Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Noch eine Scheidung…

Hadmut
26.10.2019 18:17

Eine beachtliche Gesellschaftspersonalie.

Bisher war doch LGBT immer die Überpartei, das Kürzel für die bessere Kaste der unterdrückten Besserwisser und Rechthaber.

Scheint, als krachen die sich jetzt intern. Quilette schreibt:

It’s Time for ‘LGB’ and ‘T’ to Go Their Separate Ways

The growing rift between increasingly radicalized transgender-rights activists and the lesbian, gay and bisexual (LGB) communities has finally come out into the open. This week, Europe’s biggest LGBT-rights organization, the London-based Stonewall charity, was publicly accused of subordinating LGB rights to the group’s increasingly single-minded goal of replacing sex with gender as a marker of identity. As Helen Joyce recently wrote in Standpoint, “Stonewall went all in for gender self-ID. Its online glossary now describes biological sex as ‘assigned at birth’ (presumably by a midwife with a Hogwarts-style Sorting Hat). ‘Gay’ and ‘lesbian’ now mean same-gender, not same-sex, attraction. ‘Transphobia’ is the ‘fear or dislike of someone based on the fact that they are trans, including the denial/refusal to accept their gender identity.’ At a stroke, anyone who declares themselves exclusively attracted to people of the same sex has become a bigot.”

Tja. Neulich noch waren Lesbian, Gay, Bi die führenden Prinzessinnen, aber wie das in der Natur so ist, man ist nie auf Dauer der dickste Gorilla. Irgendwann kommt immer einer, der ist stärker, dominanter, brutaler. Verrückter.

Und wie ich schon vor Jahren schrieb, es war ein enormer taktischer und strategischer Fehler der Schwulen, sich publizistisch und politisch vor deren Karren spannen zu lassen. Während die Schwulen noch vor ein paar Jahren eigentlich gut angesehen waren und den Musik- und Unterhaltungssektor dominierten und für gute Stimmung in der Bude sorgten (Village People, Freddy Mercury, Elton John, Jimmy Sommerville und so weiter, alle in meiner Sammlung, alle beliebt, wie man beliebter eigentlich nicht sein kann), haben sie sich auf eine ziemliche Negativ-Position manövrieren lassen. Heute stehen sie für Beschuldigungen, Beschimpfungen, politischen Ärger. Es war enddumm, sich in dieses Gender-Ding reinziehen zu lassen. Sieht man ja auch in Berlin, nicht mal das Schwule Museum gehört noch den Schwulen, längst übernommen von der Gender-Phalanx, wie alles andere auch.

In a relatively short period of time, the gay-rights movement fused with more radical campus-based gender and identity-politics movements, to become the compound movement now known as “LGBTQ+”—lesbian, gay, bisexual, transgender, “queer” and more. Even many people within the movement now have trouble keeping up with all the new subcategories contained within that plus sign. One version of the rainbow flag unveiled last year has 11 different colors on it. The creator, Daniel Quasar, identifies as a “queer non-binary demiguy” whose pronouns are “xe/xem/xyr.” None of these bizarre neologisms have any resonance to those of us who joined the gay-rights movement simply to affirm and protect the basic rights of people to be who they are and love who they choose without stigma or legal sanction. We’ve been forced to watch the simple moral logic of non-discrimination be transformed into a self-parodic alphabet soup of invented identities.

Die Schwulen sind auf dem Karnevalswagen der Multi-Bekloppten mitgefahren. Das war ein Fehler. Hätte man nicht tun sollen. Wären sie bei den Heteros geblieben, wäre es ihnen weit besser ergangen.

Over the last few months, a Democratic presidential debate focused on LGBT issues was highjacked by a rogue transgender woman who shouted slogans about trans rights while the candidates and moderators nodded along robotically.

Wie in der Open-Source-Szene der Computerei. Immer die gleiche Masche.

Beachtlich ist, dass der Text von einem schwulen Journalisten geschrieben ist und der (endlich) darauf kommt, dass der Standpunkt der Schwulen und der der Gender-Identitätsheinis eigentlich nicht nur völlig unterschiedlich, sondern unverträglich sind (schreibe ich ja seit Jahren, aber sie hören ja nicht auf mich). Die Schwulen gehen von biologischen Geschlechtern (Sex) aus, mit denen sie eben so geboren werden (und deshalb eben auch nicht „heilbar” sind), die Gender-Trans-Community, die da so schön als „Alphabet People” bezeichnet werden, behauptet das Gegenteil.

Bin mal gespannt, wie das weitergeht.

Und ob der Zirkus irgendwann mal einstürzt.