„Constant Distance“
Mal was Mathematisches.
Ich freue mich immer besonders über Erkenntnisse und Wissenserwerb, mit dem man 5 Minuten vorher noch überhaupt nicht gerechnet (im mehrdeutigen Sinne) hätte.
Ich traf auf das:
I judge people based on this. Only one is correct. pic.twitter.com/oGixrPE2hl
— Edon (@EdonGuraziu) May 24, 2026
und dachte mir „Hä!?“, weil ja nicht einmal eine Frage oder Aufgabe dabei war, kein Kriterium für die Richtigkeit. Rätsel: Was meint der?
Tatsächlich ist es aber so, dass die untere Darstellung besser, natürlicher, intakter aussieht, während die obere irgendwie abgeschnitten und unharmonisch wirkt. Außerdem musste ich bei der unteren Darstellung sofort an Star Wars denken, bei der oberen dagegen eher an alte Eisenbahnbrücken.
Aber warum?
Und das meint der überhaupt mit „Constant Distance“? Distanz von was?
In einem Kommentar fragt jemand, und er erklärt es:
Constant Distance basically means the distance between the radii tangents (the red ones) is equal all the way along the yellow segments. You can see all four of them lined up are exactly the same length. pic.twitter.com/YfMZZCdmZk
— Edon (@EdonGuraziu) May 24, 2026
Es geht um die Abstände der Tangentenpunkte.
Beachtlich. Und das scheint in besseren CAD-Programmen schon eingebaut zu sein:
Ah, I see! I looked around and realized that Fusion allows you to easily do this with its fillet tool, I'd have to assume other CAD programs have this option too
For others like me who were unaware, it's called chord length 🙂 pic.twitter.com/pBx5MwYyrr— Gabriel Fluffball (@GabFluffy) May 24, 2026
Das wusste ich nicht.
Wieder was gelernt.
Es würde mich aber interessieren, wie man das früher gemacht hat, als man noch keine Computer hatte und alles von Hand gezeichnet hat. Hat man den Radius da ausgerechnet oder einfach mit dem Zirkel die Distanz da hingehalten und den Rest geschätzt? Ich kann mich nämlich erinnern, dass mein Vater – obwohl er es beruflich nicht brauchte – Millimeterpapier, Zeichenplatte, Tuschestifte hatte, mit denen ich gern rumgspielt (bzw. mich rumgeärgert habe, weil diese Tuschestifte damals eine Bedienkatastrophe waren und entweder ausliefen oder eintrockneten, die hatten ja innen sogar ein Schüttelgewicht mit einem dünnen Draht, der die Kanüle freischrubbern sollte). Und dabei hatte er auch ein biegsames, weiches „Lineal“, das dafür gedacht war, dass man geschwungene Kurven zeichnen konnte (am Computer: Splines), die damit aber nicht mathematisch exakt, sondern einfach durch die Elastizität des Lineals physikalisch vorgeben waren.