Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Raspberry Pi: Zweiter Eindruck

Hadmut
2.6.2012 17:10

Arch Linux läuft deutlich besser auf dem Raspberry Pi. Dabei bleib ich erst mal (falls nicht noch was besseres kommt), damit läßt sich recht ordentlich arbeiten.

Wie sie aber irgendwo auf der Webseite schon meinten: Für Anfänger ist es nichts. Man muß halt mit einem gewöhnlichen Konsolen-Unix wie anno dunnemals umgehen können (und wollen). Für die meisten Zwecke, die man mit dem Raspberry im Auge haben könnte, dürfte das aber genau das Richtige sein.

Nachtrag: Nun hab ich auch herausgefunden, wie man das Verhältnis von Video-RAM zu Betriebssystem-RAM ändert. In /boot finden sich die Datei start.elf und die Dateien arm128_start.elf, arm192_start.elf und arm224_start.elf. Das sind Firmware-Dateien für den Graphikprozessor, die die Speicherzuweisung beinhalten. start.elf ist die, die geladen wird. Vom Hersteller vorgegeben sind die drei zur Auswahl, die dem Betriebssystem eben 128, 192 oder 224 der 256 MByte RAM zuweisen. Man kopiert die, die man haben will, nach start.elf und bootet neu. 32 MByte Video-RAM reichen für ne normale Konsole und einface statische Darstellungen völlig aus.

Wäre schnucklig, wenn sie noch eine ganz ohne Video-RAM hinbekämen.


8 Kommentare (RSS-Feed)

WWwwwwoooooah, Danke für dies Posting und Deinen Nachtrag. Heute morgen habe ich meinen bekommen, offenbar genau zur rechten Zeit.
😉


Uwe
2.6.2012 19:29
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Du meinst so wie in den guten alten Zeiten als 2K “Video”-RAM für nen 80×25-Zeichenschirm sind vollkommen ausreichend… 😉


Hadmut
2.6.2012 20:04
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Na, bissle mehr ist es schon. FullHD ist 1920×1080. Bei 24 Bit Farbtiefe, also 3 Byte pro Pixel, kommt man auf etwa 6 MByte. Da lassen 32 MB Video-RAM durchaus Luft für Puffer und Fonts. Und einen Modus mit 2K können heutige Grafikkarten gar nicht mehr, weil die solche Zeichenpuffer gar nicht mehr haben. Interessant wird es natürlich, wenn sie irgendwelche kleinen LCD für den internen LCD-Bus bringen.

Aber wenn man die Videoausgabe nicht braucht, müßte man das eigentlich komplett abschalten können, zumal es ja heute ssh gibt. Wenn der Speicher schon knapp ist, sollte man ihn nicht für Dinge vergeuden müssen, die man bei der Anwendung sowieso nicht verwendet.

Muß mal gucken was passiert, wenn man die start.elf ganz weglässt.


yasar
2.6.2012 21:54
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@Uwe

Damals war 1k (40×24/25) vollkommen ausreichend. Wer hat schon 80 Zeichen/Zeile gebraucht. 🙂


yasar
2.6.2012 21:57
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@hadmut

Nan könnte doch auch wie anno dunnemals den nicht benötigten Videospeicher einfach für Andwendugnen mißbrauchen und dort Daten ablegen. Sieht sicher lustig aus, wenn noch ein Monitor dranhängt.


Hadmut
2.6.2012 21:58
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Oh ja, haben wir damals auf dem PET2001 und dem CBM3032 so gemacht.

Oder wie beim ZX81 den Bildschirm abschalten, wenn das Programm läuft, weil der Prozessor nicht beides gleichzeitig kann.


yasar
9.6.2012 13:43
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zum Thema “damals”:

http://feedproxy.google.com/~r/GeekAndPoke/~3/E26Zko3zxX8/circle-of-time.html

Bei Windows 8 und Metro wieder aktuell.


yasar
30.9.2012 12:10
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Ich bin in einem Forum auf den Hackkberry gestoßen, der etwas mehr bietet (gegen etwas mehr Geld natürlich):

https://www.miniand.com/products/Hackberry%20A10%20Developer%20Board