Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

ca. 20% weniger Zucker

Hadmut
27.2.2020 0:21

Heute habe ich im Supermarkt an der Kasse beim Bezahlen einen Löffel geschenkt bekommen. Ein Spezial-Zucker-Löffel, der eine Delle nach oben in der Löffel-„Schaufel” hat, mit man 20% weniger Zucker verwendt (z. B. in den Tee oder Kaffee).

Werbeaktion, sie wollen bis 2025 im Eigenmarkensortiment den Zuckergehalt um 20% senken. „Und nun bist du dran!”

Warum bis 2025? Warum nicht gleich?

Und wozu – über den Marketing-Gag hinaus – nehmen die einen Zuckerlöffel mit so einer albernen Delle zum Selbstbetrug, anstatt einfach einen kleineren Löffel zu verwenden? Früher waren die Zuckerlöffel kleiner.

„Mit dem Lidl-Löffel sparst du im Handumdrehen ca. 20%* ein, ohne deine Gewohnheiten ändern zu müssen. Für ein bewussteres Leben.” Und in der *-Fußnote: „Im Vergleich zu einem herkömmlichen gestrichenen Teelöffel Zucker. Abweichungen sind je nach Teelöffel möglich.”

Muss man sich ernstlich selbst bescheißen, indem man sich mit einem Trick-Löffel vorgaukelt, einen großen Teelöffel Zucker in die Tasse zu nehmen? Und nicht einfach einen gewöhnlichen kleineren Löffel nehmen?

Ich finde es ja grundsätzlich prima, dass die den Zuckergehalt reduzieren wollen.

Aber ist das wirklich so schwer und so mühsam, dass man die Leute regelrecht auf langsamen Entzug setzen muss?

Vor 30 Jahren hatte ich auch immer einen Löffel Zucker im Tee. So eine lästige Familienangewohnheit. Oft dann natürlich den edlen braunen Kandis-Zucker, weil das irgendwie so sein müsse, Ritual. Ich habe es dann irgendwann einfach ganz bleiben lassen.