.net/aktuell/politik/rechtsextremismus-npd-will-alternative-fuer-deutschland-unterwandern-12152738.html
Aha, die FAZ, wer ist denn die FAZ?
Das ist die übliche Nazikeule der üblichen nazikeulenschwingenden Desinformierer, also Lügenbolde. Die Piraten waren nie von der NPD unterwandert, sind aber von linken, grünen und feministischen Spinnern unterwandert. Das Wort unterwandert scheint ja eine Untertreibung zu sein.

Das ist die bekannte Taktik ‘haltet den Dieb’, und keiner merkt es. Ganz Deutschland grunzt nach, was die FAZ vorgrunzt. Haben wir schon den Islam?

Die sagen natürlich der Öffentlichkeit und solchen Schnarchern von Journalisten Bescheid, wen sie unterwandern wollen.

“Nach Angaben des NPD-Politikers Meenen handelt es sich bei den ihm bekannten AfD-Mitgliedern um Rechtsextreme, die aus Furcht vor beruflichen Nachteilen bisher nicht Mitglied der NPD waren.”
Ach so, Nachteile im Beruf gibts da? Warum denn das? Gibt es vielleicht auch Vorteile für obrigkeitshörige Schmierfinken?

Also, die NPD will die Alternative für Deutschland mit Leuten unterwandern, die nicht Mitglied in der NPD sind. Eine raffinierte Taktik, das, Räschpeckt! Doppeltraffiniert vielleicht sogar!

Toller Journalismus! PFAZ — PFUI!

Von V-Männern steht da nichts. Ist sicher ‘ne Abkürzung für Verfassungsschutzmänner.

Übrigens, der Euro muß nicht weg. Eine weitere übergreifende globale Währung ist schon gut. Nur müssen wieder nationale Währungen her, damit die Nationen wirtschaftliche Selbständigkeit haben. Sicher würde das die Masse des Euro erstmal schwächen, aber das gleicht sich aus, das Handelsvolumen in Euro würde auch wieder steigen, wenn es eine stabile Währung ist.

Carsten

“Spätestens seit den Maßnahmen zur Euro-Rettung kann man Deutschland nicht mehr als Rechtsstaat bezeichnen.”
Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider


euchrid eucrow
18.4.2013 7:28
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@niko
der begriff des ‘neofeudalismus’ steht seit der parteigründung der afd im raum.

die insm schreibt unter anderem in ihrem blog zur afd:
>Schließlich ist noch die Personalfrage entscheidend für den Erfolg >der neuen Partei. Wenn es den Eurokritikern gelingen sollte eine >bekannte Persönlichkeit, wie Frank Schäffler, Friedrich Merz, >Wolfgang Clement oder vielleicht auch ifo-Chef Hans-Werner Sinn, für >ihre Sache zu gewinnen, würden ihre Chancen wohl erheblich steigen.
http://blog.insm.de/6927-alternative-fur-deutschland/
bei diesen namen sollten bei jedem politisch und gesellschaftlich interessierten mensch die alarmglocken angehen.

außerdem sollten die kommentatoren, die eine wahl der afd in betracht ziehen, sich mit bernd lucke und dem hamburger apell auseinandersetzen:
>Wer behauptet, Deutschland könne und müsse ein Hochlohnland bleiben, >handelt unredlich oder ignorant. Die unangenehme Wahrheit besteht >deshalb darin, dass eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage nur durch >niedrigere Entlohnung der ohnehin schon Geringverdienenden, also >durch eine verstärkte Lohnspreizung, möglich sein wird.

>Aber dafür muss die Sozialpolitik von Lohnersatzleistungen zu >Lohnzuschüssen wechseln. Das deutsche System der >Lohnersatzleistungen von der Sozialhilfe über das Arbeitslosengeld >bis zur subventionierten Frührente erzeugt Lohnansprüche, die der >Markt nicht mehr befriedigen kann.

>Die Konsolidierung der Staatsfinanzen erfordert weitreichende >Einschnitte in allen Bereichen der öffentlichen Ausgaben. Davon >können auch die sozialen Sicherungssysteme nicht ausgenommen bleiben.
http://deppentoeter.wordpress.com/2013/04/07/prof-dr-bernd-lucke-und-der-hamburger-appell/

ich hoffe, es bleibt noch genug zeit zur aufklärung über afd und konsorten.


Soso, die FAZ sprach mit dem stellv. Landesvorsitzenden der NPD. Aha.

1.
Das erste NPD-Verbotsverfahren ist bekanntlich daran gescheitert, daß das BVerfG feststellte: die NPD ist auf allen Ebenen derart von VS-Leuten durchsetzt, daß wir beim besten Willen nicht feststellen können, welche Äußerungen der Partei da nun von “echten” NPDlern kamen und welche vom Staat.

2.
Die FAZ würde den stellv. Landesvorsitzenden der NPD sonst nichtmal mit einer drei Meter langen Kohlenzange anfassen.
Und jetzt setzen die sich mit dem zusammen, zischen ein freundliches Bier und verbreiten dann auf faz.net die Behauptungen dieser Type, als wäre das, was der stellv. Landesvorsitzende der NPD da so daherschwätzt, nichts als die lautere Wahrheit.

Ein Schelm…


Herrmann
18.4.2013 10:50
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@ein anderer Stefan
Das erzählt man brav in Schulen und Staatsmedien. Und du betest es brav nach aus der Perspektive des Touristen und Kleinstunternehmers. Ein Staat nach dem anderen geht pleite, weil das System starrer Wechselkurse und Leitzinsen (Gottogottogott) weniger mächtig ist. Der Vergleich mit dem Kaiserreich hinkt, bzw. sitzt im Rollstuhl und ist vom Hals ab gelähmt.


euchrid eucrow
18.4.2013 11:41
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die fe:tte fe:ministin schreibt dazu

Ich beobachte gerade fasziniert, wie die Piraten nicht mitkriegen, was für eine Chance die AfP für sie darstellt. Das wäre DIE Gelegenheit, den ganzen libertären Halb- und Vollnazis eine Exitstrategie zu bieten. Die gehen doch sogar freiwillig, wenn sie noch genug Hirnzellen zusammen haben, um die Hoffnungslosigkeit der Lage bei den Piraten zu begreifen.

Und dann wären in der AfD alle zusammen, die sich gegenseitig verdient haben. Die Piraten könnten vielleicht doch mal politisch aktiv werden. Die AfD wäre auf Jahrzehnte paralysiert. Die CDU durch den Aderlass geschwächt. Win-Win-Win.

Schade nur, dass es bei den Piraten niemanden gibt, der genug Hirnschmalz für so simple Gedankengänge hätte.

Aber hey, ist vielleicht gar nicht schlecht so.


yasar
18.4.2013 15:59
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Ich habe mir gerade die Webseite von denen nochmal angeschaut und mir ist aufgefallen, daß da unter den Unterstützern sehr viele personen sind, die da mit Dr. oder Prof. Dr. genannt werden. Auffällig viele. Da läuten beir mir auf jeden Fall die Alarmglocken.


euchrid eucrow
19.4.2013 7:23
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@yasar
ich zitiere mich mal selbst:

wenn ich mir deren kernforderderung, gesichter, namen und titel ansehe, dann erscheinen sie als alte, konservative besitzstandswahrer, die lediglich angst um ihre vermögen, ihre immobilien und ihre geld- und wertanlagen haben. und natürlich um die schöne alte welt, die sie so vortrefflich ausgestattet hat.

wäre mal interessant den doktoren und professoren hinterher zu googlen.


quarc
19.4.2013 21:02
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> Man beachte auch das scheue Schätzchen oben rechts.
> Wie die so als Bundeskanzlerin wäre?

Die war doch bereits Papst.


Thomas Schmidt
20.4.2013 14:38
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ich habe aufgehört mich mit der Partei zu beschäftigen, als ein hohes Tier dieser neuen Partei laut darüber nachdachte, man solle Nettosteuerzahlerempfängern – Arbeitslose, Lehrer, Verwaltungsbeamte, Müllfahrer, kurz: der ganze öffentliche Dienst (Erziehung, Bildung, Gesundheit, Pflege, Sicherheit, Versorgung) und alle sonst im Sozialen arbeitenden Menschen, zudem natürlich auch alle chronisch Kranken, Arbeitsunfähigen etc. – das Wahlrecht entziehen. Damit die die Leistungseliten nicht mehr terrorisieren mit ihren Bedürfnissen. Zurück ins 19. Jahrhundert und noch davor, zudem zutiefst überheblich und dümmlich.

Steuersenkungen finde ich persönlich unwichtig, ich finde stattdessen relevant ist die Bezahlung an sich. 30% Steuern auf 1500€ sind was vollkommen anderes als 42% auf 5000€. Beides ist aber auch was komplett anderes als 25% auf egal-wie-viel durch Erträge aus leistungslosem Einkommen wie Aktien etc.. Ich finde, die Höhe der Steuern ist gar nicht so sehr das Problem als vielmehr eine völlig skurile Form der Verhältnismäßigkeit innerhalb des Steuersystems überhaupt und dies vermischt mit dem Dumpinglohnland Deutschland, wobei ich mal schätze, dass Informatiker von diesem Problem (noch) nicht so sehr betroffen sind.


Marek
20.4.2013 17:13
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Die Piraten wollen die manche Grüne Inzest erlauben und die Schweden Piraten(alle Piraten in Europa Arbeite zusammen-also im selben Boot)wollen Kinderpornos Straffrei machen.


dasuxullebt
21.4.2013 11:35
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@Marek: Es gibt sinnvolle Argumente für das Erlauben von Inzest, man müsste sich das also genauer ansehen. Ich bin zwar dagegen, aber tabuisiere es nicht, darüber zu reden.

Und “Kinderpornos” ist inzwischen ein so allgemeiner Begriff geworden, dass darunter auch Aktzeichnungen und Hentai fallen, und sogar Vergewaltigungsberichte von Missbrauchsopfern – Dass diese Rechtslage wenig mit Kinderschutz und mehr mit dem Aufzwingen einer konservativen Ideologie zu tun hat, nun, der Gedanke liegt zumindest nicht fern.
Bei dem Besitz von echter Kinderpornographie, also der dokumentierten sexuellen Nötigung von Kindern, gibt es andererseits noch das Argument, dass Interpol mehrmals Material herausgegeben hat, um Vergewaltiger zu finden. Und das Argument, dass irgendwo in den USA der Besitz von Kipo schlimmer bestraft wurde als echte sexuelle Handlungen an Kindern (aber ich bin grad zu faul, nach einer Quelle zu suchen). Ich finde zwar dennoch, der Besitz echter Kipo sollte verboten bleiben, weil er gegen die Persönlichkeitsrechte der Kinder verstößt, aber zumindest darüber Diskutieren sollte man dürfen.
Auch hier müsste man also schaun, was genau ausgesagt wurde.

Bei diesen Die Wollen™ Argumenten besteht immer die Gefahr, dass es zu dummem Stammtischgelaber entartet. Hast du Quellen dafür? Hat es ein Abgeordneter gesagt (ok, es gibt ja glaub ich nur einen), oder ist es Programm. Wie hat es das Abstimmungsverhalten beeinflusst?


Herrmann
21.4.2013 20:28
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“besitzstandswahrer, die lediglich angst um ihre vermögen, ihre immobilien und ihre geld- und wertanlagen haben”

Da spricht aber jemand, der keinen blassen Dunst von der Materie hat. Wenn die Druckerpresse die Sparbücher frisst, sind diese Herren mit ihren Immobilien besser bedient als der Rest.
Obwohl der Schmähbegriff “Besitzstandswahrer” immer darauf hindeutet, dass ein kleiner Salonkommunist einfach nur an anderer Leute Eigentum will.


Die Piratenpartei diskutiert über die AfD:
http://www.youtube.com/watch?v=_4lQrmc6rKQ