Nikon Kleinkram
Zwei völlig unwichtige Anmerkungen aus dem Nikon-Universum, die kaum jemanden interessieren werden.
Ich hatte mich vor einem Jahr begeistert über ein vergleichsweise günstiges (nur leider nicht kleines und leichtes) Tamron 17-70mm F/2.8 Di III-A geäußert. Es erschien mir als das einzig brauchbare (und einzig existierende) 2,8er Zoom für APS-C-Sensoren wie an der Nikon Z50II, und diese Kombination in Japan dabei. Leser haben sich ja auch sehr positiv über die Bildqualität der Bilder geäußert.
Die Blende von 2,8 erlaubt es, Dinge freizustellen und die Schärfentiefe klein zu halten. Der Bereich 17-70 (wenn man den APS-C-Faktor rausrechnet, ein 25-105) hat sich als für mich ideal erwiesen, weil man gegenüber einem klassischen 24-70 noch ein paar Tele-Reserven hat. Zwar nicht ganz klein und nicht ganz leicht, aber trotzdem ein ideales Reisezoom, weil man kaum (oder gar nicht) Objektiv wechseln muss, kein Dreck reinkommt und die Bilder wirklich knackescharf waren. Zusammen mit der Z50II, die mir auch sehr gut gefällt (früher habe ich immer die große, schwere Ausrüstung mit rumgeschleppt, aber da macht der Rücken nicht mehr mit) eine hübsche kleine leichte Kombination, um trotzdem richtig gute Bilder zu machen. Leider ist das Plastikgehäuse kratzempfindlich. Wenn man das Objektiv schief anguckt, ist schon ein Kratzer drin.
Leider gab es das Objektiv nicht für Nikon, sondern nur mit Sony-E und Fuji-X-Bajonett, weshalb ich das mit einem Adapter verwendete. Was verblüffend gut funktionierte. Nur das manuelle Eingreifen in den Fokus hat der Adapter nicht korrekt an die Kamera gemeldet, deren Autofokus dann dagegen arbeitete. Davon abgesehen: Prima.
Allerdings ist das mit dem Adapter doch Gehuddel, und mein Plan war, das Objektiv danach an einer Sony A6700 zu verwenden, die es auch noch gibt, und an die ein Sony-E-Objektiv eigentlich gehört.
Aber, ach.
Komischerweise funktioniert das Objektiv mit Sony-E-Bajonett an einer Nikon mit Adapter besser als an einer Sony, an die es gehört. Manchmal nämlich lässt sich die Kamera nicht einschalten. Hat mich schon gute Aufnahmen gekostet. Tolles Motiv, und man steht da und bekommt die Kamera nicht an. In Foren wird auch berichtet, dass die Sony A6700 mit dem Objektiv nicht klarkommt, weil sowohl das Objektiv, als auch die Kamera Bildstabilisierung haben, die aber nicht miteinander können und man sie unter der Sony auch nicht getrennt an- und ausschalten kann. Dann kämpfen die beiden Stabilisierungsfunktionen gegeneinander und das Bild wird dadurch dann erst richtig verwackelt. Sagen zumindest manche in den Foren.
Ich finde es komisch, dass ein Objektiv mit Sony-E-Bajonett per Adapter an einer Nikon besser funktioniert als an einer Sony.
Ich hatte schon einmal über dieses Objektiv geschrieben, Nikon 16-50/f2.8 statt Tamron 17-70/f2.8? und mich darüber gewundert, warum Tamron das nicht für Nikon anbietet. Sie haben nämlich schon Objektive mit Nikon Z-Mount, können also, wenn sie wollen.
In der Zwischenzeit brachte Nikon nämlich selbst ein 16-50/f2.8 für den kleinen Sensor heraus, das zwar als sehr gut gilt, ein bisschen teurer, ein bisschen besser als das Tamron, auch deutlich kürzer und taschentauglicher ist, aber eben nur bis 50 geht, also einem 24-70 entspricht. Offenbar hat Nikon das Tamron nicht geduldet, um sei eigenes verkaufen zu können.
Heute nun, lange genug nach dem Erscheinen des Nikon 16-50, kam die Meldung, dass es das 17-70 jetzt auch für Nikon Z gibt. Anscheinend haben sie jetzt die Zustimmung von Nikon bekommen, nachdem die zuerst ihr eigenes verkauft haben.
Wusstet Ihr eigentlich, dass Nikon für Unternehmen, Behörden und Polizei eine Version der Z6III ohne WLAN und Bluetooth verkauft, weil die das aus Sicherheitsgründen so verlangen?
Nikon is selling a Z6 III camera with no wireless connectivity for government and law enforcement agencies:https://t.co/QnViobIXyJ
— Nikon Rumors (@nikonrumors) June 24, 2026