Ansichten eines Informatikers

Warum ich für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Straßen bin

Hadmut
10.6.2026 1:08

Bisher hatte ich keine greifbare Meinung zu einer allgemeinen Höchstgeschwindigkeit. Jetzt habe ich eine.

Bisher, sagen wir mal, bis vor etwa 10 Jahren, habe ich keine so ernstlich drängende Notwendigkeit eines Geschwindigkeitsverbots auf deutschen Autobahnen gesehen. In mehreren Jahrzehnten Autofahrens habe ich nur wenige Fälle erlebt, in denen ich mir ein Verbot gewünscht hätte, weil Idioten unterwegs waren.

Zumal man berücksichtigen muss, dass der Umstand, dass wir keine generelle Begrenzung haben, bisher ja die herausragende und einzigartige Qualität deutscher Autos hervorbrachte.

Ich bilde mir aber seit einiger Zeit eine Meinung:

Mittlerweile sehe ich die Notwendigkeit einer Geschwindigkeitsbegrenzung. In Deutschland sind immer mehr Leute unterwegs, die schon den (deutschen) Führerschein entweder nicht haben, oder an der Führerscheinprüfung scheitern, und neulich hieß es ja, dass man die Prüfungen vereinfachen will, weil der Führerschein zu teuer ist.

Ich wohne in Berlin hinter einem Supermarkt und immer wieder sehe und höre ich (so nachts um drei) die quietschenden Reifen und heulenden Motoren, wenn wieder irgendeiner mit der dicken Luxuskarre da ein paar Runden Kurven driften will, und man den leuten ansieht, dass sie für solche Sachen einfach zu blöd und charakterlich schlichtweg ungeeignet sind. Ich warte nur darauf, dass es da Tote gibt, weil die das teilweise auch während der Öffnungszeiten machen.

So, wie die Kernkraftwerke weg mussten, weil wir künftig zu blöd sein werden, die zu bedienen, müssen auch schnelle Autos weg. Die Autos waren schön und toll, aber die Bevölkerung kommt damit nicht mehr klar.

Wir müssen uns auf eine dekadente Bevölkerung einrichten. Und dazu gehört auch, die Geschwindigkeit zu begrenzen.

Die Autoindustrie ist sowieso im Eimer.