Hadmut Danisch

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Nachrichten aus der Archäologie

Hadmut
25.2.2020 0:43

Was man so alles findet, wenn man mal gräbt.

Archäologen wollten irgendwo bei Köln, Hambacher Forst, nach einer römischen Villa graben.

Gefunden haben sie ein russisches Spionagefunkgerät Baujahr 1987, fabrikneu und luftdicht eingeschraubt in einem Metallbehälter. Man vermutet, dass man die Kernforschungsanlage Jülich in der Zeit vor dem Mauerfall ausspionieren wollte, es dann beim Zusammenbruch des Ostblocks aber schnell irgendwo im Wald verbuddelt hat. Der Zustand sei so gut und fabrikneu, dass man gar nichts restaurieren müsse, nur die Batterien müsste man nach 30 Jahren mal tauschen.

Womöglich Stasi oder andere Spione aus der DDR. Was vielleicht dazu passt, dass mir neulich jemand schrieb, dass wir beim Mauerfall kurz vor dem Krieg standen und es ohne Mauerfall zum Krieg gekommen wäre. Vielleicht auch ein Grund, warum die DDR den Mauerfall ohne großes militärisches Eingreifen hat passieren lassen – vielleicht wäre die Alternative ein Krieg gewesen.

Kurioserweise ist das Funkgerät englisch beschriftet. Womöglich auch für einen englisch sprechenden Spion. Ich kann mich allerdings so ganz dumpf und entfernt erinnern, irgendwo in irgendeinem Museum schon mal ein als gewöhnliches Radio getarntes russisches Funkgerät gesehen zu haben, das auch komplett englisch beschriftet war.

Gibt so ein bisschen eine Vorstellung von der Spionage- und Kryptowelt Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger Jahre.

verweist dann auf diesen Artikel.