Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Danisch und die Soziologie

Hadmut
18.11.2021 20:35

Ein Soziologe schreibt mir.

Oder: Wie ich es schaffe, solchen „Unsinn“ zu schreiben.

Sehr geehrter Herr Danisch,

Ich lese Ihren Blog, auf den ich erst vor kurzem gestoßen bin, sehr gerne und vielfach mit großem Gewinn. Ich stimme Ihnen in vielem zu, finde vieles sehr interessant, informativ und oft auch amüsant. Manches ist auch Blödsinn (verzeihen Sie mir die Formulierung, aber ich gehöre zu den Freunden der “deutlichen Aussprache” , FJS eingedenk).

Manchmal schüttelte ich auch den Kopf, besonders wenn Sie über die Soziologie schäumen und frage mich: Wie kann ein unzweifelhaft intelligenter Mensch so einen Unsinn schreiben? Als Soziologe (und Sozialpsychologe) verfüge ich zum Glück über das theoretische Instrumentarium und das empirische Wissen, dafür Erklärungen zu finden. Ich möchte Sie aber nicht davon abbringen, Sie auch nicht rügen oder bekehren. Ich bin auch nicht emotional dadurch berührt.

Ich habe meine Studienzeit in […] zugebracht, und meine Forscher- und Lehrjahre in […]. Die dort vertretene Soziologie steht in diametralem Gegensatz zu dem was Sie als “Soziologie” wahrnehmen und immer wieder attackieren. Sie sind, wie die Öffentlichkeit, ein Opfer dessen, was Sie und die Öffentlichkeit als Soziologie wahrnehmen. Mein Bedauern hält sich aber in Grenzen. Soziologie ist eine reine Wirklichkeitswissenschaft, empirisch arbeitend und hypothesen- und theoriebildend. Mit mehr soziologischem Sachverstand an den richtigen Stellen wären uns viele, auch viele der von Ihnen zu Recht beklagten Fehlentwicklungen erspart geblieben.

Und Ihnen würde sich vieles, was Sie so fassungslos zurücklässt, besser erklären. Das schafft diese Ärgernisse zwar nicht aus der Welt, aber mindert manchmal die Fassungslosigkeit.

Ich empfehle Ihnen als leichten Einstieg Peter L. Berger vergnüglich zu lesendes, wenn auch etwas älteres Buch “Invitation to Sociology”. Gibt es auch auf Deutsch, empfehle aber Original.

Mit freundlichen Grüßen

Da ist er nicht der erste (Soziologe). (Bezieht sich wohl aktuell auf das da.)

Immer wieder mal regen sich Soziologen darüber auf, was ich über die Soziologie schreibe.

Unter anderem genau deshalb schreibe ich es ja. Die kapieren schon nicht, dass ich nicht da bin, um sie zu loben, sondern ihnen auf den Schlips zu treten.

Der wesentliche Punkt daran ist aber, dass ich gar keine so abweichenden oder falschen Vorstellungen davon habe, was die in der Soziologie so machen, sondern vor allem andere Maßstäbe, und ich als Informatiker das, was die da machen, grottenschlecht finde, während sie selbst sich gut vorkommen.

Die glauben immer, man müsste sie gut finden, wenn man erst wüsste, was sie machen.

Ein anderer Denkfehler derer ist, dass sie gerne damit ankommen, dass aber doch der Soziologe X von der Universität Y oder das Buch Z gut wäre. Aber einzelne Ausreißer nach oben interessieren mich nicht, zumal die ja dann auch so unbekannt sind, dass sie den schlechten Einfluss der anderen nicht kompensieren können.

Ich bewerte Fachrichtungen auch nicht danach, wo das Leistungsmaximum einzelner Ausreißer liegt, die aus eigenem Antrieb mehr leisten, sondern nach dem Minimum, das im Fach gefordert wird. Und da fällt die Soziologie bei mir eindeutig in die Kategorie „Deppenplantage“.

Das dümmste Zeug, was überhaupt von Akademikern geredet wird, kommt zu 90% von Soziologen, Philosophen und Genderasten.

Mit „dumm“ meine ich dabei, voller Denkfehler, wissenschaftlich falsch, ideologischen Ursprungs, zumal die ja auch – haben mir neulich erst wieder andere geschrieben – diesem Schwachsinnssystem folgen, dass da jeder einen individuellen Blödsinn behaupten kann und nichts erklären oder begründen oder verifizieren muss, sondern es allein Aufgabe des Publikums ist, es zu falsifizieren oder als wissenschaftlich anzuerkennen (und wer was dagegen sagt, bekommt von der Antifa aufs Maul).

Da ist zum Beispiel der Dauerfehler, dass bei den Soziologen jeder, der irgendwo eine Korrelation oder Koinzidenz findet, einfach eine beliebige Kausalität behauptet.

Oder die Statistikfehler. Erschreckend vieles beruht auf dem Simpson-Fehler und ist als Aussage schlicht falsch.

Oder dass überhaupt nichts nachprüfbar ist.

Gab ja auch schon Untersuchungen dazu, dass erschreckend viele der Papers einer Nachprüfung schlicht nicht standhalten und wohl völlig frei erfunden sind.

Und Gender ist ein Ableger der Soziologie. Sorry, aber wer solche Eier legt, der kann nur am dümmsten Ende der Skala wohnen. Schwachsinn solcher Intensität erreicht man nicht durch Zufall oder Streuung. Das erreicht man nur durch kultartige Verherrlichung der Dummheit und des willkürlichen Geschwätzes.

Und dann kommt der mir hier mit „Wirklichkeitswissenschaft“ an. Was hat die heutige Soziologie noch mit „Wirklichkeit“ zu tun? Gar nichts. Entweder kommen sie mit wirren Theorien und dem geisteswissenschaftlichen Herangehensweise, dass die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben missen, was die heute eben so unter Theorie verstehen, oder sie kommen mit irgendwelchen Studien, die vor Fehlern und übelstem Pfusch nur so strotzen und weder nachprüfbar, noch nachvollziehbar sind.

Was soll das überhaupt sein, eine „Wirklichkeitswissenschaft“, die die Wirklichkeit längst ablehnt und nach der Diskurstherie alles nur noch für soziale Konstrukte hält? Neudeutsch müsste man sie „Wirklichkeitsleugner“ nennen. Was hat die Soziologie von heute überhaupt noch mit Wirklichkeit zu tun? Nichts.

Gar nichts.

Warum? Weil die Soziologie von heute sich überhaupt nicht mehr dafür interessiert, wie die Welt ist, sondern nur noch um die Utopie dreht, wie die Welt nach deren Vorstellungen sein soll. Die haben jeden Bezug zur Realität verloren und glauben, dass sie nach der Diskurstheorie den Sollzustand ihrer Utopie herstellen können, indem sie ihn herbeireden, also die Welt permanent so beschreiben, als wäre sie so, weil sie glauben, dass die Realität dem Diskurs folge. Sowas nennt man Lügen und nicht Wissenschaft.

Wer sich einmal in diesem Blödsinn aus Marxismus und Diskurstheorie verfangen hat, ist nicht mehr wissenschaftsfähig, weil er über die Realitätsleugung jeden Realitätsbezug verloren hat. Und dann kommt der da an und beansprucht, die Soziologie sei eine „Wirklichkeitswissenschaft“. Physik ist eine „Wirklichkeitswissenschaft“. Soziologie ist nur noch willkürliches Geschwätz, und deren Statistikkram nur noch täuschrhetorisches Arsenal.

Historisch findet die Verblödung der Soziologie ihren Ursprung in der Frankfurter Schule und in den 68ern, die dafür sorgten, dass die Soziologie zur Tarnorganisation und zum steuerbezahlten Futtertrog von Marxisten wurde. Soziologie ist im wesentlichen nur noch der Versuch, Marxistenschwachsinn als Wissenschaft auszugeben und auch im Westen in Marxismus-Leninismus promovieren zu können. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn die Soziologie ein wissenschaftliches Fundament gehabt hätte.

Und dazu passt auch die Empfehlung, auf das Buch “Invitation to Sociology” von Peter L. Berger zurückzugreifen. Das Buch ist von 1963. Das war vor den 68ern und der Reetablierung der Frankfurter Schule. Und bevor kinderfickende marxistische Betriebsidioten wie Michel Foucault zu Hohepriestern wurden.

Ihr kommt mir manchmal vor wie einer, der mit seiner alten kaputten Schrottkarre durch den TÜV fällt und dann rumjammert, dass das Auto beim Kauf von der Fabrik doch noch so schön aussah wie auf den Bildern der Betriebsanleitung. Der TÜV-Prüfer soll aber nicht bewerten, ob es irgendwann vor Jahrzehnten mal schön aussah, sondern ob es jetzt noch verkehrs- und betriebssicher ist.

Und das ist es nicht.

Die Soziologie ist längst zum übelsten und – mit Politologie und Ähnlichem – unterstem Sammelbecken, der Bilge, der Universitäten geworden, wo sich der ganze Hirnmüll sammelt, den die Politik aus politischem Dummenbedarf mit „Hochschulreife“ behängt und an die Universitäten pumpt, obwohl sie von jeder Studierfähigkeit weit entfernt sind. Die Bad Bank des Akademischen, der Lumpensammler, wo sich alles sammelt, was für alles zu doof und für Kunst zu unbegabt ist. Und was niemals arbeiten will.

Ich war mal in einer der Berliner Universitäten in einem soziologischen Seminar. Kanäle und Katakomben sind nicht von solcher Trostlosigkeit wie deren Räumlichkeiten. In keiner Unterwelt findet man einen solch bedrückenden Seelenzustand wie bei den Soziologen.

An der Humboldt gab es ja mal diesen Studentenstreikt mit Besetzung des Soziologengebäudes, das man hinterer renovieren musste. Ich bin mal dran vorbeigegangen und habe durch die Scheiben von außen reingeguckt, was die da so machen. Die Viecher im Zoo wirken intelligenter. Die Affen im Zoo halten ihren Käfig nicht nur sauberer, sondern auch keine Marx-Lesungen ab. Und sie beschimpfen einen nicht als „weißer Mann“. Affen sind mir schon freundlich begegnet. Und das meine ich jetzt gar nicht mal rhetorisch oder überzogen, sondern bitter ernst. Weil mich Affen nicht auf amygdala-Ebene als den vom feindlichen Rudel auffassen. Affen führen keinen Krieg gegen meinesgleichen. Soziologen tun es.

Soziologen glauben immer und reden sich ein, dass man sie nicht kennen könne, um sie für dumm zu halten. Die Selbstherrlichkeit, für gut befunden werden zu müssen, wenn man sie erst kennen würde. Die Realität ist aber, dass man Soziologen eigentlich nur zuhören muss, um sie als wissenschaftswidrig einzustufen.

Was man von Soziologen und Politologen ständig hört, ist schon deren Absicht. Sie wollen die Gesellschaft ändern. Sie sehen sich als Gesellschaftsingenieure. Sie folgen Marx mit „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“

Es ist nicht nur demokratiewidrig und eigenmächtig, es hat auch mit Wissenschaft nichts zu tun und fällt daher in den Bereich der kriminellen Veruntreuung von Hochschulmitteln.

Ich möchte dazu mal an ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zitieren:

„Die eindeutig bestimmbare Grenze zwischen wissenschaftlicher Theorie, die durch Art. 5 Abs. 3 GG geschützt ist, und politischen Zielen einer Partei, die der Beurteilung nach Art. 21 Abs. 2 GG unterliegen, ist dort, wo die betrachtend gewonnenen Erkenntnisse von einer politischen Partei in ihren Willen aufgenommen und zu Bestimmungsgründen ihres politischen Handelns gemacht werden.”

Urteil des 1. Senats vom 17.8.1956, 1 BvB 2/51. Ich glaube, es ging darin um die NPD. Und was für die NPD gilt, muss auch für die Soziologie gelten, denn der inzwischen weit überwiegende Mehrheit der Soziologen geht es nur noch darum, politisches Handeln zu beeinflussen. Und deshalb halte ich die Soziologen auch nicht mehr für eine Fachrichtung oder Fakultät, sondern für eine verfassungswidrige kriminelle Organisation, die nicht nur nach meinem Eindruck, sondern schon nach der Symbolik vieler Studentenschaften eine Nähe zur RAF und ähnlichem Terrorismus pflegt. Und wenn man dann sieht, dass mitunter sogar Übungen und Anleitungen zu Straftaten und Gewalt in Demonstrationen (z. B. damals G20 in Hamburg) an Universitäten in den Seminarräumen von Leuten der Soziologie, Politologie und Philosophie abgehalten werden, dann ist das in meinen Augen vor allem eines: Die Einnistung des Kriminellen, des Terrorismus in den Universitäten.

Und wenn dann am Arbeitsplatz, in den Briefkästen der Nachbarschaft, an der Hauswand gegen mich gedroht, gehetzt, diffamiert, verleumdet wird, und darin eindeutige Bezüge zum „sozialwissenschaftlichen“ Umfeld der Berliner Universitäten auftauchen, dann ist es klar, dass Terror und Kriminalität an diesen Fakultäten gezüchtet werden.

Und jedes Mal, wenn ein Soziologe bei mir vorbeikommt und den Mist, den man heute Soziologie auch noch gut findet, rutschen sie in meiner Achtung noch ein Stück weiter ab, weil man wirklich völlig untaugliche, insbesondere arbeits- und wissenschaftsuntaugliche Maßstäbe haben muss, um sich als Soziologe heute überhaupt noch selbst gut finden zu können.

Man muss jedem Soziologen, der heute noch stolz darauf ist, Soziologe zu sein, oder die Soziologie gut findet, jede Fähigkeit zur Soziologie absprechen, denn wenn er schon die eigene Zunft nicht halbwegs realitätsnah bewerten kann, wie will er denn dann andere, die Gesellschaft gar, beurteilen können?

Die Soziologie ist längst so vergiftet, verdreckt, verblödet, dass deren einzig mir spontan möglich erscheinende Schritt zu einer Ansehensbesserung die sofortige Selbstauflösung wäre.

Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich Deutschland als Staat und Gesellschaft für gescheitert und irreparabel kaputt halte. Wie ein Flugzeug, dem erst weit nach dem Überschreiten des Punktes zum letztmöglichen Abbremsens einfällt, dass es seine Tragflächen vergessen hat. Abheben geht nicht mehr, anhalten auch nicht.

Ich bin alt genug, um die Gesellschaft noch zu kennen, wie sie war, bevor der große Einfluss der Geisteswissenschaften Wirkung hatte. Das kriegen wir nicht mehr eingefangen. Dieser Staat ist kaputt beyond repair. Und dieser Schaden wurde von Geisteswissenschaftlern angerichtet, voran mit großer Deutlichkeit die Sozialwissenschaften.

Das wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn die Sozialwissenschaften wenigstens nur korrupt gewesen wären und eingesehen hätten, dass sie dumm und nutzlos sind. Hätten die sich einfach ruhig verhalten, und sich für lebenslanges Nichtstun bezahlen lassen, wäre das gar nicht mal so aufgefallen.

Die Soziologen haben aber gemerkt, dass die Ingenieure und Naturwissenschaftler in den letzten 300 bis 500 Jahren die Moderne geschafft und alles umgekrempelt und im Jahrzehntetakt bahnbrechende neue Erfindungen abgeliefert haben. Die Geisteswissenschaftler wollten dann auch wichtig sein, auch „teilhaben“. Und haben nur Schrott abgeliefert und Schaden angerichtet, bis eben nun zum Totalschaden, weil irreparabel und nicht zu überleben.

Seitdem werden wir mit Schwachsinn übergossen, von Rechtschreibreform, Gendermist, Gendersprache, Diversitätszwang, Migration und einem Blödsinn nach dem anderen, der mit dreckigsten Mitteln durchgesetzt wird.

Und dann kommt so einer bei mir an und meint, ich müsse doch einsehen, wie toll die Soziologie sei, in dem ich ein Buch von 1963 lese, das nicht mal mehr gedruckt wird, sondern nur noch gebraucht (Bibliotheksexemplar aus England) oder als Kindle-Reprint zu haben ist.

Kleiner Denkanstoß zur Erhellung: Zwei der Kapitel in dem Buch lauten

  • Sociological Perspective – Man in Society
  • Sociological Perspective – Society in Man

Heute würde man öffentlich hingerichtet, gevierteilt und in Öl gesiedet, wenn man den Menschen noch als „Man“ wie in mankind bezeichnen würde. Wer als Soziologen ein Buch von 1963 empfiehlt, um die heutige Soziologie zu loben, der ist schlicht nicht in der Position, mich über Soziologie belehren zu wollen. Der hat die Atombombenexplosion nicht gehört.