Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Über die Degeto und ihre Sendungen…

Hadmut
4.1.2021 16:02

Na, sowas.

Ein Leser meint, um die Degeto zu verstehen, müsste man deren Vergangenheit betrachten. Wikipedia:

Das Unternehmen wurde 1928 als Deutsche Gesellschaft für Ton und Film e. V. gegründet und produzierte und vertrieb in den 1930er und 1940er Jahren Propagandafilme für die Reichsregierung Hitlers. Es firmierte seit 1937 als Degeto–Kulturfilm G.m.b.H., ab 1942 als Degeto Film GmbH. Nach der Reaktivierung 1952 durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Hessischen Rundfunk war das Unternehmen ab 1954 zunächst im Besitz der Werbung im Rundfunk GmbH, einem Tochterunternehmen des hr, und wurde 1959 von den ARD-Anstalten gemeinschaftlich übernommen.

Die Degeto erwirbt für ihre Gesellschafter Lizenzen an Fernsehsendungen aller Art, insbesondere Spielfilmen und Serien. Dazu werden auch Sendungen kofinanziert, Produktionsbeteiligungen geleistet, Eigenproduktionen hergestellt und Synchronisationen ausländischer Produktionen in Auftrag gegeben. Hierfür steht der Degeto von ihren Gesellschaftern ein jährliches Budget von zurzeit (Stand 2017) rund 400 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Degeto war Vertragspartner und Auftraggeber für die Produktion der Sendungen Harald Schmidt ab 2004 im Ersten und Gottschalk Live im Jahr 2012.

Seit Juli 2012 ist die Juristin Christine Strobl Leiterin der Degeto Film.

Und Christine Strobl ist, wie man weiß,

Strobl wurde 1971 als ältestes Kind des Politikers Wolfgang Schäuble (CDU) und seiner Ehefrau, der Volkswirtin Ingeborg (geb. Hensle), geboren und hat drei jüngere Geschwister.[2] Seit 1996 ist sie mit dem CDU-Politiker Thomas Strobl verheiratet. Auch Christine Strobl ist langjähriges CDU-Mitglied; Ende der 1980er Jahre war sie in die Junge Union (JU) eingetreten.

Aha. Und das Erste kann mir auf Anhieb nicht sagen, welcher Rundfunkrat für deren Sendungen überhaupt zuständig ist.

Nun hatte ich ja über Schäuble und Geheimdienste schon viel verschrieben, und auch im Blog und neulich in der Stellungnahmen für den Landtag Sachsen im Zusammenhang mit Netzwerk Recherche, dem NDR und der Tagesschau beschrieben, wie die es vornerum lächerlich machen, wenn man den Verdacht hat, das Fernsehen würde von der Politik gesteuert, während im Hinterzimmer die regierungsfinanzierten „Neuen Deutschen Medienmacher” diktieren, was jeweils aktuell gerade zulässige Meinung ist und was nicht.

Und nun sendet da eine Degeto unabhängig von den Sendeanstalten, aber unter der Fuchtel von Schäubles Tochter.

Schaltet sich da die Reigerung direkt mit ihrem Propagandasender ins ARD-Programm?

Und bezahlen wir dann mit 400 Millionen Euro im Jahr (etwa 5% des Beitragsaufkommens von etwa 8 Milliarden) automatisch den Propagandasender der Bundesregierung, der von Hitler noch rumlag wie das Gold in der Schweiz?

Da passt wirklich mal wieder alles zusammen.