Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Sascha Lobo und die Künstliche Intelligenz

Hadmut
2.12.2019 16:05

Über Politik und Medien.

Ich war ja (früher öfters, jetzt nicht mehr so, es wiederholt sich alles immer und wird langweilig) öfters mal auf Journalistenkonferenzen, darunter auch einmal auf den Medientagen Mitteldeutschland in Leizip, weil ich da mal auf einem Feministischen Podium als einziger und andersmeinender Mann eingeladen war und den Watschenhansel geben sollte.

Das lief damals nicht so, wie die sich das vorgestellt hatten. Ich sollte ja den Deppen-Prototypen abgeben, den man kaum zu Wort kommen lässt und der nach Höhlenmensch aussieht, stattdessen haben ich von der Auskunftsklage erzählt und darüber, dass ich mir das nicht einbilde, sondern Gegenstand eines gerichtlichen Auskunftsvefahrens war, dass Gender Studies nur Betrug sind und keinerlei Inhalt hätten. Alles nur Schwindel und Forschungsgelderschleichung, Kriminalität und Forschungsobjekt für Forensik. Schade, dass Ihr die Gesichter nicht gesehen habt. Ich saß da auf dem Podium, unten ein Rudel total überzeugter Feministinnen, die mich fassungslos anschauten, als hätte ich den Weltuntergang verkündet. So hatten die sich das nicht vorgestellt.

Natürlich wurde ich sofort unterbrochen und sie behaupteten, da gäbe es doch 150 Meter an wissenschaftlicher Literatur, die das bestätige. Ich hatte damals gesagt, dass es ja dann kein Problem sollte, mir diese Literatur zu zeigen, denn bisher sind sie unauffindbar, und selbst die Obergenderistin Baer und die Sozialistenschmiede Humboldt-Uni wären nicht in der Lage gewesen, sie zu benennen. Warum sie denn ihre 150 Meter so versteckten, dass nicht mal die Genderisten selbst sie finden könnten.

Ja, hieß es, man würde mir einen Termin in Alice Schwarzers Frauenmediaturm verschaffen, da stünde das.

Toll. 200 Lehrstühle für Gender und die „wissenschaftliche” Literatur lagert nur in einem außeruniversitären Verließ in Köln, aber nicht in den Universitätsbibliotheken?

Den Termin gab es natürlich nicht, ich habe nie wieder etwas von denen gehört. Zumal Schwarzer ja inzwischen in feministische Ungnade gefallen ist und als rechtsradikal betrachtet wird, weil sie sich für Frauen und gegen den Islam ausspricht. Das mögen Feministinnen von heute gar nicht.

Jedenfalls habe ich diese Medientage als nicht nur ziemlich bekloppte, sondern auch linksextreme Veranstaltung in Erinnerung. Das war ein wesentlicher Baustein beim Bau meiner Verachtung von Journalisten. Wirklich interessant an diesem Tag waren nur das Essen, bei der Abendveranstaltung ein Gespräch am Stehtisch mit einem pensionierten Verwaltungsrichter und dass ein Vortrag in der Studiokulisse des Ärztedramas „In aller Freundschaft” stattfand, die ich mir dann mal ausgiebig anschauen konnte.

Aufs Podium eingeladen wurde ich nie wieder.

Aber die Veranstaltungsmails bekomme ich jedes Jahr aufs Neue, ich solle doch gerne wieder kommen. Als zahlender Zuschauer.

Und was sehen meine leidgeprüften Augen da?

Keynote von Sascha Lobo.

Und da steht:

Wer hat Angst vor künstlicher Intelligenz? Keynote von Sascha Lobo zu Digitalisierung, Demokratie und Journalismus

Sind Smart-Speaker wie Alexa, Google Assistent und Siri die Türöffner für den Einzug künstlicher Intelligenz in unseren Medienalltag? Was ist künstliche Intelligenz? Welche Folgen hat das für die Medienbranche? Was verändert sich für Medienmacherinnen und -macher? Sascha Lobo ordnet diese Entwicklungen ein und zeigt Szenarien und Strategien der Techkonzerne auf. Der Buchautor und Digitalvordenker verdeutlicht, wie künstliche Intelligenz sowohl über- als auch unterschätzt wird – und doch das gesamte Mediensystem verändern kann.

Ich frage mich ja generell, warum sich Journalisten einen solchen Dünnbrettbohrer wie Sascha Lobo mit seiner komischen Pressatmersprechweise, die sich anhört, als könnte er sich nicht zwischen ein- und ausatmen entscheiden, einladen. Bei Lanz sitzt der inzwischen häufiger, in den anderen Talkshows auch, auf ZDF neo hat der sogar eine eigene Sendung (ZDF neo heißt normalerweise, dass mehr Leute an der Sendung mitarbeiten, als sie nachher anschauen, aber das Geld muss ja irgendwie raus – böse Zungen würden darin eine weitere Geldwaschanlage für sozialistische Agitatoren sehen, wozu mach auch betrachten muss, an wen er Spenden zahlt, er damit also womöglich selbst Teil der Geldwaschmaschine zum Durchreichen öffentlicher Gelder ist).

Und es ist mir auch sachlich nicht nachvollziehbar, warum die Journalie den immer als „Internetvordenker” oder „Digitalvordenker” anpreist.

Mir wäre nicht ansatzweise bekannt, dass der jemals irgendwas zu Internet oder Digitalem gedacht, geschweige denn vorgedacht hätte. Lobo ist ein sozialistischer Schwätzer, ein Mietmaul, ein Zeitgeistnachblubberer. Und selbstwidersprüchlich noch dazu. Zürnt anderer der Echokammern und der Filterblasen, und blockiert auf Twitter, was ihm nicht passt. Wie man auf einen so schlechten Blender reinfallen kann, ist mir schleierhaft.

Aber er scheint damit ziemlich fett zu verdienen, bei allen möglichen Firmen taucht der ja angeblich auch auf.

Den Jahrmarktsclown zu geben ist eines. Aber beim Netzpolitischen Kongress der Grünen tauchte der ja auch als Keynotespeaker (per Video) auf, und als Sterbeberater der SPD hatte der ja diese strunzdumme „EU-Digitalcharta” für Rohrkrepierer Martin Schulz mitverbrochen (siehe hier und hier), und was dann aus Schulz wurde, ist ja bekannt.

Wie man jemanden, der solchen Blödsinn von sich gibt, noch als „Digitalvordenker” titulieren kann, ist nur entweder mit „Lügenpresse”, kompletter journalistischer Verblödung oder einer ferngesteuerten Presse zu erklären.

Ich habe ja schon oft auf den Veranstaltungen von Netzwerk Recherche beobachtet, dass die zwar einerseits empört dementieren oder es ins Lächerliche ziehen, wenn jemand den Verdacht äußert, dass sie aus den Parteien oder dem Bundeskanzleramt gesteuert werden, faktisch aber bekommt man dann dort Broschüren gereicht, in welchem Tonfall man über Schwule zu schreiben habe oder findet dann im Hinterzimmer, wie die kanzlergedungenen neuen deutschen Medienmacher der Presse mitteilen, wie über Migration zu berichten ist. Und wenn man das dann noch im selben Gebäude erlebt, direkt gegenüber der Tagesschau, kommt man sich so richtig belogen und hintergangen vor.

Und wenn dann so einer, der auch für Grüne und SPD tätig ist, auf so seltsame Weise so viel „verdient”, und so eine seltsam hohe Medien- und Fernsehpräsenz hat, und dann trotz geistigen Dünnschiss als „Digitalvordenker” hingestellt wird, dann ist da irgendetwas richtig faul.

Ich hatte gerade eben im vorangegangenen Artikel beschrieben, dass die Lage danach riecht, dass man nun mit KI einen neuen Sozialismus mit neuem Planwirtschaftsmodul anfangen will. Und genau passend hält ausgerechnet Sascha Lobo auf den Medientagen eine Keynote zu – na – KI.

Um – na, was wohl – Alexa, Google Assistent und Siri dem Journalismus nahe zu bringen, dass KI doch gut für sie alle wäre und ihnen hilft, sich in die Haushalte zu bringen.

Wir nähern uns dem Telescreen aus 1984 an. Einerseits haben wir dann die politische Medienpräsenz jederzeit in unserem Umfeld, und es wird nicht lange dauern, bis uns dann Alexa sofort belehrt (oder anzeigt), wenn wir zuhause etwas politisch nicht korrektes sagen. (Genau das hatte ich 2016 bei Maas schon mal angesprochen, da stellte der das noch als unmöglich hin.) Andererseits gibt es auch die Rückrichtung, werden wir komplett vermessen, bewertet in den Plan eingefügt.

Ich habe neulich gelesen, dass eine Supermarktkette – weiß nicht mehr wo, mir war so nach Niederlande, bin mir aber nicht sicher – die Preise jetzt per KI erzeugt und dabei alles, auch das Wetter berücksichtigt. Regnet es, werden die Preise für Grillfleisch gesenkt, damit es trotzdem verkauft werden kann und nicht weggeworfen werden muss. Schöne Idee, aber im Prinzip auch schon Planwirtschaft. Bei schönem Wetter wird es dann auch teurer. Tut mir leid, aber heute ist schönes Grillwetter, da kannst Du Dir Fleisch nicht leisten. Du musst mit Deiner Grillfete mit den Kindern warten, bis es richtig regnet.

Irgendwo stand, dass ab 2021 der reale Spritverbrauch jedes einzelnen Autos erfasst und an die EU gemeldet werden muss.

An anderer Stelle hieß es, dass der Strom nicht reicht und wohl ab 2021 die Strom zum Laden der Autos kontingentiert werden wird. Du willst zu Tante Else fahren? Der Staat sagt Dir dann, wann Du fahren darfst.

Es stinkt tatsächlich gerade danach, als würde gerade die Großsensorik für die künftige Planwirtschafts-KI aufgebaut.

Und just in diesem Augenblick geht der rot-grün-linke Politschwätzer Lobo zu den Journalisten um ihnen zu sagen, wie gut das für sie wäre, wenn wir dann Alexa und Google und so weiter zuhause rumstehen haben, das sei doch von Vorteil für sie, sie bräuchten keine Angst zu haben.

Hurra, jetzt kommt der Vordenker zu Euch. Der heißt „Vordenker”, weil der für Euch schon gedacht hat, ihr müsst ihm nur noch zuhören und braucht selbst nicht mehr zu denken.