Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

End Game: Zusammenbruch des Staates

Hadmut
21.9.2019 13:15

In Berlin werden viele Kriminalfälle nicht mehr verfolgt,

weil’s einfach nicht mehr geht, schreibt die Morgenpost, und dasselbe sagte ja neulich mal ein Staatsanwalt bei Lanz.

Die Berliner Amtsanwaltschaft bearbeitet die Verbrechen, die die meisten Berliner betreffen: darunter Diebstahl, Einbruch, Körperverletzung. In Berlin ist das der Großteil der Verfahren. Doch nun schlagen die Amtsanwälte Alarm. Pro Akte hätten sie nur noch drei bis vier Minuten Zeit, sagen Vertreter des Deutschen Amtsanwaltsverein (DAAV) im Gespräch mit der Berliner Morgenpost. Das habe fatale Auswirkungen auf den Umgang mit der Alltagskriminalität.

Bei den Berliner Amtsanwälten gibt es einen Spruch: Einstellen oder anklagen. Für Nachermittlungen fehle oft die Zeit. „Jede Akte, die wir noch mal für Nachermittlungen zurückschicken, ist für uns ein Minusgeschäft“, sagt Oberamtsanwalt Stephan Szammetat.

Das hat multiple Konsequenzen:

  • Das Vertrauen des „ehrlichen Bürgers” in den Staat wird bei Null ankommen, man wird sich fragen, warum man sich überhaupt noch an Recht halten soll.
  • Die Polizei wird sich fragen, warum sie sich überhaupt noch die Mühe der Ermittlungen machen soll, wenn eh nichts draus wird und die Kriminellen sie auch noch auslachen.
  • Wenn Kriminelle, Clans und so weiter das nicht nur mitkriegen, sondern auch noch drauf kommen, dass das „ausbaufähig” ist, dass dann nämlich nicht nur beim jetzigen Stand der Kriminalität kaum noch Gefahr einer Bestrafung droht, sondern auf einen Kriminalitätsanstieg gar nicht mehr zu reagieren wäre.

    Stellt Euch einfach mal vor, 500, 5.000 oder 15.000 gewaltbereite Leute (Clans, IS, Linke, RAF, wer auch immer) legen konzertiert los und begehen nur einen Tag lang (oder eine Woche, einen Monat) in einer konzertierten Aktion Straftaten. Egal was, nur einfach möglichst viele, möglichst schwere. Nicht des Nutzens wegen, sondern der Machtdemonstration und Überlastung wegen: Häuser anzünden, Leute auf der Straße willkürlich erschießen, abstechen, Handgraneten werfen, mit LKW durch Fußgängerzonen, Schulen, Kindergärten brettern, Vergewaltigung, Verstümmelung, einfach so.

    Oder eine Nummer kleiner: Raub und Diebstahl. Wild alles greifen, was man kriegen kann, alle Leute überfallen und ausrauben. Einfach nur dafür sorgen, dass an einem Tag (oder pro Tag) in Berlin 10.000, 100.000 oder vielleicht eine Million Straftaten zusammenkommen. Oder schlicht auch nur 500.

    Und dann?

    Ja, nix dann. Dann einfach gar nichts. Niemand da, der noch reagieren könnte und wollte.

    So einfach wäre es, diesen Staat völlig zu brechen und zu beseitigen.

Neulich schrieb mir jemand, ich finde es gerade nicht im großen Haufen, dass sie irgendwo einen ganzen Container an Kriegswaffen und Munition für irgendwelche Clans abgefangen hätten. Da ist wohl noch mehr unterwegs.

Was wollen die dann eigentlich dagegen machen? Mit ihren kleinen Polizei-Opels und den Maschinenpistolen, die sie sich zu mehreren teilen müssen?

Ich bin längst an dem Punkt, an dem ich diesen Staat nur noch in den negativen Aspekten wahrnehme. Der Staat leistet nichts mehr, kommt nur noch als Steuereintreiber, Vermögensräuber, Ideologiepumpe und Political-Correctness-Diktator daher. Aber wehe, wenn einer der Eingeborenen mal ein falsches Wort sagt. Da funktioniert das mit Polizei und Strafverfolgung und Unterlassungsmaschinerie dann noch ausgezeichnet.