Ansichten eines Informatikers

Vom Fachkräftemangel im Allgemeinen und dem Geschwätz des ZDF im Besonderen

Hadmut
20.11.2023 20:10

Die Propaganda-Sirenen heulen wieder.

Vorhin hatte ich das noch geschrieben, dass mir heute aufgefallen ist, wieviele Unternehmen Mitarbeiter suchen.

Gerade macht ZDF WISO damit auf, dass wir hier so schlimmen Fachkräftemangel haben und deshalb – was sonst im ZDF – so dringend Einwanderung, Fachkräfte von außen brauchen, sie „Willkomen heißen“ müssen.

Zur Erinnerung:

Dieses Land strotzt vor Geisteswissenschaftlern und anderen Bullshitjobbern, die sich jämmerlich darüber beklagen, dass man ihnen keinen Job in ihrem Beruf anbietet. Einer meiner bekanntesten Blogartikel handelt davon: Wenn Geisteswissenschaftler Erdbeeren pflücken. Vom September 2016, der Artikel ist 7 Jahre alt.

Überall stecken inzwischen Quoten- und Bullshitjobber drin, die aus Sozialpolitik heraus irgendwelche Pseudojobs haben, damit sie Geld bekommen und nichts dafür arbeiten müssen, weil sie nichts arbeiten können.

Es gibt aber keine öffentliche Diskussion darüber, dass wir gerade an unserer eigenen bekloppten Politik und nicht an einem ominösen „Fachkräftemangel“ leiden. Denn wir hatten ja keinen Krieg, es ist ja nicht so, dass die Hälfte der Bevölkerung weggestorben wäre und deshalb Bevölkerung fehlt. Das Problem ist, dass große Teile unserer Bevölkerung zu dumm oder zu faul – oder beides – ist, um zu arbeiten. Ich hatte das schon vor über 10 Jahren im Zusammenhang mit meinen ersten Kontakten mit Gender Studies beschrieben, dass man hier ein riesiges Projekt aufzieht, dessen Ziel es ist, enorm viele Leute zu versorgen, die nicht arbeiten. Das ganze Probjekt Frauenförderung und Akademisierung hatte ja nichts anderes zum Inhalt, als Leute, die nichts können und nichts tun in den Versorgungsbetrieb einzubauen.

Woher kommt der Schwachsinn?

Marxismus.

Schon 1850 war Marx der Auffassung, dass uns die (Dampf-)Maschinen alle Arbeit wegnehmen. Seither glauben Linke unbeirrbar, Maschinen würden uns unweigerlich alle Arbeit abnehmen und dafür sorgen, dass es für Menschen nichts mehr zu arbeiten gäbe. Nach den Dampfmaschinen waren es die Verbrennungsmotoren und die Elektrizitität, dann die Roboter, die Computer, die ominöse Digitalisierung, dann das Internet of Things, die Block-Chain und nun die KI.

Seither machen Linke im Wesentlich nichts anderes als sich darauf vorzubereiten, dass es für Menschen nichts mehr zu arbeiten gibt, womit es deshalb Aufgabe der Politik wäre, für die Versorgungen von Menschen ohne Arbeit zu sorgen, die dann nur noch aus Langeweile, zur Selbstverwirklichung und Freizeitgestaltung „arbeiten“.

Auf dieser Vorstellung beruht das „bedingungslose Grundeinkommen“, und deshalb hatte man es mit der Frauenquote auch so eilig, damit Frauen noch rechtzeitig in die Arbeiterklasse einsortiert werden, bevor es nichts mehr zu arbeiten gibt.

Das ist auch nicht neu. Ich kann mich noch erinnern (und hatte das schon oft erwähnt), dass ich im Grundwehrdienst nach dem Abi, das war 1985/86, öfter und volens-nolens mit einem Erzlinken unterhalten habe, der die damals propagierte Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich verteidigte, während ich das immer als faulen Rechenfehler ansah. Er meinte, dass die bestehende Arbeitszeit einfach auf mehr Leute verteilt werde, damit da jeder mitmachen kann (heute würde man sagen „teilhaben“), und der Lohnausgleich erforderlich wäre, damit die da auch alle freiwillig abgeben. ich habe ihm dann erklärt, dass dadurch mehr Leute Lohn bekommen, insgesamt mehr Lohn ausgezahlt wird, aber nicht mehr Waren produziert werden, weil die Arbeitsleistung gleich bleibt, und deshalb die Kaufgelüste aller Käufer nicht mehr befriedigt werden können, die Sachen also teurer werden – Inflation.

Er wollte das nicht einsehen und hat – typisch für Linke – rein rhetorisch und über den Wortklang argumentiert, weil doch jetzt mehr Leute im Kreislauf seien, aber nicht einsehen wollte, dass die ja nicht mehr herstellen, wenn ich dieselben 40 Stunden Arbeitszeit pro Woche, die bisher einer gemacht hat, umverteile, weil der jetzt nur noch 35 Stunden arbeitet und diese 5 Stunden nun ein anderer kommt.

Hatte ich sogar vorgerechnet: Nach der Rechnung der Linken sollte jeder statt 40 nur noch 35 Stunden arbeiten, und die weggefallenen Stunden durch einen zusätzlichen Mitarbeiter erledigt werden, womit einer mehr in Lohn ist.

Heißt: Wenn vorher 7 Arbeiter je 40 Stunden pro Woche gearbeitet haben, haben sie 7*40 = 280 Stunden gearbeitet. Machen sie jetzt nur noch 35 Stunden, sind es nur noch 7*35=245 Stunden pro Woche. Also stellt man einen Achten ein, der auch 35 Stunden arbeitet. Dann sind es wieder 280, weil 8*35 = 280. Es ist also so viel gearbeitet wie vorher, aber der Arbeitgeber muss einen mehr bezahlen, jetzt 8 statt 7, also 8/7 = 114% des Lohnes auszahlen. Es wird aber nicht mehr produziert, damit nur alles 14% teurer. Effektiv also geben die 7, die Arbeit hatten, nicht nur Arbeitszeit, sondern auch Waren und Dienstleistungen, die sie verdient hatten, an den Achten ab, sie können weniger kaufen. Der „volle Lohnausgleich“ ist Augenwischerei, weil man ja nur zahlenmäßig, nominal genauso viel bekommt wie vorher, aber durch die Inflation eben den Teil, die 14% abgibt, die nun der achte bekommt.

Und dann kam so ein Gelaber, dass ja die Produktivität steige, in den 280 Stunden Arbeit ja immer mehr produziert werde, und die Produktivität ja um mehr als 14% gestiegen sei.

Die Produktivität würde immer steigen.

Aha, meinte ich damals, dann würde die Arbeitszeit ja immer weiter sinken. Ja, sagte der damals, irgendwann gibt es kaum noch etwas zu arbeiten, weil die Produktivität so hoch gestiegen sei, dass die Gesellschaft gar nicht mehr arbeiten müsse.

Und genau diesen Quatsch beobachte ich seither. Ständig wird irgendwas von Robotern, Computern, Digitalisierung gefaselt, die uns die Arbeit abnähmen, und man bereitet sich systematisch auf das süße Nichtstun vor. Beispielsweise indem man Nichtskönnen studiert. Wir haben reichlich Fakultäten für dieses Fach. Wir haben sogar ganze Parteien für Nichtskönner. Jede Menge Versorgungsposten.

Man dachte sich das so, dass es ein paar Spinner gibt, die Spaß am Arbeiten haben, und die per Steuern und so weiter ihre wahnsinnig hohe Produktivität auf andere verteilen. Sozialhilfe, Frauenquote, Politikerdiäten, Beamtenstellen und sowas alles.

Das Problem ist aber, dass das alles nicht stimmt, weil der ganze Marxismus frei erfundener Blödsinn ist.

Und deshalb brauchen sie gerade irre „Fachkräfte“, wei die Gesellschaft gerade am marxistischen Blödsinn stirbt und sie das nicht zugeben wollen. Man hätte ja auch sagen können, dass es ihnen Leid tut, aber man jetzt alle Bullshitjobber und Quotenfrauen rauswerfen müsse, und ihnen nur noch 5 Jahre Hartz IV zahlt und dann verhungern lässt, und sie jetzt 5 Jahre Zeit und Gelegenheit haben, einen irgendwie nützlichen Beruf zu erlernen und sich daran zu gewöhnen, zu arbeiten.

Wie aber würde man einem Kevin Kühnert einen nützlichen Beruf beibringen wollen?

Deshalb braucht man jetzt die Zuwanderung, um den eigenen Schwachsinn zu flicken, aber auch das wird schief gehen.

Konstatieren muss man, dass der linke Komplex derzeit im Prinzip eine Art Herrenrasse aufbaut: Wir die Studienabbrecher und Sozialwissenschaftler, die nur schwafeln, und die anderen Rassen, die zu uns kommen (dürfen, sollen, müssen), um unsere Arbeit zu machen, Spargel zu stechen, Erdbeeren zu pflücken.

Das wird sicher lustig. Aber es wird nicht funktionieren.

Marxismus hat noch nie funktioniert und wird nie funktionieren.