Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Ein Witz namens Informatikstudium

Hadmut
8.2.2020 20:59

Ein Student klagt mir sein Leid darüber, dass das Informatikstudium zur Witzveranstaltung geworden ist.

Den ersten Absatz, um welche Hochschule es geht, lasse ich mal weg, um die Quelle nicht zu offenbaren.

Von 100% der Studenten, die ich so erlebe, frage ich mich bei 70% wie sie überhaupt an eine Hochschule gekommen sind.

Beinahe alle Module müssen in Gruppenarbeit bewältigt werden.
Das bedeutet, dass eine nicht einmal kleine Anzahl der Studenten in das vierte oder fünfte Semester kommt ohne je mehr geleistet zu haben,
als den eigenen Namen auf ein Blatt Papier zu schreiben.
Das Niveau der Gruppenarbeiten ist unterirdisch, Arbeitsteilung scheint für viele ein avantgardistisches Konzept und die Atmosphäre in Gesprächen ist angespannt.
Blos nicht den falschen Witz erzählen, denn damit könnte eine echte oder vielleicht auch nur eingebildete Minderheit diskreditiert werden.

Die Klausuren werden seit Jahren kaum geändert und Altklausuren finden sich in zahlreichen Dropboxen.

Nicht wenige Studenten haben eine Lese-Rechtschreibschwäche und sind nicht in der Lage einfachste Texte mit ihren eigenen Worten zu subsumieren.
Die Hochschule verkommt so zum Endlager.

Ja, sowas habe ich schon öfters gehört. Leute, die es in Informatik bis zum Vordiplom/Bachelor bringen, ohne, außer bei den Multiple-Choice-Tests, auch nur ein einziges Mal an einem Rechner gesessen zu haben. Ein paar solcher Leute hatte ich auch schon erlebt. Damals an der Uni hatte ich einen Kollegen, der zu doof war, den Rechner einzuschalten, und mit seiner eigene Dummheit nicht nur kokettiert hatte, sondern sie auch exzessiv nutzte, damit man ihm nur ja keine Aufgabe übertragen konnte. Man hat ihn dann sehr schnell promoviert, um ihn schnell und konflikt- und geräuschlos loszuwerden. Aber das war zu meiner Zeit schon eine seltene Ausnahme bei Männern. Frauen durften damals schon doof sein, die bekamen trotzdem flott eine Bestnotenpromotion.

Und dann ging das bergab.

Dann wurde das systematisch auf Durchzug gestellt, damit man da mehr Frauen durchpumpen kann. Es ging nie darum, dass die irgendwas können oder lernen, denn der geisteswissenschaftliche Ansatz ist, dass das alles nur Diskurs ist und es Qualität nicht gibt, dass es nur darum geht, dass alle anderen jemanden für einen Wissenschaftler halten. Deshalb die Sprachvorschriften, deshalb alle mit Lametta und Master behängt. Zu meiner Zeit damals haben die Frauen im Studium noch ständig abgeschrieben, aber wenigstens war das damals noch verboten und führte zu 0 Punkten, wenn es rauskam. Irgendwann kam man auf die Idee, das zum Prinzip zu machen, dass einer arbeitet und die anderen davon profitieren, obwohl das prüfungsrechtlich völlig verfassungwidrig und unzulässig ist.

Was meint Ihr wohl, warum die Gendertante von Verfassungsrichterin meine Verfassungsbeschwerde abgesägt hat? Es ging darin darum, dass Hochschulprüfungen nur aufgrund von einheitlichen gesetzlichen Maßstäben und Anforderungen möglich sind und durchgeführt werden dürfen. Das hatten sie eigentlich selbst schon 1991 entschieden, aber ich wollte das halt nochmal neu durchsetzen. Das passte aber nicht in den politischen Auftrag, die Universitäten für Frauen auf Durchzug zu stellen. Im Prinzip ist das, was der Student mir da schreibt, nichts anderes als dasselbe Ding, das ich hier seit Jahren aus Sicht der Verfassungsbeschwerde beschreibe, nur eben nun aus Sicht im Studium. Ungefähr so, wie Kuckucksei und 23 dieselbe Story erzählen, nur aus völlig unterschiedlichen Sichten und Rollen. Frauen bekommen selbst für den dümmsten Blödsinn noch den Doktor summa cum laude. Weil es nicht mehr darauf ankommt, was in der Arbeit steht.

Ein Informatikstudium ist heute nichts mehr wert in dem Sinne, als dass ein Abschluss irgendeine Ausbildung oder Befähigung belegen würde.

Den Effekt kann man in den USA schon beobachten. Immer mehr Firmen ist das mittlerweile völlig egal, ob jemand studiert hat, sind Abschlusszeugnisse und Grade dort keinen Pfifferling mehr wert. Die prüfen die Leute selbst, was die können, und stellen sie nach real nachgewiesenen Fähigkeiten ein. Genau aus diesem Grund, den der Student hier beschreibt, weil das in den USA schon länger so ist. Da fördert man nicht nur Frauen, sondern eben auch Schwarze, und viele Leute taugen nicht für ein Studium. Weil man bei Frauen und Schwarzen aber alle durchdrücken will und die Quote stimmen muss, gehören halt solche Pseudogruppenarbeiten dazu.

Im Prinzip wie das Grundeinkommen. Einer arbeitet und alle bekommen es.

Wir sind auf dem Weg in eine sozialistische Gesellschaft, und im Sozialismus ist eben die ganze Gesellschaft Lug und Schwindel. Es geht einfach nur darum, nach sozialistischem Prinzip die Positionen in der Gesellschaft, die „Privilegien” planwirtschaftlich zu verteilen. Deshalb hat man diese Pseudostudiengänge erfunden.

Und weil kein Arbeitgeber, der noch bei Trost ist, solche Leute dann einstellen würde, gibt es eben die Frauenquote. Und die Maßnahmen gegen Gender Pay Gap, denn die Tussis, die auf diese Weise zu ihrem Master gekommen sind, sollen ja trotzdem volles Gehalt bekommen

Und dann jetzt noch die Migrationswelle dazu…