Ansichten eines Informatikers

Vertauschte Cancel-Culture

Hadmut
11.6.2026 23:33

Der Wind dreht sich, und Linke regen sich über ihre eigenen Methoden auf.

Die Soziologenexistenz Andreas Kemper, sämtliche Geschlechtsspekulationen verkneife ich mir aus juristischer Vorsicht, wurde gecancelt:

Linker Jugendkongress: „Angriff auf Orte des kritischen Diskurses“ – TU Berlin streicht Anti-AfD-Veranstaltungen

Ein Anwalt soll die Universität zuvor unter Druck gesetzt haben. Der Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband vermutet Druck von Rechtsaußen gegen die Universitätsleitung. Die TU Berlin reagiert ausweichend.

Urquelle ist aber wohl die TAZ: Antifaschistischer Kongress in BerlinTU streicht Vorträge gegen die AfD

Die Or­ga­ni­sa­to­r*in­nen des antikapitalistischen Jugendkongresses „Take back the future“ wehren sich gegen Eingriffe in ihr Programm. Bei der Veranstaltung des Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbands (SDS) an der Technischen Universität Berlin (TU) am kommenden Wochenende wollen sich laut eigenen Angaben rund 1.500 Stu­den­t*in­nen und Schü­le­r*in­nen über Maßnahmen gegen die AfD, gegen Faschismus und Autoritarismus austauschen.

Doch nun steht der Kongress auf der Kippe. Denn die TU hat den Or­ga­ni­sa­to­r*in­nen am Dienstag mitgeteilt, dass sie 14 Veranstaltungen aus dem Programm nehmen sollen, damit der Kongress als Ganzes an der Uni stattfinden kann. Insgesamt umfasst er mehr als 90 Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops.

Eine der Veranstaltungen, die die TU aus dem Programm streichen will, ist ein Vortrag des Soziologen Andreas Kemper zum Thema „Björn Höcke – Enthüllung eines Faschisten“. Kemper zeigt sich am Mittwoch entsetzt: „Es wäre eine klare Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit, wenn die faschistische Agenda von Björn Höcke nicht als faschistische Agenda bezeichnet werden dürfte“, sagt er der taz. „In meinem Vortrag geht es nicht um eine Diffamierung von Björn Höcke, sondern ich begründe dort, warum Höcke als Faschist interpretiert werden sollte und warum er hinter den Neonazi-Texten von Landolf Ladig steckt“, sagt Kemper.

Dazu muss man dann schon die wissenschaftliche Befähigung eines Flusskrebses – oder eben eines linken Soziologen haben. Mir wäre nicht bekannt, dass Kemper schon mal irgendwo definiert hätte oder auch nur in der Lage dazu wäre, den Begriff „Faschismus“ zu definieren. Wüsste er nämlich, was Faschismus ist, würde er den Begriff nicht verwenden. Der blubbert und geifert hat und weiß nicht, was der da redet. Mich hat der ja auch schon beschimpft.

Nach Angaben des SDS argumentiert das TU-Präsidium, dass die betreffenden Veranstaltungen gegen das Neutralitätsgebot verstießen. Der SDS vermutet wiederum, dass die AfD selbst hinter der Streichliste der TU stehen könnte.

Die Partei soll der Uni ein mehrseitiges „Gutachten“ übermittelt haben. Denn neben Kempers Vortrag seien auch sonst die Themen oder Punkte beanstandet, in denen sie sich mit der AfD oder mit Faschismus befassen, etwa das Abendplenum am Samstag mit der Linken-Bundesvorsitzenden Ines Schwerdtner zum Thema „Resist Fascism“. Die TU Berlin äußerte sich trotz mehrmaliger Nachfragen der taz bis zum Mittwochabend nicht zu den Vorwürfen

„Die Wissenschaftsfreiheit wird eines der ersten Opfer der drohenden Faschisierungsprozesse sein“, mahnt Kemper. „Es gibt keine Faschisierung, keinen Faschismus ohne Faschisten. Daher müssen Faschisten als Faschisten bezeichnet werden – dies ist Bestandteil der Wissenschaftsfreiheit und Kampf für die Wissenschaftsfreiheit gleichermaßen“, erklärt er.

Ist das nicht frappierend?

Jahrelang haben Linke alles gecancelt, was ihnen nicht passt, alles per politischem Druck oder mit Gewalt verhindert, was ihnen nicht gefällt, überall „deplatforming“ – das Schlagwort „Keine Plattform bieten“ reichte, um alles zu sabotieren, Leute auszuladen und so weiter. Gerne arbeitete man auch mit dem Auslösen der Feuermelder und ähnlichen Methoden.

Dreht sich aber der Wind, und passiert ihnen mal das, was sie jahrelang mit anderen gemacht haben, ist das Geschrei groß. Und dann müss für Kempers Geschwätz gleich die Wissenschaftsfreiheit herhalten.

Zeit, mal wieder einen alten Blogspruch auszupacken (mal abstauben und feucht abwischen):

Es sind nicht die Maßstäbe, die mich so besonders ankotzen. Es sind die doppelten.

Aber was will man von linken Soziologen, die das auch noch für „Wissenschaft“ halten, auch erwarten?

Sollte irgendwer eine Stelle finde, wo der unentwegt von „Faschismus“ brabbelnde Kemper den Begriff „Faschismus“ mal definiert habe, bitte Hinweis an mich. Aber ich glaube auch nicht, dass der weiß, was „Wissenschaft“ ist.

Faschismus ist nämlich eine besondere Form von Kommunismus.

Man kann nicht gleichzeitig Nazis Faschisten nennen und bestreiten, dass sie links waren, sie als rechts hinstellen. Das widerspricht sich. Wer Nazis oder die AfD als „Faschisten“ bezeichnet, bezeichnet sie damit als Kommunisten.