Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Berliner Humboldt-Universität

Hadmut
12.4.2013 0:09

Ort des Intellekts, der Meinungsvielfalt, des intellektuellen Disputs, der Rhetorik, des Rede- und Wissenschaftsfreiheit, kurz eine Elite-Universität auf dem Niveau von Harvard, wo unsere künftige geistige Elite herausgebildet wird. Intelligenz ist ja unser einziger Rohstoff.

Scheint zunehmend Methode zu werden, nur noch den reden zu lassen, der exakt das sagt, was man hören will. Da passt ja mal wieder alles zusammen. Wie toll, dass wir die da noch mit unseren Steuergeldern alimentieren.


26 Kommentare (RSS-Feed)

Fx
12.4.2013 0:31
Kommentarlink

Hä? Wenn es eine dominierende Meinung gibt, dann doch die genormten Fertiggerichte, die uns die Mainstream-Presse vorsetzt. Darin wird per Neusprech nicht nur die Familienzerstörung als Familienpolitik oder die Gender-Verdummung als wissenschaftliche Bildung umetikettiert, sondern eben auch Kriege in humanitäre Interventionen oder Waffenlieferungen als Entwicklungshilfe o.ä.

Ich bin froh, dass es Studenten gibt, die diesen Einheitsbrei hinterfragen. Und von wegen “Disput”: hier ging es um keinen solchen, sondern um einen Vortrag. Bei einer Diskussion hätte ich die Reaktionen anders bewertet.

Mir gefällt definitiv nicht alles, was die offenbar ziemlich antideutsch eingestellten Demonstranten skandierten. aber dass sie demonstrierten finde ich klasse – gerade in einer Zeit, in der sich viele Proteste in ein paar Like-Klicks erschöpfen.


Fx
12.4.2013 1:16
Kommentarlink

Apropos Familienzerstörung und Gender-Verdummung. Das Interview hier ist wirklich gut: Prof. Günter Buchholz (Initiator der Frankfurter Erklärung) über Frauenquote, Gender-Mainstreaming und postmoderne Soziologie:

Teil 1: http://www.heise.de/tp/artikel/38/38844/1.html
Teil 2: http://www.heise.de/tp/artikel/38/38845/1.html


Debe
12.4.2013 1:18
Kommentarlink

Ich empfinde das Ausbuhen nicht als eine gute Methode, andererseits sehe ich keinen Grund, einen Politiker eine ideologische Rede im wissenschaftlichen Rahmen halten zu lassen. Gerade die Minister haben genug Gelegenheit, sich öffentlich zu äussern, muss das denn gerade auch in den Ausbildungsstätten sein, als Verlängerung des Programms “Bundeswehr an den Schulen”?

Ich finde es auch nicht ehrlich von ihm, sich über die entgangene Diskussionsmöglichkeit zu beklagen. Eine freie Diskussion war beim genannten Thema doch durch die Formulierung schon quasi ausgeschlossen, Propaganda-Beschwallung und Politikerbeweihräucherung waren eher zu erwarten.

Wenn Maiziere Wahlkampf machen will, soll er seine Reden öffentlich halten, gerne; Universitäten sind nicht das Umfeld dafür.


Georg
12.4.2013 1:49
Kommentarlink

Ja Schade, er hätte erklären können warum der Drohnenkauf nach der “Wahl” besser für die BW ist. Jetzt werden wir es nie erfahren…


Full xD
12.4.2013 2:07
Kommentarlink

Wer willkürlich über Kommentarseiten herrscht, ist sich nicht zu schade, selbstgerecht diejenigen zu verurteilen, welche Kriegsverbrecher ausbuhen.


O.
12.4.2013 2:20
Kommentarlink

Was soll das Politikergeschwafel von
“Schieß-mich/DICH-tot-Minister” de Maizière?

Kannst ja mal eine Woche lang Femschwafelei hier auf Deinem Blog als Gastbeiträge veröffentlichen.
Falls Du Deine Hirn-Krätze-Pickel überlebst, kannst Du den Spruch nochmal bringen. 😛

Das Politiker-Gesabber hat man via Medien oder Bundestags-Liveübertragung schon genug. Die Propaganda in der Uni muss ja nun nicht auch noch sein.

Meinungsfreiheit: ja!

Soll er halt ein Buch schreiben, aber die Unis nicht auch noch im real life vollsabbern.


Man muss immer wieder betonen, dass solche Rede- und Meinungsverbote nur eine Richtung kennen:

* pro-homo
* anti-hetero
* pro-frau
* pro-feminismus
* anti-militär
* pro-alleinerziehend
* anti-leistung

Und diese Denkverbotsrichtung ist nicht zufällig, sondern hängt mit dem Influx an Frauen zusammen. Alles, was Frauen “irgendwie nicht ganz so dolle finden” wird verboten.

Die Zustände im oben erwähnten Artikel spielen die die aktuelle Verweibung und Durchweibung der Diskussionskultur wider, selbst wenn es Männer sind, die letztendlich schreien.

Wer Frauen ernst nimmt, wird Zensur ernten. Siehe auch Piratenpartei.


Heinz
12.4.2013 5:55
Kommentarlink

Das scheint dort ein linksextremes Klientel gewesen zu sein (schließe ich aus den Parolen) – in den Kommentaren wurde das glücklicherweise größtenteils nicht gut gehießen:

“7. Als Student

der mit der Außenpolitik dieser Regierung aus vielen Gründen nicht einverstanden ist, finde ich es nicht gut, wenn so etwas geschieht. Universitäten sollten ein Ort des wissenschaftlichen Argumentierens sein, man glaubt es kaum. Ein Beispiel dafür, wurde hier aber nicht geliefert.”

“15. ‘so geht Demokratie’ NICHT!

‘Die Studenten haben ihm gezeigt,
so geht Demokratie und wir sind Teil dieser Demokratie!’

Also ich halte fest, für sie ist Demokratie das Niederbrüllen des anderen, das verhindern seiner Meinungsäusserung.

Na vielen Dank aber auch.”

“11. Beherrscht der Schreihals die Diskussion?

Es ist sehr bedauernswert, dass demokratisch gesinnte Studenten nicht gegen einen so eklatanten Missbrauch der Redefreiheit protestiert haben und die Störer zurechtgewiesen haben.”

“13. Man muss was Herr de Maizière sagt nicht mögen…

…aber man sollte ihn ausreden lassen.”


“Berlin ist nicht überall.”
Doch, Berlin ist überall! Das ist ja das Problem. Berlin hat die DDR schon ruiniert und schafft das jetzt auch mit dem Rest. Alles wurde nach Berlin gepumpt, rücksichtslos.

Diese “Studenten” sind aufgehetzte linksrothgrüne(sic) Pfeifen, die nur die herrschende Ideologie des Deutschlandhasses wiedergeben und nur diese gelten lassen und keine Argumente hören wollen. Diese Universität war eine der Keimzellen der ’68er. Die Verdummten wollen andere verdummen.

Deutschland soll also nie wieder Krieg führen, außer Kriege, die Israel oder die Vereinigten Staaten von Amerika wünschen.

Was hat de Maizière in Berlin zu suchen? Berlin hat Sonderstatus.

Carsten

„Ich war gemeinsam mit der Delegation in Hannover und kann Ihnen sagen: Das was wir dort gesehen und beobachtet haben, und das, was man in der westlichen Presse zu lesen bekommt – ebenso wie die Querverweise in unserer Presse – das sind zwei Paar Schuhe”
Wladimir Jakunin, Hannovermesse 2013


Herrmann
12.4.2013 8:14
Kommentarlink

Unfreiheit ist immer die Unfreiheit des Andersdenkenden.

Das haben diese Studierenden schon gut verinnerlicht. Auf zur nächsten deutschen Diktatur.


Johanna
12.4.2013 9:25
Kommentarlink

@Fx: Ich nehme Ihren Kommentar mal beispielhaft für viele der anderen zu diesem Thema zu lesenden Kommentare – nicht nur in diesem Blog – heraus, nehmen Sie es daher bitte nicht persönlich:

“Mainstream-Presse”, “Neusprech”, “Familienzerstörung”, “Gender-Verdummung”. Sie schaffen es, gleich vier (bei genauerer Betrachtung sich als überwiegend inhaltsleer, da individuell und nach Belieben definiert und konnotiert, herausstellende) Schlagworte aneinanderzureihen. Und das in ganzen fünf Sätzen. Welch Nicht-Leistung!

Sie finden es nicht toll, dass eine Person mit Meinung A gewaltsam von der freien und ungestörten Rede abgehalten wird, finden es aber im selben Satz sehr wohl “klasse”, dass andere sich trauen diese Gewalt überhaupt erst anzuwenden. In anderen Worten sind sie dafür und gleichzeitig dagegen und geben vor, genau zu wissen, wogegen und wofür, was sie aber in Wahrheit gar nicht wissen, sondern lieber hinter Schlagworten verbergen. Am Ende haben Sie mit so einer Haltung natürlich immer Recht gehabt, denn Sie haben ja stets alle Positionen gleichzeitig vertreten. Das ist eigentlich genau das, was die Vertreter der Piratenpartei den ganzen Tag lang tun. In anderen Worten: Sie haben viel geredet, aber eigentlich gar nichts gesagt. Nur nicht konkret werden! Aber wehe, jemand anderes tut das auch – das ist dann “typisch” für diese Anderen und man hat es ja eh nicht anders erwartet…

Entweder, de Maizère hätte reden dürfen oder eben nicht. Aber zu sagen, er hätte reden dürfen UND es ist gut, dass er niedergebrüllt wurde, das ist in meinen Augen absolut keine Haltung. Das läuft nämlich im Kern darauf hinaus, dass “Protest” mit “Gewalt” gleichzusetzen wäre.


c.k.
12.4.2013 9:37
Kommentarlink

@FX
Diese Studenten hinterfragen gar nicht. Ich kenne die Bande, die HU ist meine Alma Mater. Die haben ihren linksradikalen Einheitsbrei im Kopf. Der erscheint Ihnen jetzt zufällig kritisch, weil er von dem abweicht was Sie so als Mainstream wahrnehmen. Das ist so ein strunzdummes Volk, die plappern einfach blind nach, was auf Indymedia Mainstream ist.

Der Redner ist Minister einer repräsentativen Demokratie, die Uni hat ihn eingeladen, wir haben in Deutschland eine auf Freiwilligkeit beruhende Parlamentsarmee. Wenn man den schon niederbrüllt, einfach weil man seine Meinung ablehnt und das wofür er steht, dann mal gute Nacht.


ReVolte
12.4.2013 10:57
Kommentarlink

Weiß jemand was Kommentar 2 zum Inhalte hatte? Wurde zensiert, erhielt aber immerhin 109 Empfehlungen. Es war einmal Meinungsvielfalt bei DIE ZEIT.


Full xD
12.4.2013 11:19
Kommentarlink

Permanent wird gegen den Willen der große Mehrheit der Bevölkerung und mit unzähligen Milliarden ihrer Steuergeldern Kriege geführt gegen irgendwelche Kanakenvölker am Arsch der Welt. Die Benzinpreise steigen trotzdem immer weiter. Heute herrscht nicht mehr die irrationale Begeisterung, wie einst bei der Sportpalastrede. Wobei die Friedensbewegung seit den 1980ern viel kleiner geworden ist, als noch ein Atomkrieg in Deutschland drohte.

Wenn Oberstleutnant Sanftleben eine Rede hält, buht ihn niemand aus. http://youtu.be/4MGwqfPbpyM


ReVolte
12.4.2013 11:22
Kommentarlink

Die Bundeswehr sollte sich in Awareness Team umbenennen.


Michael Klein
12.4.2013 12:27
Kommentarlink

Wer daran gezweifelt hat, dass die HU eine Kaderschmiede und eben keine Uni ist, der hat es nun Schrei auf weiß. Wissenschaftlicher Nachwuchs an der HU-Berlin zeichnet sich offensichtlich dadurch aus, dass er schon alles weiß, keinen Respekt, keinen Anstand und vor allem keine Intelligenz hat (denn, die braucht man um zu wissen, was schon Sokrates wusste, dass man nämlich nichts weiß). Wir sehen hier die Entstehung eines universitären Mobs, der selbst einen Robbespierre das Revolutionieren verleidet hätte. Und dieser Mob ist längst nicht auf die HU-Berlin reduziert (wenngleich die HU ein Hub zu sein scheint):

http://sciencefiles.org/2011/10/30/genderismus-opfer-universitat-trier-verzichtet-auf-wissenschaftliche-freiheit/


Steffen Buhr
12.4.2013 12:48
Kommentarlink

C.T.: Berlin hat die DDR schon ruiniert und schafft das jetzt auch mit dem Rest.

Ich bezweifle, daß irgend etwas anders liefe, wären die in Bonn geblieben.

Steffen


Dieter
12.4.2013 14:02
Kommentarlink

Das Niederbrüllen des Verteidigungsministers vermittelt schon ein extrem erbärmliches Bild von der Diskussionskultur an der HU.
Es erinnert auf fatale Weise an die Agitationen der Nazis in deutschen Hörsälen Ende der 20er /Anfang der 30er.

Natürlich ist die Frage berechtigt, was der eigentlich Zweck eines Vortrags des Verteidigungsminister an einer zivilen Hochschule sein soll.
Werbung für eine Karriere bei der Bundeswehr nach dem Studium?
Eher unwahrscheinlich.
Erläuterung der Auslandseinsätze der Bundeswehr?
Dürfte eher was für Politikstudenten sein und wäre auch eher Aufgabe des Außenministers.

Es gäbe sicherlich genügend Anlass Sinn, Zweck und Vertretbarkeit einer solchen Veranstaltung infrage zu stellen.

Allerdings gibt es auch zahlreiche Alternativen seinen Unmut über eine solche Veranstaltung kund zu tun. Angefangen vom wegbleiben oder meinetwegen auch Boykottaufruf bis hin zu Transparenten gibt es zahlreiche Möglichkeiten seine Meinung in halbwegs zivilisierter Weise zu äußern.

Diese Gelegenheit haben aber die Berliner Agitatoren verpasst und sich damit als ernstzunehmender Diskussionspartner endgültig disqualifiziert.


Thomas M.
12.4.2013 22:44
Kommentarlink

Das passt doch wunderbar zu den akademischen Bachelor-Leichtgewichten mit Castingshow-Vollverblödung, die tagsüber Gender Studies studieren, abends im Lesben- und Transenclub abhängen, weil es gerade chic ist, und am Wochenende via “Bang with Friends” ihren Bekanntenkreis verwursten. Und wenn man hinterher keinen Job findet, gammelt man als “digitale boheme” im betahaus herum und nervt da als vermeintliche “Kreative” oder “Aktivisiten” mit Geschwätz alle anderen Leute, die in Ruhe produktiv arbeiten wollen.


O.
12.4.2013 23:14
Kommentarlink

Studenten wollen keine Werbeauftritte von de Maizière
http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2013-04/de-maiziere-uni-proteste


O.
13.4.2013 0:49
Kommentarlink

@Fx:
Danke für die TP-Artikel-Links, sehe ich genauso, daß das Femgeschwafel hauptsächlich eher Mittelschicht bis obere mittelschicht ist, und eute, die sich da gerne dazu zählen wollen (die Proleten-Tussi bzw. Tourette-Piratin z.B. kommt, ihrem Mundwerk nach zu urteilen, ja eher aus dem UnterschichtsGhetto ;-))
Und daß das Thema Niedriglohnsektor ein viel gravierenderes ist, seh’ ich ebenso.
Durchaus interessante Artikel.


O.
13.4.2013 0:53
Kommentarlink

Ach ja, am ende sagt er auch noch, das das rechte Politik ist, und keine linke. Sehe ich auch so.


@Steffen Buhr
Es ist noch in Bonn! Aus Bonn kommen die Gesetze der entscheidenden Ministerien.
Nur das Schwarze Loch ist wieder Berlin.


Yammiyammi
14.4.2013 1:46
Kommentarlink

@ .O “Feminismus ist rechte Politik”

Das hat was, ist aber nicht ganz richtig. Klar geht Diskriminierung in Deutschland historisch meist vom rechten Lager aus.

Es ist aber wichtiger, zu berücksichtigen, dass totalitäres Handeln von jeder Gruppierung ausgehen kann, die genug Macht akkumuliert, um ihre Ziele durchsetzen zu können. Der Stalinismus beruhte beispielsweise auf einer linken Ideologie.

Der Feminismus, was die meisten Strömungen angeht, ist eine totalitäre Ideologie, soweit er einseitig eine Gruppe stigmatisiert (die Männer sind an allem Schuld, sind Unterdrücker..) oder diskriminiert bzw. bevorzugt (um Gleichstellung zu erreichen sollen Quoten eingeführt, durch die Männer gegenüber Frauen benachteiligt werden).

Es ist keine linke oder rechte Politik, sondern eine totalitäre.

Die geforderten Geschlechterquoten für Privatunternehmen sind verfassungswidrig. Falls so etwas kommen sollte, vertraue ich auf das BVerfG, dass es diese für nichtig erklärt. Es gibt ja nur eine Susanne Baer.


Hadmut
14.4.2013 1:56
Kommentarlink

> Es gibt ja nur eine Susanne Baer.

Die reicht aber. Die ist die zuständige Richterin für Hochschul- und Arbeitsrecht, und damit die Berichterstatterin. Zwar ergeht dabei ein Annahmebeschluss von 3 Richtern, bei denen aber zwei praktisch blind dem Berichterstatter folgen. Ist nicht nur an jedem Gericht so, dass eigentlich nur der Berichterstatter weiß, worum es geht, und sagt, was gemacht wird, sondern auch für das BVerfG beschrieben worden.

Mit der Beschwerde kommst Du nicht mehr durch. Susanne Baer blockt alles ab, was nicht feministisch ist.

Deshalb hat man sie da ja installiert. Wegen juristischer Befähigung war’s ganz sicher nicht.


Hier, was gerade an der Georgetown University los ist. Angeblich ist sie ja eine der besten Universitäten der Welt. Dürfte in Sachen Verlinksgrünung sogar vor der Humboldt-Universität liegen:

Eine Angestellte soll 90% aller Bewerbungen von weißen Männern in den Müll geworfen haben. Wegen Cis-Privilegien (z.B. Schachspielen) und so. Für dich von Interesse, Hadmut, könnte sein, wie die Universität Dokumente verschwinden lässt.

http://www.avoiceformen.com/georgetown-university-and-men/georgetown-university-in-a-cover-up/