Ansichten eines Informatikers

Wie Österreich in den Kommunismus taumelt

Hadmut
29.6.2026 15:21

Drei Informationen aus drei unterschiedlichen Quellen – seltsamerweise am selben Tag.

Heute morgen habe ich mich gewundert. Normalerweise kommen wenige Nachrichten zu Österreich rein, nur sporadisch. Und nun drei auf einmal.

Ein Leser aus Österreich:

KPÖ-Sieg in Graz

Wie ist es möglich, dass in meinem Österreich eine kommunistische Partei 36% bekommt. Ich Leute wissen nicht mehr, was Kommunismus ist/ bedeutet….

Was ist denn da passiert?

KPÖ – Kommunistische Partei Österreichs – ist wie die KPD, nur Österreich statt Deutschland. So wie die SPÖ wie die SPD ist.

Und dazu schreibt die zweifellos linke „Zeitung der Arbeit“: KPÖ-Graz fährt historischen Wahlsieg ein – SPÖ bei fünf Prozent, und dass die „Kommunistische Partei Österreichs“ selbstverständlich nicht kommunistisch sei:

Die Grazer KPÖ erfreut sich unter anderem deshalb großer Beliebtheit, weil die Stadträte den Großteil ihrer Bezüge in einen Sozialfonds spenden und sie ihren Aufstieg bisher ohne jegliche Korruptionsaffären bewerkstelligen konnte. Dass die Grazer KPÖ – ebenso wie die KPÖ insgesamt – eine „kommunistische“ Partei wäre ist allerdings ein Mißverständnis. Man hat zwar den Namen behalten, mit kommunistischer Politik hat man aber wenig am Hut. Sie betreibt klassische Stellverteterpolitik („wir machen das für euch“), während kommunistische Politik zum Ziel hat, den Sturz des kapitalistischen Systems herbeizuführen, und dafür die Arbeiterklasse mit dem Bewußtsein ihrer Lage zu erfüllen und sie zum entscheidenden Subjekt der Geschichte zu machen, die den Sozialismus und Kommunismus erkämpfen wird.

Da muss man dann schon präzise sein: Sie sind nicht sozialistisch und nicht kommunistisch, sie sind leninistisch. „Wir machen das für euch“ ist das Prinzip der Einheitspartei und Entmündigung.

Der Kurier: Nur Kleinstpartei in Graz: Der Fall der SPÖ neben Aufstieg der KPÖ

Der Aufstieg der KPÖ steht also einem Absturz der SPÖ gegenüber, was auf eine Wählermigration schließen lässt. Etwas, was man in schwächerer Form auch in Deutschland beobachten kann, nämlich dass den Leuten das dumme feministische Geschwätz der SPD längst zu blöd ist und sie zu einem direkten, offensiven Sozialismus/Kommunismus hin wollen.

Schulen

„Quo vadis, Austria?

Das Ergebnis ist wohl eine ausgeprägte Resignation:

Laaanger Text auf Twitter, ein Auszug (ich lass das Fußballversagen mal weg):

Ein Land hat resigniert

Wenn die Hälfte der Bürger sich der Demokratiesimulation verweigern und an Wahlen gar nicht mehr teilnimmt-
Wenn die Jungen die letzten Chancen auf halbwegs abgesicherte Existenz ausgerechnet bei einer Ideologie suchen, die Sie explizit zu gesteuerten Untertanen machen will-
Wenn eine Kaste aus völlig abgehobenen SystemParasiten sich jeder echten Reform verweigert –
Dann gibt es nur noch zwei Möglichkeiten-
Revolution oder Exitus

Quo vadis Austria ?

[…]

Nur Problem- diese Einstellung hat unser Land in der ökonomischen Realität in Wahrheit ans Ende aller Rankings befördert die den Erfolg messen
Schlechter sind nur die Deutschen
Toller Trost

Weltmeister sind wir nur in Staatsgläubigkeit, Staatsquote, Regeln und Vorschriften und Leben auf Pump
Da ist Österreich unschlagbar
Reformen kommen immer erst wenn das Haus brennt oder kollabiert
Wahlen werden von den Kartellparteien unterlaufen, was das Volk will, ist der selbsternannten Feudalklasse völlig egal und der Staat wird von diesem Gesindel nur als persönliche Absicherung einer parasitären Existenz betrachtet und reformallergisch konserviert

Und all das wird im Volk schon längst- zumindest unterschwellig- verstanden
Nur
– Österreich ist kein Land in dem dann die Revolution folgt
Österreichs Bürger revoltieren nicht – Sie resignieren

Dementsprechend sehen dann die Wahlergebnisse aus
FÜNFZIG Prozent gingen gestern in der zweitgrößten Stadt des Landes gar nicht mehr zur Wahl
Eine Kapitulationserklärung

Die Jungen haben resigniert
Ein großer Teil hofft noch irgendwie beim MonsterStaat unterzukommen und dort zumindest eine halbwegs abgesicherte Zukunft zu erhaschen
Sie werden schwer enttäuscht werden

Die anderen -die Mehrheit- hat resigniert und sich aus dem System ausgeklinkt
Man bleibt noch so lange da bis es unerträglich wird und wird dann einfach gehen

Für das Land kämpfen – niemals
Die junge Generation wurde dermassen nachhaltig verraten, die Zukunftschancen dieser Bürger sind dermaßen rücksichtslos zerstört um den Status Quo noch ein paar Legislaturperioden aufrecht zu halten –
Die Jungen haben keinerlei Bindung mehr an dieses Land und werden weder ökonomisch und schon gar nicht physisch um dieses Land kämpfen !
Und niemand wage es Sie dafür zu kritisieren !

Für ein Land zu kämpfen dessen ganzes System seit Jahrzehnten auf der Belastung der Zukunft lebt –
Warum sollten Sie das tun ?
Für ein Land zu sterben, das in einer Simulation der Demokratie keine positiven Zukunftschancen bietet
– nie im Leben werden die Jungen das tun !

Ich mache keinem jungen Menschen einen Vorwurf
Weder denen Die resigniert haben
Noch denen Die so absurde Wahlergebnisse wie gestern in Graz ermöglichen
Sie sind verzweifelt
Und ratlos
Und offensichtlich haben Sie resigniert
Das Wahlergebnis gestern ist eine Kapitulation, ein Zeichen der Resignation, ein Totengeläut für ein ganzes Land

Und by the way –
Auch eine Warnung an die siegessichere FPÖ die denkt der Kanzler 2029 ist schon fix
Um das Land tatsächlich “umzudrehen” und eine echte Wende zu ermöglichen müssen Kickl und Co noch viel radikalere Reformen wagen

Denn die Bürger glauben nicht mehr an die Zukunft Österreichs
GM

Man kann eigentlich gar nicht mehr unterstellen, dass Österreich noch für Österreicher da ist. Man scheint – wie in Deutschland – die Einheimischen als lästige, rechtlose Altlast anzusehen und nur noch darauf zu warten, dass sie wegsterben, die Häuser freigeben und ihr Erbe dem Staat überlassen.