Ansichten eines Informatikers

Neid. Blanker, grenzenloser Neid. Epochaler, linker Neid.

Hadmut
14.6.2026 0:31

Warum man es sich gut überlegen sollte, bevor man Billionär (englisch trillionaire) wird.

Und warum man nicht überlegt hat, wenn man Sozialist ist.

Nun ist es passiert. Elon Musk ist Billionär, englisch trillionaire.

Auf dem Papier. Eigentlich hat er nicht mehr als vorgestern (falls er nicht auch ein paar Aktien verkauft hat, um an liquide Mittel zu kommen), und man kann sich schon fragen, ob das überhaupt stimmt. Denn man unterstellt einfach, dass alle Aktien denselben Wert haben und multipliziert einfach den Aktienwert mit der Zahl der Aktien in seinem Besitz. Würde er sie aber verkaufen, würde der Kurs sofort einstürzen.

Man unterstellt einfach, dass etwas einen bestimmten Wert habe, weil viele es auch haben wollen, aber der Wert ist fiktiv, er existiert nur hypothetisch. Würde er sein Zeug verscherbeln, bekäme er drastisch weniger Geld dafür.

Ich glaube auch nicht, dass der selbst irgendetwsas davon hat, außer immer größerer Verantwortung und Druck durch die Aktionäre. Ich würde nicht so unbedingt mit dem tauschen wollen, weil ich vermute, dass der soviel Arbeit hat und so eingespannt ist, dass der von seinem Reichtum faktisch gar nichts hat und nur im Business-Flieger lebt.

Ich glaube deshalb nicht, dass es toll ist, Billionär zu sein. Es könnte gut sein, dass Verantwortung, Pflichten, Termine, Berichtspflichten, Erwartungen einen mehr kosten, als man aus einem beliebig großen Haufen Geld an persönlichem Nutzen ziehen kann. Wenigstens treten die Finanzwitze mit Musk eine würdige Nachfolge der Chuck-Norris-Witze an.

Wisst Ihr, was ich heute kein einziges Mal gesehen habe?

Aussagen wie „Das hat der toll gemacht. So wäre ich auch gerne. Was für ein Manager.“ Ich habe fast nichts gesehen, was direkt überhaupt eine Färbung wie Lob, Anerkennung hatte. Oder die Frage, wieviel Anteil daran linke Politik hat, die zu einer Inflation führt. Ich sehe nur Einheitsmeinungen über Musk von links, und dann aber Verteidigungen gegen die Angriffe.

Rechenkünstler

Was man jetzt auch massenhaft sieht, sind Mutmaßungen darüber, wieviel „Gutes“ man mit dem Geld machen könnte, fast immer rechnerisch weit falsch, und immer darauf bedacht, dass Geld sofort zu verheizen, nicht nachhaltig zu wirtschaften.

Ja, mit den Größenordnungen hat es nicht jeder. Es ist erstaunlich, wieviele Leute vor Neid platzen, obwohl – oder weil – sie die Dimensionen gar nicht verstehen. Das mit den Nullen und *illionen. Aber vorrechnen wollen, was man mit so viel Geld alles tun könnte.

Einmalig tun. Dann wäre es futsch und weg. Wie immer: Substanz verheizen.

Es gibt eine Aussage von Musk, dass er es sofort machen würde, wenn ihm jemand erklären könnte, wie man mit 6 Milliarden den Welthunger beheben könnte.

Die Leute fordern immer Wohlfahrt, Soziales und Menschrettungstaten, aber sie sind überhaupt nicht in der Lage, ihre Forderungen quantitativ einzuordnen. Die höheren nur große Zahlen, Milliarden, Billionen, trillions, können aber die Größenordnungen nicht verstehen, nicht verarbeiten, nicht begreifen.

Und ich bin zunehmend davon überzeugt, dass der ganze linke Komplex, deren Ideologie, darauf beruht, die Größenordnungen nicht zu verstehen und mit „gefühlten“ Dimensionen umzugehen. Man sagt, die Menschen sind ganz arm, und der ist ganz reich. Also könnte er doch etwas abgeben, ohne das überhaupt zu merken. Die Leute begreifen aber nicht, dass wir eine Größenordnung von 10 Milliarden Menschen haben, Musks Reichtum also insgesamt aus gerade mal 100 Dollar pro Mensch besteht. Die Leute begreifen gar nicht, wieviele Menschen es gibt. Und das merkte man ja auch schon bei der Migration – ganz Afrika nach Europa, und Nahost noch dazu.

Dyskalkulie

Ich komme zurück auf ein altes Dauerthema: Fehlt Linken etwas im Gehirn? Die Ratio? Ist Rudelmechanik wichtiger als Mathematik? Soll Musk die Menschheit retten, auch wenn das schon zahlenmäßig außerhalb seiner Möglichkeiten liegt? Logarithmische Dyskalkulie, die Unfähigkeit, die Größenordnungen zu erfassen, die Nullen zu zählen?

Glauben die alle, der hat die Milliarden auf dem Konto herumliegen wie Dagobert Duck seinen Geldspeicher? Alles oberhab von Million ist unendlich, oder wie bei Disney einfach „Fantastillionen“?

Ich glaube, man kann daran sehr gut sehen, warum Linke so ein seltsames Weltbild haben und glauben, alle Probleme ließen sich lösen, wenn man nur die Reichen besteuert.