Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Massenplünderungen in den USA

Hadmut
22.11.2021 23:09

Ich habe schon den Überblick verloren.

In den USA oder zumindest Kalifornien geht das gerade los, dass nicht mehr nur einzelne Läden im Eingangsbereich von rotzfrechen Dieben in aller Ruhe ausgeräumt werden, sondern irgend Luxuskaufhaus wurde von einer ganzen Bande gestürmt, die mit ganz vielen Autos vorgefahren ist, einfach reingerannt, alles gegriffen, was sie greifen konnten, die Autos vollstopft, und ab und davon.

Hier gibt es einen Bericht.

Nur: Vorhin hieß es irgendwo in den Nachrichten, dass das innerhalb weniger Tage schon zum zweiten Mal passiert ist. Und ich weiß nicht, ob sich der Bericht auf den ersten oder zweiten Überfall bezieht.

Irgendwo sah man ein Video, wie die gleich im ganzen Pulk mit Autos wie eine Militärkolonne abfahren, und irgendwo hieß es, dass die gleich mit Brechstangen angerückt seien.

Wenn das innerhalb kurzer Zeit schon zweimal passiert, wird es wohl nicht dabei bleiben.

Der SPIEGEL schreibt, dass der Überfall in Walnut Creek schon der zweite nach einem Überfall auf Luxusgeschäfte in San Francisco war. N-TV nennt es dagegen schon den dritten Vorfall:

In einem großangelegten Überfall haben rund 80 Kriminelle am Samstagabend (Ortszeit) ein Luxus-Kaufhaus in der US-Stadt Walnut Creek in Kalifornien ausgeraubt. Die Polizei konnte drei Täter festnehmen. Es war der dritte Vorfall innerhalb weniger Tage im Großraum San Francisco.

Mit 25 Autos hatten die Diebe die Straße rund um das Nordstrom-Geschäft zugeparkt. Anschließend stürmten sie bewaffnet mit Brechstangen das Kaufhaus und bedrohten die Angestellten. Nordstrom ist in den USA üblicherweise auch sonntags geöffnet und verkauft neben Kleidung und Elektronikartikeln auch Schmuck.

Auf Videos war zu sehen, wie die Räuber die Beute teils in Reisekoffern aus dem Gebäudekomplex trugen – drei von ihnen konnte die Polizei noch am Tatort festnehmen. Alle Täter trugen Skimasken. “Die restlichen Teilnehmer dieses kriminellen Mobs flohen in Autos mit hoher Geschwindigkeit aus dem Gebiet”, teilte die Polizei von Walnut Creek mit. […]

In der Bay Area rund um San Francisco kam es in der letzten Woche bereits zu zwei ähnlichen Raubüberfällen. Am 15. November stürmten Maskierte das Einkaufszentrum der Stadt Concord und raubten einen Juwelier aus. Am späten Freitagabend hatten bereits Dutzende Räuber mehrere Geschäfte am beliebten Union Square in San Francisco ausgeraubt. Die Kriminellen schlugen dort die Schaufenster bei Marken wie Louis Vuitton, Yves Saint Laurent, Burberry oder Dolce & Gabbana ein und stürmten die Geschäfte, die bereits geschlossen waren.

Auf Videos im Netz waren Diebe zu sehen, die vollbeladen mit Designer-Hemden über den belebten Platz die Flucht vor der Polizei ergriffen. Polizeiangaben zufolge wurden mehrere Personen festgenommen.

Es sieht so aus, als würden da manche Kräfte systematisch versuchen, das Prinzip des Ladengeschäfts in den USA unmöglich zu machen. In Kalifornien haben ja schon reihenweise Läden zugemacht, die großen Ketten schon zig Läden geschlossen.

Ich hatte ja neulich mal erzählt, dass ich beim Ausmisten von alten Unterlagen und Rechnungen auf die Quittungen und Kreditkartenbelege meiner Konferenzreise nach San Francisco Mitte der 2000er Jahre gestoßen bin. Und mal spaßhalber per Google Maps/Streetview geguckt habe, wie es da nun aussieht, an manche habe ich mich noch so erinnert, an andere, als ich das auf Streetview wieder gesehen habe.

Das Ergebnis war traurig. Fast keinen Laden, in dem ich damals etwas gekauft habe, gab es noch. Manchmal waren andere Läden drin, aber oft einfach gar nichts, verlassen, verrammelt, mit Brettern zugenagelt. Straßen, die heute so aussahen, dass ich da nicht mehr einkaufen würde. Und wo Neues drin war, dann so neumodische Klamottenläden oder sowas.

Wenn dann jetzt noch diese Massendiebstähle kommen und von den kleinen Läden über die Drogerien und Supermärkte und Markengeschäfte auch auf die großen Kaufhäuser ausgedehnt werden, und das nicht als Seiteneffekte von Vandalismus, sondern als gezielte Plünderungen mit geplanter Anfahrt, dann ist die gesellschaftliche Arbeitsteilung nicht mehr zu halten.

Die nächste Stufe wäre dann, dass sie auch sowas wie Amazon Versandlager und ähnliche plündern. Keine Ahnung, welchen Wert sowas hat, aber da dürfte ziemlich Zeug rumstehen, sicherlich für zig oder hunderte Millionen. Allein der Elektronikkram, den die in der Vorweihnachtszeit auf Lager haben müssen.

Wird noch lustig.

USA werden geplündert und bei uns wollen die Klimaspinner die Infrastruktur sabotieren, dazu die Schlepperorganisatione, die rot-grünen Veruntreuungsorgien und so weiter und so fort.

Hat eigentlich irgendwer seine Tassen noch im Schrank, die Latten noch am Zaun und alle Kirschen auf der Torte?