Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Permanent außer Befähigung

Hadmut
8.9.2017 23:29

Ich will die nicht haben!

Ging mir heute so durch den Kopf:

Wenn ich hier in eine Dönerbude gehe, dann schaffen die das auf Anhieb, mir einen funktionsfähigen Döner zusammenzuschrauben. Die Bäcker kriegen jeden Tag ordentliche Brötchen und gutes Brot hin.

Gebe ich zu lange Hosen hier um die Ecke zur Änderungsschneiderin, bekomme ich die in tadelloser Qualität gekürzt zurück.

Ich kann auch mit Bus und Bahn fahren. Es gibt zwar anderslautende Gerüchte, aber bisher hätte ich an der Befähigung der Fahrer nichts auszusetzen.

Ich kann auch in ein Flugzeug steigen, und da sitzen keine Anfänger im Cockpit, sondern Leute, die wissen, was sie da tun, und auch das Kabinenpersonal kennt sich aus und kann die Geräte bedienen.

Ich hatte in über vierzig Jahren von Friseurbesuchen nur einen einzigen Betriebsunfall (und der wendete sich am Ende sogar zum Guten, weil mir die Reparaturfrisur besser gefiel als das, was ich eigentlich haben wollte).

Ich habe auch schon eine Kamera zur Reparatur gegeben und die in prima Zustand zurückbekommen.

Den Architekten des Hauses hier würde ich gerne mal die Meinung geigen und sie fragen, ob sie schon mal ein Badezimmer benutzt oder jemals gehört haben, wofür eine strukturelle Verkabelung gut sein könnte. Das sind aber Feinheiten. Grundsätzlich ist das Haus stabil und bisher nicht eingestürzt.

Mit Ärzten bin ich nicht so uneingeschränkt zufrieden, da habe ich auch schon ein paar Pfuscher erlebt, aber die allermeisten beherrschen ihren Job, und vor 25 Jahren hat mich außergewöhnliche ärztliche Kunst gerettet.

Die Müllabfuhr kommt hier, und die wissen, was sie zu tun haben und machen das. Gibt nichts zu meckern.

Der Feuerwehr habe ich schon zugesehen, die sind echt Profis.

Meine gute Fee im Reisebüro hat echt Ahnung und weiß besser, wo ich hin will, als ich selbst.

Ich kann’s nicht anders sagen: Ich bin umzingelt von Leuten, die ihren Beruf beherrschen und den zuverlässig ausüben können.

Schaue ich mir aber an, was die Politik in den letzten Jahren so abliefert, oder jetzt vor allem den Wahlkampf, dann habe ich den Eindruck, dass das alle miteinander unfähige Willkürschwätzer sind. Dann habe ich den Eindruck, dass die ihren Beruf nicht beherrschen. Hätten die so eine Art freiberufliches Politikstudio, ich würde sie nicht konsultieren wollen. Niemandem dieser Leute traue ich eine ordentliche Regierung zu, und ich sehe seit Jahren von außen und von innen, wieviel Mist die bauen – und dafür mehr Geld und mehr Rente bekommen als normale Leute.

Schaue ich mir Journalisten an, dass gruselt es mir. Ich habe es ja schon von so vielen Veranstaltungen beschrieben, aber was die in den letzten Tagen zur Wahl so abgezogen haben, war unter aller Sau. Und neulich stand irgendwo, dass die internationale Presse der Meinung war, dass das Schulz-Merkel-Duell und auch andere Parteien-Kampf-Shows hundsmiserabel schlecht waren, nicht so sehr wegen der Kandidaten, sondern wegen grob unfähiger Journalisten, die mit ihrem Job einfach überfordert sind. Was ich von Journalisten in den letzten Tagen, Wochen, Monaten, Jahren gesehen habe, ist großflächige (nicht ganz flächendeckende, aber doch enorme) Berufsunfähigkeit.

Und wenn ich daran denke, was ich in den letzten 20 Jahren von Universitäten und Professoren erlebt habe, hauptsächlich, aber nicht nur Geisteswissenschaftler, dann habe ich da jede Menge Leute gesehen oder Berichte über die gehört und gelesen, die eindeutig weitestgehend bis komplett unfähig sind und nicht im Geringsten wissenschaftliche Produkte hervorbringen können.

Wir haben da drei Berufsgruppen, die in meiner Wahrnehmung nicht völlig, aber weit überwiegend, signifikant, charakteristisch unfähig sind, ihren Beruf auszuüben, und einfach nur aggressive Hohlschwätzer sind. Alle drei maßen sich aber an, über die Zukunft des Landes zu entscheiden, und die allermeisten werden trotz aller Unfähigkeit extra dick vom Steuerzahler bezahlt.

Wieso beherrschen andere Berufsgruppen ihre Berufe, diese drei Gruppen aber nicht?