Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Auf der Flucht

Hadmut
19.1.2021 21:19

„Nix wie weg hier! Renn! Renn!”

Geht gerade so durch die Presse, hinter Paywall von BILD und Westfalenpost, aber Focus schreibt mal wieder ab, und hier steht auch noch was.

Was ist passiert?

Die Polizei trifft bei einer Verkehrskontrolle zufällig auf einen per Haftbefehl gesuchten Verbrecher mit dem romantischen Namen Vitalij, der aber zieht die Pistole und schießt sofort auf die Polizisten.

So wie ich das verstanden habe:

Waren wohl vier Polizisten, zwei Männer und zwei Frauen. Der erste männliche Polizist (damals 28) wird in den Bauch getroffen und geht zu Boden, laut Artikel hat ihm die schusssichere Weste das Leben gerettet. Der zweite männliche Polizist (damals 23) geht in das Feuergefecht mit dem Verbrecher.

Der Verbrecher schafft es erst einmal, abzuhauen. Vier Stunden später aber kriegen sie ihn in einem Hinterhof. Es kommt wieder zum Feuergefecht. Der Verbrecher schießt wieder auf Polizisten, wird diesmal aber selbst getroffen.

So ganz klar wird mir das aus der FOCUS-Schilderung jetzt nicht, denn das ist ziemlich durcheinander geschrieben und nun geht es um einen am Boden liegenden 29-jährigen Polizisten, aber vermutlich meinen sie damit den oben erwähnten 28-Jahrigen, denn sie schreiben, dass er damals 28 war und es jetzt um eine Gerichtsverhandlung dazu geht, er womöglich jetzt einfach 29 ist.

Bei dem ersten Schusswechsel waren aber wohl vier Polizisten anwesend, zwei Männer, zwei Frauen. Und dazu schreiben die nun:

So sollen Patricia B. (37) und Nadine A. (32) sich hinter ihrem Streifenwagen versteckt haben, während ihr 29-jähriger Kollege verletzt am Boden lag und der Streifenpartner den Angreifer mit Schüssen abzuwehren versuchte.

„Wir hatten Angst“, berichtete Patricia B. laut „Bild“. „Meine Kollegin schrie nur noch: ‚Nix wie weg hier! Renn! Renn!‘“ Daraufhin flohen die Beamtinnen und ließen ihre Kollegen zurück.

Oberstaatsanwalt: „Ihr Beamtenstatus ist in Gefahr“

Wegen ihres Fehlverhaltens wurden die beiden Polizistinnen mittlerweile bereits in den Innendienst versetzt. Im April müssen sich Patricia B. und Nadine A. dann vor dem Landgericht Hagen verantworten.

Der Vorwurf: gemeinschaftlich versuchte gefährliche Körperverletzung wegen Unterlassen. Für die Beamtinnen steht dabei mehr als nur ihr Ruf auf dem Spiel. „Ihr Beamtenstatus ist in Gefahr“, sagt Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli zu „Bild“.

Ich bin als Kind mit ziemlich vielen Polizeikrimiserien im Fernsehen aufgewachsen. Kojak, Straßen von San Francisco, Derrick und sowas. Kinofilme wie Dirty Harry oder Lethal Weapon. Sogar Police Academy, Beverly Hills Cop und sowas. Und da ging das eigentlich ausnahmslos darum, dass man sich als Polizist auf den Partner und die Kollegen unbedingt verlassen können muss.

Gut, das konnte der ja hier auch, denn sein Streifenpartner war ja der 23-Jährige (anscheinend Anfänger, allzu lange kann man da ja noch nicht Polizist sein), der ihn verteidigt und vermutlich gerettet, zurückgeschossen hat.

Warum aber laufen zwei Polizistinnen, anscheinend wohl erfahrener, weil 32 und 37, wie Hühner in Panik einfach davon? Müssten die sich nicht irgendwann mal an solche Polizeisituationen irgendwie gewöhnt haben?

Müsste ein 4:1 nicht irgendwie noch als beherrschbares Risiko erscheinen, vor allem, wenn der Gegner in einem Auto sitzt, durch das man mit einer normalen Pistole meines Wissens einfach durchschießen kann, wenn nicht gerade der Motorblock dazwischen ist?

Und selbst wenn nicht: Lässt man dann zwei Kollegen im Stich, einer davon verletzt und am Boden, der andere dann allein auf sich gestellt?

Nicht mal in Deckung bleiben, sondern einfach davonrennen?

Weil schwanger zu werden nicht schnell genug ging? Jemand von der US-Armee erzählte mir mal, dass die hohe Frauenquoten immer nur dann haben, wenn gerade Frieden ist. Bricht irgendwo Krieg aus und die könnten da hinmüssen, werde die plötzlich reihenweise schwanger. (Weshalb die Deutschen ja schwangerentaugliche Panzer kaufen.)

Aus Schweden wurde ja mal berichtet, dass vor einem Migrantenwohnheim drei Polizistinnen hilflos daran scheiterten, einen einzelnen Migranten daran zu hindern, in aller Ruhe und vor ihren Augen ihr Polizeiauto zu demolieren:

Es gab auch mal irgendwo ein Video aus den USA, in dem sich ein männlicher Polizist mit einem ziemlich gewalttätigen Verbrecher abmüht und eine Schlägerei liefert, und seine Kollegin voll bewaffnet daneben steht, einfach nur zuguckt und nicht weiß, was sie machen soll, oder überhaupt nicht auf die Idee kommt, ihrem Kollegen irgendwie zu helfen.

Wohlgemerkt: Die sind natürlich nicht alle so. Ich habe auch schon ziemlich toughe Polizistinnen erlebt. In der Schweiz. In Australien. In Neuseeland. Oder neulich hier in Berlin als ich hier die Schmierereien am Haus hatte. Die alle ganz alleine unterwegs waren. Man sieht hier in Berlin gelegentlich auch welche bei Demonstrationen und Rangeleien, und wenn man sich die Videos und Fotos ganz genau ansieht, dürften da auch bei den SEKs welche dabei sein, und das ist ja wirklich nichts für Weicheier.

Ohne jeden Zweifel: Die gibt es. Da gibt es richtig gute, fähige und so richtig „gefährliche” Polizistinnen.

Aber: Wie überall schwemmen Frauenquote und -förderung eben auch solche in die Posten, die dafür völlig ungeeignet sind. Oder die nur hingehen, weil „Frau” das eben jetzt so macht.

Dass man wegen solcher Quotenfrauen irgendwenn einander nicht mehr trauen kann, das wird sehr viel zerstören und vergiften.

Wie ein Leser dazu richtig schreibt: Eigentlich ist es weder überraschend, noch so wirklich vorwurfstauglich, weil – ich hatte ja gerade die 3sat-Sendung über Angst dazu zitiert – Männer und Frauen unterschiedliche Verhaltensprogramme haben. Frauen sind evolutionär darauf abgerichtet, sich in Sicherheit zu bringen, weil der Nachwuchs ohne sie nicht überleben kann. Männer sind darauf programmiert, nach vorn zu rennen und dem Angreifer Paroli zu bieten, weil es evolutinär effektiver war, den Schwerpunkt mehr auf das Abwehren des Angreifers als auf das eigene Überleben zu legen, weil normalerweise die Weibchen eh schon alle schwanger waren und auf diese Weise die eigenen Gene eher überleben.

Ich hatte doch schon erzählt, dass ich in meiner Jugend mal die Aufgabe hatte, Hühner aufzuziehen und zu versorgen, die wir als unbebrütete Eier bekommen und in einer Brutmaschine („Kunstglucke”) ausgebrütet hatten, die also ihr sehr geschlechtsspezifisches Verhalten (und Aussehen) nicht von anderen Hühnern übernommen haben konnten. Da war das auch so. Die Hähne auffällig und mit Federn wie Musketiere, nehmen ausnahmslos jede Herausforderung zum Duell an. Die Hühner dagegen in Tarnfleck, bei Gefahr blitzschnell weg und irgendwo hinter Pflanzen versteckt, dass man sie nicht mehr fand, still, bewegungslos. Kam irgendein Angreifer in den Garten, Hund, Katze, Fremder, immer dasselbe Programm: Die Hühner sofort weg, irgendwo versteckt, mucksmäuschenstill und bewegungslos, erst mal nicht zu finden. Die Hähne dagegen immer taktischen Angriff, todesmutig auch gegen stärkere Angreifer, griffen sogar viel größere und stärkere (es waren Zwerghühner) Hunde an, und haben stets versucht, den Angreifer zu verwirren und von den Hühnern wegzulocken, auch indem sie sich opfern. Dafür haben sich die Hähne nicht für das Ausbrüten der Eier und die Aufzucht der Küken interessiert, das war dann reine Frauensache.

Ich habe das schon so oft geschrieben: Wie dumm, wie blind, wie verlogen, wie wissenschaftlich unfähig muss man eigentlich sein, um auf diesen Gender-Schwachsinn hereinzufallen? Man muss nicht mal viel machen, man muss sich eigentlich nur hinsetzen und zugucken.

Und gleichzeitig hämmern uns ARD, ZDF und Maria Furtwängler ein, was für knallharte und starke Polizistinnen Frauen seien.

Im Staatsvertrag des ZDF steht, sie müssten die Realität wahrheitsgetreu abbilden.