Ansichten eines Informatikers

Ich hab den Beruf verfehlt…

Hadmut
9.2.2012 13:19

Ministerpräsident hätt ich werden sollen.

(Ja, ich weiß, den hatte ich schon. Aber da sich die Wulffismen zum Running Gag entwickelt und da eigentlich dauerhaft und alle paar Tage was Neues, aber immer das gleiche hochblubbert, darf ich da auch mitmachen.)

Könnte sich eigentlich irgendwer daran erinnern von Wulff in den letzten Jahren irgendwann mal etwas Positives gehört zu haben?

Ich meine, das muß man ihm dann fairerweise schon lassen: Wulff und das Geld hat noch einen höheren Unterhaltungswert als Scheel und das Singen oder Lübke und das Englisch.

Vielleicht sollte Wulff mal jemand aus der Industrie einfach ne neue Lesebrille schenken. Der Amtseid des Bundespräsidenten lautet

„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, …”

Da steht seinen Nutzen und nicht meinen Nutzen. Vielleicht sollte man ihm das einfach mal stecken. (In der Eidesformel des Ministerpräsidenten von Niedersachsen steht das übrigens nicht mal.)

7 Kommentare (RSS-Feed)

Alex
9.2.2012 15:38
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Ach, das sind doch bestenfalls Richtlinien.
Und Richtlinieninkompetenz hat ja die Kanzlerin


HF
9.2.2012 16:35
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“Ach, das sind doch bestenfalls Richtlinien.”
Der Piratenkodex? Grins, falsche Partei.
Aber die Reihe der Bundespräsidenten mitsamt ihren ehrenden Adjektiven hat http://duckhome.de/tb/archives/9817-Wulff,-der-luegende-Bundespraesident.html schön aufgezählt:
“Wir hatten in Deutschland ja schon die unterschiedlichsten Bundespräsidenten. Den väterlichen, Papa Heuss, den singenden, Walter Scheel, den wandernden, Karl Carstens, den predigenden, Bruder Johannes Rau und nun haben wir den lügenden, Christian Wulff.”


Matthias
9.2.2012 17:35
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Was die Angelegenheit so unsympatisch macht, ist die vollständige Machtlosigkeit, mit der man als Normal-Bürger davor steht. Das führt die Demokratie wirklich ad absurdum. Von wegen “alle Macht geht vom Volke aus…”. War wohl ein Scherzbold, der das geschrieben hat.

Wenn wir wenigstens so etwas wie das Bevölkerungs-Misstrauensvotum hätten. Wenn mehr als – sagen wir – 60 Prozent der Wahlberechtigten sich gegen einen gewählte Person aussprechen, muss diese sofort ihren Hut nehmen — ohne Kompensations- und Rentenansprüche. Quasi unehrenhaft entlassen. Wird es natürlich auch nie geben.

Leider ist in den nächsten Tagen noch nicht einmal ein wirklich öffentlicher Auftritt des honorigen Herrn Wulff geplant.

http://www.bundespraesident.de/DE/Bundespraesident-Christian-Wulff/Reisen-und-Termine/Terminkalender/vergangeneTermine-node.html;jsessionid=89BE2BC83F28A38AF539A6C75AC89F7A.2_cid252

(keine Ahnung, ob der Link funktioniert. Aber über die Einstiegsseite des BP kommt auch an den Veranstaltungskalender)

Sonst hätte ich ja einmal hinfahren können und meinen Unmut bezeugen können. Aber der Plebs wird sich der feine Herr Wulff demnächst wohl nicht mehr zeigen.


irgendeiner
9.2.2012 18:46
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“Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, …”
…ist leider nichts verpflichtendes, sondern nur Teil des Protokolls.


Erbloggtes
9.2.2012 20:10
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Vielleicht sollte Wulff einfach mal ein Musikalbum aufnehmen. Das kann dann der Partymanager Schmidt vermarkten. Womöglich wäre das noch unterhaltsamer.


dochpalese
9.2.2012 21:16
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@irgendeiner
“…so wahr mir Gott helfe!”
Was dann wohl Beweis dafür ist, dass es sich bei Wulff (und einigen Anderen) um beinharte Atheisten handelt.


Thomas
9.2.2012 22:20
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@dochpalese
denen hilft kein Gott und uns leider auch nicht. Der beste Beweis das es Gott nicht gibt 😉