Journalismus im Wandel der Zeit
Kleines Detail.
Ein Leser schreibt mir zum Macuse-Interview:
allo Hadmut,
danke für den Link. Ist Dir bei dem Interview was aufgefallen?
– Der Reporter ist gut informiert
– Er stellt kritische Fragen, ohne belehrend zu wirken
– Er läßt den Interviewten ausredenAm Ende ist der Zuschauer klüger und kann sich eine Meinung bilden. Wo gibt’s das heute noch im ÖRR?
Nein, das gibt es nicht mehr. Viele kennen das aber auch nicht mehr. Deshalb merken viele jüngere Leute gar nicht, warum meine Generation den heutigen Rundfunk für so schlecht hält. Denen fehlt der Vergleich mit richtigem Rundfunk.
Was mir übrigens noch auffällt: Der Reporter ist kein Selbstdarsteller.
Während sich heute „Interviewer“ vorrangig selbst darstellen und den Gast nur sekundär, ist hier fast nur Macuse zu sehen, und der Report nur kurz von hinten.