Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Amygdala, der Hummer und das Weibliche schlechthin

Hadmut
15.3.2018 21:57

Es wird wieder hirnig.

Ich habe doch schon viele Texte über die Amygdala und die Hirnfunktionen geschrieben.

Ein Leser wies mich dazu nun auf zwei Webseiten hin.

Die erste handelt von der Anatomie:

Die Funktion der Amygdala lässt sich am besten verstehen, wenn man betrachtet, was passiert, wenn sie fehlt — beispielsweise bei Affen, bei denen auf beiden Gehirnhälften die Amygdala gezielt zerstört wurde. Als Folge wirken die Tiere insgesamt emotionsloser als früher, vor allem aber fehlt es ihnen an jeglichem aggressiven oder defensiven Verhalten. Die Affen zeigen nicht die Spur von Furcht — auch dann nicht, wenn sie einer echten Gefahr, beispielsweise einer Schlange, begegnen. Dabei nehmen sie den äußeren Reiz der Schlange durchaus wahr, aber ohne Mandelkernkomplex bleibt der entsprechende Schreckreflex aus.

Und nicht nur das – ohne Amygdala haben die Tiere auch Schwierigkeiten, emotionale Assoziationen zu lernen, etwa einen bestimmten Gegenstand mit einer Belohnung zu verbinden oder mit einer Strafe. Außerdem suchen sie keinen Kontakt mehr zu anderen Affen und sind daher in der Gruppe bald isoliert.

Ganz ähnlich ist es beim Menschen. So beschrieb der britische Psychiater Robin Jacobsen einen Patienten, bei dem der Mandelkernkomplex aus Krankheitsgründen auf beiden Seiten operativ entfernt worden war. Die Person hatte in der Folge Schwierigkeiten, Gesichter zu erkennen und vor allem den Gesichtsausdruck ihres Gegenübers richtig zu deuten. Dadurch war auch das Sozialverhalten des Betroffenen stark gestört.

Einen ähnlichen Ausfall verursacht auch das Urbach-​Wiethe-​Syndrom, eine seltene Erbkrankheit, bei der unter anderem die Amygdala verkalkt. Die Erkrankten sind ebenfalls in ihrem Gefühls– und Sozialleben stark eingeschränkt. Dem Wort „Angst“ können sie keine Bedeutung zuordnen.

Der Mandelkernkomplex spielt auch eine Rolle für das Gedächtnis, genauer, das emotionale Gedächtnis. Normalerweise können wir uns besser an eine Situation erinnern, wenn starke Gefühle dabei beteiligt waren – besonders Angst oder Furcht. Menschen mit geschädigtem Mandelkernkomplex jedoch zeigen diesen Effekt nicht: Sie erinnern sich an abstoßende, an neutrale und an wohltuende Szenen — etwa in einem Film — gleich gut.

Die Amygdala ist demnach – naja, hatte ich ja schon öfter – stark mit dem Angst- und Sozialverhalten verbunden.

Und wenn man das so liest, könnte man auf die Idee kommen, dass gerade die Eigenschaften, die man als „typisch weiblich” ansieht und teils auch nachweist, direkt mit der Amygdala zu tun haben: Gesichter und Emotionen zu erkennen, emotionale Assoziationen, Gruppenverhalten. Irgendwer will mal im Laborversuch nachgewiesen haben, dass Frauen Gesichtsausdrücke anderer schneller und zuverlässiger erkennen und einordnen können als Männer: Amygdala-Arbeit.

Möglicherweise kommen aber auch Ängste und Depressionen, die bei Frauen öfter als bei Männer vorkommen sollen, direkt von einem stärkeren Einfluss der Amygdala. Das ist ja so der Klischee-Klassiker, die Jungs machen jeden Scheiß und jede Mutprobe, die Mädchen kreischen und haben Angst vor Spinnen und allem anderen.

Ein zweiter Hinweis geht auf diese Seite bei der Achse des Guten über Hirnstrukturen, eine Übersetzung eines Teils eines Vortrags des bekannten Psychologen und Genderkritikers Jordan B. Peterson. Video hier. Am Beispiel des Hummers. Hummer sind, neuronal betrachtet, recht primitive Viecher und doch – oder gerade deshalb – so aufschlussreich. Denn man kann an denen den Zusammenhang zwischen aufgeplustertem Platzhirschverhalten, Serotonin und Depressionen beobachten. Und die Vermutung entwickeln, dass Depressionen etwas damit zu tun haben, der Gegenspieler zum Platzhirschverhalten zu sein, der Mechanismus, der den, der den Machtkampf verloren hat, sich zurückzieht und das Maul hält, statt bis in den Tod zu kämpfen.

Gibt man jemandem dann aber Antidepressiva, verwandelt er sich zurück, plustert sich auf, sucht Streit.

Männliches Alphatiergehabe und Depressionen scheinen natürliche Gegenspieler zu sein, die durch denselben Chemiehaushalt gesteuert werden.

Hummer haben eine weitere Eigenschaft, die wirklich cool ist: Nehmen wir an, Sie waren lange Zeit ein Alphahummer. Nun sind Sie alt, und ein irgendein jüngerer Hummer hat Sie gerade aufs übelste verprügelt. Also werden Sie depressiv. Das ist natürlich eine Sache, die sich im Gehirn abspielt. Aber Sie haben nicht viel Hirn, weil Sie ein Hummer sind. Was passiert also, nachdem Sie verloren haben? Nun, die Antwort ist: Ihr Gehirn löst sich auf, und es wächst Ihnen ein untergeordnetes Zweithirn.

Darüber lohnt es sich, nachzudenken. Wer schon einmal im Leben eine ernsthafte Niederlage einstecken musste, weiß, wie sich das anfühlt. Es ist wie ein Tod, ein Abstieg, eine Auflösung und – wenn man Glück hat – ein Nachwachsen. Man steht wieder auf, und zwar nicht unbedingt als dieselbe Person, die man vorher war. Bei Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTSB) etwa kommt es zu bleibenden neurophysiologischen Veränderungen.

Ist Haupt-Hirn das, was das Alphamännchen braucht?

Dann bewohnen sie eine Welt, die viel gefährlicher ist als die Welt, in der sie zuvor lebten. Denn PTBS (oder auch Depressionen) führen dazu, dass der Hippocampus schrumpft. Der Hippocampus stirbt ab, und die Amygdala wächst. Die Amygdala erhöht die emotionale Sensibilität und der Hippocampus hemmt die emotionale Sensibilität. Wenn Sie sich erholen, wird der Hippocampus wieder wachsen. Dabei können Antidepressiva helfen. Aber die Amygdala schrumpft nie wieder.

Das wirft jetzt eine interessante Frage auf:

Es ist ja bekannt, dass Feministinnen weit überdurchschnittlich oft an Depressionen leiden.

Ist es vielleicht andersherum? Erkranken Depressive überdurchschnittlich oft an Feminismus?

Man könnte nämlich anhand dieser Erkenntnisse vermuten, dass der ganze Genderquatsch mit seiner extremen Irrationalität – schlimmer noch: Völliger Ignoranz gegenüber der eigenen Irrationalität – und Hyperemotionalität genau das ist: Überfunktion der Amygdala, Ausfall des Hippocampus.

Da muss ich jetzt aufpassen, so ganz durchverstanden habe ich es noch nicht. Der Hippocampus gilt einerseits als der rationale Teil, der auch mit räumlicher Orientierung zu tun hat (Frauen können nicht einparken…) und durch Demenz angegriffen wird (Leute finden nicht mehr nach Hause), es heißt aber auch, dass er bei Reptilien erstmals entstanden ist, und über das Reptiliengehirn habe ich gerade etwas ganz anderes geschrieben, aber wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, meint „Reptiliengehirn” das Stammhirn und nicht den Hippocampus.

Nach alledem drängt sich der Eindruck auf, dass der Hippocampus die Eigenschaften bildet, die als typisch männlich gelten, Alphatier, Orientierung und so weiter, während die Amygdala eher mit den typisch weiblichen Funktionen zu tun hat.

Ist feministischer Männerhass (böser weißer Mann) eine Fehl- und Überfunktion einer nach abgestorbenem Hippocampus alleinherrschenden Amygdala? Ich hatte ja schon geschrieben, dass die mit den Tribalismen und dem Verhalten feindlicher Herden zu tun hat. Halten die deshalb die weißen Männer für durchweg böse, weil deren Amygdala durchdreht und ständig Auftreten einer feindlich-konkurrierenden Herde signalisiert?

Ist der Feminismus im Ergebnis „nur” eine Hirnstörung? Wie oft habe ich seit Jahren immer wieder geschrieben, dass mir auf diesen feministischen Veranstaltungen immer wieder der Eindruck entsteht, dass diesen Leuten der Teil des Gehirns, in dem man rational denkt, nicht gewachsen ist? Fehlt denen der Hippocampus?

Denkt mal daran, was ich vor drei Tagen geschrieben habe: Social Justice als psychische Erkrankung begreifen. Die Leute sind immer aggressiver, nicht mehr zu inhaltlicher Auseinandersetzung fähig. Passt das nicht exakt zu dieser Betrachtung, dass bei denen die Amygdala das Kommando übernommen hat und durchdreht, die sich in einem übersteigerten Tribalismus befinden?

Neulich hatte ich darüber geschrieben, dass es Erkenntnisse gibt, wonach Berlinern das Gehirn schrumpft, weil sie ständig unter Stress stehen, ständig auf der Flucht sind. Sie werden irrational und assozial. Ein Problem der Achse Hippocampus – Amygdala? Ein Effekt wie beim Hummer, der dem Alpha-Tier unterliegt und sich in Hirnschrumpfdepressionen begibt?

Man beobachtet Entwicklungsstörungen bei Kindern, aber viel stärkern bei Jungen als bei Mädchen, sie können sich nicht konzentrieren, haben Probleme mit der Grob- und Feinmotorik. Jungenspezifische Störungen des Hippocampus?

Man kann das weiterspinnen.

Führt sexueller Missbrauch, meinetwegen auch sowas vom – behaupteten, nicht bewiesenen – Typ „Harvey Weinstein”, bei dem es ja um Macht geht, zu genau diesem Effekt, nämlich vom Alphatier besiegt und unterdrückt zu werden, und in der Folge wie beim Hummer Teile des Gehirns abzubauen und nur noch auf Amygdala zu setzen?

Man könnte auch die Frage stellen, ob Marxismus und Soziologie dadurch verstärkt wurden. Die Frankfurter Schule war, wie beschrieben, ein zentraler Auslöser. Die aber bestanden aus jüdischen Wissenschaftlern, die in der NS-Zeit fliehen und alles aus der Entfernung mitansehen mussten. Sind die Traumata des Holocaust letztlich auch als dieser Mechanismus im Gehirn zu verstehen, dass das gewaltsame Unterliegen gegenüber einem dominanten Alphatier zu Veränderungen im Gehirn, Reduzierung des Hippocampus, Wucherung der Amygdala führt? Hat sich daraus dann das linke Universitätswesen entwickelt?

Ich habe mal beschrieben (unter anderem von einer Piratinnenkonferenz), dass die sich wie bei Scientology gegenseitig auditieren und prüfen und jede immer wieder darlegen, erzählen, bekennen muss, von bösen Männern unterdrückt und missbraucht worden zu sein. Bei #Aufschrei und #MeToo das gleiche, nur über Twitter. Geht es bei diesen Psychomethoden darum, das Trauma aufrechtzuerhalten und zu verstärken (Hausfrauentipp: Fettflecken werden wieder wie neu, wenn man sie von Zeit zu Zeit mit etwas Butter bestreicht.), sprich: Sich gegenseitig auf Amygdala und gegen Hippocampus zu trainieren?

Ist das überhaupt eine gängige Sekten- und Psychomethode, Leute in diese Hummer-Situation zu reden, dass da ein großes starkes Alphamännchen sitzt, dass uns alle unterdrückt, um genau diesen Mechanismus im Hirn auszulösen? Sieht man deshalb überall böse, weiße Männer? Lauter Alphatiere?

Fällt auch das, was man so gemeinhin „Populismus” nennt (die da oben und wir hier unten) in diese Kategorie?

Und sind Soziologie und Gender Studies der Versuch, diese Irrationalitätserkrankung zumindest den Äußerlichkeiten nach als „Wissenschaft” und somit irgendwie rationalisiert darzustellen?

Ich kann mich erinnern, neulich irgendwo mal einen Film gesehen zu haben, in dem man beobachtet, wie sich das Verhalten der Weibchen in einer Schimpansenhorde ändert, wenn ein neues Männchen kommt, wie die dann versuchen, ihre Rangordnung und Stellung zu halten bzw. zu erkämpfen, und dass ihre Jungen schlechte Chancen haben.

Sind Feminismus und der ganze Quoten- und Gleichstellungskram ein Ausbruch dieser Verhaltensweisen?

Und: Liegen Soziologen und Genderasten mit ihrer These, dass wir als leeres Blatt geboren und dann sozialisiert werden, sowas von völlig und grotesk falsch?