Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Schwarzer Kritiker gegen Feminismus

Hadmut
14.9.2013 0:07

Sehenswertes kurzes Video, auf das mir gerade ein Leser einen Link geschickt hat.

Angeblich von 1981. Eine Feministin versucht, sich in der üblichen Weise als Beschützer der Minderheiten gegen das Feindbild des weißen Mannes aufzuspielen und – wie der Feminismus nach meinem Wissensstand entstand – bei der Unterdrückungsposition der Schwarzen in den USA trittbrettzufahren und sich als ebenso wie die Schwarzen unterdrückt auszugeben, und bekommt, was sie verdient, nämlich eine deftige Ladung Kritik von Thomas Sowell. Der will ganz offenbar von ihr nicht verteidigt werden und hält das für ziemlichen Blödsinn, was die da erzählt. Recht hat er:


15 Kommentare (RSS-Feed)

Georg
14.9.2013 3:29
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Gerade was den im Video erwähnten Gehaltsunterschied nach ethnischer Herkunft betrifft, empfehle ich immer diese Grafik.

Wenn es stimmt, dass man an Einkommensunterschieden eine strukturelle Diskriminierung ablesen könnte, müsste man schließen, dass nicht die Weißen, sondern die Asiaten alle unterdrücken. Die verdienen nämlich am meisten.


Hadmut
14.9.2013 9:45
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🙂


ST_T
14.9.2013 15:55
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@Georg

Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Gerade im Fall von Amerika kam doch 2008 erst heraus, dass der angeblich achso-große Gender Wage gap eigentlich nicht bei 23%, sondern im niedrigen einstelligen Bereich liegt, wenn überhaupt. Der Grund dafür war derselbe wie auch in Deutschland, nämlich dass nur die Rohdaten verwendet wurden. Nicht einberechnet wurden etwa Überstunden von Männern. Nicht einberechnet wurde Position sowie Arbeitserfahrung. Nicht einberechnet wurde Qualifikation, und und und…

Ich kann mir daher gut vorstellen, dass es hier ebenso eine einfache Statistikfälschung ist, wobei die Grundtendenzen stimmen mögen.

Ich möchte im Zuge der Thematik übrigens noch auf folgenden Absatz und dem dazugehörigen Link hinweisen:

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/VerdiensteArbeitskosten/VerdienstunterschiedeMaennerFrauen/Aktuell_Verdienstunterschied.html

Wohlgemerkt: Offiziell wird von 22% Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern ausgegangen:

“Demnach lassen sich gut zwei Drittel des unbereinigten Gender Pay Gap auf strukturelle Unterschiede zurückführen: Die wichtigsten Gründe für die Differenzen der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste waren Unterschiede in den Branchen und Berufen, in denen Frauen und Männer tätig sind, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Darüber hinaus sind Frauen häufiger als Männer teilzeit- oder geringfügig beschäftigt.

Das verbleibende Drittel des Verdienstunterschiedes kann nicht durch die arbeitsplatzrelevanten Merkmale erklärt werden. Dieser sogenannte bereinigte Gender Pay Gap lag 2010 bundesweit bei 7 % (unbereinigter Gender Pay Gap 2010: 22 %). Das heißt, dass Frauen bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit pro Stunde durchschnittlich 7 % weniger als Männer verdienten. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der bereinigte Gender Pay Gap möglicherweise geringer ausgefallen wäre, wenn weitere lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten. So lagen beispielsweise zum individuellen Verhalten in Lohnverhandlungen oder zu familienbedingten Erwerbsunterbrechungen keine Angaben vor.”

Das heißt also im Klartext, destatis ist zu dumm, eine vernünftige Statistik herauszugeben und beschränkt sich daher auf mediale Kaffeesatzleserei, die aber von den Medien als achso-großes Signal für die Unterdrückung der armen armen Frauen angeführt wird.

Nicht einbezogene Faktoren heißt, der angebliche Gender Pay Gap liegt in Wahrheit noch geringer, wahrscheinlicher ist da eher zwischen 2 und 0 Prozent.


Hadmut
14.9.2013 16:13
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Auch bei den europäischen und deutschen Gender Pay Gap “Berechnungen” werden die gleiche Qualifikationen verglichen, sondern nur formal gleiche Abschlüssel. Nach dem Schema Frau mit irgendeinem Diplom wird mit Mann mit irgendeinem Diplom verglichen, weil “Diplom” formal der gleiche Abschluss sei und damit die Arbeit vergleichbar sein müsse.

Was der in der Zwischenzeit an Berufserfahrung hat, in welchem Fach der ist, was der kann und leistet, wird überhaupt nicht betrachtet. Die ganzen Vergleiche sind fingiert.


Knut
14.9.2013 17:54
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@ST_T

So einfach ist das nun auch nicht. In bestimmten Branchen werden Frauen einfach nicht eingestellt. Und zwar mit dem Spruch, dass die Dame doch überqualifiziert ist und sich dann sicher wo anders bewirbt. Dasselbe gilt für zu Alte, zu Dicke und überhaupt Leute, die man nicht kennt.

Die Destatis-Statistik ist sicherlich daneben, aber sie fängt auch den Aspekt ein, dass gut bezahlte Jobs nicht nur nach Fähigkeiten vergeben werden. Wenn ich nicht gerade einen Konjunkturschwung erwische, ist für mich der Einstieg in Großbetriebe, wie Daimler, BMW, Bosch und Siemens nicht möglich, da ich älter als 35 bin. Es ist völlig egal, das ich ja noch locker zwei Jahrzehnte zur Rente habe und kaum eine Jobbeschreibung so lange bestand hat. Möglich wäre es nur, wenn ich ein Spezialistenprofil nahezu perfekt ausfülle. Das ist aber im technischen Bereich fast nur mit einem Wechsel von der Konkurrenz möglich.


ein anderer Stefan
14.9.2013 19:31
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Im öffentlichen Dienst gibt es beispielsweise (zumindest auf dem Papier) keinerlei Unterschiede zwischen den Geschlechtern – bei gleicher Qualifikation und gleichlanger Betriebszugehörigkeit gibt es gleiche Bezahlung. Dass einige Arbeitgeber bei der Einstufung der Tätigkeit an sich bescheißen, ist eine andere Frage. Der öD ist kein kleiner Sektor in Deutschland, es wäre mal interessant, diese Zahlen auch nach Sektoren zu betrachten.


FullxD
14.9.2013 20:24
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Joe
14.9.2013 23:48
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Der Gender Pay Gap beträgt 23 %, allerdings zugunsten von Frauen. Denn letztere werden für weniger Arbeit besser bezahlt als Männer.

Die permanente Propaganda dient der gezielten Ablenkung davon.


kokko
15.9.2013 1:25
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was ich bei destatis (bzw bei bundes und landesämtern für statistik schlimm finde:

1. sie haben den gesetzliches zwang hinter sich aber wollen dennoch die befragten shonen weswegen -wie schon angeführt wurde- daten die wichtig wären nicht erhoben werden um die befragung(szeit kurz zu halten

2. trotz des gesetzlichen zwanges (= einer möglichkeit die man sich bei einer wissenschaftlichen befragung nur wünschen kann) gibt es so gut wie keine kontrolle der gesendeten daten sondern nur prüfung der plausibilität* (dh nur prüfung dass die daten nicht komplett vom möglichen abweichen)

der gesetzliche zwang wird nur umgesetzt wenn es zu einer totalverweigerung der datenmeldung kommt

es gibt keine kontrollen ob überhaupt die richtigen, vollständigen bzw ungefälschte daten gemeldet werden da man angst hat die auskunftsPFLICHTIGEN zu vergraulen!!!!

dh wenn das einkommen von höheren angestellten abgefragt wird und man nach vorgabe des statistischen amtes bspw jeden 3.beschäftigten aus den personalakten nehmen soll aber dann ist da der oberste cheffe dabei, dann kann man den einfach so mal mit einem anderen austauschen der nicht ganz so wichtig ist aber noch genug verdient, dass das amt befriedigt ist. oder wenn man nach dem schlüssel jeder 3. dann 4führungspersonen melden müsste aber laut betriebsgröße reicht die meldung eines einzigen – ja na dann meldet man auch nur maximal einen. muss ja schließlich nicht jeder wissen wieviel die ganzen hohen tiere im betrieb alle verdienen…

[*bei der prüfung auf plausibilität (zb hr X verdient 1000euro und zahlt 600an steuern -> unplausibel muss nachgefragt werden warum so viel) wird teilweise bei meldungen dass was unplausibel ist in einigen ämtern dann nicht bei den betreffenden personen/betrieben/vereinen etc nachgefragt sondern die daten einfach vom bearbeiter so geändert dass keine meldung mehr kommt. einfach weil das sehr viel zeit spart wenn man es einfach so quer übern daum selber anpasst als wenn man stattdessen bei 1000befragten sich telefonisch erkundigt was bei ihnen sache ist]

3. es werden hin und wieder daten abgefragt die der zu befragende personenkreis gar nicht hat was dann erst bei prüfung der gesendeten daten auffällt obwohl (von externen firmen) pre-tests durchgeführt werden – welche aber anscheinend, wenn sowas passiert sehr schlechte arbeit leisten

4. teilweise ist noch bei prüfung der gesendeten daten (dh nach entwurf – pretest etc) bei bestimmten items immer noch nicht wirklich klar was nun wirklich bei bestimmten items abgefragt ist/bzw dort eingetragen werden soll. bspw wird gefragt ob bei Z a) oder b) gilt bei der prüfung der gesendeten daten fällt dann einem sachbearbeiter auf (zb durch internetrecherche oder durch gespräche mit den auskunftspflichtigen), dass es bei Z allerdings nicht nur a) b) sondern noch c) und eigentlich viel häufiger als alle anderen noch zustand d) gibt -> welcher aber eigentlich gar nicht “bekannt”/vorgesehen war

gibt dann sehr regen austausch zwischen den landesämtern und dem bundesamt (die den ganzen schrutz koordinieren) was denn dann nun da gemacht werden soll und hat wenn was feststeht dann die folge dass man dann bei allen Xtausend befragten die teilgenommen haben anrufen muss um die daten abzuklären (zumindest für das eine item – aber meist muss man sowieso einiges noch nachfragen)

mehr fällt mir grad nicht ein

also falls man dachte dass das ja dort in den statistischen landes und bundesämtern profis machen – die ja sich nur mit der erstellung von statistiken beshäftigen und das ganze dann dort ordentlich reibungslos und immer so ganz abläuft wie man sich das von der erhebung guter daten wünscht – dann hat man sich getäuscht. und wenn bei der erhebung der daten dann schon hin und wieder mal was nicht ganz passt was dann irgendwie passend gemacht wird (oder so ähnlich) da kann die auswertung noch so toll sein…


kokko
15.9.2013 1:30
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hinweis zum “gesetzlichen zwang” wie ich es oben schwammig formuliert habe:

die statistischen ämter haben den gesetzlichen zwang dahingehend auf ihrer seite dass befragte von den statistischen ämtern gesetzlich verpflichtet sind die angefragten daten wahrheitsgemäß bereitzustellen (= sie sind meldepflichtige)

man kann sich weigern seine daten zu melden muss dann aber zT einige tausender an strafe zahlen


ST_T
15.9.2013 2:12
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@Knut
Das sind zwei vollkommen andere Themenkomplexe die Sie nennen und die mit meiner Argumentation nichts zu tun haben. Ich habe lediglich belegt, dass es den vermeintlichen Gender Wage Gap nicht gibt, er ist ein konstruierter Mythos. Selbst wenn es ihn gibt, so ist er vernachlässigbar und kann mitunter schon von Branche zu Branche unterschiedlich sein.

Die Destatis-Statistik sagt nämlich absolut gar nichts aus! Sie berechnet weder Überstunden (die vorwiegend Männer betreffen), noch mütterliche Auszeiten (die vorwiegend Frauen betreffen). Sie berechnet weder Arbeitserfahrung, Qualifikation, noch überhaupt irgendeinen RELEVANTEN Faktor ein außerhalb des Bruttolohnes. Dahingehend ist Ihre Aussage, sie würde etwas über die vermeintlich “gut bezahlten Jobs” aussagen, falsch.

Nur mal ein Beispiel: Deutlich mehr Frauen als Männer arbeiten in Teilzeit. Nur die Gründe dafür sind übrigens auch laut destatis umstritten und variieren schon von Bundesland zu Bundesland:

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Arbeitsmarkt/Aktuell.html

Den größten Anteil aber hat die Pflege von Familienangehörigen und Kindern, wenn man das bundesweit betrachtet. (51%). 19% hingegen arbeiten gerade einmal deswegen verkürzt, weil sie keine Vollzeitstelle finden. Aber auch hier sind mehrere Dinge zu hinterfragen:
1.) Ist die Pflege bzw. Mütterzeit freiwillig gewählt oder vorgegeben oder hat sie etwas mit den Umständen der Frau zu tun?
2.) Wie ist denn die Qualifikation der Frauen, die ja keine Vollzeitstelle finden?

Der Kernpunkt hier ist, dass sich nicht einfach von einer Umfrage auf eine zugrunde liegende Diskriminierung schließen lässt, was aber nicht heißt, dass ich einen solchen Fall nicht ausschließe. Leider aber unterscheidet die deutsche Presse vorwiegend herzlich wenig zwischen solchen Zahlen und einer kritischen Hinterfragung, da sie selbst im besten Falle nur als Hofberichterstatter fungieren. Es hat sich eine unkritische Generation von dpa/Agenturmeldungs-Verbreitern unter den Journalisten eingenistet, die absolut GAR NICHT hinterfragt mit was sie es zu tun hat.

Spätestens dann wird die Frage extrem kritisch sollte sich herausstellen, dass Frauen generell dazu neigen sollten, sich ihre Teilzeit freiwillig auszusuchen weil sie lieber von dem Lohn bzw. Unterhalt ihrer Männer leben wollen. Ich nenne es lediglich als mögliche Hypothese.

Ganz genauso könnte ich hingehen und behaupten, Jungs wären generell dümmer da sie schlechtere Schulabschlüsse erwerben als Mädchen. Dabei wird auch weder soziale Situation noch persönliche Problematik, Schulstruktur, Lehrerverhalten, usw. mit einberechnet.
Es ist lediglich eine Korrelation und eben keine Kausalität wie ja so gerne behauptet wird.

Ihre Problematik hingegen betrifft ja nicht nur Sie, sondern allgemein bestimmte (ich nenne es hier so, ist wertneutral gemeint) Menschentypen.

Und wenn Sie bereits schreiben, dass es Menschen über 30 betrifft, so gehe ich von Altersdiskriminierung und nicht von Geschlechtsdiskriminierung aus, wobei hier auch immer im Einzelfall genau überprüft werden müsste, wo es denn Diskriminierung und wo es (eventuell) eigenes Verschulden ist.

Da bezweifle ich kaum, dass es das gibt, aber auch hier ist vorwiegend Eigeninitiative gefragt. Sollte man hier nichts finden, im Ausland suchen sie händeringend Fachkräfte und bezahlen mittlerweile sogar mehr. Übrigens ein heute vielfach verschwiegenes Problem ist ja die Diskriminierung jüngerer Arbeitnehmer. Da wird dann unter der angeblichen “mangelnden Erfahrung” ein vernünftiger Vollzeit-Arbeitsvertrag vorenthalten oder etwa eine adäquate Bezahlung.

Merke: Diskriminierung gibt es, weil die Wirtschaft immer weniger an staatliche Regeln gebunden ist und sich nur nach ihren eigenen Interessen richtet. Da man ältere, erfahrene Arbeitnehmer höher bezahlen müsste versucht man diese auszubooten. Nur braucht man keinen zweiten Kommunismus, wohl aber eine zweite, funktionierende soziale Marktwirtschaft.


kokko
15.9.2013 2:13
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btw hier https://www.youtube.com/user/manwomanmyth/videos?flow=grid&sort=da&view=0

hab bisher nur gender wage gap
(https://www.youtube.com/watch?v=WpQsLxUwXcY)
und
domestic violence (https://www.youtube.com/watch?v=w5AOj6EhRuY)geschaut (welche beide sehr große themen der feministen sind) fands aber bisher sehr unterhaltsam


Bud
15.9.2013 14:08
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@Knut
> In bestimmten Branchen werden Frauen einfach nicht eingestellt. Und zwar mit dem Spruch, dass die Dame doch überqualifiziert ist und sich dann sicher wo anders bewirbt. Dasselbe gilt für zu Alte, zu Dicke und überhaupt Leute, die man nicht kennt.

Und dasselbe gilt auch für Männer. So, what’s the point?

> Wenn ich nicht gerade einen Konjunkturschwung erwische, ist für mich der Einstieg in Großbetriebe, wie Daimler, BMW, Bosch und Siemens nicht möglich, da ich älter als 35 bin.

Nun, junge Menschen sind quantitativ leistungsfähiger, weniger schnell erschöpft, und sie sind leichter steuerbar, weil ihre Erziehung zum Untertan, von der sie sich erst noch emanzipieren müssen, noch nicht so lange zurückliegt. Durchaus verständlich, daß Unternehmen lieber solche jüngeren Leute einstellen. Ältere können zwar mit mehr Erfahrung punkten. Das scheint aber kaum noch wertgeschätzt zu werden.


Joe
15.9.2013 17:56
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Das sind zwei vollkommen andere Themenkomplexe die Sie nennen und die mit meiner Argumentation nichts zu tun haben. Ich habe lediglich belegt, dass es den vermeintlichen Gender Wage Gap nicht gibt, er ist ein konstruierter Mythos. Selbst wenn es ihn gibt, so ist er vernachlässigbar und kann mitunter schon von Branche zu Branche unterschiedlich sein.

Selbst wenn es ihn gibt, ist er andersrum:

– Frauen arbeiten generell weniger (“Teilzeit”), außerdem siehe Erwerbsquote

– Frauen werden für diese wenige Arbeit besser bezahlt als Männer (die bekommen diese Jobs erst gar nicht)


Knut
16.9.2013 14:51
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@ST_T

Das es die Lohndiskriminierung nicht gibt, finde ich nicht belegt. Allerdings auch nicht, dass es sie gibt.

Ich habe aber bei meiner Frau erlebt, was da für ein Blödsinn erzählt wird, wenn es die Qualifikation nicht hergibt. Da kommen die bei einer Dr.ing. mit fehlenden Toiletten. Das die Sekretärinnen und sonstigem Bürokräfte im oberen Stockwerk damit auch kein Problem haben, kommt denen nicht in den Sinn. Da ging es nicht um Teilzeit.

Es kann ja sein, das Teilzeit die Statistik verfälscht. Es ist aber halt auch so, das sich bestimmte Männer nicht vorstellen können, bei einer Frau nachfragen zu müssen. Da ist das blödeste Argument für eine Nichteinstellung nicht zu schade. Lieber ein Halbfähiger, aber mit Schniedel dran. Wenn man nur Eingestellte, mit gleicher ERA-Einstufung zählt, fliegt dieses Problem aus der Statistik und die ist andersrum gefälscht.

Die Beispiele sollten das Problem nur mit anderen Arten der Diskriminierung illustrieren. Ich habe schon erleben müssen, wie ein Dressman zum Entwicklungsleiter wurde und selbst nach mehreren Katastrophenprojekten nicht geschasst wurde. Wahrscheinlich machte der sich halt gut auf der Firmenwebseite.

Insgesamt ist die “Teilzeit bei vollem Lohn Mafia” im öffentlichen Dienst natürlich der Grund für viel Unmut. Da bekommen die unteren Chargen richtig gut den Hintern abgewischt und es sind mehr Frauen als Männer. Nur zur Info: Die mittleren haben gegenüber der Industrie Vor- und Nachteile, das hält sich die Waage, solange man nicht krank wird. Die Oberen, also hohe Beamte und Politiker, fallen in eine Sonderkategorie der Statistik. Sind aber zumeist Männer.