Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

The Making of Jesus 2.0 und wo die Leichen herkommen

Hadmut
14.7.2019 14:27

Ein Blick in die finstersten Abgründe des Öffentlich-Rechtlichen.

Ich hatte doch schon diverse Blogartikel zu dem Thema, dass man anhand von Klima-Greta gerade in Echtzeit beobachten kann, wie Religion entsteht.

Etwa in Jesus und so, Die Verkündigung des Wortes der Greta, Die Gretology-Sekte, Wie lautet eigentlich das Genderfemininum von Messias? (Erstaunlich, war mir gar nicht aufgefallen, dass ich jeden Monat einen geschrieben habe, Jan, Feb, März, April.)

Und dass insbesondere die evangelische Kirche das Thema Gott und Jesus anscheinend komplett aufgegeben hat und zu Feminismus wechselt, deshalb jetzt auch Dildos heiligt, hatte ich ja auch neulich.

Ein Leser schreibt mir nun, dass wenn ich mal den harten Tobak haben wollte, müsste ich beim Programm HR2 des Hessischen Rundfunks reinhören, hr2 Camino – Religionen auf dem Weg – Reportagen aus der Welt der Kirchen und Religionen. Lebensfragen, Ethik, Theologie.

Das ist wirklich hart.

Spirituelles Geschwafel ohne konkrete Aussage, man schimpft auf die Wissenschaft und Rationalität, und blubberfaselt etwas vom Zusammenhang der Welt, und dass wir deshalb so viele Leichen haben, weil die Naturwissenschaften die Natur und das Leben nach den Regeln toter Materie ansähen. Das Ergebnis seien Leichen. So die letzten (ich glaube, sie sagten 200) Jahre seinen ein Irrweg gewesen, da müssten wir wieder raus und zurück. Wir dürften nicht mehr die Dinge, sondern die Verbindungen und Interaktionen betrachten.

Weil die Jugend das so wolle. Begründet und motiviert durch die heilige Greta. Die hat uns das so gesagt, also gilt das.

Geht aber nicht nur bei der so, es geht durchgängig nach der Geisteswissenschaftlermethode, dass irgendwer zitiert wird – Philosoph, Theologe, Kosmologe – weil der irgendwelche salbungsvollen Worte abgelassen hat, und dann ist das so, weil der das gesagt hat. Irgendwie sowas wie Empirie oder Nachprüfung gibt es nicht, wollen sie aber auch nicht, weil das wäre ja wieder die verhasste Physik und Betrachtung toter Materie.

Eigentlich sagen sie auch nicht, was sie eigentlich wollen, nur so verquastes Geschwurbel. Wir müssen, wir sollen, wir dürfen nicht mehr, das kommt alles von… Blubber, blubber, blubber.

Und wer steckt in dem ganzen Geschwafel mittendrin? ZDF-Pseudowissenschaftler Harald Lesch. Der im ZDF immer auf seriös und wissenschaftlich macht und über wirklich alles so berichtet, dass es sich nach Zahnschmerzen der Sorte Backenzahn anhört. Der outet sich da mal (wieder) als sektiger Schwafelonkel.

Und in der Summe meinen sie, dass das jetzt alles mit der Jugend kommt, sie verbünden sich quasi mit der Jugend gegen die böse Wissenschaft und – da geht es dann auch immer wieder um CO2 und Umweltschutz – deren Verschulden der Weltzerstörung, weil man immer glaubt, man könnte alles ingenieurmäßig steuern.

Da könnte man dann auf die Idee kommen, der Umwelt etwas Gutes zu tun, indem man die Radiosender abschaltet und abbaut, und die Schwätzer wieder der natürlichen Verbreitung des Wortes anheim stellt, anstatt ihnen von bösen Ingenieuren gebaute Radiosender hinzustellen. Aber in Mikrofone quatschen sie so gerne.