Das Klima ist verbrannt
Das Geschwätz hat sich zu Tode eskaliert. [Update]
Das Süddeutschende: Medien – „Der Begriff Klima ist verbrannt“
Interview mit Özden Terli.
Ein Gespräch über die schwer immer neu zu vermittelnde Gefahr der Klimakrise und die winzigen Hoffnungsschimmer, die er trotz aller Frustration sieht.
[…]
War die Berichterstattung früher harmloser?
Ganz im Gegenteil. In den Neunzigerjahren war die Darstellung drastischer, damals sprach man auch häufiger von der Klimakatastrophe statt vom Klimawandel.
Erstaunlich. Ich kann mich gar nicht erinnern, dass in den 90er Jahren das Klima ein wesentliches Thema war. Und wenn, dann eher als kommende Eiszeit.
Sie weigern sich vehement, vom Klimawandel zu sprechen.
Der Begriff „Klimawandel“ ist extrem schwach. Da wandelt sich nichts. Ich benutze strikt „globale Erhitzung“, auch wenn das oft zu Diskussionen führt. Denn es geht um einen brachialen, epochalen Umbruch in der Menschheitsgeschichte. Wenn das den Menschen wirklich im Detail bewusst wäre, würden sie sich anders verhalten, da bin ich mir sicher.
Sobald man über die Klimakrise sprechen will, sagen viele: „Nicht schon wieder dieses Thema.“
Wenn ich das höre, geht mein Puls hoch. Ein stabiles Klima ist die Grundlage unserer Existenz. Ich weiß, es heißt immer, es sei ja ohnehin schon alles so schlimm da draußen mit all den Kriegen, die Leute wollen etwas anderes hören. Aber wir fahren unsere Lebensgrundlage gegen die Wand.
Das sind drastische Worte.
Ja. Aber wenn man da schwadroniert, gibt es auch keine korrekte Risikoabschätzung. Die machen wir, wenn es um Geld oder Versicherungen geht. Aber bei der größten Herausforderung der Menschheit nicht? Warum nicht?
Die größte Herausforderung der Menschheit. Und doch tun sich Forschung, Politik und Journalismus schwer, immer neu davon zu erzählen. Wieso?
Der Begriff „Klima“ ist verbrannt. Sobald man vom Klima spricht, drehen sich die Leute weg.
Wie könnte man das ändern?
Das ist eine Frage, über die wir seit Jahren diskutieren. Egal, ob bei Veranstaltungen mit Wissenschaftlern oder Journalisten, es geht immer darum: Warum dringen wir nicht durch? Ich denke, wichtig wäre, dass sich Wissenschaft und Journalismus noch stärker vernetzen. Eine endgültige Antwort habe ich nicht. […]
Schon mal auf die Idee gekommen, dass es ein zentraler Fehler war, das Thema Klima den Linken, den Grünen und den Özden Terlis zu überlassen?
Es war ein fundamentaler Fehler, das Thema Linken und Leuten mit linken Methoden zu überlassen. Es ist bekannt, dass Links-Rot-Grüne jedes Thema völlig übertreiben, verbalen und ideologischen Krieg führen und jedes beliebige Thema, jeden Begriff in kurzer Zeit zerstören, weil die Leute ihn nicht mehr hören können.
Das ist ja auch der Grund, warum Grüne spätestens alle 10 Jahre eine neue Weltuntergangsstory brauchen. Das Grüne an sich zerstört jedes Thema in 5 bis 10 Jahren, und die SPD ist da auch nicht viel besser. Spätestens wenn so Typen wie Greta Thunberg oder Luisa Neubauer solche Themen in die Finger kriegen, sind sie eigentlich schon tot und ausgelutscht, weil solche Dauerbrabbelnervensägen das sofort totreiten, und dann jeder merkt, wie blöd das alles ist.
Die Wetterfrösche haben denselben Fehler gemacht wie die Schwulen: Sie haben sich von Linken vereeinnahmen und vor deren Wagen spannen lassen, weil sie dachten, Linke würden sich für sie einsetzen. Es war aber genau umgekehrt.
Und das Ergebnis ist in beiden Fällen, dass deren Thema tot und verbrannt ist.
Es ist ein fataler, tödlicher Fehler, sich mit Linken einzulassen.
Bin mal gespannt, wann die anfangen, daraus etwas zu lernen. Ich habe da aber wenig Hoffnung.
Update: Der macht bei so einem Heckmeck mit, und wundert sich dann, dass man ihn nicht mehr ernst nimmt:
ZDF Spezial Sondersendung zum Thema: "Deutschland schwitzt"
45 Minuten sinnfreie Klimaideologie:
✅️Kinder im Pool
✅️Ärzte am Limit
✅️Harry Potter ratlosDie volle Dröhnung Klimapanik: pic.twitter.com/dCQrKgAF1K
— Dr. David Lütke (@DrLuetke) June 27, 2026