Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Dr. hartz. iv.

Hadmut
17.9.2019 22:30

Journalisten fragen – Danisch weiß es.

Ein Leser fragt ratlos um Rat an, was es mit dem Artikel der Preussischen Allgemeinen über die akademische Armut auf sich hat, wonach ein Großteil der Universitätsschaffenden bettelarm sei. Darin stellen Journalisten die Frage:

Warum der Staat es sehenden Auges hinnimmt, dass Hunderttausende von hochqualifizierten und motivierten Menschen in prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt werden, aus denen kaum ein Entkommen möglich ist, darüber kann der Beobachter nur spekulieren. Sicher liegt es ein Stück weit auch am fehlenden Geld und an der Inkompetenz der Verantwortlichen bis hinauf zur zuständigen Ministerin. Möglicherweise geht es aber ebenso darum, die Heerschar potenziell aufmüpfiger Intellektueller hierzulande zu angepasstem Verhalten oder besser gesagt Duckmäusertum zu erziehen.

Dass die aktuelle Situation ein solches zur Folge hat, bestätigen viele Wissenschaftler im Vier­augengespräch – und sogar auch Andreas Keller, der stellvertretende Vorsitzende der sonst meist recht regierungsfreundlich agierenden Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die Konsequenz hieraus ist ein gravierender Verlust an Innovationsfähigkeit: Kaum jemand wagt es noch, die eingefahrenen und vom Mainstream vorgegebenen Gleise zu verlassen und forscherisches Neuland zu betreten. Damit ist eine weitere Schwächung des Standortes Deutschland programmiert – zu unser aller Schaden.

Naja, im Prinzip sind sie ja schon selbst nah dran.

Dass man aufmüpfige Intellektuelle an den Universitäten nicht brauchen kann und entfernt, das habe ich ja selbst am eigenen Leib miterlebt.

Noch stärker wurde das dann unter dem Höllenduo Merkel-Schavan, die die Universitäten – vor allem mit der „Exzellenzinitiative” systematisch auf politisch erpressbar gebügelt haben. Die ganzen Gender Studies wurden ja auf diese Weise implantiert. Die Humboldt-Universität gab ja vor Gericht auch zu, dass sie eigentlich gar nicht wissen, was die da treiben, aber sie brauchten halt das Geld vom Frauenministerium. Die klassische Methode: Erst macht man sie arm und damit käuflich, und dann kauft man sie.

Dazu kommt, dass man die Universitäten systematisch mit Deppen und Idioten befüllt hat, Leuten, die auf der Uni wirklich nichts zu suchen haben, und die Geistes- und Sozialwissenschaften als marxistischen Deppenpool ausgebaut hat.

Leute, glaubt Ihr denn, man könnte diese Deppenschar so erfolgreich auf Marxismus ziehen, wenn die alle einen guten Job hätten und zufrieden wären?

Das ist Teil der marxistischen Ausbildung, der Zucht der Klassenkampf-Kader. Man braucht Leute, die die Mehrheit im akademischen Umfeld haben und damit meinungsinhaltlichen Einfluss, die dabei doof genug sind, um das Spiel mitzuspielen, und unzufrieden genug, um als Klassenkämpfer und Revoluzzer anzutreten. Nur so kriegt man die in großen Stückzahlen ins linke Lager.

Und so macht man sich eben selbst auch die eigenen Wähler.

Kennt Ihr das Prinzip nicht?

Animal Farm von George Orwell?

Die Hunde? Die man als Welpen weggesperrt und dann von der Bevölkerung getrennt auf bissig und gehorsame Söldner abgerichtet hat?

Das ist der gezüchtete Sauhaufen, aus dem man die Politoffiziere und Kadaverkader rekrutiert, die man für die DDR 2.0 braucht. Dumm, inkompetent, unzufrieden, marxistisch, klassenkämpferisch. Natürlich mit Master und Doktor, damit sie sich zumindest so vorkommen, als wären sie schlau – und andere das glauben.

Satte und Zufriedene machen keine Revolutionen.

Dass man dabei auch die Fähigen mit ins Prekäre zieht – Kollateralschaden.

Übrigens der pool, aus dem sich Presse und Fernsehen seit langem rekrutieren.

Ist aber auch nicht neu. Schon zu meiner Zeit an der Uni hörte ich davon, dass die Chemiker zu 150% schuften, dafür aber nur 1/3 Stelle bekommen und das jahrelang machen sollen. Ist die Maximaldauer dann erreicht und fliegen sie raus, dann erst dürfen sie anfangen zu promovieren und das dann bitte auf Sozialhilfe (Hartz IV gab’s damals gerade noch nicht). Die einzigen, die damals ordentliche Stellen bekamen, waren die Informatiker. Ich habe zwar damals auch immer nur Jahresstellen bekommen, aber wenigstens volle. Die brauchten uns nämlich sehr.

Als ich nach zwei Jahren dann drohte, dass es mir zu blöd wird, und ich nicht mal kündige, sondern schlicht keinen neuen Vertrag unterschreibe und mich in der Industrie umsehe, bekam ich *schwupps* eine Stelle für mehrere Jahre. Und wisst Ihr, was für eine Stelle ich damals bekam? Eine Postdoc-Stelle. Bevor mir die Uni damals die Promotion mit dem Vorwand einer komplett falschen Dissertation ablehnte, war nicht nur in den Promotionsprüfungsunterlagen bereits „bestanden” eingetragen, sondern der „Doktorvater” hielt meine Promotion schon für so sicher und unausweichlich, dass der mich schon auf eine DFG-Postdoc-Stelle setzte, die strikt nur an Promovierte vergeben werden durfte, weil ich ja ein Sicher-bald-Promovierter sei.

Wir waren damals und als Informatiker noch in der Situation, uns durchsetzen zu können, was Verträge und Bezahlung anging. Zumindest in gewissem Rahmen.

Gut, nicht alle. Wir hatten auch ein paar Dumme dabei, wir hatten damals einen Kollegen, der zu doof war, seinen PC selbst einzuschalten. Der war wirklich für alles zu doof. Den wollte man loswerden, damit die Stelle frei wird, aber nicht offiziell kündigen, weil sowas Ärger gibt, was hat man gemacht? Schnell promoviert. Dem hat man den Doktor sofort hinterhergeworfen, damit er geht. Den Fähigen aber, die den Laden am laufen hielten, die die Administration gemacht, die Vorlesungen, Übungen, Prüfungen gemacht, den Ghostwriter gegeben haben, hat man zwar volle Stellen verschafft, ihnen aber die Promotion so weit wie möglich verschleppt und verzögert, um sie möglichst lange als Mitarbeiter zu halten.

Was wir damals aber nicht hatten: Dass Leute grundsätzlich auf Konformität erpresst wurden.

Vereinzelt schon, aber generell galt es damals noch als gut, wenn einer eigene, individuelle, originelle Ideen hatte, vor allem eben in der Informatik.

Dieser Konformitätsdruck kam nach meinem Empfinden erst mit den Kanzlern Schröder und besonders Merkel, und der unsäglichen Tante Schavan. (Die und diese fiese Ministeriumsprofessorin Dolores Umbridge in den letzten Harry-Potter-Teilen erinnern mich jeweils an die andere.)

Was man seither aber gemacht hat, war den Markt der Stellen künstlich zu verknappen (oder verknappt erscheinen zu lassen), obwohl der Bedarf an Mitarbeitern ja eigentlich mit jedem einzelnen neuen unfähigen Professor steigt, der seine Aufgaben nicht selbst erfüllen kann, und für die besonders Konformen die Juniorprofessur erfunden.

Letztlich diente das alles einem besonderen Konformitätswettbewerb und damit -druck, den wir damals (vor bzw. bis 1998) und besonders in der Informatik nicht hatten.

Und genau um diesen Druck zu erhöhen und auszuüben hat man dann alles mit Gender- und Gleichstellungstanten vollgepumpt und den linksextremen Pseudostudentenvertretungen überall Mitspracherechte und Vetorechte eingeräumt, damit die jeden Bewerber und Mitarbeiter rauskicken können, der nicht spurt.

DDR 2.0. So baut man marxistische Kader-Universitäten und ideologische Lehren.

Was meint Ihr wohl, wo diese „Wissenschaftsmeinung” herkommt, mit der sie jetzt auf dem Klimafeldzug sind?

Marxisten sind Masochisten. Die machen sich ihre Armut selbst, damit sie sich dann als vom Kapitalismus unterdrückt fühlen können. Die Sorte Deppen, die man politisch braucht, und für deren Produktion man die Universitäten in Schnelle Brüter umgebaut hat.

Jeder, der noch im Ansatz Hirn hat, verlässt den Laden so schnell wie möglich. Immer öfter höre ich von Leuten nach dem Master „bloß weg hier”.

Der Umstand nämlich, dass in der Wirtschaft Fachkräftemangel herrscht und die Firmen die Leute suchen, und an den Universitäten die lausigsten Bedingungen herrschen, sorgen im revolutionären Sinne dafür, dass man zuverlässig nur den inkompetentesten, dümmsten, arbeitsunfähigsten Bodensatz für die Geisteswissenschaften filtriert. Also die, die man für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft als Kader und Ideologieverkünder braucht.

Und die müssen halt unzufrieden sein, sonst geht’s nicht.