Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Der weibliche Orgasmus – warum nur?

Hadmut
3.10.2019 13:54

Forscher wollen die Antwort auf die Frage der Fragen gefunden haben.

Die Frau an und für sich ist ein wandelndes Rätsel.

Eines der größten Rätsel ist, warum die Frau einen Orgasmus hat. Noch dazu einen mit derartigem Lustempfinden.

Welche Rolle der Orgasmus des Mannes bei der Fortpflanzung spielt, ist offenkundig, da geht’s nicht ohne. Das Gewehr muss man schließlich auslösen, die Zielscheibe muss aber nur dastehen und stillhalten.

Überlegungen gab’s viele.

Mal gab’s die romantisch-posierliche Überlegung, dass der Mensch für die Missionarsstellung (brrr, wie langweilig) gebaut sei, und sich da im Vaginalgang dann so eine Spermapfütze bildet, in die sich der Muttermund durch Kontraktionen quasi selber eintunke.

Die andere Überlegung war, dass der Mensch mit der Bildung des Bewusstseins und des Denkens im Prinzip steril geworden wäre, weil die vernünftige Frau sich natürlich überlegen würde, warum sie sich die Last und Gefahr einer Schwangerschaft und Geburt überhaupt antun sollte. Denn beim Menschen ist das ja besonders anstrengend und schmerzhaft. Gerade habe ich im Zoo gelernt, dass beim Panda die Jungen bei der Geburt mit 80 bis 200 Gramm nur etwa ein Tausendstel des Gewichts eines erwachsenen Pandas wiegen, Eisbären drücken ja auch nur so ein vergleichsweise winziges Würmchen raus, das tut denen nicht weh, das sieht man denen vorher auch nicht an. Bis dahin investieren die auch nicht viel Körperenergie. Beim Mensch sind die 3 kg Baby im Vergleich zu 60kg Mutter schon ein Zwanzigstel. Rechnet man noch Fruchtwasser, Plazenta, Sonstiges (Milch, Brüste, Fett) hinzu, kommt da einiges zusammen. Dazu die Gefährdung durch Wehrlosigkeit und reduzierte Arbeitskraft der Schwangeren. Warum also darauf einlassen? Da müsse es schon ein gesteigertes Lustempfinden und Belohnungssystem geben, um sich darauf einzulassen.

Forscher meinen aber laut FOCUS nun, den Grund herausgefunden zu haben. Das sei inzwischen tatsächlich quasi überflüssig, weil evolutionäres Überbleibsel.

Bei manchen Tieren, darunter auch dem biologischen Vorgänger des Menschen nämlich, sei der Eisprung nicht regelmäßig und anlassunabhängig, sondern durch hormonellen Auslöser während der Begattung erfolgt. Passend zum Sex erfolgte der Eisprung. Und das habe der – vergleichbar wie beim Mann – ausgelöst. Zwei poppen und jeder wirft seinen Beitrag in den Topf. Was mir ja auch deshalb plausibel erscheint, weil weibliche und männliche Geschlechtsorgane der Säugetiere zumindest in der Grundstruktur gleich aufgebaut sind und die gleichen Ursprünge haben.

Der Mensch (und wohl auch einige Tierarten) habe sich da aber fortentwickelt und einen „anlassunabhängigen” regelmäßigen Eisprung entwickelt. Und den Auslöser trotzdem behalten.

Bei einigen Säugetieren wie Kaninchen, Katzen oder Frettchen ist die sogenannte männlich-induzierte Ovulation heute noch der Fall. Bei ihnen wird der Eisprung demnach erst durch den Geschlechtsakt ausgelöst. Und dafür sei, wie Wagner und Co. vermuten, wohl ein Orgasmus nötig – was erklären würde, weshalb bei ihnen die Klitoris auch im Inneren der Vagina liegt, bei der Penetration also direkt mit stimuliert wird.

Zyniker würden jetzt sagen, dass die Menschenfrau durch die zyklische, anlassunabhängige Ovulation die überlebenswichtige Fähigkeit erlangt haben, auch von schlechtem Sex schwanger zu werden. Andere könnten meinen, dass der Mensch durch gekochte Nahrung und Fleischkonsum (was wir ja gerade wieder abschaffen) genug Energiereserven hatte, um sich Hirn und Menstruation zu leisten. (Zyniker würden sagen „oder”.)

Was mir daran gefällt

Mir gefällt daran etwas ganz besonders, soweit man das nach einer FOCUS-Schreibe überhaupt beurteilen kann.

Nämlich ein wissenschaftlich ganz besonders wichtiger Punkt.

Sie haben sich nicht einfach irgendetwas ausgedacht und nach heutiger pseudo- und geisteswissenschaftlicher Sitte einfach rausbehauptet, sondern das getan, was wissenschaftlich erforderlich ist, nämlich das Experiment, um zu prüfen, ob eine Kausalität vorliege:

Soweit zur Theorie, die die Forscher bereits vor drei Jahren vorstellten. Um diese zu überprüfen, verabreichten sie jetzt zwölf weiblichen Kaninchen über einen Zeitraum von zwei Wochen Fluoxetine, ein Antidepressivum, das die Orgasmusfähigkeit stark vermindert. Danach hatten sie Sex mit dem Männchen Frank.

Das Ergebnis: Die Kaninchen, die das Antidepressivum bekamen, hatten deutlich seltener einen Eisprung als jene, denen keines verabreicht wurde. In einem zweiten Experiment bekamen die Tiere wieder Fluoxetin. Anders als zuvor hatten sie dann aber keinen Geschlechtsverkehr, sondern ihnen wurde das Sexualhormon Humanes Choriongonadotropin gespritzt, das den Eisprung auslöste. Damit konnten die Forscher ausschließen, dass nicht das Antidepressivum den Eisprung verhinderte, sondern in der Tat der fehlende Orgasmus.

Der Orgasmus als Auslöser der Keimzell-Gabe. Plausibel.

Die Frage, welchen Zweck der weibliche Orgasmus aus biologischer Sicht heute dienen könnte, ließen die Wissenschaftler in ihrem Forschungsprojekt allerdings unbeantwortet.

Dass die mehr poppen? Weil Frauen mit Orgasmus häufiger Sex treiben als die ohne, und sich deshalb einfach mehr vermehren?

Also nicht „Zweck” sondern einfach evolutionärer Vorteil? Deshalb auch das gesteigerte Lustempfinden?

Gender-Quatsch

Das wirft eine grundsätzliche Frage auf.

Wenn die Lust der Frau, die außenliegende Klitoris, der Orgasmus, nicht mehr unmittelbar dem Fortpflanzungsvorgang dienen, also für den reinen Zeugungsvorgang nicht mehr erforderlich sind, und auch sonst keinen erkennbaren biologischen Zweck mehr erfüllen – es gibt zwar leider die weibliche Beschneidung und auch die Vergewaltigung, aber immerhin beweisen sie beide, dass Lust, Orgasmus, Klitoris biologisch-technisch nicht erforderlich sind, um schwanger zu werden – bleibt als Erklärung eigentlich nur übrig, dass dieser ganze aufwendige Lustapparat der Verhaltenssteuerung dient.

Es ist paradox-absurd, aber ausgerechnet die Gender-Spinnerinnen, die ständig behaupten, es gäbe keine biologischen Geschlechter und Verhalten sei nicht angeboren, sondern nur ansozialisiert, drehen sich ja oft nur noch um die eigene Vulva und Vagina, bei mir Blog-Dauerthema zum Stichwort Südpol.

Es ist von geradezu akademischer Groteske, dass diese Hauptberufsdeppinnen gleichzeitig behaupten, es gäbe kein biologisch determiniertes Verhalten und sich geradezu wie Mösenverfluchte aufführen, die mit immer brachialeren Mitteln versuchen, mit ihrem Verhalten dem Trieb aus dem Süden Tribut zu zahlen. Gender ist der blanke Wahn: Gleichzeitig den biologischen Trieb leugnen und nichts anderes mehr zu tun, als sich nur noch um das Genital zu kümmern, es mit allen Werkzeugen zu bearbeiten. Manchmal frage ich mich bei solchen extremen Gender-Fällen, ob das nicht Verzweifelte sind, die ihrem Trieb nicht entkommen können, und versuchen, mit immer größeren Hämmern draufzuhalten.

Und dann frage ich mich gelegentlich, was eigentlich zuerst da und kausal war, die Gender Studies oder der Mösenwahn. Führen Gender Studies in den Wahnsinn, sich auf den eigenen Südpol zu fixieren, oder ist es eher umgekehrt, führt vielleicht eine krankhafte Überfunktion des eigenen Sexualtriebs dazu, sich in eine Sekte zu flüchten, die behauptet, das gäbe es alles gar nicht, das seien nur böse Flüche und Hexenwerk fieser unterdrückender Gesellschaft, dem man durch Sprachänderungen und ähnliches entkommen könnte, auf dass der Südpol endlich aufhöre zu jucken?

So kurios es klingt, vielleicht geben diese Forschungsergebnisse, falls sie denn stimmen und einer Überprüfung standhalten, den richtigen Hinweise darauf, aus welcher psychopathologischen Ecke die Gender Studies kommen.

Wenn die Evolution den weiblichen Lustapparat von der eigentlichen Fortpflanzungsfunktion abgetrennt hat, der aber einen davon unabhängigen Fortpflanzungsvorteil brachte, weil Frauen damit trotz der extremen Belastung durch die Schwangerschaft trotzdem Sex haben wollten, quasi also Ausgleich und Überkompensation für die Belastung, der dann überwuchert ist, wäre es denkbar, dass die Gender Studies letztlich eine ähnliche Funktion wie ein Kloster haben, nämlich sich durch Rückzug aus der Gesellschaft und spirituelle Methoden aus dem Problem des eigenen Körpers zurückzuziehen. Der – gescheiterte – Versuch, mit dem eigenen Körper klarzukomme. Gescheitert deshalb, weil vor allem Lesben teilnahmen, die nur wieder um das eigentliche Problem herum tanzten, und das immer noch weiter steigerten, also ein sich selbst verstärkendes Problem wurden.

Hexen

Es erinnert mich auch an Hexen. Irgendwo ist mal ein Bericht aus dem späteren Mittelalter aufgetaucht, der im Vatikan lagert. Ein Papst hatte mal einen naturwissenschaftlich guten Pater losgeschickt, es solle mal herausfinden, was es mit den Berichten über Hexen auf sich habe, die auf Bestenstielen um den Brocken fliegen und Sex mit dem Teufel hätten. Fand der auch. Sehr erstaunlich, konnte sogar experimentell bestätigt werden, passte aber nicht in die kirchliche Doktrin und verschwand in den Archiven. Hexen waren Frauen, die aus verschiedenen Gründen aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen worden waren und deshalb allein im Wald hausen mussten, oft aus Abfällen und Holzresten zusammengenagelten Hütten. Hexenhäuser sind im Prinzip das, was man heute aus den Armensiedlungen in Afrika oder den Straßenobdachlosen in den USA oder aus Berliner Parks kennt: Aus Müll gebaute Behausungen Obdachloser. Und diese Frauen kannte sich – notgedrungen – gut mit Kräutern, Pflanzen, Giften aus, weshalb es heißt, dass sie eben hexen konnten, Stichwort Poison Ivy. Um da so alleine, in Abwesenheit von Männern, ihren Sexualtrieb zu befriedigen, seien sie auf eine Droge gekommen. Nämlich die der Tollkirsche. Auch bekannt als Belladonna, weil sie die Augen weitet (bekommt man noch heute beim Augenarzt für Untersuchungen ins Auge geträufelt), oder bei der Bundeswehr in Form von Atropin-Autoinjektoren als Gegenmittel gegen Nervenkampfstoffe. Reibt man sich einen Brei daraus auf die Brust und die Schleimhäute, gerät man in einen Drogenrausch mit Halluzinationen, der stark sexuell geprägt ist, aber auch die Illusion verbreitet, zu fliegen. Das einzig phallusmäßige, was die damals hatten, waren ihre Reisig-Besen, gebaut aus dem, was der Wald so hergab, der Hexenbesen eben, den sie sich in ihren Drogenträumen wie einen Dildo zwischen den Beinen rieben. In der stärksten Phase bildeten sie sich ein, wildesten Sex mit dem Teufel persönlich zu haben. Wieder bei Bewusstsein interpretierten sie ihre Erinnerung so, als seien sie auf ihrem Besen zum Brocken geflogen um es dort mit dem Teufel zu treiben. Das dumme Christenvolk hat es ihnen geglaubt und sie deshalb auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil sie es mit dem Teufel trieben und folglich von ihm auch schwanger sein müssten. Bericht an den Papst. Papst sagt, das ist politisch nicht korrekt, das bleibt im Archiv.

Möglicherweise könnte das aber eine gewisse Parallele zu den Gender Studies gewesen sein. Frauen, die nach Auswegen suchen, mit ihrem Sexualtrieb endlich auszukommen.

Grab her by the pussy

Möglicherweise lag Donald Trump mit seinem Ausspruch „Grab her by the pussy” gar nicht so falsch.

Ohne in Details gehen zu wollen, sagt meine eigene sowohl haptische, als auch beobachterische Lebenserfahrung, dass ein „grab her by the pussy” ein in aller Regel erstaunlich erfolgreiches Manöver ist, um Frauen … naja … in den Willigkeitsmodus zu schalten. Gehört in manchen Bereichen des Berliner Nachtlebens zum Begrüßungsritual. Ich hatte oben die Stelle zitiert, dass bei der Frau gegenüber Frettchen und Katze die Klitoris von innen nach außen gewandert ist, und man fragte sich, warum. Der Knopf für die Duldungsstarre wie beim Schwein?

Ist das schlicht der Einschalter?

Ist das vielleicht der Grund, warum die Genderfront so brachial das „Nein heißt Nein” fordert und dann sogar in der nächsten Eskalationsstufe „Nichts sagen heißt auch Nein” fordert, die beweisbare Einwilligung auch des Nordpols fordert, bevor der Beischlaf erfolgen darf?

Ist es vielleicht einfach die Angst, die Kapitulation derer, die ständig predigen, es gebe gar kein biologisches Geschlechtsverhalten, vor der eigenen biologischen Steuerungsfunktion, bei der der Mann – im Gegensatz zu Frettchen und Katze stehen sich Mann und Frau ja aufrecht gegenüber – auch und gerade beim Blick in die Augen den Geilheitseinschalter geradezu in Griffweite hat?

Genau diese veränderte Haltung führte ja schon zu Spekulationen, ob die runden und durch Dekollete dargebotenen Brüste, die ja dem Maurerdekollete so ähnlich sind, das in Augenhöhe liegende Substitut für die Besteigungseinladung durch das Hinterteil sind, und die schönen, rot geschminkten Lippen die Vulva symbolisieren sollen, also im Prinzip auf Augenhöhe alles das imitieren, was durch den Wechsel vom Vierbeiner zum Zweibeiner außer Blick geraten ist.

Wer derb im Nehmen ist, der kann sich dazu einen vom Pferd erzählen lassen oder auch von der Stute, und das dann selbst vom Vierbeiner zum Zweibeiner übersetzen. (Wusstet Ihr, dass es in Thailand Shows gibt, in den Frauen Pingpong-Bälle aus dem Südpol ins Publikum schießen? Zum Wiehern.) Im Prinzip hat sich nicht viel geändert, aber die überwiegende Mehrzahl der Männchen lässt sich zumindest anfangs des Balzrituals noch auf die am Nordpol befindlichen Südpolattrappen ein.

Ich bin ja der Überzeugung, dass der Mensch ab Geburt nicht etwa – wie die Soziologen predigen – blank slate, ein weißes Blatt ist, sondern ähnlich wie ein Tier, nur nicht mehr so stark ausgeprägt, einen vollständigen Satz an Verhaltensweisen hat, aber mit einem besonders umfangreichen Großhirn ausgestattet ist, dass ihm durch Lernen und Einsicht erlaubt, die festprogrammierten Routinen durch dynamisch erworbene Routinen zu ersetzen oder überdecken – beim einen mehr, beim anderen weniger.

Man könnte zu dem Ergebnis gelangen, dass Gender Studies der untaugliche, völlig misslungene und verzweifelte Versuch der Bioleugner ist, dem enormen, und bei der Frau wohl außerordnetlich stark ausgebaute und durch die griffgünstig außenliegende Klitoris verbriefte Verhaltenseinflussapparat durch Idologie und Aberglauben zu entkommen, als könnte man Stürme oder Dürren vermeiden, indem man die Götter anbetet oder Hexer verbrennt.

„Nein heißt Nein” als der verzweifelte Versuch, den Nordpol doch wieder die Oberhand über den blinkenden Südpol gewinnen zu lassen.