Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Amygdala, die Grünen, die Ängste, die Fremden und das Klima

Hadmut
7.7.2021 17:17

Ein Update zum Hirnschaden.

Ich habe schon unzählige Artikel zum Themenkreis Amygdala geschrieben, jener mandelkernförmigen Zone im Hirn – genauer: derer zweie, auf jeder Seite eine – die für Angst, Rudelverhalten und Bedrohungsgefühl zuständig ist.

Und damit auch einen Teil des Sozialverhaltens steuert, insbesondere auch die Freund-Feind-Kennung. Ich habe schon oft geschrieben, dass ich Linke und Rechte bis auf parametrische Unterschiede für gleich halte, sie auf den gleichen Abläufen im Hirn beruhend betrachte, und beide genau dasselbe machen. Die einen sind halt gegen Bayern, Schwaben und Sachsen, die anderen gegen Türken, Araber und die SPD. Insbesondere Marxisten, die Antifa und den ganzen Komplex linker political correctness, auch weite Teil der Medien, halte ich für – vorsichtig ausgedrückt – neuronal abnorm, weil denn weite Teile der oder sogar jegliche Ratio abhanden gekommen ist, und die sich mit nichts anderem mehr beschäftigen, als mit Freund-Feind-Unterscheidungen und deren Kennungen. Ich hatte oft geschrieben, was mich an den vielen Nazi- und Holocaust-Ausstellungen stört: Nicht, dass es viele sind, sondern dass sie dumm sind. Weil sie – meist – nicht erklären, wie das alles passiert ist und warum, sondern sich auf Symbolik und Horrordarstellungen beschränken. Da steckt weit mehr dahinter, als man so denkt. Denn sie sind nicht von Intellektuellen gemacht, die rational denken und die erklären würden, was da abgelaufen ist – ob die nun braun oder blau waren und ein Hakenkreuz oder zwei Dreiecke hatten, ist für das Prinzip eigentlich unerheblich – sondern Horrorbilder aus KZs – die, dazu komme ich gleich noch, unmittelbar die Amygdala reizen und alarmieren, darüber wirken die – mit Symbolen verbinden und damit letztlich nur eines tun: Die Amygdala auf ein Feindbild trainieren, den Horror der mörderischen Gegner mit der Mustererkennung assoziieren. Groteskerweise nämlich funktionieren Naziausstellungen deshalb eigentlich exakt genauso wie die Nazis selbst. Eine gute Ausstellung würde genau das nicht tun, sondern im Gegenteil genau diesen Zusammenhang aufzeigen und davor warnen. Denn im Ergebnis benutzen Linke, die irgendwem Hakenkreuze an die Wand schmieren, oder irgendwelche Leute im Netz oder als Laden boykottieren, in exakt derselben Weise, wie damals die Nazis Leuten den Davidstern an den Laden malten oder „kauft nicht bei Juden“ hinschmierten. Eine meines Erachtens richtig gute und lehrreiche Ausstellung würde diese Zusammenhänge darlegen und zeigen, dass die Methoden des Dritten Reiches heute – beispielsweise der Antifa – voll weitergeführt werden. Ich habe viele solcher Ausstellungen gesehen, aber keine gute.

Die Amygdala ist das, was im Hirn steuert, wer Freund und Leithammel ist, wem wir damit folgen, und wer fremd ist, wen wir als Bedrohung auffassen. Weil er anders spricht, anders aussieht, wahrnehmbar andere Gene hat. Umgekehrt führt sie zum parasozialen Effekt: Leuten, die wir für zum eigenen Rudel gehörig halten, vertrauen wir viel mehr. So funktioniert die Tagesschau: Weil derselbe Mensch per Bildschirm praktisch jeden Abend beim Abendessen quasi mit am Tisch sitzt, wird er als Rudelmitglied erkannt, und man glaubt ihm mehr, selbst wenn er den letzten Mist erzählt. Weil die Amygdala sagt: Den kennen wir schon lange, der hat uns noch nie angegriffen und ist immer hier, der gehört zum Rudel, dem können wir vertrauen.

Ein Beispiel:

4. Sucht Körperkontakt

Nur um das gleich klarzustellen: Ihr solltet nur Leute anfassen, die auch wirklich angefasst werden wollen. Habt ihr jemanden gefunden, ist das prima für euch. „Umarmungen, vor allem lange, setzen einen Neurotransmitter frei, das Hormon Oxytocin, das die Aktivität der Amygdala hemmt“, erklärt Korb.

Auch kleinere Berührungen, wie ein Schulterklopfen oder ein Handschlag, können helfen. Eine Studie zeigte, dass Probanden, die während eines Experiments von ihrem Partner an der Hand gehalten wurden, weniger Angst empfanden. Bei dem Test bekamen die Studienteilnehmer in unregelmäßigen Abständen leichte und ungefährliche Elektroschocks verpasst.

Wer während des Experiments von seinem Partner berührt wurde, dessen Gehirn reduzierte die Aktivität im anterioren cingulären Cortex und im dorsolateralen präfrontalen Cortex, die beide beteiligt sind bei der Entstehung von Schmerz und Angst.

Ich habe es als Kind abgrundtief gehasst, wenn die Tanten vorbeikamen und man deren feuchten Schmatz dann auf der Backe kleben hatte. Noch heute geht mir das tierisch auf den Wecker, wenn man bei irgendwelchen Künstlern, Schauspielern, Models oder sowas ist, und die sich alle so rituell umarmen. Kann ich nicht ab. Hat aber womöglich einen neuralen Zweck: Der Amygdala zu sagen „Alles gut, ich Freund – beruhig Dich!“ Und seit Jahren wundere ich mich, warum türkische und arabische Jugendliche total gegen Schwule sind, sich dann aber trotzdem zur Begrüßung umarmen. Der Grund dafür dürfte mandelkernförmig sein. Denn Oxytocin beruhigt die Amygdala und Oxytocin ist das „Kuschelhormon“. Im Prinzip funktioniert Umarmen wie das genaue Gegenteil einer Holocaust-Ausstellung: Amygdala guuut + Mustererkennung auf mich. Ich Freund.

Die Amygdala ist quasi das Kontrollzentrum für die Navigation durch Feindesland, und wenn man – etwa durch Handhalten oder anderen Körperkontakt – das Signal bekommt, dass man im heimischen Rudel ist, beruhigt die sich.

Stehen wir umgekehrt einem gegenüber, der fremd aussieht, schreit die Alarm.

Das ist der Grund, warum „Diversität“ so eine richtige Schwachsinnsidee ist und nicht funktioniert: Diversität führt zu enormem Stress, weil die Amygdala in dauerhaftem Alarmzustand ist und permanent alarmiert. Das kapieren nur die Geisteswissenschaftler in ihrer ausgesuchten Dummheit nicht, weil das Biologie ist, und die mit ihrem Marxismus und Poststrukuralismus alles, was mit Genetik, Neurologie und Endokrinonologie zu tun hat, strikt ablehnen und als „Biologismen“ verteufeln, und meinen, dass alles nur durch Sozialisierung und Sprechakte geschaffen werde und wir als völlig neutral, verhaltens- und geschlechtslos auf die Welt kämen. Viel Dämlicheres als Pilosophen und Sozialwissenschaftler haben wir nicht im Angebot. Empirie kennen die nicht, nur Gequatsche.

Apropos Empirie, das ist da ganz wichtig: Was ist ohne Amygdala?

Was ist ohne Amygdala?

Das ist keine so einfache Frage, weil man die nicht einfach mal eben so im Laborexperiment rausnehmen kann und dann fragen „Und, wie isses so?“

Also, rausgenommen hat man sie im Experiment schon, Affen nämlich, aber die kann man nicht gut fragen. Ich greife mal auf einen meiner vielen Artikel zurück, in dem ich daraus zitiert hatte:

Die Funktion der Amygdala lässt sich am besten verstehen, wenn man betrachtet, was passiert, wenn sie fehlt — beispielsweise bei Affen, bei denen auf beiden Gehirnhälften die Amygdala gezielt zerstört wurde. Als Folge wirken die Tiere insgesamt emotionsloser als früher, vor allem aber fehlt es ihnen an jeglichem aggressiven oder defensiven Verhalten. Die Affen zeigen nicht die Spur von Furcht — auch dann nicht, wenn sie einer echten Gefahr, beispielsweise einer Schlange, begegnen. Dabei nehmen sie den äußeren Reiz der Schlange durchaus wahr, aber ohne Mandelkernkomplex bleibt der entsprechende Schreckreflex aus.

Und nicht nur das – ohne Amygdala haben die Tiere auch Schwierigkeiten, emotionale Assoziationen zu lernen, etwa einen bestimmten Gegenstand mit einer Belohnung zu verbinden oder mit einer Strafe. Außerdem suchen sie keinen Kontakt mehr zu anderen Affen und sind daher in der Gruppe bald isoliert.

Ganz ähnlich ist es beim Menschen. So beschrieb der britische Psychiater Robin Jacobsen einen Patienten, bei dem der Mandelkernkomplex aus Krankheitsgründen auf beiden Seiten operativ entfernt worden war. Die Person hatte in der Folge Schwierigkeiten, Gesichter zu erkennen und vor allem den Gesichtsausdruck ihres Gegenübers richtig zu deuten. Dadurch war auch das Sozialverhalten des Betroffenen stark gestört.

Einen ähnlichen Ausfall verursacht auch das Urbach-​Wiethe-​Syndrom, eine seltene Erbkrankheit, bei der unter anderem die Amygdala verkalkt. Die Erkrankten sind ebenfalls in ihrem Gefühls– und Sozialleben stark eingeschränkt. Dem Wort „Angst“ können sie keine Bedeutung zuordnen.

Der Mandelkernkomplex spielt auch eine Rolle für das Gedächtnis, genauer, das emotionale Gedächtnis. Normalerweise können wir uns besser an eine Situation erinnern, wenn starke Gefühle dabei beteiligt waren – besonders Angst oder Furcht. Menschen mit geschädigtem Mandelkernkomplex jedoch zeigen diesen Effekt nicht: Sie erinnern sich an abstoßende, an neutrale und an wohltuende Szenen — etwa in einem Film — gleich gut.

Die Amygdala ist also für beides zuständig, für Freund und Feind. Ohne Amygdala gibt es weder Freund noch Feind. Und das ist dann auch genau das, was ich oben mit den Naziausstellungen schon angesprochen habe: Man zeigt Horrorbilder, die die Amygdala zu Flucht und Abwehr reizen, und dazu Hakenkreuze und braune Uniformen. Man trainiert sie systematisch auf ein Feindbild. Im Prinzip nicht anders, als die Art und Weise, wie man im Dritten Reichen in deren Schriften Juden zeichnete: Klein, krumm, große, unförmige Nasen, dicke Augenbrauen und so weiter. Man trainiert eine Mustererkennung. Das ist das Prinzip: Horror, Feindbild, Mustererkennung. Das zusammmen trainiert die Amygdala. Egal, ob es bei den Nazis, bei der Antifa, unserer Presse oder Georg Restle in Monitor beim WDR: Das Prinzip ist immer dasselbe.

Kennt Ihr den Film Uhrwerk Orange von 1971? Solltet Ihr. Nicht nur, weil der Nebendarsteller des klapsigen Bodybuilders darin „entdeckt“ wurde, um mit seinem Auftreten in einem anderen Film das Böse, das Bedrohliche, das Amygdala-Kitzelnde schlechthin darzustellen: Darth Vader. An dem und Luke und Leia sieht man auch das, was sich durch alle Filme zieht: Die Guten sind weiß, die Bösen sind schwarz, damit die Amygdala in der knappen Zeit von vielleicht 100 Minuten eines Kinofilms schnell genug mitbekommt, wer die Guten und wer die Bösen sind und mit wem man sich identifizieren soll.

Nein, es geht um den Inhalt des Filmes: Man versucht, einen brutalen Verbrecher wieder zu resozialisieren, indem man ihn einer „Gehirnwäsche“ unterzieht. Man schnallt ihn auf einen Stuhl, schnallt den Kopf fest und setzt ihm Klammern in die Augen, damit er sie nicht schließen und nicht weggucken kann, und zeigt ihm dann Bilder seiner Gewalttaten und dann Horrorbilder. Vermutlich wussten der Romanautor und die Filmemacher das damals noch nicht, aber das Konzept, das sie da vorstellen, ist nichts anderes als ein Trainieren der Amygdala. Vom Grundprinzip nichts anderes, als der Gang durch eine Holocaust-Ausstellung, der Konsum von WDR-Monitor oder der Besuch von Veranstaltungen der Friedrich-Ebert-Stiftung. Apropos Friedrich-Eberst-Stiftung. Ich hatte doch erst kürzlich, 2014 (Junge, wie die Zeit vergeht…) von einem Besuch bei der Friedrich-Eberst-Stiftung berichtet, wo man einen Vortrag zum Feminismus angekündigt hatte und dann der amerikanische Professor Michael Kimmel auftrat, völlig durchgeknallt in seinem Wahn, überall Nazis zu sehen und zu jagen, und mit dem Vortragsziel, alle, die sich nicht dem Feminismus unterwerfen, mit den Nazis gleichzustellen, weil das ein Männlichkeitsbild zerstöre, auf dem das Nazitum beruhe. Klare Amygdala-Überfunktion. Rückblickend betrachtet betrachte ich den für, naja, so’n bisschen hirnkrank, das ist was aus dem Lot geraten.

Langjährige Leser werden sich erinnern, wie oft ich schon geschrieben habe, dass ich auf diesen ganzen linken und feministischen Veranstaltungen immer den Eindruck habe, dass denen ein Stück vom Gehirn fehlt. Organisch oder zumindest funktional. Ratio, objektiv-sachliches Denken, kommt bei denen überhaupt nicht vor. Reines, völlig überdrehtes Freund-Feind-Denken. Ich hatte mal einige Artikel im Blog, finde sie gerade nicht, weil ich so viele dazu hatte und die Suchfunktion eine endlose Liste liefert, dass man tatsächlich herausgefunden hat, dass bei manchen Leuten, auch aus hormonellen Gründen, Teile des Gehirns funktional abgekoppelt werden und dafür die Amygdala vergrößert ist.

Es gibt tatsächlich Menschen, bei denen die Ratio im Hirn abgekoppelt ist und die Amygdala mit ihrer Freund-Feind-Angst-Funktion übergroß und übermäßig vernetzt ist. Und genau das scheint mir die Grundlage dafür zu sein, SPD-Mitglied oder Geisteswissenschaftler zu werden – oder beim Bewerbungsgespräch beim Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen erfolgreich zu sein. Deshalb kommen die sich alle so gut vor (ich hatte ja schon oft beschrieben, dass Drogen, auch Rauchen, dieses soziale Belohnungszentrum reizen und man sich gut fühlt, weil man sich sozial verhalten habe, obwohl man es nicht getan hat), weil sie sich im Rudel wähnen, aber eigentlich nur dummes Zeug reden.

Schöne Hormone wie Oxytocin oder Dopamin bekommt man nicht dafür, dass man Schlaues daherredet (sondern erst über den Applaus und die Anerkennung). Sondern dafür, dass man sich dem Sozialprogramm entsprechend verhält, also etwa Freund-Feind-Unterscheidungen trainiert (beispielsweise marxistische Kapitalismuskritik übt), oder sich selbst chemisch betrügt und eine raucht.

In diesem Zusammenhang möchte ich dringendst an das Seelenleben des gemeinen Hummers erinnern. Bei dem nämlich hat man genau das beobachtet. Die sind nämlich zu primitiv, um sich an neue Situtationen anzupassen. Sind sie nicht mehr der Platzhirsch, weil ein jüngerer, stärkerer kommt, geht das in ihr Hirn nicht mehr rein. Deshalb schmeißen sie es weg und lassen sich ein neues wachsen, für das neue Sozialverhalten.

Und daher weiß man, dass Posttraumatische Belastungsstörungen und Depressionen dazu führen, dass der Hippocampus schrumpft, und die Amygdala wächst. Dem geschrumpften Hippocampus kann man mit Antidrepressiva helfen, aber die vergrößerte Amygdala bekommt man nicht mehr auf normale Größe. Posttraumatischer oder depressionsbedingter Dachschaden.

Ich erinner auch nochmal an die Frau, deren Namen und Wohnort man geheim hält, die sich aber für die Forschung zur Verfügung stellt, wie damals nach einer Sendung auf 3Sat beschrieben. Wo man übrigens auch erfuhr, dass Frauen viel stärker unter Phobien leiden, also wohl weit mehr von Amygdalaproblemen betroffen sind.

Die Frau hat keine Angst. Vor nichts und niemandem. Weil ihre Amygdala krankheitsbedingt ausgefallen ist. Sie zeigt regelmäßig die Drogendealer auf der Straße bei der Polizei an, und als die ihr mal eine Knarre an den Kopf hielten, hat sie erst später von der Polizei erfahren, dass so eine Situation was mit Gefahr zu tun hat.

Dabei ist der Frau nicht die Angst, sondern nur der Angstauslöser abhanden gekommen. Man hatte wissenschaftlich versucht, ihr Angst einzujagen. Nichts funktionierte. Sie sprach auf Angstreize von außen, also solche, die über die Sinnesorgane aufgenommen werden, überhaupt nicht mehr an. Erst als man ihr bei der Atmung den Sauerstoff abdrehte und die Bedrohung von innen kam, im eigenen Körper wahrgenommen wurde, bekam sie Erstickungs- und Todesangst. Das läuft offenbar anders, nicht über die Amygdala, weil es nicht zum Sozialverhalten gehört.

Ein neuer Fall: Jody Smith

Leser wiesen mich darauf hin, dass bei Vice.com ein neuer Fall beschrieben wird.

Es geht um einen Mann namens Jody Smith, der von blanker Todesangst gequält war. Dem ging es nur noch um die eigene Sterblichkeit.

Deshalb hat man ihm die Amygdala der rechten Gehirnhälfte entfernt. Seitdem hat er keine Todesangst mehr. Einfach rausoperiert.

Als Smith 26 Jahre alt war, wurde bei ihm Epilepsie diagnostiziert. Etwa dreimal täglich verspürte er ohne Vorwarnung kurze, aber sehr emotionale Gefühlsausbrüche, die ihn denken ließen, dass gleich etwas Schlimmes passiert oder schon passiert ist. Das löste wiederum eine panikartige Kampf-oder-Flucht-Reaktion aus. Selbst für Smith, der schon sein ganzes Leben lang mit Angstzuständen und Existenzangst zu kämpfen hatte, war das eine neue Erfahrung.

Zuerst war nicht klar, dass es sich um epileptische Anfälle handelte, denn meistens waren die Anfälle nur ein wenig lästig. Einige waren allerdings schlimmer als die anderen.

Das finde ich jetzt hochinteressant. Denn landläufig und laienhaft assoziiert man epileptische Anfälle damit, dass einer mit Schaum vor dem Mund am Boden liegt und zuckt. Ich weiß aber, dass es auch epileptische Anfälle gibt, in denen die Leute quasi einfrieren, also das Hirn scheinbar stehen bleibt. Und bei dem hat es zu emotionalen Gefühlsausbrüchen geführt. Epileptische Anfälle in einer anderen Gegend einzigartigdes Gehirns. Panikartige Kampf-oder-Flucht-Reaktion. Amygdala-Überreaktionen. Reaktionen auf Feindkontakt: Kampf oder Flucht. Und als man sie ihm entfernt hat, war das weg.

Ist jetzt allerdings nicht ganz eindeutig, weil sie auch den Hippocampus und Teile des Temporallappens entfernt haben.

“Ich war direkt nach der OP total anders”, sagt er. “Geräusche, die vorher einen epileptischen Anfall ausgelöst hätten, stressten mich. Dazu entwickelte ich verschiedene Störungen wie ADHS und Erinnerungsprobleme.

In den darauffolgenden zwei Wochen bemerkte Smith aber noch etwas anderes: Er wurde nicht mehr länger von der Tatsache verfolgt, dass er irgendwann stirbt. Das klingt erstmal positiv. Aber mehr als ein Jahr nach der Operation wurde Smith klar, in welchem Ausmaß der Eingriff seine Angstreaktion neu geschalten hatte.

Besonders einschneidend war der Tag, an dem Smith durch Newark im US-Bundesstaat New Jersey lief, und eine Frau fünf Typen auf der anderen Straßenseite auf ihn aufmerksam machte. Die Männer bauten sich bedrohlich vor Smith auf, er verstand, dass sie ihn ausrauben wollten. Trotzdem ging er gefasst weiter, machte keine Anstalten zu flüchten und passierte die Typen ganz nonchalant. Die waren genauso überrascht wie Smith selbst.

“Dass ich keine Angst hatte, beeindruckte sie anscheinend”, sagt er.

Kurze Zeit später fiel Smith auf, dass er ungewöhnlich locker blieb, als er von einer Spinne gebissen wurde.

“Ich schaute die Spinne einfach nur an und schnippste sie nicht mal insteinzigartiginktiv weg”, sagt Smith. “Ich dachte mir nur: ‘Wow, ich wurde gerade gebissen, und es tut weh. Was soll ich jetzt tun?'”

Der Mann hat sich gewundert, warum nicht nur die epileptischen Anfälle, sondern generell die Angst, etwa auch vor Abgründen an Klippen, weg war.

Smith hatte mit solchen Nebenwirkungen nicht gerechnet. Niemand hatte ihm gesagt, dass seine invasive Gehirn-OP dazu führen könnte, dass er keine Angst mehr verspürt und den Tod nicht mehr fürchtet.

“Ich redete mit meinem Neurochirurgen darüber, und er meinte nur: ‘Ja, das ergibt Sinn. Ich habe ja auch deine rechte Amygdala entfernt'”, sagt Smith.

Sanne van Rooij, eine Dozentin in Psychologie und Verhaltenswissenschaften an der Emory University, beschäftigt sich schon seit Jahren mit Amygdala-Entfernungen und den Folgen davon. Auch sie glaubt Smith.

“Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Entfernung der rechten Amygdala dazu führt, dass sich die operierte Person nicht mehr fürchtet”, schreibt sie in einer E-Mail an VICE. “Das passt voll und ganz zu unseren Fallstudien mit Epilepsie-Patienten, die sich einem fast identischen operativen Eingriff unterzogen haben.”

Im Jahr 2020 untersuchten van Rooij und ihre Kolleginnen und Kollegen zwei Patienten, bei denen eine komorbide posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert worden war. Bei beiden zeigte sich eine erhöhte Angstreaktion bei Dingen, die sie an ihr Trauma erinnerten. Nach der OP, bei der mit einem Laser die rechte Amygdala entfernt wurde, war die posttraumatische Belastungsstörung verschwunden.

“Wenn die komplette rechte Amygdala fehlt, kann das dazu führen, dass die betroffene Person keine Angst mehr verspürt – selbst wenn sie sensorische Informationen geliefert bekommt, die normalerweise Angst auslösen würden.”

Sie berichten außerdem vom bekannten Fall des Kletterers Alex Honnold, der auch die gefährlichsten und komplexesten Routen einfach so klettern kann, weil er keine Angst vor dem Tod hat. Bei dem hat man im Labor festgestellt, dass er auch auf Fotos von Geisterhäusern und Kriegsgebieten kaum reagiert, die Amygdala kaum erregt wird. Bei dem würden also eine Holocaustaustellung oder WDR Monitor nicht funktionieren.

“Früher galten angstauslösende Reize immer als essenziell fürs Überleben, aber in der heutigen Gesellschaft ist das Ganze nicht mehr so wichtig, da wir die meisten Bedrohungen bereits kennen oder beigebracht bekommen”, sagt van Rooij. Inzwischen sei sogar fast das Gegenteil der Fall: “Die Überreaktion auf stressige Reize, während man sich gar nicht in einer lebensbedrohlichen Situation befindet, kann extrem hinderlich sein. Zum Beispiel, wenn man in einer sicheren Umgebung an ein Trauma erinnert wird.”

Auch Smith geht es so. Seine Angst vor dem Tod ist zwar weg, aber er kann immer noch Gefahren erkennen – indem er Situationen bewusst wahrnimmt und analysiert. Er nennt das seine “logischere Version” von Angst. Smith ist sogar vorsichtiger geworden, seit er mehr über potenzielle Gefahren nachdenkt. […]

Smith sagt, er sei seit der Operation extrovertierter und gesprächiger. Auch sein Ekelempfinden sei auf ein Minimum geschrumpft: “Früher machte ich mir die ganze Zeit Sorgen, mir irgendwie die Hände schmutzig zu machen. Heute denke ich mir einfach: ‘Das wäscht sich schon wieder ab.'” Anders gesagt: Smith geht es besser denn je. “Die Furchtlosigkeit ist super”, sagt er. “Die OP hat sich nur negativ auf mein Gedächtnis und meine Konzentration ausgewirkt.”

Schlussfolgerungen

Ich hatte früher schon geschrieben, dass mir Feministinnen, Linke, SPD, Grüne vorkommen, als fehlte denen ein Stück vom Hirn.

Mittlerweile halte ich sie für so etwas wie den Bundesverband derer mit krankhafter Amygdalaüberfunktion.

Das zeigt sich nicht nur in deren extrem überdrehtem Freund-Feind-Denken und deren Krieg „gegen Rechts“, als allem, was nicht ihrer Meinung ist (also zu ihrem Rudel gehört), und deren immer absurderen Anforderungen, wen sie noch akzeptieren. Oder auch dem Wahnsinn der SPD, alle Normalen als Feind zu betrachten und sich mit irgendwelchen winzigsten Randgruppen zu solidarisieren (=einzuverrudeln), um sich da rudelwohl zu fühlen, aber nicht drauf zu kommen, dass das für die 5%-Hürde nicht reicht.

Es erklärt etwa den Drang, „Safe Spaces“ zu bauen, in denen man von garantiert jedem als feindlich erkennbaren Reiz abgeschottet zu sein, und sich durch Kätzchen- und Welpenbilder an der Wand etwas Oxytocin zu verschaffen. Es geht dabei um nichts anderes als darum, die Amygdala etwas zu beruhigen.

Auch das, was amerikanische Juraprofessoren beklagen, dass sie ihren Studenten keine Disskusion über sexuelle Gewalt (ist ja immerhin Strafrecht, da muss man durch) mehr zumuten zu können, deutet auf eine extreme Überempfindlichkeit der Amygdala hin – wie Holocaustaustellung auf Steroiden.

Schaut man sich die Antifa an, dann sind das eigentlich nur Bekloppte, die rumrennen und verzweifelt versuchen, etwas Ruhe in ihre durchdrehende Amygdala zu bekommen.
Die sehen überall Feinde und sind in ständigem Kampfverhalten. Durchgehend krankhaftes Verhalten, Ursache eine überdrehende Amygdala.

Der ganze Vergewaltigungskomplex ist ja im Prinzip auch nichts anderes als das Verhaltensprogramm, nicht vom gegnerischen Rudel geschwängert zu werden.

Und es deutet viel, sehr viel darauf hin, dass man eine solche Amygdala-Überfunktion auch erwerben, sich anmeditieren, antrainieren kann. Der ganze feministische Depressionkrampf – Ihr seid die Unterdrückten, nur geschaffen und erfunden um unterdrückt, benachteiligt, ausgegrenzt zu sein, unfrei und geknechtet auf Lebenszeit – kann ja nicht ohne Spuren im Hirn bleiben. Die werden ja völlig bekloppt davon. Der Hippocampus schrumpft, die Amygdala wächst. Deswegen wirken die dann auch so bekloppt, Störungen im Hippocampus und Kontrollübernahme durch Amygdala im Dauerkrisenzustand.

Ich hatte von einer feministischen Veranstaltung der Piraten mal berichtet, dass die da Hirnwäsche ala Scientology treiben. Einander Fremde mussten sich in Dreiergruppen zusammenfinden und ihr Unterdrückungs- oder Unterdrückererlebnis berichten, um es von den jeweils anderen beiden bewerten zu lassen. Ich wurde richtig beschimpft, weil ich da nicht mitgemacht und nur beobachtet habe. Die kontrollieren sich gegenseitig, ob der Dachschaden auch schon weit genug fortgeschritten ist, und ob das auch schon alles schön irrational und amygdalagesteuert ist.

Ich hatte auch schon die Frage aufgeworfen, ob Amygdala-Sausen durch die in den USA verbreitete Gabe von Ritalin verursacht werden kann, und dieses Ritalin die Ursache dafür ist, dass es dort so viele Schneeflöckchen in Safe Spaces und Antifanten gibt.

Klimapanik

Ist die Klimapanik und diese Weltuntergangsdrama, diese Überzeugung, dass es sich schon nicht mehr lohne, noch Abitur zu machen, letztlich genau die Sorte von permanenter Todesangst, die dieser Jody Smith beschrieb und die man ihm rausoperiert hat?

Haben sich die Leute durch dieses ganze linke und feministische Geblubber den Hippocampus demoliert und die Amygdala aufgeblasen, und die löst nun – in der rechten Hirnhälfte – permanente Todesangst aus? Und sind Informationen nicht mehr zugänglich?

Seit es die Grünen gibt, hätte ich nach deren Thesen mindestens fünfmal sterben müssen. Am Waldsterben, am Ozonloch, an Atomkraft, an Mobilfunk, an ISDN, an allem Digitalen, an Strom sowieso, an Autos und SUVs, am Ozonloch und jetzt am Klima. Technikfeindlichkeit, weil der letzte verbliebene Rest von Sachdenken irgendeine technische Ursache zur Todesangst haben will?

Sind Feminismus, Gender, Antifa, Linksextremismus, RAF, Antikapitalismus, Greta, Klimapanik und so weiter und so fort, der ganze Katalog linken Wahnsinns, Symptome einer angeborenen oder erworbenen Amygdala-Überfunktion?

Alles nur Folge eines krankhaft übersteigerten Freund-Feind-Verhaltens und des Durchdrehens des Verhaltensprogramms für urzeitliche Feindkontakte?

Die Amygdala als einzelne Fehlerursache, als singuläre, alleinige Erklärung für nahe alles, was politisch so läuft?

Nach der Regel Ockham’s Razor sollte man sich als Theorie und Hypothese immer die aussuchen, die mit den wenigsten Zusammenhängen und Ursachen auskommt, die keine „Verschwörung“ als magisches Zusammenwirken verschiedener koinzidenter Ursache unterstellten muss, sondern eine einzelne zentrale Ursache für alles bennent, und keines Zusammenwirkens bedarf.

Ich glaube, die Amygdala wäre eine einzelne Ursache, die ohne das Zusammenwirken verschiedener Ursachen auskäme, und als zentraler Dreh- und Angelpunkt alles von Nazi über Linke, Marxismus, Feminismus und Klima erklären könnte.

Alles nur Amygdala-Zombies?