Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Galoppierede Kundenflucht bei der Telekom?

Hadmut
26.7.2007 15:10

Nun hab ich gerade vor ein paar Tagen Telefon und DSL von Telekom und einem anderen Provider auf Alice umgestellt. Weiterlesen »

Das BMBF, die DFG und die Akteneinsicht

Neulich hatte ich nach dem Informationsfreiheitsgesetz erneut Antrag auf Auskunft/Akteneinsicht beim Bundesministerium für Bildung und Forschung gestellt. Diesmal geht es nicht wie beim ersten Antrag um die Exzellenzinitiative, sondern allgemein um die Vergabe von Forschungsgeldern durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG. Weiterlesen »

Was genau sind eigentlich “Ordnung” und Sortieralgorithmen?

Hadmut
25.7.2007 23:36

Ich habe kürzlich eine beruflich bedingte Zweitwohnung aufgelöst. Unglaublich, wieviel Zeugs sich bei doppelter Haushaltsführung so im Lauf der Zeit ansammelt. Obwohl die aufgelöste Wohnung viel kleiner als die andere war, und ich keine Möbel zurücktransportiert habe, war die andere Wohnung erst einmal mit Krempel vollgestellt. Es hat mich einige Zeit gekostet, den ganzen Krempel man durchzusortieren, auszumisten, aufzuräumen. Das zu tun, was man so gemeinhin als “Ordnung schaffen” bezeichnet.

Dabei sind mir als Informatiker ständig Überlegungen durch den Kopf gegangen, was Ordnung eigentlich genau ist, und welche Parallelen und Unterschiede es zwischen dem “ordnen” (sortieren?) von Daten oder Informationen und dem Aufräumen einer Wohnung gibt – und was denn das ordnen genau ist.
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Adele jetzt in Frankfurt angemeldet

Hadmut
25.7.2007 21:48

Inzwischen bin ich nun auch meiner (diffus schon jetzt, präzise demnächst existierenden) Rechtspflicht zur Archivierung nachgekommen und habe Adele und die Fledermaus unter dem Identifier urn:nbn:de:0107-adele-0-11a9 bei der Deutschen Nationalbibliothek angemeldet.

Hilfe – Meine Foto-Objektive lösen sich auf…

Hadmut
20.7.2007 19:53

Kürzlich ist mir etwas seltsames aufgefallen: Meine Objektive lösen sich auf. Einfach so. Weiterlesen »

Ein Gespräch mit einem Dekan

Hadmut
20.7.2007 18:54

Gestern hatte ich ein zufälliges Gespräch mit dem Dekan einer deutschen Informatikfakultät. Mich schaudert es jetzt noch:

Er sagte mir dabei so frei von der Leber weg, daß er überhaupt keine Lust und keine Absicht habe, sich mit Prüfungsrecht zu befassen, sich damit nicht auskenne und nicht daran denke, sich über seine Pflichten als Beamter zu informieren. Solange ihm die Rechtsabteilung der Universität nicht sage, daß er etwas zu tun habe, interessiere es ihn nicht. Er könne sich ja schließlich auch nicht mit Bauvorschriften befassen, nur weil er als Dekan etwas mit dem Fakultätsbau zu tun habe. Das sagt der mir so.

Der Mann ist, das muß man wissen, gleichzeitig auch Vorsitzender des Promotionsprüfungsausschusses. Er hat wesentliche Dienstpflichten ignoriert, die Erfüllung von Aufgaben unterlassen, und es interessiert ihn nicht einmal. Solange andere ihm nicht sagen, was er zu tun habe, tue er es nicht.

Daß ein Beamter Pflichten hat, daß er seine Pflichten nach dem Beamtengesetz in eigener Person und eigener Verantwortung zu erfüllen hat, daß andere Grundrechte gegen den Staat und damit gegen seine Beamten haben, so weit wird da nicht mehr gedacht. Handeln nur noch interessenorientiert. Alles, was keinen unmittelbaren Nutzen bringt, wird vermieden.

Ein Promotionsprüfungsausschussvorsitzender, den seine Pflichten und das Prüfungsrecht nicht interessieren. Sein Amtseid interessiert ihn auch nicht. Wir sind in Deutschland.

Ehrenkodex der Radfahrer und der Wissenschaftler

Ich sehe schon lange erhebliche Parallelen zwischen dem Doping im Radfahren einerseits und der Korruption und dem Betrug in der Wissenschaft andererseits. Viel mehr als nur einzelne schwarze Schafe tun es, keiner redet darüber, wer im Wettbewerb ganz vorne mitfahren will, kommt nicht mehr ohne aus. Und die Öffentlichkeit wird über Jahre für dumm verkauft, glaubt an sportliches, ehrliches Verhalten. Und es basiert auf Sponsorentum. Weiterlesen »

Foto-Rückverfolgung oder Foto-Anonymizer?

Hadmut
20.7.2007 12:24

Ein interessanter Artikel ist auf dem Heise Newsticker erschienen: Canon will den Fotographen, der den neuen Harry-Potter-Band vorab abfotographiert und im Internet verbreitet hat, anhand von Metadaten lokalisieren. Weiterlesen »

Warum wir beim E-Mail-/Spam-Schutz versagt haben

Hadmut
18.7.2007 20:10

Mit Vorbereitung seit 1994 und mit RMX im Zeitraum 2002-2004 war ich einer der Vorreiter der Spam-Schutzmechanismen und der Light-Weight-Authentifikation bei einem der Standard-Internet-Protokolle. Das hat mir damals viel Arbeit, Tausende von Mail-Wechseln in und außerhalb der IETF und anderen Foren eingebracht, IETF-Besuche in San Francisco, San Diego und Washington, einen Vortrag vor der US-Regierung, thematische Diskussion bei zwei OECD-Konferenzen, diverse Vorträge usw. eingebracht. Das Verfahren wurde als SPF plagiiert und sollte von Microsoft groß rausgebracht werden. Bill Gates hatte damals angekündigt, das Spam-Problem in zwei Jahren zu lösen. Es ging also damals heiß her. Mehr als heiß. Rund zwei Jahre lang war ich sehr intensiv mit der Sache beschäftigt und habe viele Leute in den USA kennengelernt. Doch was ist daraus geworden? Weiterlesen »

Web-Security

Hadmut
18.7.2007 12:04

Bis noch vor ca. 3-4 Jahren habe ich – sogar noch in Vorträgen, Workshops und Tutorials zu RMX und zum Spam-Schutz – die Meinung vertreten, daß die Bedrohungssituation bei E-Mail eine ganz andere sei – oder damals war – als etwa bei Web-Servern. In den letzten Jahren habe ich da aber auch umgelernt und meine Meinung geändert: Weiterlesen »

Millionen für die gekaufte Gefälligkeitswissenschaft?

Nicht nur der SPIEGEL berichtete über die zwei Fälle, in denen Leute einer Universität und einem Institut Beträge in der Größenordnung von 30 Millionen Euro zukommen ließen (hier und hier), vorhin kam auch in den Tagesthemen der ARD ein kurzer Bericht zum Fall des Ehepaars, das Geld hinterlassen hat. Weiterlesen »

Und wieder Sidney mit Sydney verwechselt

Das Deutsche Studentenwerk wirbt unter anderem dafür, im Studium mal ein Semester im Ausland zu verbringen. Viele gehen mal für ein paar Semester nach Australien, weil es sich dort wirklich super leben und studieren läßt. Verläßt man sich auf das Studentenwerk, könnte das in die Hose gehen und man sich am falschen Platz wiederfinden: Weiterlesen »

Der Exzellenz-Universitäts-Skandal

Die Exzellenz-Universitäts-Nummer entpuppt sich immer mehr als fauler Zauber.

Kürzlich hatte ich nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) beim BMBF Akteneinsicht in die Vorgänge um die Wahl der Universität Karlsruhe nehmen wollen. Die Akteneinsicht wurde damals damit verwehrt, daß die Akten bei Wissenschaftsrat und DFG liegen, auf die sich das IFG nicht erstrecke. Die Ministerin Schavan habe außerdem die ihr übergebenen Akten sofort vernichten lassen. Ich habe Widerspruch erhoben und heute vom BMBF einen Widerspruchsbescheid mit etwas deutlicheren Erklärungen bekommen. Weiterlesen »

Zwei Kubikmeter Informat(ions|ik)-Müll

Ich habe seit Anfang des Jahres in mehreren Schüben die Arbeitszimmer in meinen zwei Wohnungen aufgeräumt und intensiv ausgemistet (und bin noch nicht einmal ganz fertig). Weiterlesen »

Gesetze zum Gruseln

Hadmut
8.7.2007 1:18

Man kennt das ja, absurde Gesetze aus den USA als Anekdoten. Bei dem, was ich in letzter Zeit hier in Deutschland über erlassene, geplante oder geforderte Gesetze gelesen habe, kann mir aber auch das kalte Grausen kommen: Weiterlesen »

Möchte-gern-Exzellenz-Universitäten…

Hadmut
7.7.2007 22:44

Wieder mal ein Artikel auf SPIEGEL Online über deutsche Universitäten, genauer gesagt deren Anträge für die Exzellenzinitiative (ich geb’s ja zu, ich lese die Artikel gern und oft).

Da gibt’s doch tatsächlich Universitäten, die sich für exzellent halten (d.h. entsprechende Anträge stellen) und dann in ihren englisch gestellten Anträgen “Forschungsschwerpunkt” mit “research center of gravity” und “Geisteswissenschaften” mit “ghost sciences” übersetzen.

Wenn’s nicht so abgrundtief traurig wäre, müßte man sich vor Lachen am Boden wälzen. Und die halten sich allen Ernstes für exzellent. Naja, Geisterwissenschaften gibt’s ja einige in Deutschland.

Es bestätigt aber meine Einschätzung vom Niveau und den Arbeitsweisen an deutschen Universitäten. Da hat irgendwer was zusammengepfriemelt (Fehler können immer mal vorkommen und jeder macht Fehler), aber niemand hat es nachgeprüft oder kontrolliert. Ich wüßte zu gern, welche Universitäten das waren.

Wie schreiben die da im SPIEGEL so schön?

Und wer Geisteswissenschaften mit “ghost sciences” übersetzt (kein Witz!), kann sich vielleicht mit der Volkshochschule Wanne-Eickel messen, aber nicht mit Harvard.

Recht haben sie. Aus intellektueller Provinz wird nicht Weltniveau, indem man sie “exzellent” tauft.

Mogeleien bei Abstandsmessgerät

Hadmut
6.7.2007 21:57

Letzten Montag kam übrigens ein interessanter Beitrag über Messfehler bei einem Abstandsmeßgerät, das die Polizei einsetzt. Man hat herausgefunden, daß die Dinger um bis zu 20% falsch messen. Nach der Zulassung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt müßten die Dinger eine genaue Quarzuhr haben. Tatsächlich haben sie aber keine Uhr, sondern zählen einfach die Videobilder mit, nehmen die Videobilder also als Zeitbasis. Die kann aber schwanken.

Schon interessant, was da so rauskommt….

Mehr Doktortitel “politisch gewollt”?

Kürzlich fand ich in einem SPIEGEL-Artikel zur Zukunft der Doktoranden die seltsame Aussage

“Es ist politisch gewollt, dass mehr Studierende einen Promotionsabschluss haben. Und vor allem soll ein größerer Prozentsatz davon nicht an der Universität bleiben.”

als Zitat der Direktorin des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung in Kassel Barbara Kehm. Weiterlesen »

Wieder mal ein Perpetuum Mobile…

Der SPIEGEL berichtet von einem neuen Versuch, ein Perpetuum Mobile zur Erzeugung von Energie aus dem Nichts zu erfinden. Spott und Häme der Fachwelt sind diesem irischen Unternehmen gewiß. Weiterlesen »

Meine ältesten Gegenstände

Hadmut
5.7.2007 21:14

Habe gerade beim Aufräumen mal darüber sinniert, welche Gegenstände ich am längsten besitze:

  • Ein Impfausweis (so alt wie ich, längst durch mehrere Nachfolgemodelle überholt, u.a. ein Bundeswehrimpfausweis, der auch schon über 20 Jahre alt ist).
  • Eine kleine Papierschere (Wilkinson/FISKARS/Finland), hab ich bekommen, als ich ins Gymnasium kam, also über 30 Jahre alt, immer noch scharf.
  • Ein Gürtel im Stil der 70er Jahre, scheußlich nach heutigem Maßstab, mir längst viel zu kurz, keine Ahnung, warum ich den bisher aufgehoben habe.
  • Ein Stapel Asterix-Hefte. Das erste davon im Alter von so etwa 5 oder 6 bekommen (Die Trabantenstadt)
  • Ein ERSA Multitip 230 Lötkolben, inzwischen auch über 25 Jahre alt, funktioniert immer noch tadellos.
  • Eine Beroflex Sucherkamera, und irgendwo im Keller auch noch eine Super-8-Kamera, mit denen ich meine ersten Foto- und Filmaufnahmen gemacht habe. Beide seit etwa 30 Jahren schon nicht mehr in Gebrauch.
  • Ein Holzstuhl, Stil der 60er Jahre, den habe ich seit dem Kindergartenalter. Nicht mehr in Benutzung, einige Gebrauchs- und Spielspuren, aber noch stabil und voll funktionsfähig.
  • Die Lehr-Bücher mit der Einführung und den Schaltplänen aus Philips-Elektronikbaukästen. So ungefähr Mitte der Siebziger Jahre bekommen. Die meisten der Bauteile hatte ich auch noch, sind aber gerade in den Elektronik-Schrott gewandert. Außerdem einige Bücher über Elektronik und Transistortechnik.

Der Lötkolben und die Schere werden wohl noch eine Weile in Gebrauch sein…

SATA-Festplatten-Falle

Mit SCSI- und EIDE-Festplatten konnte man jede Menge Spaß mit der Jumperei haben. Auf Master, auf Slave, manche auf alleine am Bus jumpern, ganz früher dann noch die Geometrie oder Begrenzungen auf 32GB, dann die SCSI-ID und manchmal (bei CD-Laufwerken) noch die Sektorgrößen usw. Eigentlich nahm ich an, daß mit der Einführung von Serial ATA (SATA) die ganze Jumperei beendet sei. Pustekuchen. Weiterlesen »

Ich habe eine alte Bekannte getroffen

Manchmal geht man einfach nur so einkaufen oder sich umsehen und trifft unvermittelt und plötzlich jemanden aus einem völlig anderen Teil der Welt, den man da nie erwartet hätte. Jemanden, den man schon lange aus den Augen verloren hat. So ging es mir gerade bei IKEA. Ich habe Eliza wieder getroffen. Weiterlesen »