Ansichten eines Informatikers

Bio-Gefahr durch Bio-Tonne?

Hadmut
8.6.2026 15:20

Uäääh, ist das gruselig.

Sind Bio-Tonnen wirklich sinnvoll?

Wir haben hier vor dem Haus einen Verschlag mit Müllcontainern. Normal. Papier/Pappe. Wertstoffe. Glastonnen. Und eine „Bio-Tonne“.

Ich benutze die nur selten, weil ich nicht so viel koche und deshalb selten Essensreste habe, die sich qualitativ und quantitativ für die Tonne eignen. Es ist eher so, dass ich ab und zu mal nicht aufgebrauchte Lebensmittel habe, die dann weg müssen.

Eben war ich an der Biotonne, um etwas reinzuwerfen.

*Doppelgrusel*

Nicht nur, dass einem ein Geruch aus der Tonne entgegenschlägt, der Lebende töten und Tote aufwecken kann. Es bewegt sich.

Offenbar haben die Leute beim Einwurf nicht immer so genau gezielt. Es ging deshalb nicht alles in die Tonne – so eine gewöhnliche Kunsttoffmülltonne mit zwei Rädern unten und Klappdeckel oben – sondern es liegen zersetze Reste von was auch immer oben auf dem Rand. Und damit außerhalb des Bereichs, der durch den geschlossenen Deckel abgedeckt wird. Und da bewegen sich gerade erhebliche Mengen von Maden. Offenbar haben irgendwelche Insekten da ihre Eier reingelegt.

Unter normalen Umständen hätten die Vögel das längst weggefressen, aber die kommen in den verschlossenen Verschlag ja nicht rein.

Und wieviel Schimmelpilzsporen ich da nach Öffnen und Schließen des Deckels ich auf der Kleidung in die Wohnung getragen habe, will ich gar nicht erst wissen.

Ist das wirklich sinnvoll, für ein bisschen Biogas hier so einen Keim- und Ungeziefer-Inkubator zu betreiben?

Zum Vergleich: Auf Zypern machen die so etwas erst gar nicht. Da gibt es nur einen Müllcontainer für alles. Die stehen im Freien und damit meist in der Hitze, werden richtig heiß, aber stinken bei weitem nicht so wie deutsche Mülltonnen. Man muss bei denen, bei denen der Deckel nicht mehr richtig schließt oder die vordere Klappe fehlt, aufpassen, denn manchmal sind Katzen drin, die dann rausspringen, wenn man was reinwerfen will. Da kann man so einen Herzstillstandschrecken bekommen. Aber der Gestank ist da viel geringer als bei den Mülltonnen in Deutschland, und auf die Idee mit den Biotonnen käme da auch keiner. Übrigens kommt die Müllabfuhr da auf öfter, so gefühlt alles zwei bis drei Tage, was der Grund dafür sein könnte, dass es nicht so stinkt. Und sie kommen nachts, nach Mitternacht. Warum genau, weiß ich nicht. Vielleicht, weil zu der Zeit praktisch gar kein Verkehr mehr ist. Oder weiß es nicht so heiß ist.

Aber: So ein betäubender Gestank wie in Deutschland ist mir da noch nicht untergekommen.

Ist das wirklich sinnvoll, Biotonnen aufzustellen, an denen wir Keime und Ungeziefer züchten, oder ist das auch nur eine dieser grünen Schnapsideen?