Ansichten eines Informatikers

Was bleibt außer Müll und Chaos?

Hadmut
5.7.2019 12:53

Von der Zerstörung der Zivilisation und der Arbeit der letzten 300 Jahre.

Ich weiß nicht, ob Euch das auch aufgefallen ist. Ich hatte den Aspekt vorhin schon in dem Blogartikel über Jakob Augstein, der neulich noch ein flammender Verfechter bedingungsloser Frauenförderung war und nun auf einmal den Standpunkt vertritt, dass es nicht funktioniere, Frauen nur der Frau wegen in Ämter zu drücken.

Und auch vorgestern lag eat your own dogfood derselbe Gedanke zugrunde: Dass Linke inzwischen mit dem Haufen Müll konfrontiert sind, den sie produziert haben, und nun versuchen, zurückzurudern.

Die WELT hat gerade einen Artikel von einem Meinhard Miegel, Sozialwissenschaftler, der auch darauf hinausläuft: Was hinterlassen wir der nächsten Generation außer Müll und Chaos?

Oh, einiges mehr, würde ich meinen: Schulden, Migration, Krieg, Frauenquote, Durchideologisierung, zerstörte Ausbildungssysteme und die Tagesschau.

Aber schauen wir mal in den Text:

Früher war die Existenz der Menschen hart – aber sie haben Werke geschaffen, die uns heute noch faszinieren. Die Gegenwart hingegen bietet wenig. Es scheint, als ob wir unsere Spuren verwischen, die Flüchtigkeit zelebrierten wollten. Ein Gastbeitrag. [..]

Doch obwohl sich damals die Menschen ihrer Flüchtig- und Nichtigkeit wohl bewusst waren, schufen sie Werke, die nicht nur die Jahrhunderte überdauerten, sondern bis heute Quelle von Inspiration und Erbauung sind. Ob in der Architektur oder der Malerei, der Musik oder der Dichtkunst und selbst in den Naturwissenschaften leisteten sie Staunenswertes.

Du Depp, möchte ich da sagen. Denn die in der Vergangenheit der letzten drei, vier, fünf Jahrhunderte leitende geistige Fähigkeit waren eben die Naturwissenschaften. Musik, Dichtkunst, Malerei sind Unterhaltungsprogramm, was uns wirklich vorangebracht hat, waren allein die Ingenieur- und Naturwissenschaften: Mathematik, Physik, Chemie sind die Brüller der letzten Jahrhunderte, dazu Informatik als der des letzten Jahrhunderts. Sie haben das gemacht und entdeckt, was wir heute sind, Kommunikation, Transport, Energie, Information, Fahren, Fliegen, Sehen, Hören, und das alles.

Inzwischen aber sind wir im Zeitalter der Ideologen und der „Geisteswissenschaftler” (der Begriff ein Widerspruch in sich), die gar nichts außer Vernichtung hervorbringen, namentlich den Marxismus und seine Ausläufer. Wir leben im linken Zeitalter, und Linke machen nichts anders, als im Hass darauf, nicht beteiligt worden zu sein oder es nicht zu verstehen, alles vernichten zu wollen, was wir in den letzten 150 Jahren (Marx-Stil) oder in den letzten 300 Jahren (Mao-Stil) oder auch den letzten 1400 Jahren (Allah-Stil) hervorgebracht haben. Das Linke Weltbild lautet: Nichts können, nichts arbeiten, alles wegnehmen und vernichten, was andere gemacht haben, alles vollkacken.

Und das ist nicht etwa eine subjektive Einschätzung von mir, das sagen sie ja sogar ständig selbst: Man soll nicht zur Arbeit gezwungen werden, wir müssen Kapitalismus, Patriarchat, Kohlekraftwerke, Staat, Nation, Naturwissenschaften und eigentlich alles abbauen, dekonstruieren und vernichten, selbst die Sprache (und da beschwert sich dieser Soziologe über den Niedergang der Dichtkunst…), bis nichts mehr übrig bleibt. Nie wieder Deutschland und dergleichen Vernichtungsschwachsinn.

Familien hat man vernichtet. Die Nation vernichtet man. Man pumpt quasi gewaltsam Muslime und Afrikaner ins Land, weil man hofft, damit eine religiöse und biologische Durchmischung zu bekommen, bis man endlich den sozialistischen unterschiedlosen Einheitsmenschen aus einem Einheitsteig erhält, der völlig gleich, einheitlich, unterschiedslos ist. Auf dem Weg dahin vernichtet man alles, weil jegliches Wissen, Können, Haben, Machen, Arbeiten als Unterschied und Ungerechtigkeit angesehen wird.

Man vernichtet alles, was uns in den letzten 300, 400 Jahren irgendwie vorangebracht hat, weil es eben nur uns vorangebracht hat. Weil wir hier gearbeitet haben wie die Wahnsinnigen, und das eben zu einem höheren Kontostand geführt hat, den man nicht hinzunehmen bereit ist.

Nur: Der ganze geisteswissenschaftlich-linke Komplex beschränkt sich auf das Vernichten. Sie bringen nichts hervor. Er erwähnt zwar oben die Musik, die Dichtkunst, die Malerei, aber welche praktische Rolle spielen die heute? Was ist wichtiger? Mozart, Goethe oder Elektrizität? Wo wären wir heute ohne die kleine Nachtmusik, ohne Faust, ohne Strom?

Oder mal anders gefragt: Wieviele Leute haben an bekannten Stücken der Musik und Dichtkunst mitgewirkt (meistens: einer) oder auch der Kunstrichtung insgesamt? Und wieviele haben etwa an Elektrizität oder Luft- und Raumfahrttechnik mitgemacht?

Heute scheint sich das Verhältnis von Schöpfer und Werk umgekehrt zu haben. Die Menschen wollen von ihrer Flüchtig- und Nichtigkeit nichts mehr wissen und sind nur allzu bereit, irdischen Ewigkeitsfantastereien Raum zu geben. Umso flüchtiger und nichtiger sind ihre Werke.

Umso bedeutungsloser sind ihre Werke, weil heute die „Geisteswissenschaften” die Leitung übernommen haben, und die im Wesentlichen Write-Only-Dreck produzieren. Die meisten Papers der Universitäten haben mehr Autoren als Leser, und die meisten Zeitungen bald auch.

Was wird die nächsten Generationen erreichen, von Müllbergen, übersäuerten Ozeanen, abgeholzten Waldflächen und ausgebrannten Atommeilern einmal abgesehen? Selbst die Verfallsdaten technischen Fortschritts werden immer kürzer. Was wird also bleiben?

Die Erkenntnis, dass die Ausbreitung des Marxismus, der wesentlich auf das Konto der Sozialwissenschaften geht, die Gesellschaft in nutzlose, konsumierende, kackende Zombies verwandelt hat?

Mich erinnert diese ganze linke Ideologie, dass man einfach nur alles vernichten müsse, weil sich danach das Paradies irgendwie von selbst einstelle, an einen alten Gärtnerwitz:

Wie erkennt man, was im Garten Unkraut ist und was nicht?

Ganz einfach:

Man reißt alles raus. Was im nächsten Jahr wieder da ist, ist Unkraut.

So sind Linke und Soziologen mit unserer Gesellschaft verfahren und nun stehen sie vor dem Gartenbestand, nachdem das Jahr rum ist: Das Land ist ein Haufen Mist. Nichts funktioniert mehr, nichts ist noch zu retten. Vollgepumpt mit Leuten, die uns um Jahrhunderte zurückwerfen, und politisch gesteuert von Idioten, die alles vernichten, was wir aufgebaut haben.

Ich sehe das inzwischen an mehreren Stellen, wenn auch nur erst ansatzweise, dass die Ernüchterung im Anblick der Vernichtung einsetzt, die man begangen hat.

Für mich heißt das, dass ich als Blogger auch die Strategie etwas ändern muss:

Früher hatte ich gewarnt, es nicht zu tun.

Dann habe ich darüber geschrieben, was sie tun.

Künftig werde ich mehr darüber schreiben, wer das getan hat, woher der Schaden kam.

Damit künftige Generationen dann – falls überhaupt irgendetwas überdauert, was wir heute schreiben, ich hätte als Schreiber im alten Ägypten mehr Chancen gehabt, in der Mitte des 21. Jahrhunderts noch gelesen zu werden als als Blogger – wissen, wer ihnen den Mist eingebrockt hat: Ihre Eltern und die Idioten, für die sie als Schüler auf die Straße gegangen sind.

Ist Euch mal aufgefallen, dass diese Jungdeppen alle gegen CO2 demonstrieren, aber keiner dafür, dass man Ingenieurstudiengänge belegt, damit man künftig irgendetwas selbst machen kann?

Und die Soziologen betrauern die Dichter und Musiker.