Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Schweden: Der Rock zu kurz, die Brüste zu prall, der Gang zu flott…

Hadmut
23.2.2012 12:05

Heieiei, da hab ich was angerichtet. Das Thema Frauen scheint meine Leser echt anzufeuern. Nun schickt mir gerade einer einen Link auf eine Posse in Schweden, das Land, in dem die Feministinnen die Macht übernommen haben. Dort hatte man neue Varianten des Fußgängerverkehrsschildes entwerfen lassen. Daß da wie in Deutschland ein Mann über die Straße geht, war wohl zu sexistisch und nicht gleichberechtigt genug, also ließ man eine Frau über die Straße gehen. Eine Frau, der man ansieht, daß sie eine Frau ist. Und was ja nun gar nicht zu Emanzen paßt, die Frau war auch noch sichtlich gut gelaunt. Die Brüste zu prall. Der Rock zu kurz. Also hat man sich für eine entschieden (oder ist es die alte?) die da flachbrüstig, im Kittel und offensichtlich übellaunigen Schrittes über die Straße geht.

Leute, dieser Streit ist einfach überflüssung und muß nicht sein. Nehmt doch einfach die islamische Variante und alles ist gut, die muß auch den Feministinnen gefallen.

(Ist Euch eigentlich schon mal aufgefallen, daß der Mann da auf dem deutschen Schild gesenkten Blickes geht und offenbar deprimiert ist?)


17 Kommentare (RSS-Feed)

Oppi
23.2.2012 12:27
Kommentarlink

Was man da vor allen Dingen gut erkennt ist, dass die männliche Gegenseite – jetzt ja in der gleichen “diskriminierten” Position wie vorher die Frauen – sich eben nicht verhält wie eine Bande kleiner Kinder, und denen halt einfach ihren Willen lässt. Was interessiert es mich, welches Geschlecht das Strichmännchen/-weibchen auf der Ampel hat ?
Auf dieser Erde regieren die Idioten. Passend, denn sie sind ja auch in der Überzahl.


Jens der Andere
23.2.2012 12:42
Kommentarlink

Wenn man die Story weiterverfolgt, findet man irgendwann die relativ langweilige Originalmeldung:

http://sverigesradio.se/sida/artikel.aspx?programid=2054&artikel=4979359

Danach war die Tante im Kittel wohl die offizielle Version und das flotte Mädel eine Fehllieferung.

(Na ja, auch hierzulande wird man prüder und prüder, aber so politisch korrekt wie die Schweden sind wir zum Glück ja nicht. Meine britischen Kollegen bezeichnen Deutschland gern als Europe’s most politically incorrect country….)


Hadmut
23.2.2012 12:46
Kommentarlink

Briten, die Deutschland loben? Einrahmen und an die Wand hängen.


node
23.2.2012 12:46
Kommentarlink

Wer sagt denn, dass die “deutsche” Variante ein Mann ist?

Ich dachte eher an eine emanzpierte Frau in Jeans. Der Designer war dermassen sexuell unorientiert, dass er den einen Arm dort nach vorne schwingen lies, wo die vermutlich nach der neuen Schwedennorm geformte Brust sein dürfte….

Die musslimische Variante dürfte allerdings in einigen Religionen auch für Unmut sorgen.

Ich bin dafür diese Sorte schilder demnächst nur noch mit einem EI zu bevölkern, da dem dann wirlich nicht die Herkunft, und sexuelle Ausrichtung anzusehen ist. Ausserdem dürften EIER weltweit die selbe Siluette haben – und auch glaubenstechnisch uneingeschränkt frei von Vorbelastung


Hadmut
23.2.2012 13:03
Kommentarlink

@node: Wer sagt, daß das ein Mann ist? Hast Du denn die Diskussion um das Ampelmännchen nicht mitbekommen? Das ist derselbe Typ, der da über die Straße geht.

In Dresden gibt’s (oder gab, also ich dort mal wohnte) deshalb nämlich auch an manchen Ampeln ein „Ampelmädchen” .


Flusskiesel
23.2.2012 12:52
Kommentarlink

Da der Artikel auf PI veröffentlicht worden ist, ist die Chance sehr groß, dass die ganze Sache frei erfunden ist.

Hier mal ne Menge Material zu PI:
http://www.politblogger.eu/category/pi/


Hadmut
23.2.2012 13:05
Kommentarlink

@Flusskiesel: Da ja Verweise auf auf schwedische normale Nachrichtenseiten drauf sind, halte ich die Sache für ausreichend belegt. Siehe etwa hier.


node
23.2.2012 13:05
Kommentarlink

das wird sicher der( letzte)SchrEI, wenn das konsequenbt umgestezt wird und auch in vergangenes einfliesst…

[url=http://www.abload.de/image.php?img=imageskjyto.jpg][img]http://www.abload.de/img/imageskjyto.jpg[/img][/url]


node
23.2.2012 13:47
Kommentarlink

>>Dort hatte man neue Varianten des Fußgängerverkehrsschildes entwerfen lassen. Daß da wie in Deutschland ein Mann über die Straße geht, war wohl zu sexistisch und nicht gleichberechtigt genug,…<<

@ hadmut:
Das es sich in Deutschland vermutlich um einen Mann handelt, steht als Link oben in deinem Text 😉


Hadmut
23.2.2012 13:52
Kommentarlink

Könnte sich demnächst ändern. Der Ethikrat hat heute empfohlen, ein drittes Geschlecht einzuführen. Dann läuft da „anderes” über die Straße.


node
23.2.2012 14:27
Kommentarlink

>>Könnte sich demnächst ändern. Der Ethikrat hat heute empfohlen, ein drittes Geschlecht einzuführen. Dann läuft da „anderes” über die Straße.<<

doch ein EI ?

sorry – bei solchen Vorlagen kann ich einfach nicht auf Spam verzichten


node
23.2.2012 14:38
Kommentarlink

Wir haben das hier im Büro gerade mal diskutiuert 😀

warum werden nicht einfach “männliche” und “weibliche” schilder aufgestellt?
Man könnte diese zu gleichen Zahlen landesweit verteilen…

Allerdings: der “weibliche” anteil im Büro diskutiert jetzt, was das “weibliche” Schild dann an Bekleidung tragen soll…

Ich tendiere schon fast zu dem Vorschlag, diese Schilder elektronisch auszustatten und ähnlich den Autobahnanzeigen für wechselnde Geschwindigkeitsbegrenzungen, vielleicht per RTF oder über ein anderes ortbares ID den Wünschen und Neigungen des herannahenden Verkehrsteilnehmers anzupassen.
Sollten mehrere Interessen aufeinander prallen, könnten sich ganze Gruppen von Männchen und Weibchen in verschiedenster Form und Bekleidung über den Zebrastreifen schieben. Laufanzeige in Reinkultur.


Hadmut
23.2.2012 14:44
Kommentarlink

@node: Siehste? Haste schon mal Männer darüber diskutieren sehen, was der Mann auf dem Schild an Klamotten tragen sollte?

In Ossiland (z. B. Dresden) haben sie ja sowas, da gibt es in manchen Ampeln ein Männchen und in anderen ein Weibchen.


nadar
23.2.2012 14:51
Kommentarlink

@ Jens der Andere: Das steht bereits im von Hadmut verlinkten Artikel. Aber Freud ist manchmal ein Schwein. 😛


node
23.2.2012 15:18
Kommentarlink

neuer Aspekt in der Sache “Middlesex”

warum ( und: liegt es in der Natur des deutschen Bürokraten?)
werden immer häufiger sogenante Randgruppen und Minderheiten mit Annerkennung und Extra-Hervorhebung belohnt? – das kann ja Lustig werden…

Bekomme ich demnächst meine eigene Randgruppe als “Blogger” wegen meines genetisch bedingten, aber leider noch nicht als solchem nachweisbaren Mitteilungsbedürfnisses?
Oder muss ich damit rechnen, dass nicht nur genetisch nachweisbare intersexuelle, sondern auch “gefühlte” Andersgeschlechtlichkeit ein Feld zum ankreuzen in jedem Formular bekommt?
Darf ich mich als (in meinem genetisch bedingten, aber leider noch nicht als solchem nachweisbaren Mitteilungsbedürfnisses) als “weiblich” fühlen ? bin ich ‘ne Transe ??? ( bitte niemand beleidigt sein)

Warum nicht neben männlich, weiblich, katolisch, evangelisch und was weiß ich für -ich und -isch doch einfach DIE ultimative Kategorie MENSCH einzuführen?
Warum muss jede untergruppe sich projezieren und beharrt auf ihrer Einzigartigkeit statt sich einfach als MENSCH zu fühlen ?

Ich würd glatt meine Umgruppierung von “männlich ” zu “Mensch” beantragen


Steffen
23.2.2012 16:07
Kommentarlink

Hat nix mit Schweden zu tun, geht aber in die gleiche Richtung, und ist höchst amüsant:

http://netzpolitik.org/2012/facebook-wirft-emma-pornografie-vor/

Facebook hat letztens EMMA zensiert. Warum? Weil das aktuelle Titelbild gegen die Richtlinie “no nudity or pornography” verstoßen hat.

Ausgerechnet EMMA, die jahrzehntelang bei auch nur dem kleinsten Stück Frauenhaut auf den Titelseiten deutscher Magazine aufgeheult hat und teilweise die Verlage vor den Kadi gezerrt hat, EMMA was schon seit Ewigkeiten die PorNO!-Kampagne ausficht, ausgerechnet die werden selbst zensiert. 😀


Hadmut
23.2.2012 16:18
Kommentarlink

Ja, man findet immer noch einen, der es noch mehr übertreibt.