Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Schlafmangel, Depression, Amygdala

Hadmut
2.11.2021 23:05

Noch ein Informationshappen.

Ein Leser rief mich heute an und sagte, im Deutschlandfunk käme gerade was zum Thema Amygdala.

Flugs geprüft, geguckt und eben nachgehört, ja, das war die Sendung Sprechstunde, die hatten heute aber gleich vier Beiträge, und darin zum Anhören Schlaf als Biomarker für psychische Erkrankungen: Interview Prof. Riemann [AUDIO]

Es geht darum, dass man die Erkenntnis habe, dass Schlafmangel – und das sei nicht nur quantitativ in Stunden zu erfassen, sondern auch schlechter Schlaf, bei dem man häufig aus der REM-Phase aufwacht – auf die Dauer zu psychischen Erkrankungen wie Angststörungen und Depressionen führe. Und dass man in der Corona-Pandemie wegen Home-Office zwar eigentlich etwas entspanntere Schlafzeiten habe, sich der Schlaf durch Sorgen, Druck und so weiter aber eher verschlechtert habe.

Der Moderator fragt, wie das ablaufe, und die Antwort ist, dass es sehr viel mit der Amygdala zu tun habe, womit wir wieder voll im Thema wären.

Sie vermuten, dass schlechter Schlaf nachts die Funktion der Amygdala beeinträchtigt, Emotionen zu verarbeiten. Und dadurch dann das Risiko für Angstzustände, Depressionen und andere psychische Erkrankungen erhöht wird.

Dazu fällt mir doch sofort was ein. Es ist doch bekannt, dass die ganze Gender- und Feministenszene alle nur so von Angstzuständen und Depressionen (haben die ein Glück, dass ich nicht deren Psychiater bin, ich würde denen immer sagen, dass sie keine Depressionen haben, sondern ihre Selbsteinschätzung durchaus richtig und ihr Zustand wirklich so jämmerlich ist) geschüttelt sind, und das vermutlich sogar nur die Folge von Angststörungen und Depressionen ist. Da geht ja nun in manchen Männerkreisen die derbe Redensart, dass die alle untervögelt sind man und man sie nur mal richtig … Vielleicht ist die Sache ja viel einfacher, vielleicht müssten die sich nur alle ein paarmal richtig ausschlafen.

Was mich wiederum daran erinnert, dass in meiner Jugend die Fernsehsender kurz vor oder kurz nach Mitternacht abgeschaltet wurden. Das war mal so, dass sich die Ansagerin um 23.45 oder 0.15 bedankte und vom Zuschauer verabschiedete, später kam noch eine Zeit lang die Nationalhymne, und dann haben die den Sender ausgeschaltet. Dann kam einfach nur Rauschen, oder später das Testbild. Keine Social Media, kein Web, draußen auch kein Licht. Man ging so spätestens um Mitternacht einfach ins Bett und schlief. Weil es nichts anderes zu tun gab. Radio hätte man noch hören können, aber die haben auch abends Feierabend gemacht und ihren Sender auf den Nachtfunk geschaltet, der so gruselige Allerweltsmusik brachte und nur noch durchsagte, wo gerade Baustellen oder Geisterfahrer sind. Auch im Radio kam nachts eigentlich nur, was die auf der Autobahn so brauchten. Das hörte man nicht freiwillig.

Man legte sich ins Bett und schlief einfach. Weils nichts anderes gab, was man nachts hätte tun können. Außer vielleicht mit der Taschenlampe unter der Bettdecke Karl May, Jules Verne oder Lederstrumpf zu lesen.

Insofern würde mich interessieren, ob Feminismus und Genderismus über den Umweg der psychischen Erkrankung von ARD, ZDF und Internet induziert wurden, weil die Leute durch die längeren Sendezeiten wachgehalten werden und dann nicht mehr genug oder gut schlafen und dann die Amygdala den ganzen Schmodder anhäuft. Und ob das altersabhängig ist.

Nun heißt es ja auch irgendwo, dass die Amygdala mit dem Gedächtnis zusammenhängt und Schlafmangel womöglich zu Alzheimer führt. Vielleicht sind das ja abgelagerte Emotionen, die diese Beläge bilden. Lacht nicht, das hat tatsächlich mit Enzymen zu tun.

Jedenfalls erzählt der dann, dass sie in der Depressionstherapie nun auch den Schlaf mit berücksichtigen und betrachten. Sagte ich doch gerade, die müssen vielleicht einfach alle mal richtig ausschlafen.

Im Ernst: Es gibt doch die Redewendung, über etwas mal „zu schlafen“.

Und als ich damals bei der Bundeswehr den Grundwehrdienst hatte, gab es die Vorschrift, dass man sich über alles mögliche und jeden schriftlich beschweren konnte und durfte – aber frühestens am nächsten Tag. Man durfte sich nie am selben Tag beschweren. Man wurde gezwungen, mindestens einmal zu schlafen, bevor man die Beschwerde einreichen konnte. Weil mancher Groll dann abgebaut war. Vielleicht hängt das genau damit zusammen.