Ansichten eines Informatikers

Die Junta von Sachsen-Anhalt

Hadmut
21.6.2026 16:11

Aktuelles vom Staatsstreich.

Das ist durchaus die Frage, wen man da wählt.

Denn selbst wenn man setzt die alte Regierung ab- und die AfD wählt, ist das Land schon so kaputt und pleite, dass die AfD eigentlich nur noch als Sündenbock fungieren kann.

Da es letztlich auf die Mehrheitsverhältnisse und nicht auf den Ministerpräsidenten ankommt, sollte sich die AfD gut überlegen, ob es denn überhaupt so erstrebenswert ist, den Ministerpräsidenten zu stellen, oder ob es nicht reicht und vorerst effektiver ist, eine riesige Opposition zu bilden und den anderen Parteien, die sich zusammenkoalieren müssen, um überhaupt noch auf eine Mehrheit zu kommen, zuzuschauen, wie die sich gegenseitig zerfleischen, bis dann auch wirklich jedem klar ist, wer das Land kaputt gemacht hat.

Die AfD muss nämlich aufpassen, dass sie jetzt nicht Versprechungen macht oder Hoffnungen an sie geknüpft werden, die niemand mehr erfüllen kann.

Es gab mal irgendeine Story von einer Wanderleiche, weil kein Bezirk an deren Tod schuld sein und keine Polizei etwas damit zu tun haben wollte, und jeder sie dem nächsten vor das Haus legte. So wähnlich wie Hitchcocks „Immer Ärger mit Harry“.

Die AfD muss aufpassen, dass man ihr Sachsen-Anhalt nicht als Leiche vor das Haus legt und ihr in die Schuhe schiebt.

Neulich schrieb mir ein Leser, dass ich doch unbedingt in die Politik hätte gehen sollen, ich hätte einen trefflichen Ministerpräsidenten abgegeben. Nicht nur, dass ich nicht glaube, dass ich jemals so etwas hätte werden können oder den Job gut gemacht hätte, weil man da wenig „machen“ und vor allem den Koalitionsaffenstall zusammen halten muss, habe ich auch wenig Grund gefunden, warum ich so etwas überhaupt würde machen wollen.

Wir kommen nämlich langsam an den Punkt, an dem man sich als Politiker zwar immer mehr bereichern, als Politiker-Figur aber eigentlich nur noch verlieren kann. Dieses Land ist unrettbar auf dem absteigenden Pfad. Und jeder, der sich noch ans Steuer setzt, gilt dann als der Schuldige, weil man es immer dem Letzten anlastet.

Insofern kommen wir da jetzt in ein Dilemma. Kann man antreten, die meisten Stimmen holen, und dann keinen Ministerpräsidentenkandidaten stellen?

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