Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

„Gastrosexismus“ oder Rationalitätsblindheit?

Hadmut
11.11.2021 23:30

Mehr zu meiner Theorie und Hypothese, dass vielen Leuten der rationale Teil im Hirn organisch oder funktional fehlt.

Ein Leser wies mich auf einen Artikel in der TAZ hin: : Die mit dem Bier ist immer der Mann

Ein Autor namens Gabriel Yoran regt sich über den „Sexismus“ in der Gastronomie auf:

Sie können darauf wetten, dass, wenn die Bestellung eines Mannes und einer Frau Aperol Spritz und Pils lautet, der Aperitif an die Frau geht. Denn der Mann ist der mit dem Bier. Wird jedoch gemeinsam eine Flasche Wein bestellt, steht das Probierglas schnell vor dem männlichen Gast, der bitte entscheiden möge, ob der Wein gut genug sei.

Dem Mann wird vom Service offenbar die größere Weinkompetenz zugeschrieben, aber im direkten Biervergleich das geringere Weininteresse. In bester patriarchaler Tradition soll er sogar die Dinge entscheiden, mit denen er sich weniger auskennt, auch 2021 noch und auch in Berlin-Kreuzberg. Und das, obwohl – so die Sterneköchin Tanja Grandits – heute meist die Frau entscheidet, in welches Restaurant gegangen wird.

Auf den ersten Blick wollte ich das einfach für die normale links-genderistische Alltagsdummheit halten. Denn es ist ja nicht so, dass der Kellner da die Geschlechterrollen zuweist, sondern dass der einfach Erfahrungswerte bildet, wer was macht, und unter Zeitdruck arbeitet, also entlang seiner Erfahrung einfach so handelt, dass im Mittel das optimale Ergebnis und die höchste Trefferquote herauskommt. Aber der Autor hat Philosophie studiert. Woher sollte der die Fähigkeit besitzen, zwischen Korrelation und Kausalität zu unterscheiden oder zu wissen, was Optimierung ist? Es ist diese typische Genderistendummheit.

Dann habe ich aber doch nochmal vertieft darüber nachgedacht. Und bin zu dem Gedanken gekommen, dass es weit schlimmer sein könnte und wohl auch ist.

Ich habe doch schon so oft beschrieben, dass ich da in diesen Kreisen immer wieder das Gefühl habe, dass denen im Gehirn was fehlt, was die Rationalität liefert. Genau das scheint mir auch hier der Fall zu sein.

Mir ging so dieser Begriff der Rationalitätsblindheit durch den Kopf. Ich musste da an ein Buch denken, das ich mir vor langer, langer Zeit mal gekauft habe und das noch immer irgendwo in den unaufgeräumten Tiefen meiner Bücherbestände steht: Zahlenblindheit.

In dem Buch wurde beschrieben, dass manche Leute an allem scheitern, was irgendwie mit Zahlen oder auch nur mit Dimensionen, Größenordnungen zu tun hat. Wenn Leute überhaupt nicht merken, dass sie sich wirklich völlig verhauen haben und um Zehnerpotenzen daneben liegen.

Und ich habe mir überlegt, ob das vielleicht Symptome derselben Ursache sein könnten: Stück vom Hirn fehlt.

Ich hatte das ja schon ausgiebig beschrieben, dass es enorm viele Menschen gibt, die so amygdalagesteuert sind, die sich entweder immer im Rudelkrieg gegen feindliche oder konkurrierende Rudel sehen, und alle immer nur unter der Freund-Feind-Unterscheidung sehen (und daher auch die von mir so oft kritisierten doppelten Maßstäbe rühren, weil für Freund und Feind eben verschiedene angelegt werden), oder Sozialmaschinen sind, die nur Rangordnungen innerhalb des Rudels manipulieren und steuern, wer mit wem und wer auf welchem Rang, auf wen man hört und wen nicht. Von der psychisch kranken fetten Belgierin in Australien habe ich schon so oft erzählt, das muss ich nicht wiederholen. Ich habe mal eine alte Freundin, die immer versuchte, Singles im Bekannenkreis zu verstricken, gefragt „Sag mal, bist Du vielleicht eine alte Kupplerin?“ und sie so „Oh, ja, und wie!“ Sie könnte gar nicht anders.

Das sind so Anekdoten, und man muss sich vor dem Denkfehler der anekdotischen Evidenz hüten, aber das sind so Erlebnisse, die mir auffallen und dann durch die Denkmaschine laufen, mich dazu bringen, darauf mal zu achten.

Und tatsächlich scheint es so zu sein, dass in unserer Gesellschaft enorm viele Sozialzombies unterwegs sind, die gar nichts anderes können, als in Sozialmechanismen zu denken. Amygdala und so. Und man sagt ja, dass für den, der nur den Hammer kennt, alles wie ein Nagel aussieht.

Und da ging mir so durch den Kopf, dass dieser Mansch da wohl rationalitätsblind sein muss, so wie ich das auf den vielen Genderveranstaltungen beobachtet hatte, und er schlicht nicht versteht, warum der Kellner das Bier dem Mann und den Aperitif der Frau hinstellt (zumal die unterschiedlichen Präferenzen ja auch biologischen Ursprung haben), dass das einen rationalen, mathematischen Grund hat, weil einfach die Stelle im Hirn fehlt, an der man das versteht. Da ist nichts.

Wenn man aber in und nur in Rudel- und Sozialmechanismen denkt, muss einem so ein Handeln, vor allem, wenn man die rationalen Hintergründe nicht versteht, als Sozialverhalten, genauer gesagt, als sozialwidriges Verhalten auffasst, wenn es dem eigenen Verhaltensprogramm und den eigenen Verhaltensvorstellungen zuwiderläuft, damit also als moralwidrig bewertet wird.

Was ist Gender?

Wenn man das weiterdenkt, dann ist Gender im Prinzip eine Art Ersatzweltbild, das denen, die nicht rational denken können, eine rudel-sozialtechnische mythische Ersatzerklärung für all dieses Verhalten liefert, für das das eigene Gehirn kein kompatible Erklärung findet.

Mir ist das schon beim „quality is a myth“ der Verfassungsrichterin aufgefallen, dass die Leute sich solche mystischen Ersatzerklärungen dafür basteln, was sie sehen, aber nicht verstehen können. Quasi eine Art Realitätsadapter für das eigene Gehirn. Der alles, was man sieht, als Sozial- und Rudelverhalten interpretiert.

Sowas in der Richtung ist mir schon aufgefallen, als die Gendertüten damit ankamen, dass sie andere „Epistemologien“ hätten, und deshalb ohne wissenschaftliches Denken auskämen, dafür andere Wissenschaftsmodelle hätten, in denen dann oft solche Hexenformulierungen wie „wir wissen um…“ vorkommen. Als ob es da irgendwelche alternativen Denkmodelle zur Naturwissenschaft gäbe.

Es ist wohl letztlich nichts anderes, als schlicht und einfach mit dem falschen Teil vom Hirn zu denken und das dann für eine andere Art von Wissenschaft zu halten.

Für dieses Modell spricht Occam’s razor. Denn so diffus und verteilt der Genderschwachsinn ist, es wäre eine einzelne, zentrale, monokausale Erklärung für alles und jedes. Eine Erklärung, die den ganzen Genderschwachsinn mit einem einzelnen Syndrom erklären würde.

Klima und Corona

Mir ging dann das Klimatheater durch den Kopf.

Man lässt sich von einem kleinen Mädchen mit gerade mal laienhaftem Jungfrauenwissen herumkommandieren, macht regelrecht Krieg und kommt dann mit „How dare you!?“ an.

„How dare you“ ist aber eindeutig Rudel- und Sozialverhalten.

Beruht der ganze Klimakrampf am Ende einfach nur darauf, einen eigentlich rationalen, naturwissenschaftlichen Vorgang wie Messwerte und Veränderungen mangels rationalem Teil im Hirn nur mit dem Sozialhirn auffassen zu können und deshalb das Klima nur als Angriff des feindlichen Rudels verstehen zu können?

Sind die Corona-Kriege um die Impfung letztlich auch nur Auswirkungen der Anwendung falscher Hirnteile, falscher Hirnfunktionen?

Der Zusammenhang mit Sozialismus

Ist vielleicht das ganze Ding aus Sozialismus, Kommunismus, Antikapitalismus nur das Syndrom, über die für die Realität geeigneten Hirnteile nicht zu verfügen und sie deshalb fälschlich als Krieg zwischen Rudeln zu verstehen?

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass ich Linke und Rechte für nahezu gleichartig halte, nur parametrische Unterschiede und verschiedene Lösungsansätze für die Konfrontation mit fremden Rudeln sehen. Die Linken wollen unterschiedsblind sein und machen, die Rechten wollen Unterschiede nicht haben.

Das ganze Prinzip des Marxismus, sozialisierte Klassen zu sehen, die im Kampf miteinander stünden, Proletariat, Bourgeoisie, Kapital, und vor allem der diagnostizierte, erwünschte, organisierte, angezettelte, erhoffte Klassenkampf, das ist ja alles nichts anderes, als den Rudelhirnfunktionen großen Auslauf zu lassen, um eine Freund-Feind-Kennung zu etablieren, Rudel zu definieren, Feindbilder aufzubauen, das eigene Rudel zusammenzuhalten, Krieg anzuzetteln, und natürlich siegen zu wollen. Wie beim Fußballspiel. Auf dem Platz. Und in der Fankurve. Klassenkampf ist Rudelkampf.

Im Prinzip war Marx auch nichts anderes als der Versuch, das Ingenieurwerk Dampfmaschine mit den Mitteln und der geistigen Reichweite eines Rudeldenkers erfassen zu wollen.

Das führt zu seltsamen Erklärungsmustern. Sehr komisch, aber meines Erachtens funktionierend und plausibel.

Bei den technikfeindlichen (eher maoistischen) Kommunisten ist das eher so, dass Maschinen als das feindliche Rudel aufgefasst werden, das einem die Arbeit wegnimmt, einen verdrängt, die Luft verpestet, ab und zu einen umbringt.

Bei den technikfeundlichen (eher marxistisch-stalinistischen) Kommunisten ist das Verhältnis zur Maschine ebenfalls wie zu einem Rudel gebaut, aber die Erwartungshaltung ist die, von der Maschine ernährt zu werden, als wieder das Grundschema parasitären Verhaltens. Das solcher Leute, die vom Verhaltensmuster als Diebe und Grundeinkommensempfänger auf Kosten der Rudelmitglieder leben.

Also in beiden Fällen der Ansatz, (Dampf-)Maschinen wie Individuen, wie Rudelmitglieder aufzufassen, nur in einem Fall des feindlchen Rudels, und sie dann zu beschuldigen und zu bekämpfen (Grüne) oder des eigenen Rudels und dann zu erwarten, von ihnen ernährt und mitversorgt zu werden (SPD).

Nach diesem Ansatz wären Linke nichts anderes als Leute, die mangels der nötigen Hirnfunktionen die Welt nicht verstehen, desorientiert darin herumirren, und ständig versuchen, sich Erklärungen zu suchen, die für das Resthirn passen würden. Also alles, auch Klima und Corona, als Rudelkampf und Angriff des feindlichen Rudels aufzufassen.

Was sind wir eigentlich?

Ich bin mittlerweile bei der Überlegung angekommen, ob vielleicht nur sehr wenige Leute in unserer Gesellschaft über rationale Fähigkeiten verfügen. Womöglich genetisch bedingt. Vielleicht so selten wie blaue oder grüne oder graue Augen. Und dafür große Teile unseres öffentlichen Lebens, wie eben Gender, Sozialismus, Nationalsozialismus, Rassismus, Fußball, ZDF, nichts anderes sind, als das, was dabei herauskommt, eine Realität und die Werke Rationaldenkender mit der spezifischen Fehlstelle im Hirn erklären und verstehen zu wollen.

Ich habe schon lange den Eindruck und das vor Jahren schon geäußert, eben auch nach solchen feministischen „quality-is-a-myth“-Aussagen, dass Gender, die ganzen Sozial- und Geisteswissenschaften im Prinzip das Sammelbecken und die mythische Selbsthilfegruppe derer sind, die sich in den Naturwissenschaften nicht zurechtfinden können, weil es schlicht im Hirn fehlt. Hirn halt nicht in der Pro-Version bestellt.

Wenn man diese Vorstellung, dieses Erklärungsmodell einmal heranzieht, dann lassen sich verblüffend viele gesellschaftliche Entwicklungen, nahezu alles, als den zum Scheitern und Versagen verdammten Versuch auffassen, das, was in der Natur passiert oder was die Rationalen so treiben, mit dem dafür untauglichen archaischen Rudelhirn zu bedenken und zu interpretieren.

Als ob man in einem Auto rumfährt, dem die Scheinwerfer fehlen und man in der Dunkelheit versucht, das eben mit der Lüftung zu kompensieren. Man sieht nicht, wohin man fährt und warum, aber manchmal stinkt’s. Fahren nach Geruch.

Ganze Studiengänge haben wir gebaut, um die Realität mit dem falschen Teil im Hirn fehlzuinterpretieren, aber sich dabei überlegen zu fühlen. So rudelmäßig eben.

Und vielleicht ist die linke Forderung, dass alles politisch sei und sein müsse, nichts anderes als die Forderung, auch die, die nur das Sozialhirn und sonst nichts in der Birne haben, überall mitschwätzen zu lassen. Sie haben halt nichts anderes.