Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Noch ein Angriff auf die Wirtschaft

Hadmut
5.9.2019 1:45

Also ob’s nicht so schon schlimm genug wäre,

setzt Franziska Giffey, Frauenministerin und Bundesplagiatrice von Merkelkomas Gnaden, die Fleischwerdung des Frauenquotenbetrugs, zum nächsten Schlag an: Sie will die Frauenquoten gesetzlich verschärfen, meint das Handelsblatt.

Hat ihren Doktor gepfuscht, aber meint, die Wirtschaft brauche mehr von ihrer Sorte. Oder umgekehrt, ihre Sorte brauche mehr Wirtschaft. Methode kann nix, aber überall rein.

Das Führungspositionengesetz schreibt seit 2016 vor, dass die etwa 100 größten börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen mindestens 30 Prozent der Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen müssen. Für zahlreiche weitere Firmen schreibt es vor, sich selbst Zielgrößen für den Frauenanteil in Vorstand und anderen Führungsgremien zu geben. Mit der Novelle solle nun eine Sanktion für solche Unternehmen kommen, die keine Zielgröße nennen oder als Ziel null Frauen angeben und dies nicht begründen.

„Das wird eine Geldbuße sein“, sagte Giffey. Diese müsse eine „empfindliche Größenordnung“ habe. Es gebe dank des Gesetzes mittlerweile einen Frauenanteil von über 30 Prozent in den Aufsichtsräten. „Aber wenn wir in die Vorstände schauen, dann wird es schon viel schwieriger.“

Ehhhhjaaaaa …. dann wäre es offiziell, dass Frauen ein sogenanntes „kleineres Übel” wären. Und auch bei völliger Inkompetenz (und plagiierten Doktorarbeiten) Gehälter knapp unter der Geldstrafe aushandeln können.

Da passt es mehr als perfekt, dass eine amerikanische Feministin und Professorin für Politikwissenschaft erläutert, was hinter der Frauenquote in Vorständen eigentlich steckt, weil sie sich daran stört, dass Dummfeminstinnen sich mit Hausgewalt- und Sexbelästigungskleinkram abgeben:

Feministische Front im Klassenkampf

Der Feminismus muss den Sturz der Konzernmacht anstreben, statt ihr ein weibliches Antlitz zu verleihen. Nancy Fraser im Gespräch.

Artikuliert wird diese neue feministische Welle unter anderem in dem berühmten Manifest Feminismus für die 99%. Danach ist der Feminismus keine Alternative zum Klassenkampf, sondern vielmehr eine maßgebliche Front im Kampf um eine Welt, die frei ist von Kapitalismus und allen Formen der Unterdrückung. Nancy Fraser ist Co-Autorin dieses Manifests. […]

Was genau ist Feminismus für die 99 Prozent, und warum schreiben Sie solch ein Manifest gerade heute?

Das Manifest ist eine kurze Schrift, die eher populär und zugänglich sein soll als akademisch. […]

Das Manifest zielt darauf ab, einen neuen Weg für die feministische Bewegung zu formulieren, die in den letzten Jahrzehnten von einem liberal-konzernfreundlichen Flügel beherrscht wurde, in den Vereinigten Staaten personifiziert durch Hillary Clinton.

Dieser Feminismus ging von Fach- und Führungskräften aus, einer Klasse relativ privilegierter Frauen der Mittelschicht oder oberen Mittelschicht, die hochgebildet und überwiegend weiß waren und die es in der Welt der Wirtschaft, des Militärs oder der Medien zu etwas bringen wollten. Sie hatten sich vorgenommen, in den Unternehmenshierarchien aufzusteigen und genauso behandelt zu werden wie die Männer ihrer eigenen Klasse, mit derselben Bezahlung, demselben Prestige. […]

Zunächst meine ich, wir müssen den Klassenkampf neu definieren. Unser Bild vom Klassenkampf ist ebenfalls in den 1930er Jahren verwurzelt: der weiße männliche Industriearbeiter mit Gewerkschaftsbuch. Ich würde aber sagen, dass die Kämpfe um die gesellschaftliche Reproduktion auch Klassenkämpfe sind. Denn Produktion und Industriearbeit sind nur möglich, wenn jemand die Arbeit rund um die Produktion und Erneuerung der Arbeitskräfte übernimmt und sich um die nächste Generation kümmert, die sie ersetzen wird. Gesellschaftliche Reproduktion ist für die kapitalistische Produktion unabdingbar.

Die Arbeit, die diese Menschen hervorbringt und das Zusammenleben formt, ist genauso Arbeit wie die Arbeit in den Fabriken. Klasse entsteht nicht nur durch Arbeitsbeziehungen in der Fabrik, sondern auch durch Beziehungen der gesellschaftlichen Reproduktion, mit der Arbeitskräfte produziert werden. Das alles gehört daher mit zum Klassenkampf. […]

Ob ein Thema als politisch eingeordnet wird, ist oft davon abhängig, ob es als wirtschaftliches Thema durchgeht. Den Kräften des Kapitals zufolge sollten alle Belange rund um den Arbeitsplatz von den Märkten, den Chefs entschieden werden; das seien keine Themen für demokratische, politische, kollektive Selbstbestimmung, heißt es. Zwischen dem, was private Kapitaleigentümer entscheiden, und dem, was demokratische Mehrheiten entscheiden, gibt es eine klare Abgrenzung.

Merkel liegt im Wirtschaftskoma, liegt da in breitbeiniger Duldungsstarre und es kommt keiner, und Giffey gibt der Industrie noch einen Todesstoß, indem sie per Gesetz Frauen in die Vorstände drückt, die schon per Frauenquote und Politik in die Auswahl kommen und das Ziel haben, den Kapitalismus im Allgemeinen und die Firma, deren Vorstand sie werden, im Besonderen im Rahmen ihres Klassenkampfes zu besiegen und vernichten.

Tolle Regierung.