Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Hirne der Grünen

Hadmut
15.11.2021 15:29

Leser fragen – Danisch weiß es auch nicht.

Ich hatte doch schon öfters beschrieben, dass es mir bei Feministinnen, Genders, Linken, Grünen immer so vorkam, als fehlte den Leuten ein Teil vom Hirn, ob nun organisch oder funktional. Als ob da die ratio fehlt und die nur von der Amygdala getrieben sind.

Dazu verweist ein Leser nach meinem letzten Artikel dazu auf eine Stelle im von mir verlinkten FOCUS-Artikel, nämlich

Ein FDP-Unterhändler sagte laut “Welt”, er habe den Eindruck, in den Arbeitsgruppen mit Leuten “von einem Anderen Stern” geredet zu haben.

Ob das nicht exakt der Effekt sei, den ich auch schon beschrieben hätte. Dass die da auf Leute treffen, deren Gehirn einfach so anders funktioniert, dass es einem sehr, sehr fremd erscheint.

Weiß ich nicht.

War nicht dabei. Die Formulierung lässt viel Interpretationsspielraum offen.

Aber da die ja aus der WELT zitieren, habe ich erst mal da gesucht. Komischerweise findet die eigene Suchfunktion der WELT das nicht (dafür aber endlos anderen Kram), während Google das sofort findet: „Träumerei“, „fehlende Sachkenntnis“ – Grüne erstaunen Ampel-Verhandler

Schauen wir mal rein, vielleicht steht es da etwas genauer:

Vor allem die Grünen sind unzufrieden mit dem bislang Erreichten. Was zum Klimaschutz ausgehandelt wurde, reiche nicht, heißt es von ihnen seit Tagen. Die Sozialdemokraten wundern sich hingegen über manche „Träumerei“ und „fehlende Sachkenntnis“ bei den Grünen – und darüber, dass sich die Truppen von Habeck und Annalena Baerbock in Einzelfragen immer wieder uneinig seien. „Man merkt dort die lange Zeit in der Opposition“, heißt es in der SPD-Delegation. Und die Liberalen stünden offenbar immer noch unter einem „Jamaika-Schock“ – der Angst davor, übergangen zu werden wie bei den Sondierungen mit Union und Grünen nach der Bundestagswahl 2017.

Bei der FDP hat man indes den Eindruck, in den Arbeitsgruppen bisweilen mit Leuten „von einem anderen Stern“ geredet zu haben, wie ein Unterhändler sagt: „Ich bin froh, dass diese Verhandlungen nun vorbei sind.“ Mit den in gelber, grüner und roter Farbe festgehaltenen Meinungsverschiedenheiten sollten sich „bitte schön“ nun die Parteichefs herumschlagen.

Da kann man eigentlich alles und nichts herauslesen.

Das könnte auch schlicht und einfach heißen, dass die infantil, naiv, inkompetent sind.

Das Problem ist, dass man das nicht richtig beurteilen kann, solange man das nur als zusammengefasst und vor allem durch eigene Interessen und Ziele gefärbte Aussage der FDP, zusammengefasst durch Journalisten vorliegen hat.

Man wird da abwarten müssen, bis die dann in einer Regierung sind, und selbst dann noch das Problem haben, dass man ja hinter die verschlossenen Türen auch nicht kommt.

Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass es genügend Grüne gibt, geben wird, die das Maul einfach nicht halten können und – ob nun am Rednerpult im Bundestag oder anderswo – genügend unmittelbar wahrnehmbares dummes Zeug reden, dass man das dann auch konkret wird analysieren können.

Aber der Gedanke ist natürlich schon interessant und naheliegend.