Ansichten eines Informatikers

Lebensdauer von Spiegelreflexkameras

Hadmut
26.9.2011 12:02

Diese Statistiken darüber, wie lange die Spiegel-/Verschlußmechanismen von Digital-Spiegelreflexkameras halten, sind doppelt interessant: Zum einen aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen beim Kamerakauf, zum anderen zum Thema Statistikfehler.

Die Statistiken belegen, was mir vor einiger Zeit schon mal Profifotografen erzählt haben. Nämlich daß Profikameras eine drastisch höhere Lebensdauer (gemessen in Auslösungen) haben als die (insbesondere die billigen) Amateurkameras. Das war mir vorher schon klar, aber nicht in dem Ausmaß, wie es mir geschildert wurde. Daß Profi-Kameras für Größenordnungen um 200.000 Auslösungen ausgelegt sind, war mir vorher schon bekannt. Ob der Verschluß bis dahin kaputt ist, spielt eigentlich nur eine untergeordnete Rolle, weil er dann ohnehin so ausgeleiert und dekalibriert ist, daß er neu eingestellt werden muß, was sinnvollerweise gleich mit einem Austausch der Verschlußeinheit einhergeht – was bei diesen Kameras auch möglich, aber nicht immer sinnvoll ist. Sehr aktive Pressefotografen machen bis zu 5.000 Bilder am Tag (!), und die verschleißen selbst die robustesten und teuersten Profikameras teils schon nach einem halben Jahr, nicht nur wegen der inneren Lebensdauer, sondern auch wegen der äußeren Belastung (Stöße, Dreck, Wasser,…).

Was mich damals allerdings etwas erstaunte war, daß die billigen Amateurkameras des unteren Preissegmentes angeblich nur für 20.000 Bilder und grundsätzlich nicht mehr für Reparaturen ausgelegt sind. Wenn einer in der Garantiezeit mit einem Defekt kommt, überlegen die sich im eigenen Interesse, ob Reparieren oder Austauschen billiger ist, aber nach der Garantiezeit würden die in der Regel stets als nicht mehr reparaturfähig eingestuft – der Kunde soll sich eine neue kaufen. Angeblich stuft ein Kamerahersteller (den Namen verkneife ich mir hier um nicht verklagt zu werden) alle Kameras des unteren Preissegments ab 20.000 Auslösungen grundsätzlich und ohne nähere Betrachtung als defekt und irreparabel weil verbraucht ein. Diese Statistiken scheinen das zu bestätigen.

Das ist natürlich ein ganz gewichtiger betriebswirtschaftlicher Aspekt. Denn damit erscheinen die teuren Profi-Kameras keineswegs mehr so teuer, sondern (worauf ich übrigens meine letzte Kaufentscheidung stützte und mir die kleinste aus Nikons Profi-Segment kaufte) bei längerem Gebrauch sogar preisgünstiger. Ein Amateurmodell kostet zwischen 500 und 1000 Euro, die gehobenen schon etwas mehr, während die Semiprofi- und Profi-Geräte im Kleinbildbereich bei 1700 bis einige tausend Euro reichen. Geht man davon aus, daß man die Lebensdauer ausreizt, ist das nicht nur günstiger, sondern man bekommt noch eine bessere Bildqualität, bessere Verarbeitung, bessere Ausstattung mit dazu – und die Möglichkeit, sie reparieren, kalibrieren usw. zu lassen. Wenn man natürlich nicht vorhat, in den nächsten 2-3 Jahren mehr als 20.000 Bilder zu machen, sieht die Rechnung freilich ganz anders aus und läuft mehr in Richtung der Amateurmodelle (bzw. darauf, sich eben alle 3 Jahre eine neue zu kaufen). Bedenken sollte man allerdings, daß der Fortschritt nicht mehr so rasant verläuft, wie er in den letzten 10 Jahren verlief (von Film zu Digital) und Kameras – von Gimmicks wie Film, eingebautem HDR und Panorama mal abgesehen – heute technologisch länger halten als noch vor Jahren.

Es zeigt aber auch, wieviel Bockmist man mit unbedarfter Statistik treiben kann. Denn wie man am (dummerweise) unteren Ende der jeweiligen Seiten auch sehen kann, fragt der Betreiber die Leute, wieviel Auslösungen ihre Kamera hat und ob sie noch funktioniert. Das ist keine repräsentative Stichprobe, weil damit eben nicht (nur) die durchschnittliche Lebensdauer erfasst wird, sondern die durchschnittliche Nutzungsintensität mit reinspielt (und nicht nach Fehlerursache wie Fallenlassen differenziert wird). Je mehr und ernsthafter jemand fotografiert, desto eher wird er sich ein gehobenes Modell kaufen. Und je teurer die Kamera war, desto eher wird jemand sie nutzen statt unbenutzt rumliegen zu lassen. Das heißt, daß die Zahl der Auslösungen schon unabhängig von der Lebensdauer mit dem Preis korreliert und billige Kameras zwangsläufig zu durchschnittlich niedrigeren Auslösezahlen kommen. Damit kommt man sogar in das Problem, daß Defekte die nicht von der Zahl der Auslösungen, sondern vom Alter der Kamera abhängen, falsch interpretiert werden.

In der Konsequenz muß man mit diesen Werten also sehr vorsichtig sein. Die Graphiken, die anzeigen, wieviel Prozent der Kameras nach einer bestimmten Auslösezahl noch „am Leben” sind, erscheint mir (abgesehen vom teils extrem mickrigen Stichprobenumfang, der eigentlich keine Aussage zuläßt) noch in Ordnung, aber den Durchschnitt der Auslösungen bei Defekt denen ohne Defekt gegenüberzustellen, ziemlich fehlerhaft. Kurios ist, daß bei der Canon EOS 400 der Durchschnitt der defekten Kameras bei 30.117 Auslösungen liegt, der Durchschnitt der funktionsfähigen aber sogar bei 42.435, was auf den ersten Blick auf einen systematischen Statistikfehler hinweist. Freilich könnte es dafür durchaus auch technische Gründe geben, wie etwa eine ausgeprägte Badewannenkurve oder Kamerachargen unterschiedlicher Qualität, die von außen nicht zu unterscheiden sind. Möglicherweise hat Canon ja durchaus im Rahmen der Baureihe interne Bauteile verändert, um die Lebensdauer der Kameras zu verbessern (oder zu verschlechtern?).

Wie auch immer, diese Statistiken liegen trotzdem grob und ungefähr bei dem, was mir da mal Profifotografen über Billig- und Profikameras erzählt haben. Billig ist eben nicht immer günstig.

Bei Festplatten geben manche Händler inzwischen auch den Preis pro Gigabyte an. Was natürlich umsomehr von Bedeutung ist, je stärker man die Kapazität auch nutzt. Bei Druckern ist es schon lange üblich, in Testberichten auch den Preis pro Seite anzugeben.

Bei Kameras müßte man deshalb auch zusätzlich den Preis pro Bild und die Lebensdauer betrachten – was natürlich wieder davon abhängt, ob man vor hat, die Kamera bis zum Auseinanderfallen zu nutzen.

Nachtrag: Ein anderer betriebswirtschaftlicher Gedanke ist mir noch gekommen: Risk Management.

Angenommen, man geht auf eine schöne, teure Reise. Irgendwo in die Wüste, wo man nicht ohne weiteres unterwegs eine neue Kamera kaufen kann. Und man hat eine Kamera, die tadellos funktioniert, aber vielleicht 40.000 oder 50.000 Auslösungen hinter sich hat. Wenn es sich dabei um ein Amateurmodell handelt, das für 20.000 Auslösungen ausgelegt ist, ist es dann überhaupt ratsam, die Reise damit anzutreten und einen Ausfall der Kamera mit höherer Wahrscheinlichkeit in Kauf zu nehmen (und ggf. damit die teilweise Vergeudung der Reiseausgaben zu riskieren)? Oder müßte man für solche Fälle nicht entweder eine zweite Kamera mitnehmen oder die Kamera – obwohl sie noch einwandfrei funktioniert – prophylaktisch austauschen? (Dazu kommt natürlich, daß die Profikameras auch von der äußeren Belastung her sehr viel mehr aushalten, beispielsweise Dichtungen unter den Bedienelementen haben, und damit nicht un- aber weniger anfällig gegen Sand, Staub, Wasser usw. sind.)

19 Kommentare (RSS-Feed)

Chris
26.9.2011 13:54
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Also 5.000 Bilder am Tag bei einem Pressefotografen wage ich mal zu bezweifeln. Ich kenne Hochzeitsfotografen, die machen bei einer Hochzeitsreportage so 2500 Bilder – in gut 14h und die halten wirklich auf alles drauf. Die sind hinterher aber auch fertig.
Ein Verschlußtausch ist übrigens gar nicht mal so teuer, bei den zweistellige Modellen von Canon (40D etc.) liegt der so um 300 Euro. Je teurer die Kamera ist, desto lohnender wird das ganze. Nikon dürfte da in einem ähnlichen Bereich liegen.


Hadmut
27.9.2011 15:43
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@Chris: Doch, machen die.

Bedenke, daß die für richtig gute Fotos oft den Serienmodus wählen und dann mit einmal draufdrücken 10 oder 20 Bilder auf einmal machen. Die ganzen Bilder, in denen die Fußballer beim Torschuß und die Politiker gerade mitten in der Rede knackscharf fotografiert sind, sind nicht Magie oder so wahnsinnig überragendes Können, sondern schlichtweg Materialschlacht. Da reicht eine größere Demo, eine Sportveranstaltung oder mal eine größere Promiveranstaltung, um auf solche Zahlen zu kommen.

Es gibt Pressefotografen, die sogar Super-Profi-Kameras wie eine Nikon D3s in einem halben Jahr verheizen.


Stefan
26.9.2011 14:07
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Eigentlich erscheint mir die Erfassung der noch “lebenden” Kameras generell falsch für die Analyse der Lebensdauer. Die Kamera könnte beim nächsten Auslösen sterben, oder noch 3Mio mitmachen. Einzig zur Übersicht, wie intensiv dieser Kameratyp genutzt wird ist das sinnvoll, aber auch das wiederum kaum, da man ja, wie du auch schreibst, die Lebensdauer nicht mit einbezieht.

Außerdem – ich habe jetzt 1000 Auslösungen, in 3 Monaten vielleicht 2000 – kann ich meinen Eintrag aktualisieren oder lege ich einfach einen zusätzlichen an? Das alleine macht diese Zahl völlig aussagelos.


Knut Grunwald
26.9.2011 17:27
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Interessante Statistik. Für mich ist das allerdings beim Kamerakauf völlig irrelevant. Der Preis steigt in Richtung Profisegment plötzlich rasant. Der Bereich zwischen 1000 und 2000 Euro wird meist den Semiprofis zugeordnet, was es mehr oder weniger trifft. Die meisten Features der 2000++ Modelle sind nur für sehr spezielle Aufgaben relevant.

Was allerdings die Semiprofis von den Consumern stark unterscheidet, ist die Bedienung beim Fotografieren. Dieser Menüwahn der Billigschiene, läßt ein vernünftiges Fotografieren kaum zu. Bei unglücklichen Lichtverhältnissen einfach mal auf manuell eine Serie schiessen, wird so zum Nintendobewerbungsparcour. Man kann auch eine Belichtungsserie einstellen, da wird dann unkontrolliert losgeballert und man kann nachher rumwühlen, ob es was gebracht hat.

Mir ist das bei einer kleinen Spiegelreflex aufgefallen. Obwohl die den gleichen Auswahlknopf für die Schärfefelder hat, wie die große, tut sich da beim Schauen durch den Sucher nix. Da muß man das Menü anwählen und dann wieder probieren.

Wenn diese Sachen nicht der Fall wären, würde ich wahrscheinlich mit einem 400 Euro Modell fotografieren und nichts vermissen. Und in Sachen Haltbarkeit gäbe es auch kein Problem, da die Kiste ja noch knapp dreimal kaputtgehen kann, bevor ich dabei Verlust mache. Die Bildqualität ist inzwischen für alle Normalanwendungen bei weitem ausreichend. Die Objektive sind ja eh dieselben.


Battleaxe
26.9.2011 20:42
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Auf Arte lief im Frühjahr “Kaufen für die Müllhalde”
http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/3714270.html

Da wurde das Ganze (“eingebautkonstruierter” Verschleiß) sehr schön aufbereitet. Leider ist das komplette Video nicht mehr online. Ich hab’s auf der Platte als MP4, 1.2GB.

Gruß BA


Hadmut
26.9.2011 20:51
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@Battleaxe: Hab ich gesehen.

Nun, Kameras haben meines Wissens noch keine eingebaute Selbstvernichtung, sondern sind einfach unterschiedlich gut für die Belastung des Spiegels und des Verschlusses gebaut, in unterschiedlichen Materialen. An sich ist das ja auch richtig, für die unterschiedlichen Bedürfnisse unterschiedliche Geräte anzubieten, sonst gäbe es ja nur Profi-Kameras. Wenn man überlegt, daß man teils schon für 300-400 Euro eine Spiegelreflex samt Zoom (oder manchmal sogar zwei) bekommt, dann muß das ja irgendwoher kommen, irgendwo müssen sie ja sparen. Und für Leute, die höchstens mal 1000 Erinnerungsfotos pro Jahr machen, reicht das doch eigentlich völlig. Im Gegenteil, es ist oft sogar verblüffend, wie gut die Bilder sind, die die Liefern. Und bei 1000 Bildern pro Jahr, oder sagen wir mal 100 pro Monat – was für viele Leute schon viel ist – bräuchte man 20-40 Jahre, bis der Verschluß aufgibt. Mehr als ausreichend, da machen vorher andere Teile schlapp oder die Kamera ist einfach veraltet.

Insofern will ich denen da überhaupt keinen Vorwurf draus machen, ich halte das für völlig in Ordnung.

Nur als Käufer muß man sich eben überlegen, was man braucht und will.


Battleaxe
26.9.2011 21:28
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Hi Hadmut,

da ich aus dem Maschinenbau komme habe ich das eine etwas abweichende Meinung.
Es ist einfach und kostet unwesentlich mehr wenn man etwas ordentlich konstruiert.
Als Beispiel: Ob ich eine Niete setze oder eine Schraube macht kaum einen Unterschied. Nur mit der Niete kann ich nichts reparieren.
Wenn ich die Schraube dann nicht in’s Plastik sondern eine M-Schraube in ein Metall-Gewinde das eingegossen wurde setze wird das schon teurer aber immer noch kein wirklicher Preis-Multiplikator.
Heute wird in der Konstruktion von “Consumer”-Produkten darauf genau geachtet wie viele “Kilometer” das Teil aushalten soll. Natürlich nicht immer so extrem dass da ein Counter mitläuft – aber einige Cent am Kunststoff z.B. eines Lagers macht den Unterschied zwischen einigen 100 Stunden und einigen 1000 Stunden.
Wir fertigen Bauteile die durchaus einige (knapp zweistellig) Jahre im 3-Schichtbetrieb aushalten. Für 1/10tel des Preises halten sie nur einige Wochen aus. Für 1/100tel nur wenige Stunden. Dabei kommt es nur auf dieses eine Teil an. Das drumrum kann identisch sein.

Damit will ich sagen dass jeder Konstrukteur weiß auf welche “Kilometer” das Produkt ausgelegt werden muss. Wann genau der Hammer fällt ist verschieden aber er fällt früh, spät oder sehr spät.
Im “Billig”-Bereich ist alles auf früh bis noch früher ausgelegt (z.B. Baumarkt Elektrogeräte) nimmt man diese Werkzeuge einige Stunden ran kann man austauschen gehen (zumeist auch klaglos), beim 2. Mal wird man deutlich erinnert dass man wohl selbst schuld ist und beim 3. Mal wird es wirklich schwierig.

Das verrückte daran ist: Die laufenden Änderungen im Design, Aufbau und damit bei der Fertigung kosten recht viel Geld. Anscheinend sind die Kunden noch nicht bereit dazu ordentliches “nicht”-modisches zu kaufen.

Dass unsere Erde endlich ist macht wohl nur Fundigrünenspinnern Kopfzerbrechen.

Gruß BA


Paul
26.9.2011 23:09
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Die erwähnte Doku ist wirklich empfehlenswert

Hier in voller Länge

http://www.youtube.com/watch?v=tI798T2tRrQ


John
27.9.2011 0:09
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@Battleaxe: Gibt es gute Bücher über das Thema?


Bernd
27.9.2011 15:31
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Vor einem Jahr habe ich mir für ca. 300 Euro die Casio EX-S770 Kamera gekauft. Diese war im Sommer schon Schrott, weil irgendwie Sandkörner in die Kamera gekommen sind. Fand ich schon wunderlich, weil ich nur in Strandnähe war. Kostete mich dann 100 Euro Reparatur, weil Casio dafür keine Garantie übernehmen wollte. Vor zwei Monaten habe ich sie zurückbekommen. Heute dann der nächste Schaden: Das Display ist kaputt. Einfach so. Ohne Display ist die Kamera aber weitgehend wertlos. Mal schauen, was Casio sagt und ob diesmal die Garantie wenigstens zieht. Ich ärgere mich nur, dass ich soviel für eine Kamera ausgegeben habe, die innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal kaputt ist. Und mich jetzt wieder mit dem Casio-Support rumärgern darf.

Nochmal bin ich nicht bereit, Geld dafür auszugeben.


Hadmut
27.9.2011 15:38
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Hihi, das mit dem Sandkorn kommt mir sehr bekannt vor.

1999 hab ich mir für eine USA-Reise meine erste Digitalkamera gekauft, eine Kodak DC240. 1 Megapixel, konnte meistens aber nur 1/4 Megapixel nutzen, weil ich mir damals nicht genug Speicher leisten konnte, um die ganze Reise mit 1 MP zu fotografieren (allein die Speicherkarten haben 700 Mark gekostet und da hab ich noch aus der Familie eine dazu geschenkt bekommen). War schweineteuer und damals wurde man noch wie der Mann vom Mond bestaunt, wenn man eine Kamera hatte, die Bilder auf einem Display anzeigen konnte).

Gleich auf der ersten Reise ist die auch kaputt gegangen, es ist nämlich ein Sandkorn oder sowas ins Getriebe des Zooms gekommen. Und dann ließ sich die Kamera oft nicht mehr oder nur mit mehreren Versuchen einschalten, weil der Selbsttest Alarm gab.

Als ich zurück kam und das Ding zu Kodak einschickte, haben die mir ohne jeden Kommentar, ohne Rechnung einfach so eine neue geschickt. Also nicht mal repariert, sondern gleich in die Tonne.

Seitdem hatte ich eigentlich nie wieder einen Defekt an einer Digitalkamera (außer natürlich verbrauchte Akkus). Ich habe im Gegenteil mehrere voll funktionsfähige Kameras ausgemustert oder verschenkt, einfach weil sie technologisch veraltet waren.

Da sich der technologische Fortschritt aber abbremst müssen die jetzt einfach mehr und länger halten.


Dieser Casio Exilim-Beitrag ist ein Trollbeitrag von http://www.krautchan.net. Bitte nicht beachten, da es sich um einen sogenannte Kopierpaste handelt.

Siehe auch hier:

http://blog.dieweltistgarnichtso.net/trolle-auf-abgeordnetenwatch


Hadmut
27.9.2011 21:44
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@Maximilian: Danke! Oh je, nicht schon wieder so ein Blog-Spam. Drecksäcke!

Das nimmt echt überhand hier, dabei hab ich schon so oft über diese Problematik geschrieben.

Übrigens ein schönes Beispiel dafür, daß Anonymität und offene Foren keineswegs der Qualität zuträglich sind.


Hadmut
27.9.2011 21:50
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Scheint aber kein üblicher Blog-Spam für Suchmaschinen zu sein.

Da scheint eher jemand seinen persönlichen Hass gegen Casio ausleben zu wollen und die durch massenweises Rumpöbeln dazu zu bringen, ihm ne neue Kamera zu schenken, damit er endlich die Klappe hält.

Interessante Frage, nachdem hier ja einige Leser der Meinung sind, daß jede Form von Moderation Zensur wäre – muß ich mich zur Plattform für solche Privatpöbeleien machen oder darf ich sowas auch in den Augen der extremen Anti-Zensur-Ritter löschen?

Muß man sich wirklich für sowas zum Universal-Mülleimer machen?


Mikael
28.9.2011 1:20
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Hat zumindest zum Thema gepasst. Diese Textblöcke basieren zudem zumeist teilweise auf einem realen Post / Problem, dass jemand hatte.

Schlussendlich artet dies manchmal in Veräppelung des Posters durch teilweise Wiederholung / Modifikation des originalen Beitrags aus.


Martin D.
30.9.2011 11:57
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Zum Thema Risikomanagement kombt mir gerade ein anderer, vom Ergebnis gegenteiliger Gedanke: Wenn ich auf eine Reise gehe und meine schöne neue Profikamera mitnehme, dann wird das im Falle eines Totalverlusts (Diebstahl) eine teure Reise. Sich eine Consumer-Kamera klauen zu lassen ist billiger. Zugegeben: Mit dem entsprechenden Objektiv drauf ist der Unterschied relativ gesehen kleiner, aber immer noch vorhanden. Auch einer der Gründe warum ich meine Kombination 450D + 50mm 1.8 (“nifty-fifty”) im Alltag so sehr liebe: Ich brauche beides nicht wie meinen Augapfel zu hüten und kann sie immer dabeihaben.


Hadmut
30.9.2011 12:09
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@Martin: Im Prinzip richtig. Trotzdem nicht so ganz korrekt, denn es werden da unterschiedliche Risiken gegeneinander gestellt, nämlich der Verlust (wozu nicht nur Diebstahl, sondern auch Verlieren, Liegenlassen, und Beschädigungen gehören, die nicht von der Qualität der Kamera abhängen, wie ins Wasser fallen lassen) gegenüber dem Defekt durch Zuverlässigkeit der Kamera.

Kommt eben darauf an, wo man hinfährt. Mir ist auf Reisen noch nie etwas gestohlen worden (was allerdings erstaunlich ist, zumal ich meist allein reise), dafür sind mir schon Sachen kaputt gegangen. Ich weiß aber auch von Leuten, denen auf Kuba gleich am ersten Tag die Kamera von der Schulter gerissen wurde. Es ist halt ein Unterschied, ob man in die Wüste oder in Großstädte mit hoher Kriminalität reist. Aber auch das ist alles Risikomanagement: Man hat quasi die Entscheidung, wieviel Geld man für die Kamera ausgeben will, und muß diese Entscheidung so optimieren, daß alles in allem das beste (wirtschaftliche) Ergebnis herauskommt.

Ich habe mich dafür entschieden, eine bessere Kamera und eine Kameraversicherung zu nehmen, womit ich gegen Verlust nicht völlig aber weitgehend gesichert bin (deckt nicht alle Fälle ab – beispielsweise ist Radioaktivität nicht abgedeckt, was ich bisher immer als absurden tritt-nie-Fall angesehen habe, hatte aber im Frühjahr in Betracht gezogen, statt nach Namibia mal nach Japan zu reisen und wäre dann gerade während Fukushima dort gewesen, und bei so einem Erdbeben, Tsunami oder eben einer Evakuierung wegen Atomunfall kann man durchaus alles verlieren, was man hat, das kann dann schon Diskussionen geben).

Übrigens habe ich die Erfahrung gemacht, daß man die besten Bilder macht, wenn die Kamera nicht mehr ganz neu ist – weil man dann nicht mehr so übervorsichtig mit ihr umgeht, sondern sie mal mit ins „Kampfgetümmel” nimmt.


JoDerBaer
3.10.2011 13:43
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Das mit der Radioaktivität findet sich in fast allen Versicherungsverträgen, ob Sach- oder Personenversicherungen… obwohl die Kernkraft ja sooo sicher ist, wollen Versicherungen ihr Haftungsrisiko begrenzen. Bei meiner ersten Autoversicherung vor 25 Jahren ist mir das schon seltsam vorgekommen.


Hadmut
3.10.2011 13:54
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Ich hab Radioaktivität, Erdbeben, Terrorismus usw. früher auch immer für absurd gehalten.

Dann kam das World Trace Center. Letztes Jahr war ich in Neuseeland und kurz drauf ist Christchurch plattgemacht worden. Und um ein Haar wäre ich nach Japan gefahren und hätte Fukushima erwischt.

Der wesentliche Grund für die Versicherungen ist wohl nicht, daß so viele Kameras usw. durch Radioaktivität zum Schadensfall würden, sondern daß bei solchen Großkatastrophen so viel kaputt geht, daß es die Versicherung plattmachen könnte, wenn sie das übernehmen müßte.