Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Vom verrückten Mann

Hadmut
14.2.2020 23:31

Ein Leser schreibt mir:

Seit Jahren lese ich Deinen Blog und dachte manchmal, -Bitte entschuldige- „jetzt wird der Mann verrückt“.
Aber dann stellt sich plötzlich alles als völlig plausibel heraus.

Das sind mir die liebsten Verschwörungstheorien.

Das erinnert mich jetzt direkt an etwas. Was ich erst vorhin gesehen habe.

Ich hatte im vorangegangenen Blog-Artikel auf die lange Sondersendung des SRF verlinkt. Darin kommen die Witwe und die Tochter von „Micky (Schreibweise?) Grützmann” (später im Video: „Sigmar Grützmann”, Direktor des Bereichs Entwicklung, aus München) zu Wort, der da für die Crypto AG eingeweiht und in den USA beim CIA war. Seine Aufgabe war, die Leute zu täuschen und ihnen zu sagen, dass alles sicher sei. Die Belastung hat ihn zum Saufen gebracht. Man hat ihn dann gefeuert, weil er das Geheimnis nicht mehr tragen könne, und er erzählte zuhause, dass die Crypto AG für CIA und BND faule Geräte verkaufe. Bei 0:57:13 erzählten Frau und Tochter, dass man ihn deshalb nicht ernstgenommen hat. Man hat gedacht, er sei ein Suffkopp, der spinnt sich was zusammen. Erst im Nachhinein hätten sie jetzt aus den Minerva-Unterlagen (Minerva war CIA-Deckname der Operation, Rubikon der des BND) gesehen, der hatte Recht, es stimmte alles, was er sagte.

Man hat übrigens einen „Entwicklungschef”, der der Hintertür auf die Spur kam, von einem Tag auf den anderen gefeuert. Der hatte schon 1977 die Behörden darauf hingewiesen, dass die Geräte Hintertüren haben.

Man hat alle gefeuert und rausgeworfen, die die Operation hätten in Frage stellen können.