Ansichten eines Informatikers

Sind Feminismus, Genderismus und Linksradikalität evolutionär bedingte Fehlfunktionen des Gehirns?

Hadmut
3.5.2017 21:00

Jetzt wird’s mal richtig interessant. [Nachtrag]

Ich hatte doch gerade zur Unwissenschaftlichkeit der Gender Studies beschrieben, was ich unter Wissenschaft bzw. wissenschaftlichem Arbeiten verstehe:

Wissen finden, erarbeiten, darstellen, weitergeben, und zwar unter Kenntnis und Untersuchung von Denkfehlern und Unzulänglichkeiten des Gehirns, und Berücksichtigung aller bekannten Methoden zur Vermeidung von Fehlern. Kurz: Die Kunst, das menschliche Gehirn trotz seiner Fehlerhaftigkeit und Unzulänglichkeit bestmöglich einzusetzen, um Wissen zu ermitteln und zu überprüfen. (Was, wie mir danach aufgefallen ist, die Frage aufwirft, ob ein künstliches Gehirn oder künstliche Intelligenz dann anders arbeiten müssten. Eigentlich nicht. Denn auch wenn ich einen Fehler selbst nicht habe, kann man vorsorglich trotzdem bei den Methoden bleiben, um sie zu vermeiden.) Im Prinzip die Kunde von den Denk- und Verfahrensfehlern des jeweiligen Faches mit dem Ziel, sie zu vermeiden.

Als Stärke meiner Definition sehe ich an, dass sie den jeweiligen Stand des Wissens und Wissenswandel berücksichtigt, also Alchimisten beim Versuch, Gold herzustellen, durchaus als Wissenschaftler ansieht, weil sie nach dem Stand ihrer Zeit arbeiteten und weil sie ihre Hypothesen experimentell überprüften, und nicht einfach dozierten, was Gold sei. Und weil sie Fehler (die viele ja als so nützlich und lehrreich ansehen, ich auch) nicht nur erlaubt, sondern gerade zur Grundlage von Wissenschaft macht. Jeder Fehler, den man macht und erkennt, vergrößert den Wissensfundus über Fehler und bringt einen damit wissenschaftlich voran. Dumm ist nur, wenn man Fehler mangels Überprüfung nicht erkennt und sie weiter wiederholt oder sogar bewusst oder aus Faulheit in Kauf nimmt.

Ein Leser hat mir nun einen überaus interessanten Link geschickt.

Ich sag’s mal zur Vorwarnung:

Es ist nur eine Zusammenfassungsseite, gute Links auf die ursprünglichen Informationsquellen (drei Podcasts zu je einer Stunde, die ich jetzt aber auch noch nicht gehört habe), findet man am unteren Ende der Seite.

Der Inhalt ist gut, aber die Darstellung in Comic-Form ist etwas mühsam zu lesen, zumal er erst relativ spät die Katze aus dem Sack lässt, was er eigentlich sagen will. Man rätselt erst, worauf der hinaus will.

Überlegt Euch deshalb, ob Ihr erst dort weiterlest, oder erst bei mir.

Also, Trommelwirbel, das ist die Seite.

Worum geht’s?

Um das Gehirn.

Genauer gesagt die Amygdala. Die hatte ich hier im Blog auch schon erwähnt, etwa hier und hier, etwa dazu, dass Männer und Frauen eben doch nur als Sex-Objekte wahrgenommen werden, ob ihnen das nun gefällt oder nicht. Die Amygdala ist für sexuelle Präferenzen zuständig, und man hatte das beispielsweise an einem Fall untersucht, in dem ein Mann einen Purzelbaum schlug, dabei einen Schlaganfall erlitt und infolge dessen sein ganzes Verhalten veränderte und schwul wurde. Sauerstoffmangel hatte in seinem Gehirn Schaden angerichtet und dazu geführt, dass Funktionen neu „verdrahtet“ und durch andere Areale übernommen werden mussten.

Die Amygdala ist neben dem Sexualtrieb auch für Angst, emotionale Bewertung, und die Analyse möglicher Gefahren zuständig.

Und das ist der Knackpunkt.

Die Amygdala ist dafür zuständig, dass wir uns in Gefahr, dass wir uns angegriffen fühlen, wenn wir körperlich bedroht oder angegriffen werden. Sie ist die Stelle im Hirn, die Flucht oder Gegenwehr auslöst.

Und sie wollen nun im Tomographen herausgefunden haben, dass die Stellen im Gehirn, die auf physische Bedrohung und Gewalt reagieren, genauso reagieren, wenn wir mit Informationen konfrontiert werden, die unserem Weltbild widersprechen, wir uns also in unserer Umgebungsdarstellung „angegriffen“ fühlen.

Jemandem in seiner festgeglaubten Meinung zu widersprechen kann also wohl dieselben Hirnreaktionen auslösen, wie von einem Räuber mit dem Knüppel angegriffen zu werden. Das Hirn ist evolutionär noch nicht so weit, Intellektuelles von körperlichen Angriffen und echten Bedrohungen zu unterscheiden.

Und als Reaktion auf unpassende Informationen gibt es wie bei einem Angriff Abwehr-Reaktionen, hier als Backfire-Effekt bezeichnet.

Und das würde unglaublich viel erklären.

  • Es würde erklären, warum Links- und Rechtsextreme so gewalttätig sind. Sie haben ein extremes Weltbild, von dem sich Gegenmeinungen stark abheben, weshalb sie sich wie körperlich angegriffen fühlen.
  • Es würde erklären, warum gerade Linke / Antifa Leute angreifen, auf sie einprügeln, nur weil die eine andere Meinung äußern.
  • Es würde diese ganze Hate-Speech darstellung erklären und warum Leute meinen, dass man Opfer von Gesprochenem werden könne. Die fühlen sich wie körperlich angegriffen.
  • Es würde erklären, warum so viele Kulturkreise mit direkter Gewalt reagieren, wenn sie sich beleidigt fühlen. Oder Gotteslästerung mit dem Tode bestrafen.
  • Und es könnte erklären, warum Übersexualisierung, Sexualzentrierung, Homosexualität, und so weiter oft mit einer Überempfindlichkeit gegen Worte und andere Meinungen zusammenfallen. Fehl- und Überfunktion der Amygdala?
  • Es würde sogar diese Safe Spaces erklären, und warum die vor Worten förmlich solche Angst haben, dass sie sich einschließen müssen: Angstgetrieben, weil die Amygdala durchdreht?

Es ist herrlich ironisch:

Da dreschen die Soziologen und Philosophen und Genderisten unablässig auf uns und die Biologen ein, weil sie meinen, der Mensch würde als neutrales, leeres, unbeschriebenes Blatt geboren und dann kulturell-diskursiv programmiert, und am Ende beruht das alles darauf, dass deren Gehirn nicht richtig oder noch zu archaisch funktioniert.

Es wäre eine hochinteressante Frage, ob deren Gehirn irgendeinen Defekt oder eine Störung hat, oder ob es einfach die Entwicklung zur Intellektualität noch nicht mitgemacht hat und im Prinzip noch in der Steinzeit mit der Keule herumrennt. Was vor allem deshalb pikant wäre, weil Genderisten ja immer so gern den Mann als zurückgebliebenen Höhlenmenschen einstufen und Frauen für modern, intelligent, progressiv halten – viele von ihnen aber noch mit der Keule in der Urzeit leben, was deren Amygdala angeht.

Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass die Leute nicht gebildet sind. Ich habe ja schon meine Vermutung geäußert, dass das Gehirn aus mehreren, evolutionär unterschiedlichen Teilen besteht, und wir deshalb eine Grundausstattung an Urverhalten haben, das wir durch Lernen und Anpassen des Großhirns überdecken können. Manche tun das (wissenschaftliche Ausbildung) und nehmen der Amygdala die Kontrolle über Worte weg, und andere tun es nicht. Womit wir wieder bei meinem Wissenschaftsbild herauskämen, nämlich der Unfähigkeit, mit dem eigenen Hirn so umzugehen, dass die Unzulänglichkeiten (wie die Unfähigkeit der Amygdala, zwischen Tat und Wort zu unterscheiden) ausgeglichen werden. Die haben das nicht nur nicht gelernt, sondern sind sogar auf das Gegenteil trainiert worden.

Vielleicht ist es aber auch wirklich eine Schädigung. Gifte, Medikamente, Sauerstoffmangel, Drogen, weiß der Kuckuck, wäre zu erforschen.

Und ich sage ja auch seit Jahren gerne, dass Genderisten einen Dachschaden haben. Schön, dass sich das jetzt näher eingrenzen und genauer lokalisieren lässt. Wir wissen dann jetzt, wo der Dachschaden sitzt. In der Amygdala. (Wohl nicht nur da, über das Belohnungszentrum habe ich ja auch schon geschrieben, da läuft wohl auch allerhand schief.)

Und wisst Ihr, was mich daran so ganz besonders freut?

Dass die Biologen, Mediziner, Hirn- und Evolutionsforscher da wohl wieder mal den Punkt machen, und sich der ganze soziologisch-philosophische Komplex nicht nur wieder als Geblubber herausstellt, sondern sich auch selbst als Ergebnis dieser Hirnstrukturen darstellt. Wir hatten es doch gerade von dieser albernen Professorin für Sozialpsychologie und deren Befürwortung von linker Gewalt gegen Rechte. Die läge damit dann ganz falsch.

Ich finde das hochspannend, wenn man die Gehirnfunktionen untersucht und so Stück für Stück analysiert und versteht.

Natürlich bedarf das noch ganz vieler intensiver Untersuchungen, ob das dann auch wirklich so stimmt und reproduzierbar ist. Aber es hört sich qualitativ wesentlich besser an als alles, was die Geisteswissenschaftler dazu zu bieten haben.

Und genau das müssen wir ansetzen: Hirnfunktionen. Und deren Pathologie.

Nachtrag: Je mehr ich darüber nachdenke, desto Volltreffer-mäßiger kommt mir das vor.

Man pumpt massenhaft Leute in die Universitäten, die wissenschaftlich nicht befähigt sind, und gerade weil die nicht gelernt haben, zwischen Wort und Gewalt zu unterscheiden und deren Amygdala an der Universität, einem Ort der Rede und der widerstreitenden Sichtweisen schier durchdreht und sich im Dauerkrieg wähnt, greifen die gewaltsam alles an, wie ein Neandertalerstamm, der von einem anderen Stamm angegriffen wird.

Es ist grotesk, aber es erklärt, warum unsere Universitäten kaputt gehen. Weil man Steinzeitmenschen mit Holzkeulen da reinschickt.