Ansichten eines Informatikers

Ein Witz namens Rente – und zwei richtig blöde Fragen

Hadmut
21.10.2019 21:55

Wie die Möhre an der Angel. [Nachtrag]

Ich hatte es ja gestern schon, dass Peter Altmaier sagt, das Rentenniveau sei nicht verkraftbar, es aber eher auf die Beiträge bezog.

Jetzt kommt die Bundesbank um die Ecke, und fordert, dass das Rentenalter auf 70 erhöht wird, bei gleichzeitiger Absenkung, wie die FAZ schreibt.

Die Deutsche Bundesbank spricht sich für eine deutliche Anhebung des Rentenalters in Deutschland auf fast 70 Jahre aus. Die Währungshüter ermahnen die Bundesregierung in ihrem jüngsten Monatsbericht zu weitreichenden Korrekturen. Andernfalls gerate “die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung unter erheblichen Druck”. Wichtigster Grund sei die demografische Entwicklung: Bereits Mitte der 2020er Jahre gingen die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer in Rente, zudem würden die Bundesbürger immer älter.

Konkret schlägt die Bundesbank vor, das offizielle Ruhestandsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Das hätte zur Folge, dass das gesetzliche Rentenalter von 2032 an um durchschnittlich einen dreiviertel Monat pro Jahr stiege. “Der Geburtsjahrgang 2001 ginge dann ab Mai 2070 mit 69 Jahren und vier Monaten in Rente”, schreiben die Währungshüter. Falls sich die Lebenserwartung bis dahin anders entwickele als derzeit angenommen, könne dies korrigierend berücksichtigt werden. Nach heutiger Rechtslage ist vorgesehen, dass das Rentenalter bis 2031 auf 67 Jahre steigt. Zurzeit liegt die “fernere Lebenserwartung”, also die Zahl der durchschnittlich verbleibenden Lebensjahre, für Neurentner bei 19,5 Jahren im Durchschnitt von Männer und Frauen. Bis 2070 sei damit zu rechnen, dass sie um weitere 4,5 Jahre steigt – und damit auch die allgemeine Rentenbezugsdauer.

Ich glaube aber nicht, dass die Lebenserwartung weiter steigt. Im Gegenteil. Das Gesundheitssystem wird zusammenbrechen, die Infrastruktur ebenfalls. Sozialistische Verelendung.

Leider funktionierten die Sterbetafeln beim statistischen Bundesamt gerade nicht, da kommt gerade eine Fehlermeldung. Aber ich habe so in Erinnerung, dass über 20% der Männer das Alter 70 gar nicht erst erreichen, folglich also auch dann, wenn sie ihr Arbeitsleben lang eingezahlt haben, niemals einen Euro Rente sehen werden. Gleichzeitig versorgt man die, die nie gearbeitet haben.

Wie die Bundesbank weiter schreibt, würde die Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung allerdings allein nicht reichen. Gleichzeitig müsste das Versorgungsniveau der Ruheständler von derzeit 48 auf langfristig 44 Prozent gesenkt werden. Zugleich empfiehlt die Zentralbank eine deutliche Anhebung des Beitragssatzes von derzeit 18,6 auf “eine Größenordnung von 24 Prozent”. Mahnend beschreiben die Währungshüter, was passiert, wenn die Politik nicht korrigierend eingreift. Würde das Versorgungsniveau der Rentner beim derzeitigen Niveau von 48 Prozent eingefroren, käme es bis 2070 zu einem drastischen Anstieg des Beitragssatzes auf eine Größenordnung von 31 Prozent, zugleich müsste der Anteil der Bundesmittel für die Rentenversicherung in etwa verdreifacht werden.

Gut, das ist jetzt alles noch in ferner Zukunft, aber da würden sich die Jungen (ich weiß nicht, ob die das noch kapieren) doch jetzt schon fragen, was das überhaupt noch bringt, da einzuzahlen.

Der dummen Fragen Erste

Hieß es nicht die ganze Zeit, wir bräuchten die Migration, um genau dieses Problem zu lösen? Nun haben wir die Migration, und es wird schlechter und nicht besser?

Der dummen Fragen Zweite

Und die ist jetzt extra-dumm:

Wurde uns nicht gerade eben gesagt, dass wir wegen der Klimaerwärmung alle sterben werden und noch höchstens 10 Jahre zu leben haben?

Und jetzt kommen die mit Rentenplanungen für 2070 daher?

Gut, es hat was. Wenn sich die Jüngeren über die Rente beschweren, immer daran erinnern, dass das doch egal ist und nichts macht, weil sie in 10 Jahren ja sowieso alle am Klima sterben werden, das Rentenalter für sie also völlig egal ist.

Nachtrag: Tagesschau hat’s auch